Zsolt Bayers Artikel über Roma: Medienrat verhängt Geldbuße gegen Magyar Hírlap

Der Medienrat der ungarischen Medienbehörde NMHH hat gegen die regierungsnahe Tageszeitung Magyar Hírlap eine Geldbuße in Höhe von 250.000 Forint verhängt. Anlass ist der im In- und Ausland scharf kritisierte Beitrag des umstrittenen Publizisten und einstigen Fidesz-Mitbegründers Zsolt Bayer „Ki ne legyen?“. Bayer hatte, kurz nach einem von Roma ausgegangenen gewalttätigen Vorfall die Minderheit scharf kritisiert und Teile als „Tiere“ bezeichnet, die nicht „unter uns sein sollten“. Bayers Aufruf („wir müssen das lösen, sofort und auf jede Art und Weise!“) wurde von einigen Journalisten als Aufstachelung zum Völkermord interpretiert.

Der Medienrat hat den entsprechenden Artikel nun beanstandet.

Antragsteller war eine Zivilorganisation mit dem Namen „Másság Alapítvány“.

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5 Kommentare zu “Zsolt Bayers Artikel über Roma: Medienrat verhängt Geldbuße gegen Magyar Hírlap

  1. Wenn bekommen die linksliberale Medien irgendeine Geld- oder andere Busse, wegen den Unwarheiten was in ihre Zeitungen gegen Ungarn und die jetztige Regierung erscheinen?

    • Dilletantische Medienarbeit auf der einen, unethischer und einseitiger Journalismus auf der anderen Seite. Ich weiß nicht, ob das mit Strafen zu lösen ist, aber es sollte sich schon endlich etwas tun in den Köpfen, Parteibüros und Redaktionsstuben, damit wir nicht noch Jahre in dem Zustand verbringen müssen…

      • hallgass te.
        hallgass
        Ungarn ist voller extremisten und nazi.
        Die Bevölkerung hungert, und Sie wollen Krieg mit den Nachbarn.
        Die Demokratie habt ihr nicht gerne.
        Dann … auf die Reitpferd und zurück nach Karakorum.

    • Geldstrafen halte ich im Falle von Lügen / Unwahrheiten seitens der Medien nicht immer für angebracht, nur dann wenn sie Hetze bedeuten bzw. persönliche Angriffe. In anderen Fällen wäre ich damit zufrieden, dass man die Medien zu einer Richtigstellung zwingen kann. Es wirkt am Ende vielleicht noch besser, wenn eine Zeitung eingestehen muss, dass sie Mist erzählt hat als wenn sie hinter verschlossenen Türen eine Strafe zahlen muss.

      Aber zumindest in Deutschland ist es bis dahin noch ein langer Weg…

  2. Pingback: Oberstes Gericht: Artikel von Zsolt Bayer darf als antisemitisch bezeichnet werden | Hungarian Voice - Ungarn News Blog

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