Spiegel Online: Keno Verseck zur Verleihung des Bundesverdienstkreuzes an Zoltán Balog

Keno Verseck berichtet für Spiegel Online die Verleihung des Bundesverdienstkreuzes an den ungarischen Minister für Humanressourcen, Zoltán Balog.

http://www.spiegel.de/politik/ausland/ungarn-deutscher-verdienstorden-fuer-umstrittenen-minister-a-903006.html

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9 Kommentare zu “Spiegel Online: Keno Verseck zur Verleihung des Bundesverdienstkreuzes an Zoltán Balog

  1. Bei Kenos Artikeln sind die Kommentare immer die allerbesten, Spezialisten ohne Hirn klatschen und schunkeln im Takt:

    9. Geschmacklos!
    diablog heute, 17:41 Uhr
    ….. Insbesondere die Tatsache, dass Balog der zweitwichtigste Mann im Kabinett von Orban ist, der vor Kurzen Merkel mit Hitler verglichen hat, machtdiese Auszeichnung zu eine Farce. Zu einer geschmacklosen Farce….

    Donnerwetter, diese Intelligenz. Nur er/sie wußte wie der Spiegel, dass Orbán Merkel mit Hiltler verglichen hat. Chapeau! Das ist Spiegelniewo.

  2. „Nur er/sie wußte wie der Spiegel, dass Orbán Merkel mit Hiltler verglichen hat.“

    Spiegel Leser wissen mehr 🙂

  3. Der Keno Verseck hat wieder einen hinterhältigen Artikel geschrieben. Ich habe doch so gelesen, dass die amerikanische Botschafterin Eleni Tsakopoulos Kounalakis mit Zoltan Balog in Nyiregyhaza sehr zufrieden war.
    http://nol.hu/belfold/20130527-napelemes_iskola_ciganyoknak
    Dass Viktor Orbán WHO-Preis erhalten hatte, hat er natürlich auch verschwiegen. Er schreibt abwechselnd über Ungarn und Rumänien, genau gesagt über Siebenbürgen. Und er hofft dabei, dass die beiden Länder irgendwann wieder wegen Siebenbürgen streiten.

    • Ich erinnere mich noch, dass Rumänien 2012 nicht die öffentliche Bestattung von J. Nyirö gestattete. War das kein Streit?

  4. Balog gehört für mich wie Navracsics oder Martonyi zu den Mitgliedern der Regierung Orbán, die eine unaufgeregte Politik verfolgen und vor allem die liberalen Ursprünge von Fidesz nicht vergessen haben, die sie bis heute glaubwürdig repräsentieren. Es wird kein Zufall sein, dass der Bundespräsident gerade diesen ungarischen Minister ausgezeichnet und ihm damit innerhalb des Kreises seiner politischen Freunde den Rücken gestärkt hat.

    Natürlich ist Balog nicht nur „löbliche Ausnahme“, sondern Teil eines Ganzen. Solange er als Minister im Amt ist, wird er nicht nur an seinen eigenen Taten gemessen, sondern auch für die Grundlinien der Politik Orbáns mit verantwortlich gemacht. Dementsprechend wird Balog derzeit wieder von den Orbán-Kritikern in Sippenhaft genommen. Der Pester Lloyd scheint eine Art publizistischen Privatkrieg gegen Balog zu führen und der Pusztaranger ist sich nicht zu schade, Vergleiche zwischen der Auszeichnung und einem Besuch des ehemaligen rumänischen Diktators Ceausescus beim damaligen US-Präsidenten Carter zu ziehen, was ich ziemlich grotesk finde.

    Es ist durchaus richtig, anlässlich einer solchen Auszeichnung auf Widersprüche und offene Fragen hinsichtlich Balogs Politik hinzuweisen. In seiner eigenen Auszeichnungspraxis hat er z. B. grobe Fehler gemacht, als er Orden an sehr rechtslastige Menschen vergab, angeblich ohne von deren fragwürdigen politischen Statements Kenntnis gehabt zu haben.

    Auch sein aktuelles Gesetzgebungsvorhaben, das ethnische Trennlinien im Bildungssystem zementieren könnte, sollte noch einmal überdacht werden. Wenn ich es richtig verstehe, geht es Balog vor allem darum, eine bestimmte, von der ihm nahe stehenden Kirche gerade erst in einem überweigend von Roma gewohnten Viertel von Nyireghaza eröffnete Schule vor der Zusammenlegung mit einer anderen, hauptsächlich von Nicht-Roma besuchten Schule zu bewahren. Man sollte in der Bewertung sicherlich nicht zu dogmatisch sein. Sonst müsste man auch die Schließung des speziell zur Förderung von Roma eingerichteten Ghandi-Gymnasium in Pécs verlangen. Aber Balog sollte sich sehr gut überlegen, ob er wegen jener einen Schule in Nyireghaza wirklich ein seit Jahren geltendes Rechtsprinzip opfern will.

    Über solche Punkte kann und muss man diskutieren. Balog nun aber als angeblichen Rassisten „entlarven“ zu wollen, geht jedoch eindeutig zu weit. Versecks Artikel legt den Finger ziemlich in die Wunde, kriegt aber –wie ich meine– gerade noch einmal die Kurve, was man von den andern o. g. Online-Publikationen leider nicht behaupten kann.

    • Ich würde Sie einmal hören wollen, wenn Sie von Balog unter Druck gesetzt worden wären oder werden. „Balog … eine unaufgeregte Politik verfolgen“ für wen?

      • @Kichote
        Ähem, ich gestehe, nicht ganz auf Ihrem intellektuellen Niveau zu sein, aber evtl. könnten, Sie mir auf die Sprünge, helfen und das „unter Druck“, erklären?
        (Sorry, aber ich hatte gerade noch einige Kommas, übrig und die, wollten vertan werden)

      • Don Kichote, auch ich wäre für Erläuterung dankbar, wen Balog Ihrer Meinung nach wie unter Druck setzt.

        Es gibt bekanntlich viele verschiedene Roma-Organisationen in Ungarn. Manche sind ein Bündnis mit der jetzigen Regierung eingegangen (Flórian Farkas und seine Organisation Lungo Drom), andere stehen in Opposition zu ihr (Oszkár Kolompár und seine Leute) und wieder andere stehen irgendwie mit jeder Regierung mehr oder weniger im Konflikt (etwa Aladár Horváths Bewegung).

        Was sich sicher nicht bestreiten lässt, ist, dass die Regierung ihr nahe stehende Verbände, aber auch die Kirchen in der Romapolitik stärker fördert als andere. So gesehen entsteht vielleicht finanzieller Druck auf die nicht so gut bedachten Organisationen. Das kann man nur langfristig überwinden, wenn man die Sache der Roma in den Mittelpunkt der eigenen Arbeit stellt, die Spaltungen zwischen den Roma-Organisationen überwindet und sich von Parteipolitik fern hält. Aber das wäre im polarisierten Ungarn wohl noch ein langer Weg, ein „lungo drom“, wenn Sie mir das Wortspiel gestatten wollen.

  5. Nun haben es ja gar die „Alumni der Rechtswissenschaftlichen Fakultät, das Europa-Institut der Universität Zürich und die Botschaft von Ungarn“ gewagt Balog zu einem Vortrag einzuladen, dessen Titel „Ungarns Roma – Problem oder Chance“
    Ungarns Roma „Problem…
    und das ruft doch mal wieder ganz gewaltig die Gutmenschen auf den Plan.Die haben ja sofort ein Problem mit dem Problem.
    Irgendwie einfach nur noch lächerlich, denn wenn ich bei google „Zigeuner“ und „Problem“ eingebe, dann zeigt es sofort 430000 Ergebnisse an.
    Keiner hatte bisher ein Problem damit.

    http://www.tagesanzeiger.ch/zuerich/Protest-gegen-RomaVortrag-eines-ungarischen-Superministers/story/23236217

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