Budapester Zeitung: Jan Mainka zu Kavallerie, Panzern und dem Minenfeld der deutsch-ungarischen Freundschaft

Ein lesenswerter Kommentar des Herausgebers der Budapester Zeitung, Jan Mainka, zum vermeintlichen „Nazi-Vergleich“ aus dem Mund des ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orbán in die Richtung der deutschen Wahlkämpfer.

http://www.budapester.hu/2013/05/vermintes-gelande-und-hinkende-bilder/

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6 Kommentare zu “Budapester Zeitung: Jan Mainka zu Kavallerie, Panzern und dem Minenfeld der deutsch-ungarischen Freundschaft

  1. Durchaus zustimmungsfähiger, weil ausgewogener BZ-Kommentar. Was mir daran gefällt, ist, dass sich Mainka nicht auf die süffisante Zurückweisung von übertriebenen Nazivergleichsanschuldigungen beschränkt, sondern auch Orbáns Wortwahl deutlich kritisiert. Wie ein „elder statesman“ hat der sich nämlich auch nicht gerade verhalten.

  2. Respekt vor deutschen Befindlichkeiten? Wer im Glashaus sitzt, sollte nicht mit Steinen werfen. Das gilt auch für den Spiegel und seinen Keno Verseck. Spätestens seit der Reichskristallnacht sitzen die Deutschen im Glashaus. Kaum einer, der nicht Nazis oder zumindest Mitläufer unter seinen Eltern oder Großeltern hat. Auf dem Hintergrund dieser Misere, sollten Deutsche und Österreicher vorsichtig sein. Ihre schulmeisterliche Belehrung kommt nicht gut an, auch nicht beim ehem. Kollaborateur Ungarn. Merkels Wegweisung irritiert, auch wenn Sie in der Sache Recht haben könnte. Kein Wunder, wenn Orbán, der den Steinbrück-Merkel Vorfall ja nicht von sich aus angesprochen hatte, im Interview so reagiert! Gehören Kontroversen nicht zur Demokratie? Sehen wir,s positiv ! Man könnte die ganzen Vorwürfe gegen die Regierung Orbán mal zum Anlass nehmen, die eigene Politik kritisch zu beleuchten. So vor allem die Österreicher: Sie haben mindestestens 90 mal ihre Verfassung, teilweise wegen Gedöns, geändert und Grundrechte werden in ihr kaum geregelt. Deswegen ist auch österreichische Kritik an der ung. Verfassungsänderung unglaubwürdig, sagt der ehem. Chefredakteur Andreas Unterberger der `Die Presse`. Vielleicht werden die Berichte über Ungarn positive Nebenwirkung haben, jedoch nur, wenn die Diskussion ohne Scheuklappen geführt wird. Und die Medien könnten diesen angeblichen Nazi-Vergleich mal zum Anlass nehmen, sich mit den Folgen des deutschen Einmarsches von 1944 in Budapest und mit Admiral Horthy, der darauf hin das Weite gesucht hat, umfassend und sachlich zu befassen. Und Deutschland sollte sich mal fragen, was passieren würde, müssten sie unter den von MSZP und SZDSZ geschaffenen wirtschaftlichen Verhältnissen leben. Ich meine, dann würden in sehr viel mehr Fluren deutscher oder österreichischer Haushalte Springer-Stiefel stehen. Und was wäre passiert, hätte irgendwo im Westen eine in die Öffentlichkeit lancierte, geheime Rede wie Gyurcsánys Lügenrede von 2006 das Land erschüttert: Keinen Tag hätte eine solche Regierung in Berlin den Vorwürfen und Demos standgehalten. Das Stillhalten in Brüssel und das Wohlwollen der Medien im Westen der sozialistisch-liberalen Regierung gegenüber hatten Gyurcsány bis 2009 an der Macht gehalten – und so den Wahlbetrug salonfähig gemacht. Ist so die politische Kultur nicht dadurch in der gesamten EU vor die Hunde gegangen? Dass die Regierung Orbán nun von der Anwendung zweierlei Maßstäben redet, wundert mich nicht. Die Aussage impliziert jedoch, dass auch die Orbán Regierung schwere Fehler begeht. „Es wird Zeit, dass endlich Klartext geredet wird“ . Solange rational abwägende Politiker wie Merkel regieren, kann die Diskussion weitergehen. Sollten SPD und Grüne in Berlin die Regierung übernehmen, würde das deutsch-ungarische Verhältnis von Grabenkämpfen bestimmt werden. Deutschland könnte seine bedrohliche Masse in die europäische Schale schmeißen. Sicherer aber als der Wahlerfolg von Rot-Grün ist allerdings ist Orbáns Wiederwahl – zumal dieser dumme und unsachliche Berichte deutscher Medien genüsslich verwerten kann. Und Rausschmiss-Drohungen gegenüber Ungarn bringen der SPD im Wahlkampfgetöse wenig ein, zumal sich die Deutschen kaum für Ungarn interessieren. Die Anti-Orbán Netzwerke müssen einsehen, dass ihre Strategie nie funktionierte. Der smarte Attila Mesterhazy hat,s nun begriffen. In einem Interview mit der ´die Welt´ hat er kürzlich zugegeben, dass das miserable Ergebnis der Regierungsjahre von 2002 bis 2010 Ursache für die 2/3 Parlamentsmehrheit des Fidesz/KDNP sind. György Konrád versucht immer noch, dem Westen eine andere Geschichte zu verkaufen. Der aggressive Wahlkampf von Orbán in 2010 und die eigene Konfusion seien der eigentliche Grund für Orbáns enormen Sieg gewesen, so Konrád. Ich meine, eine funktionierende Opposition zu Fidesz wird es nur geben, wenn sie in Kernfragen zusammen hält und über eine ehrliche und selbstkritische Haltung verfügt.

    • Herrn
      Karl Pfeifer, Wien

      Pfeifer ./. Ungarn
      Ihr Posting vom 31. Mai 2013 um 06:03

      Eure Exzellenz! Sehr geehrter Herr Schattenpräsident,

      in vorbezeichneter Angelegenheit möchte ich mich in aller Form für die Ernennung zum Verteidigungsminister Orrbahnißtahnz bedanken.

      Im Sinne des Ressortprinzips obliegt die seit 1991 regelmäßig auf Begehung von Gewalttätigkeiten ausgerichtete Zusammenrottung zu Ehren der SS im Schlosspark von Dég der Verantwortung des Herrn Innenministers.

      Im Interesse der kollegialen Geschäftsbehandlung von Zusammenschlüssen zu Ehren der SS, die dem Vernehmen nach regelmäßig in Übersee erfolgen, wurde bereits eine interne Vereinbarung mit dem Herrn Außenminister getroffen.

      Hochachtungsvoll

      Turulnácikápuszta, den 31. Mai. 2013 s.k. P.H.
      (Minister von Schatten )

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