Trianon und die ungarischen Juden: Beitrag in der jüdischen Kulturzeitung „Szombat“

Ein lesenswerter Beitrag in der jüdischen Kulturzeitschrift Szombat beleuchtet die Frage, ob die ungarischen Juden trotz der Ausnutzung des „Trianon-Traumas“ durch rechtsextreme Kreise versuchen könnten, die Verletzungen und den Schmerz der ungarischen Nation zu verstehen, deren Teil das ungarische Judentum ist.

Der Autor, Gábor Szántó, kommt zu folgendem Schluss:

Wenn wir einmal tief Luft holten und für einen Moment ruhig würden, wären wir in der Lage, hinter den vorurteilsbehafteten, hasserfüllten Stimmen, denen Trianon als Vorwand der Ausgrenzung dient, den stillen Schmerz der ungarischen Nation wahrzunehmen, den wir, die ungarischen Juden, als verständnisvolle, sensible und solidarische Gemeinschaft, auch als den unseren empfinden könnten.

(„Ha mély lélegzetet veszünk, és egy pillanatra elcsöndesedünk, átélhetjük a Trianon ürügyén kirekesztő, előítéletes és gyűlölködő hangokon túl a magyar nemzet csendes fájdalmát, melyet értő, érző és szolidáris közösségként, mi, magyar zsidók is magunkénak tudunk érezni.“)

http://www.szombat.org/politika/trianon-es-a-magyar-zsidok

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118 Kommentare zu “Trianon und die ungarischen Juden: Beitrag in der jüdischen Kulturzeitung „Szombat“

  1. Wenn das mal kein ungarischer Reflex war (den Sie sonst so gern den Deutschen unterschieben): „Trianon und die ungarischen Juden“ – als wären die ungarischen Juden keine Ungarn und als gehörte Trianon so nicht auch zu ihrer Geschichte. Szánto sagt nur, was eigentlich klar und nichts Neues ist, neu wäre es, wenn man „den ungarischen Juden“ endlich nicht mehr die Schuld an Trianon geben würde. Ganz in diesem Sinn führt Ihr Reflex zu einem Übersetzungsfehler. Sie übersetzen alle Prädikate in den Konjunktiv, da steht aber immer Indikativ, die Aussagen sind Wirklichkeit, nicht Möglichkeit (das heißt: nicht wir „könnten“, wenn wir wollten, sondern wir „können“).

    • Ihre Eingangsbemerkung verstehe ich nicht, Fagaras. Was gibt es an der Bezeichnung „ungarische Juden“ denn auszusetzen? Natürlich sind ungarische Juden Ungarn, genau so wie deutsche Moslems Deutsche sind. Wo ist denn hier das Problem? Das, was ich schrieb, oder das, was Sie hineinlesen möchten?
      Die Kritik mit Konjunktiv und Indikativ nehme ich hingegen an, hier habe ich tatsächlich Fehler gemacht, was die wörtliche Übersetzung betrifft. Allerdings wird im deutschen nach „wenn“ (ung. „ha“) stets der Konjunktiv verwendet, das erklärt meinen Fehler vielleicht. Mehr habe ich mir dabei nicht gedacht. Auch hier verstehe ich aber Ihre Behauptung vom „Reflex“ nicht.
      Am Ende bleibt: Ein guter Beitrag.

      Zur Ergänzung nochmals im Indikativ:

      „“Wenn wir einmal tief Luft holenund für einen Moment ruhig sind, sind wir in der Lage, hinter den vorurteilsbehafteten, hasserfüllten Stimmen, denen Trianon als Vorwand der Ausgrenzung dient, den stillen Schmerz der ungarischen Nation wahrzunehmen, den wir, die ungarischen Juden, als verständnisvolle, sensible und solidarische Gemeinschaft, auch als den unseren empfinden können.“

      • Ich wollte nur darauf hinweisen, daß sich das Verhältnis von ungarischen Christen, ungarischen Juden, ungarischen Atheisten etc. zum historischen Ereignis Trianon nicht unterscheidet. Stellen Sie sich doch den Titel vor: „Trianon und die ungarischen Christen“. Jeder würde sagen, das ist lächerlich, hat keinen Sinn, es müßte heißen „Trianon und die Ungarn“. Genauso hat „Trianon und die ungarischen Juden“ keinen Sinn.
        Nun könnte man einwenden, sie greifen ja nur auf, was Szántó schreibt und er selbst trifft die Unterscheidung (zwischen der ungarischen Nation und den ungarischen Juden). Nur im Jounalismus geht es nicht ja allein um Inhalte, sondern auch um die Auswahl. Und sie stellen es so hin, als wäre die Trauer der „ungarischen Juden“ über Trianon eine Neuigkeit, etwas Erwähnenswertes. Aber es ist, weil sie Ungarn sind, eine Selbstverständlichkeit (warum Szántó meint, das betonen zu müssen, keine Ahnung). Erwähnenswert wird es nur deshalb, weil man den „ungarischen Juden“ immer unterstellt, ihnen sei Trianon egal, sie würden den Holocaust gegen Trianon aussspielen (deshalb der Übersetzungsfehler: „aber wenn wir wollten, dann könnten wir über Trianon trauern“). Aber das ist, anders kann ich es leider nicht sagen, ein (antisemitisches) Vorurteil.

      • Ich kann zwar nicht nachempfinden, was innerhalb des ungarischen Judentums eine Selbstverständlichkeit ist (oder nicht). Da haben Sie also gegebenenfalls einen Wissensvorsprung.

        Was Szántó, ausweislich seiner Zeilen selbst Jude, aufwirft, ist meines Erachtens ziemlich klar: Er spricht vom Gefühl der ungarischen Juden (die natürlich, ohne dass Szántó das auch nur ansatzweise in Zweifel zieht, tatsächlich Teil der ungarischen Nation sind), sich mit dem Trianonthema nicht immer so recht identifizieren zu können, weil es von Rechtsextremen missbraucht und als Quelle für Antisemitismus verwendet wird. Ich kann mir gut vorstellen, dass die Erwähnung eines Themas, das als Nährboden für Antisemitismus dient, ein Gefühl, selbst Teil dieser (nennen wir es mal so) „Tragödie“ zu sein, nicht gerade fördert. Die Rechtsextremen versuchen bis heute, das ungarische Judentum aus der Reihe der Trianonopfer auszuklammern, ja, sie zu Mittätern zu erklären. Ich halte es vor diesem Hintergrund nicht für ausgeschlossen, dass dies bei den Angegriffenen Ablehnung, Empörung und Verletzung hervorruft. Ich selbst täte mir, wäre ich Jude, womöglich ziemlich schwer, mich mit Themen zu identifizieren, die man mir und meinen Vorfahren letztlich immerzu vorhält. Wäre das keine menschlich nachvollziehbare menschliche Reaktion?

        Aus diesem Grund finde ich Szántós Beitrag interessant und wertvoll. Er stellt – sozusagen als Gegenposition auch zu Rechtsradikalen – klar, dass die ungarischen Juden Teil der Nation sind. Und sich den Blick auf die „nationale Tragödie“ Trianon nicht durch die Hetzer verstellen lassen sollten. Ich finde hier keine Vorurteile, insbesondere keine antisemitischen.

    • Ich versuche mich mal in Fagaras’s Welt hineinzuversetzen. Dazu muss ich mich zuerst auf den Kopf stellen.

      Und jetzt lese ich das Szántó Zitat noch einmal. Aber auch wenn ich mich für Fagaras auf den Kopf stelle, der Sinn des Satzes bleibt immer der selbe.

      „Wenn wir tief Atem schöpfen und für einen Moment in uns kehren, können wir, die ungarischen Juden jenseits des ausgrenzenden, vorurteilsbeladenen und hasserfüllten Geschreis, das Trianon als Vorwand benutzt, als verständnisvolle, sensible und solidarische Gemeinschaft den stummen Schmerz der ungarischen Nation mitempfinden.“

      Vielleicht hat Fagaras ihn gar nicht gelesen.

      • Was heißt hier „vielleicht“! Fagaras hat nach Übersetzungsfehlern gesucht. Verbissen. Weil er sich an einem „jelzős szerkezet“ stört, bringt er gleich alles durcheinander: Wortart und Satzteil, Verb und Prädikat, das „Was“ und das „Wie“.

        Darf man heute überhaupt noch „ungarische Juden“ sagen oder heißt es korrekt „Juden in Ungarn“? Oder jüdische Ungarn in Orrbahnißtahn?

        Ach du meine Fresse, wenn ich die Luft anhalte, kann ich es kloppen hören. Und fühle den stumpfen Schmerz. Und nichts und niemand können da helfen.

      • Mit „Herr Here“ spielt Fagaras auf dsa ungarische Wort „here“, auf Deutsch „Hoden“, „Drohne“ oder „Müßiggänger“, an. Wem sich der Bedeutungszusammenhang zwischen „Hoden“ und „Müßiggänger“ nicht sofort erschließt, der möge bei Google Bilder „Eier schaukeln“ eingeben.

        Ich schlussfolgere, dass mein Name bei Fagaras die Konnotation „fuck the dog“ hervorruft. Schade, dass er so feige ist. Er muss mit seiner Meinung doch nicht hinter dem Berg halten!

      • Herr Here hat den Klee vergessen. Mal sehen, zu welchen Schlußfolgerungen er nun kommt.

  2. Fagaras, an der Überschrift eine Diskussion über eine etwaige, unbewusste In- oder Exklusion von Juden in oder aus der ungarischen Nation anzustoßen und daraus gar Antisemitismus zu schlussfolgern führt zu weit. So könnte man der kompletten deutschen Medienlandschaft aus Gründen der Selbstverständlichkeit jedesmal empörte Leserbriefe schreiben, wenn Sie es auch nur wagt, in ihren Berichten über Juden (jeglicher Staatsangehörigkeit) deren jüdischen Hintergrund auch nur zu erwähnen. Dies geschieht alltäglich. Hingegen kann ich mich kaum einer Zeile ‚der christliche Literat‘ oder die ‚muslimische Nobelpreisträgerin‘ entsinnen. Sie erwarten also eine zu unterstützende Normalität, die in den Köpfen größtenteils aber nicht existiert. Wieso sie nicht existiert, ist weithin bekannt, denke ich (nur ein paar Stichpunkte: Verfolgung, Zionismus, Integration/Emanzipation, Nationalsozialismus etc.). Interessanter wäre es doch, mit Herrn Szánto über seine Beweggründe zu sprechen, nicht? Ein guter Roman übrigens, der diese Thematik aufgreift: „Der Musterjude“ von Raphael Seligman

    • Meines Erachtens geht es nicht zu weit. Gerade weil es keine Normalität gibt, schon gar nicht in Ungarn, wäre es ratsam, so sprachkritisch und präzise wie möglich zu formulieren. Nur zwei Bemerkungen:
      1. Ich meine, daß sich der gesellschaftliche Kontext in U und D doch unterscheidet. In Ungarn gibt es leider bis heute keinen gesamgesellschaftlichen Konsens, der Antisemitimus eindeutig verurteilt und „die ungarischen Juden“ als selbstverständlichen Teil der ungarischen Nation betrachtet. Und da habe auch Orbán und sein Pfauentanz auch in dieser Sache nicht viel geholfen.
      2. Von „den“ ungarischen Juden zu reden, ist auch deshalb problematisch, weil wohl keiner sagen kann, was man darunter verstehen soll. Denn „die ungarischen Juden“ sind ja weder sprachlich noch kulturell noch soziologisch eine klar abgegrenzte oder definierte Gruppe. Nun könnte man sagen, es ist eine Religion, nur verstehe ich dann nicht, was die Religion mit Trianon zu tun haben soll (siehe „Trianon und die ungarischen Christen“), mal ganz abgesehen davon, dass viele mit der Religion wenig am Hut haben. Bleibt also noch die Herkunft oder „Abstammung“, die Eltern und Großeltern, nur die Herkunft ist, solange sich jemand nicht „outet“, eine reine Privatsache. Einen Juden aber von außen nach der Abstammung zu definieren, ist nichts Neues, das findet sich auch in den Nürnberger Gesetzen von 1935 (als nicht die eigene Religion, sondern die der Eltern und Großeltern zählte).
      Insofern wäre ich mit Kategorien wie „die ungarischen Juden“ vorsichtig (unabhängig davon wie Szántó sich ausdrückt), es wäre ja auch ein Titel möglich gewesen wie „Trianon in der jüdischen Monatsschrift Szombat“ oder „Trianon und Gábor T. Szántó“.

    • PS zu 1.
      Deshalb hat „die ungarischen Juden“ in Ungarn immer einen „kirekesztö“ Unterton.
      Man stelle sich nur eine Überschrift vor „Versaille und die deutschen Juden“.

  3. Nun beschuldigt man natürlich nicht nur Juden an Trianon schuld zu sein, sondern auch Graf Mihály Károlyi, dessen Statue ungarische „Patrioten“ mit einer Kippa und einer Tafel „schuld an Trianon“ versehen haben. Die wärmen natürlich die Geschichtsfälschungen der Horhtyperiode auf.
    Doch den Geschichtsverdrehern ins Gedenkbuch hat Eva Balogh vor ein paar Tagen auf Hungarian Spectrum geschrieben und auf die Tatsache aufmerksam gemacht, dass die ungarische Rote Armee versucht hat die von Ungarn bewohnten Gebiete gegen die tschechische und rumänische Armee 1919 zu verteidigen. Es war ja auch die Horthyregierung, die ihren Minister nach Trianon gesandt hat um den Vertrag unterzeichnen lassen.
    Wenn ein Jude über Trianon Tränen vergiesst, dann sollte er auch nicht vergessen: unvergleichlich besser hatten es die Juden 1944 in dem Teil Transsylvaniens der rumänisch blieb, als im Teil den die ungarische Armee nach dem Wiener Schiedsspruch besetzte. Denn aus dem rumänischen Teil wurden sie nicht nach Auschwitz-Birkenau deportiert, während ihre ungarischen Landsleute sie dorthin deportieren liessen. Der ungarische Schriftsteller Béla Zsolt hat in seinem auch deutsch erschienenem Buch „Die neun Koffer“ das Getto von Oradea (Nagyvárad) beschrieben. Als einzige gerechte nichtjüdische Ungarin beschreibt er eine Bordellbesitzerin, die in das Getto ging und „ihre“ jüdische Angestellte herausholte.
    Die ungarischen Honoratioren inklusive die Bischöfe, die zur Zeit der rumänischen Herrschaft von Juden große finanzielle Unterstützung erhielten um die ungarische Kultur zu stützen, hatten einfach zugeschaut.

    • Károlyi als unschuldiger, ganz was neues, alles begann mit diesem trottelligen Freimauer.
      Ein Verräter, mehrfach.
      Was Rumänien betrifft da haben Sie recht, Deportation wurde erspart, weil die Rumänen gleich die Juden erschossen.
      Haben Sie das nicht gewusst, wirklich?

      • In Transsylvanien wurden von den Rumänen 1944 (und meines Wissens nach auch nicht vorher) Juden erschossen, sondern Juden, die aus dem ungarisch besetzten Teil dorthin flüchteten, gerettet.
        Meint István Jung, wenn andere Juden erschossen, dann war es ein Kavaliersdelikt, diejenigen, die trotz rumänischem Druck in der Zwischenkriegszeit sich als Ungarn bekannten, auszurauben und dann nach Auschwitz-Birkenau zu deportieren?

    • Es ging den Juden im rumänischen Teil „ungleich besser“? Diese Einschätzung verstehe ich nicht.

      Wikipedia schreibt:

      „Die Wiesel-Kommission kam 2004 zu dem Ergebnis, dass unter der Verantwortung und als Ergebnis der vorsätzlichen Politik der rumänischen Militär- und Zivilbehörden 280.000 bis 300.000 Juden ermordet wurden oder zu Tode gekommen sind. Hierzu zählen jedoch auch zahlreiche ukrainische Juden, die während des Krieges von den rumänischen Besatzungssoldaten getötet wurden. So wurden in Transnistrien neben den Deportierten auch 105.000 bis 180.000 dort lebende Juden umgebracht, vor allem in Odessa.[34]“

      http://de.wikipedia.org/wiki/Geschichte_der_Juden_in_Rum%C3%A4nien#Rum.C3.A4nien_und_der_Holocaust

      Oder greifen Sie sich bewusst nur den „rumänischen Teil Transsylvaniens“ heraus, um den Eindruck zu erwecken, dort hätten gute Zustände geherrscht? Ist nicht die Gesamtsituation ebenfalls furchtbar gewesen?

    • Verehrter Herr Pfeifer! Ich habe aus erster Hand, nämlich von meinem Vater gehört, wie grausam die Rumänen mit den Juden umgegangen sind. Man kann aber auch bei Hannah Arendt nachlesen. Sie beschreibt, dass es eine einzige europäische Nation gab, nämlich die Rumänen, deren Grausamkeit selbst die Deutschen als übertrieben empfunden haben!

  4. Ich habe explizit Transsylvanien genannt.
    Vor vielen Jahren als ich im Gericht zu tun und ein wenig Zeit hatte, ging ich im Wiener Landesgericht zu einer Verhandlung eines vorbestraften älteren Taschendiebs. Der Richter begrüßte den Angeklagten wie man einen alten Bekannten begrüßt. Der Pflichtanwalt sagte seinen Routinespruch auf. Und dann bekam der Angeklagte das Recht auf ein letztes Wort.
    Er sagte, Herr Rat, bedenken Sie bitte bei der Strafbemessung, die Großkopfeten stehlen viel mehr und werden nicht verfolgt.
    Werden die Verbrechen, die der ungarische Staat – mittels seiner Gendarmerie – an ungarischen Staatsbürgern, die bevor sie in den Tod geschickt worden sind, ausgeraubt wurden, Kavaliersdelikte, nur weil andere sich ähnlich verhielten?
    Natürlich habe ich Südtransylvanien erwähnt, denn diejenigen, die dorthin flüchteten aus dem ungarisch besetzten Teil, wurden nicht ausgeliefert.
    Da Sie werter HV über Juden und Trianon geschrieben haben, erlaubte ich mir auf diesen Teil der Geschichte aufmerksam zu machen. László Karsai erwähnte auf ATV wie die Gendarmen, die armen Menschen ausraubten und welche Methoden sie dabei benützten. In Kluj (Klausenburg oder Kolozsvár) hatten die Gendarmen an den ungarischen Patriotismus ihrer Opfer appelliert und sie aufgefordert, doch noch evtl. versteckten Schmuck ihnen zu übergeben „denn Ihr werdet den nicht mehr brauchen, gibt diesen doch lieber uns Ungarn und nicht den Deutschen“.

    .

    Nur bleibt im Raum der Vorwurf des Béla Zsolt, den ich erwähnt habe.

    • Um Ihre Kavliersdelikts-Frage zu beantworten nur so viel: Ein typische Pfeifer-Provokation.
      In Ihrem Ungarn-Hass glauben sie jede Legende, die Ungarn schaden kann.
      Ihre Geschichte über die Aufforderung in Kolozsvár istBlödsinn, ein böse Erfindung, schon längst widerlegt. Ich versuchte die Zeitschrift, oder die Link zu finden, leider
      es ist nicht gelungen. Andererseits hat es sowieso keinen Sinn.
      Übrigens, Ungváry hat auch schon ähnlichen Unsinn geschrieben; dass das ungarische Seiten die Waggons blombiert wurden, aber die deutschen sogar Luft reingelassen, ja, ja.
      Sie kennen es sicher; „Ki hogy él, úgy ítél“.
      Wissen Sie, man sollte nicht alles glauben was ein Historiker schreibt, oder werden Sie eines Tages noch David Irving zitieren?

      • István Jung,
        es gibt genug Zeugenaussagen und seriöse Historiker, die das bestätigen, was ich schrieb.
        Sie glauben also, all diese Historiker sind Ungarnhasser und nur die nazoide Jobbik sind gute Ungarn?

    • Vermutlich zitiert das tapfere Pfeiferlein Kertész.

      „A csendőr se okozott végül nagyobb kellemetlenséget. Először megrémültem tőle kissé: épp a fejem fölött, a bal oldali ablaknyílásban bukkant fel nagy hirtelen az arca, s még be is világított hozzánk a zseblámpájával, az első nap estéjén, vagy inkább az éjszakáján már, megint egy hosszabb veszteglésünk alatt. De hamar kitűnt, jó szándékkal érkezett: »Emberek – ezt a hírt jött csak tudatni –, a magyar határhoz érkeztetek!« Egy felhívást, mondhatni kérelmet kívánt ez alkalomból intézni hozzánk. Az volt az óhaja, hogy amennyiben bármelyőnknél még netalán pénz vagy egyéb érték maradt volna, úgy azt adjuk át őnéki. »Ahová ti mentek – vélekedett ugyanis –ott többé már nem lesz szükségetek értékekre.« S ami még nálunk volna, azt a németek amúgy is mind elveszik majd tőlünk –biztosított. »Akkor már – így folytatta, odafenn az ablakrésben tovább – miért ne inkább magyar kézbe jusson?« S rövid szünet után, amit valahogyan ünnepélyesnek éreztem, egyszerre melegebbre forduló, igen magunk közti s bizonyosképp valahogy mindenre feledést borító, mindent megbocsátó színezetű hangon azt is hozzátette még: »Hiszen ti is magyarok vagytok végeredményben!«”

      Sorstalanság, 83–84.

    • Karl Pfeifer:

      tun Sie den geneigten Lesern dieses Forums einen Riesengefallen und verlassen sie es. Bitte.

      Es ist höchst unerquicklich, wie Sie immer wieder in dieselbe Scharte schlagen. Sie verbreiten nur noch Langeweile. Leben Sie Ihre Neurosen doch zu Hause im stillen Kämmerlein aus.

      Hochachtungsvoll: P. Rieckmann

      • Müssen Sie denn überall als crétin auffallen, Herr Patrick Rieckmann, ich lese Karl Pfeifer gerne. Haben Sie die Leitung des Forums übernommen? Ich dachte Herr HV würde diesen Blog betreiben. Und warum „Hochachtungsvoll“ wenn Sie Herrn Karl Pfeifer weg-wünschen?

      • Herr Pfeifer benimmt sich auch nicht gerade besser. Wenn Sie seine Stänkereien auch noch gut finden, dann wirft das ein schlechtes Licht auf Sie.

      • Meine Meinung ist: arbeiten Sie lieber an sich statt sich zu verkriechen. Ich halte auch weiter an meiner Auffassung fest: im Gegensatz zu Kulturkrampf haben Sie ein ehrliches Interesse am Thema (während Kulturkrampf nur in den Zoo geht), nur schätze ich Ihren Art des Umgangs nicht. Und auch hier bleibe ich bei meiner Meinung: mit „Turulistan“ und „Orbánisztán“ haben Sie die Grenzen ein wenig überschritten. Auch mag ich Ihre Neigung nicht, andersdenkende aus blauem Himmel heraus eine Nähe zur Jobbik zu unterstellen. Wenn Sie an diesen Dingen arbeiten können, haben Sie hier durchaus einen Platz, finde ich. Ich denke, dass viele Mitposter das hier ähnlich sehen werden.

      • Frau/Herr Palóc, es ist das Eine, eine Meinung zu haben und das Andere diese weg zu wünschen. Noch dazu im universellem „wir“, haben Sie etwa P. Rieckmann beauftragt für Sie zu reden oder zu schreiben? Ich nicht, und was für ein Licht würde das auf Sie werfen? Und können Sie mir erklären was „schlechtes Licht“ in diesem Block bedeutet?

      • 1. Ich habe in diesem Zusammenhang nie „wir“ gesagt.
        2. Ich habe Herrn Pfeifers Meinung nie weggewünscht, im Gegenteil: ich habe an ihn appeliert sie anständig zu äußern ohne andere persönlich anzugreifen, andere Länder zu beschimpfen und Unterstellungen zu betreiben.
        3. Dass Herr Pfeifer sich einer solchen Art und Weise bedient, halte ich für eine Charakterschwäche. Dass Sie das auch noch gut zu finden scheinen, bedeutet, dass Sie diese Charakterschwäche auch besitzen. Das meinte ich mit schlechtem Licht.

      • Frau/Herr Palóc, damit keine Missverständnisse aufkommen folgendes:

        Zu 1. „wir“, das meinte Herr Patrick Rieckmann auf das ich geantwortet habe.
        Zu 2. „weggewünscht“ das meinte Herr Patrick Rieckmann auf das ich geantwortet habe.

        Sie schrieben dazu:

        Herr Pfeifer benimmt sich auch nicht gerade besser. Wenn Sie seine Stänkereien auch noch gut finden, dann wirft das ein schlechtes Licht auf Sie.

        Deshalb schrieb ich:

        „Frau/Herr Palóc, es ist das Eine, eine Meinung zu haben und das Andere diese weg zu wünschen. Noch dazu im universellem „wir“, haben Sie etwa P. Rieckmann beauftragt für Sie zu reden oder zu schreiben? Ich nicht, und was für ein Licht würde das auf Sie werfen? Und können Sie mir erklären was „schlechtes Licht“ in diesem Block bedeutet?“

        Zu 3. „Charakterschwäche“ war Ihre Antwort auf meine letzte Frage. Ich meine, dass „Charakterschwäche“ bei jedem zu finden ist. Sicher ist auch die Definition davon sehr unterschiedlich. Wenn wir Charakterschwäche finden wollen, dann finden wir sie bei jedem, wenn wir diese als Legitimation dazu verwenden, andere nicht ernst zu nehmen, wohin gehen/kommen wir dann? Sind wir dann nicht alle in einem „schlechtem Licht“? Würden Sie sich selbst als Charakter ohne Fehler bezeichnen? Und wenn nicht, dürfte ich Sie dann auch legitim in das „schlechte Licht“ rücken? Ich möchte keine Antwort auf diese Fragen, denn schon der Ansatz ist falsch, auch wenn es Ihre Meinung ist, Grüße Don.

      • Was Sie offenbar nicht begreifen: niemand kritisiert hier Herrn Pfeifer weil er anderer Meinung ist oder weil seine Meinung hier unerwünscht wäre, es gut nur um die Art und Weise wie er mit anderen umgeht. Er beleidigt hier ganze Länder insofern finde ich es absolut daneben hier eine Mitleidsshow mit Herrn Pfeifer anzufangen. Ob man gleiches mit gleichem vergelten sollte ist eine andere Diskussion. Natürlich hat auch jeder die eine oder andere Charakterschwäche, aber man braucht sich auch nicht wundern wenn man dafür kritisiert wird.

  5. Ich empfehle Ihnen das autobiografische Buch „Die Seele der Dinge“, S. 38-39 von Éva Fahidi, die ihre ganze Familie in Auschwitz verlor und selbst nur knapp überlebte.

    Darin bezeichnet sie den Vertrag von Trianon als eine Katastrophe, die ihre Familie auseinander riss. Ihr Großvater habe damals erklärt, dass er als Ungar geboren wurde und als Ungar sterben werde, seinen Namen jedoch niemals aufgeben wolle. Im Ergebnis bekam er keinen Reisepass und musste sich regelmäßig auf der Polizeiwache melden. Diese Menschen waren durch und durch Ungarn, wenngleich sie auch gut Slowakisch oder Rumänisch sprachen. Ermordet wurden sie jedenfalls als Juden.

    Die Hauptströmung im ungarischen Judentum, die Neologie, war (und ist es noch) auf weitgehende Assimilation ausgerichtet. Nur der Glaube sollte jüdische und christliche Ungarn noch unterscheiden. Und selbst in der Religionsausübung wurde man der Mehrheitsbevölkerung immer ähnlicher. Bis hin zu Orgeln und Kanzeln in den Synagogen, die bei der orthodoxen Minderheit innerhalb der jüdischen Minderheit verpönt blieben.

    Am Ende hat ihnen all diese Anpassung über Generationen hinweg nichts genutzt, weil ihre Verfolger Rassentheorien erlegen waren. Kleider, Ansichten und Gewohnheiten, sogar seine Religion konnte man wechseln. Das Blut blieb einem erhalten, bis es zum Verhängnis wurde, weil es politischen Fanatikern so gefiel.

    Machen wir doch gelegentlich einen kleinen Test: Setzen wir in Gedanken überall dort, wo wir „Zigeuner“ lesen oder gar selber sagen, das Wort „Juden“ ein. Ich finde dieses kleine Experiment sehr heilsam. Man erschrickt plötzlich nicht nur über den Sprachgebrauch gewisser Politiker oder Medien, sondern mitunter über seine eigenen Worte.

    Käme man, wenn man nicht gerade Jobbik-Anhänger ist, auf die Idee, Juden gesondert in der Kriminalitätsstatistik auszuweisen, um Straftaten vorzubeugen? Nein, das würde einem halbwegs kultivierten Menschen nicht im Traum einfallen. Aber Zigeuner-Statistiken, die hätte man schon gern? Liebe Leute, mir graut vor solchen Experimenten.

  6. Mir graut von den Zuschriften von I.J und P.H. Und ich beanstande, dass HV die Verhunzung von Namen zuläßt. Was ja auch viel über diese Website aussagt.

      • HV die Umgangsformen auf Ihrer Website bestimmen Sie.
        Einige „Patrioten“, die mir hier „Ungarnhass“ und Krisztián Ungváry Geschichtsfälschung unterstellen würden sich am liebsten total von der Realität ihres Landes abkoppeln. Am liebsten würden sie alle Spiegel zerschlagen, die nicht nur die schönen Seiten Ungarns zeigen.

        Übrigens K. Ungváry, den Sie HV mehrfach zustimmend zitieren, hat der Wochenzeitung Hetek ein Interview gegeben über das Wirken der III/III (politische Polizei) innerhalb der katholischen Kirche:
        …Wo kann man die ungarische katholische Kirche verglichen mit den Kirchen anderer Länder der „Volksdemokratie“ bezüglich ihrer Kollaboration mit der Staatssicherheit bzw. mit der Staatsmacht placieren?
        Mehr als die ungarische katholische Kirche haben sich nur die rumänische orthodoxe Kirche, bzw. die orthoxen Kirchen der Sowjetunion kompromittiert. Das ist traurig genug…
        „…A „népi demokráciák” más országainak egyházaihoz képest a magyar katolikus egyház hol helyezhető el az állambiztonsággal, illetve a hatalommal történt együttműködés tekintetében?
        A magyar katolikus egyháznál csak a romániai ortodox, illetve a Szovjetunió ortodox egyházai kompromittálták jobban magukat. Ez elég szomorú…“
        http://atv.hu/belfold/20130607_homoszexualitas_pedofilia_kenyszer_hatasara_beszervezett_fopapok

      • Ich war und bin der Auffassung, dass Krisztián Ungváry einer der besten und redlichsten ungarischen Historiker ist. Womöglich der beste. Daher lese ich ihn auch lieber im Zusammenhang, als mich dabei auf Sie zu verlassen.

    • „Nun beschuldigt man natürlich nicht nur Juden an Trianon schuld zu sein, sondern auch Graf Mihály Károlyi, dessen Statue ungarische “Patrioten” mit einer Kippa und einer Tafel “schuld an Trianon” versehen haben. Die wärmen natürlich die Geschichtsfälschungen der Horhtyperiode auf.
      Doch den Geschichtsverdrehern ins Gedenkbuch hat Eva Balogh vor ein paar Tagen auf Hungarian Spectrum geschrieben und auf die Tatsache aufmerksam gemacht, dass die ungarische Rote Armee versucht hat die von Ungarn bewohnten Gebiete gegen die tschechische und rumänische Armee 1919 zu verteidigen. Es war ja auch die Horthyregierung, die ihren Minister nach Trianon gesandt hat um den Vertrag unterzeichnen lassen.“
      (Karl Pfeifer wortwörtlich)

      Solche Sätze sind nur scheinbar historisch gemeint. Sie präsentieren nicht die Ergebnisse einer Bestandsaufnahme, sondern zielen auf Diffamierung und Diskreditierung. Ein solches Instrument der Meinungsbildung, wie es nicht nur von dem tapferen Herrn, sondern noch viel geschickter von Lendvai & Co. gegen die demokratische Ordnung in Ungarn in Stellung und zur Anwendung gebracht wird, ist leicht zu durchschauen, aber nicht mit einem Strich ungültig zu machen. Vordergründig prangern sie zwar Dinge an, die abscheulich und in ihrer Tendenz abzulehnen und deshalb für Kampagnen bestens geeignet sind. Sie geben vor, das politische Geschehen in Ungarn von der Geschichte her zu deuten, das sich leichter von den sich in die Köpfe eingefressenen vorgefassten Geschichtsbildern her darstellen lässt als die Gegenwart selbst. Positives wird verschwiegen oder umgedeutet, Negatives in ritualisierter Form und losgelöst von seinem Kontext immer wieder wiederholt, übertrieben, aufgebläht und verallgemeinert, bis es so ungeheuerlich klingt, sodass es nicht einmal mehr bei historisch Interessierten und schon gar nicht mehr in der öffentlichen Meinung richtig gestellt werden kann. Die Botschaft lautet immer gleich: Ausgenommen Béla Kun und Gyula Horn haben Ungarns Regierende und deren ungarische Untertanen schon immer Zigeuner, Juden, Schwule, die Nachbarn, die Demokraten, die Kommunisten, die Pressefreiheit und was weiß ich, wen und was noch, unterdrücken lassen.
      Wütend schlagen sie auf die ungarische Geschichte ein und tragen, begeistert von ihren Taten, den Gürtel „Sieben auf einen Streich“ und gehen in die Welt hinaus, dass es jeder erfahre. Es wird jedoch missverstanden, und man hält Pfeifer & Co. für Helden im Kampf gegen Rechts. Dabei lenken sie nur von den echten Fragen, die von der ungarischen Gesellschaft anzugehen sind, ab.

      Wer hat hier sieben an der Klatsche?

    • Mir graut davor, dass ein verkappter Rassist („Turulistan“, „Orbánisztán“) die deutsche Berichterstattung beeinflusst… Wer gibt Ihnen eigentlich das Recht zu solchen Frechheiten anderen aus dem blauen Himmel heraus eine Nähe zur Jobbik zu unterstellen? Ich schätze Gott Pfeifer darf alles, hat nur eben selbst eine dünne Haut.

    • „…Und ich beanstande, dass HV die Verhunzung von Namen zuläßt. Was ja auch viel über diese Website aussagt.“
      Werter Herr Karl Pfeifer,
      Sie leben ja nun schon im im höheren 90ten Lebensjahrzehnt. Deshalb kann man Ihnen die altersgerechte Starrköpfigkeit auch nicht übelnehmen. Auch Ihr Geschäftsmodell Anti- „Antisemitismus“ ist nicht zu beanstanden. Von Irgendwas muß man ja auch leben.
      Gönnen Sie sich doch einfach mal ein paar Tage Ruhe und überlegen Sie, wie bei Zwack ein Flaschenpfand mit Provision für Sie durchsetzbar ist.
      http://www.ungarische-produkte-online.de/Ungarische-Spirituosen/Palinka-Fuetyueloes/

      P.S. Ich hoffe, daß ich morgen trockenen Fusses nach Orbanistan komme.

  7. „Setzen wir in Gedanken überall dort, wo wir “Zigeuner” lesen oder gar selber sagen, das Wort “Juden” ein.“

    Ungarnfreund, das sind genau die sinnlosen Spielchen, die an Holokaust-Neurose leidende Menschen (dazu zähle ich ca. 80% meiner deutschen Landleute) gern spielen.

    Diagnose: „trägt zum Heilungsprozess absolut nichts bei, verlängert jedoch die Neurose auf unbestimmte Zeit.“

    • Die oben zitierte Autorin, die inzwischen an die 90 Jahre alt sein dürfte, hat mal auf einer Veranstaltung gesagt, dass sie eines im heutigen Ungarn nicht sein wolle: Roma. Macht Sie das gar nicht nachdenklich? Wahrscheinlich lehnen Sie Vorstellungen von Kollektivschuld und Erbsünde ab. Warum lassen Sie das dann nicht auch für die Roma resp. Zigeuner gelten?

      Warum rufen so viele gleich Olaszliszka, wenn von Gyöngyöspata oder Tatarszentgyörgy die Rede ist? Warum muss man immer aufrechnen? Warum kann man die Menschen nicht einfach als Menschen betrachten? Woher kommt dieser Drang, den Roma so etwas wie eine besondere Neigung zur Kriminalität nachzuweisen, so als ob ihnen das im Blute läge?

      Schaffen wir Chancengleichheit, lassen wir die Aufrechnerei, stellen wir den Menschen wieder in den Mittelpunkt! Mehr hab ich dazu jetzt nicht mehr zu sagen.

      • Wenn Sie nicht daran interessiert sind, Verbrechen statistisch auszuwerten, werden Sie kein Glück damit haben Verbrechen zu vermeiden, denn die Informationen die diese Statistiken liefern. deuten auf die Ursachen hin. Un was Sie sicherlich einsehen werden: das Übel lässt sich am besten bekämpfen wenn man es bei der Wurzel packt. Es geht dabei nicht darum eine Rassenlehre aufzubauen (abgesehen vielleicht von einigen Jobbiklern schätze ich). Kein vernünftiger Mensch unterstellt den Zigeunern erblich zur Kriminalität veranlagt zu sein, aber offensichtlich gibt es einen Zusammenhang zwischen der hohen Kriminalitätsrate (den Sie hoffentlich nicht leugnen wollen nur weil Sie unbedingt politisch korrekt sein wollen) mit ihrer Lebensweise. Und dort müssen auch die Zigeuner selbst eine Mitverantwortung tragen. Viele Zigeuner sind schlicht und ergreifend bildungsfern. Das liegt nicht allein daran das Bildung so teuer wäre – ich denke wie in Deutschland auch kann sch in Ungarn jeder leisten in die Grundschule zu gehen (entspricht in Deutschland der Grund- und Mittelschule) und diese auch abzuschließen. Damit stünde einer Ausbildung zumindest in handwerklichen Berufen wenig im Wege. Erst beim Abitur und im Bereich der hochschulischen Bildung spielt die finanzielle Situation eine Rolle. Ich bin nie in eine ungarische Schule gegangen, aber meine Verwandten erzählen mir alle dasselbe: die Zigeuner sind in der Regel schlechte Schüler die oft die Schule nichtmal beenden. Und warum ist das so? Sie bekommen es – unabhängig von ihrer ethnischen Zugehörigkeit – von ihren Eltern so vorgelebt, dass Bildung unwichtig wäre. Und das geht von Generation zu Generation so weiter. Statt darüber zu lamentieren was politisch korrekt ist oder nicht, sollten wir lieber nach Lösungen suchen – davon würden ja vorallem die ach so armen Zigeuner selbst profitieren. Insofern verstehe ich nicht weshalb man von liberaler Seite her lieber pikiert die Nase rümpft wenn es um Zigeunerkriminalität geht. Das Wort mag mit entsprechender Böswilligkeit auch missverständlich sein, aber ich denke man sollte von den Leuten auch mal ein wenig erwachsenen Umgang mit Begriffen erwarten dürfen und das bedeutet, dass man in Begrifflichkeiten nicht erstmal automatisch nach politischer Korrektheit suchen sollte sondern geeignet mit ihnen umgehen sollte. Wenn es um Zigeunerkriminalität geht, ist nicht das Wort selbst entscheidend, sondern der Kontext indem es benutzt wird. Diskussion wie Sie sie andeuten finde ich deshalb am ehesten kindisch und vorallem werden sie in erster Linie den Zigeunern selbst schaden.

        Übrigens: gerade heute las ich, dass Herr Friedrich sogenannte Armutseinwanderer (auch eine schöne Umschreibung für Sozialschmarotzer) aus Bulgarien und Rumänien „ohne Federlesen“ abschieben möchte. Vielleicht sollte man da nicht auch erstmal grundsätzlich prüfen, ob der Herr nicht Vorurteile gegen alle rumänischen und bulgarischen Einwanderer aufbaut (Generalverdacht). Als nächstes sollte man genauer hinschauen um wen es da geht: richtig, es sind vorallem Zigeuner. Offensichtlich traut man sich in Deutschland vor lauter politischer Korrektheit nicht mehr, die Probleme beim Namen zu nennen (vielleicht auch, weil man dann über Ungarn nicht mehr so schön herziehen kann?. Und welche Lösung resultiert daraus? Abschieben ohne wenn und aber. Na toll, davon wird es den Zigeunern auch nicht besser gehen. Eine Spitzenhilfe also die Deutschland bietet: auf andere mit dem Finger zeigen, aber wenn man selbst betroffen ist bloß schnell den Mantel des Schweigens drüberhüllen und die Leute wieder abschieben. Ich bin überzeugt: das wird die Probleme der Zigeuner lösen!

      • Paloc, ich bin sehr dafür, nach Ursachen für Kriminalität zu forschen. Ich bin auch dafür, zu diesem Zweck bei Straftätern bestimmte Daten wie den Bildungsstand zu erfassen. Aber ethnische Kriterien haben in Kriminalstatistiken nichts verloren. Es ist nicht das „Roma-Sein“ oder wahlweise das Blut, die Gene oder Kultur dieser Menschen, sondern es ist die hoffnungslose sozio-ökonomische Situation, die dazu führt, dass Menschen kriminell werden. Ich gehe mit Ihnen jede Wette ein, dass auch in Deutschland die Gefängnisse voll von Menschen sind, die aus sogenannten bildungsfernen Schichten kommen.

        Turo Rudi, da es zum Glück keine amtliche Statistik über ethnische Hintergründe von Strafgefangenen in Ungarn gibt, muss man alle kolportierten Zahlen dazu mit Vorsicht genießen und fragen, wie sie eigentlich zu Stande gekommen sind und was mit ihrer Veröffentlichung beabsichtigt wird. Es wird gleichwohl stimmen, dass Roma gemessen an ihrem Bevölkerungsanteil in den ungarischen Gefängnissen überrepräsentiert sind. Das wird sich langfristig erst dann ändern, wenn sie nicht mehr mit Masse die unterste soziale Schicht in Ungarn bilden.

  8. „Die oben zitierte Autorin, die inzwischen an die 90 Jahre alt sein dürfte, hat mal auf einer Veranstaltung gesagt, dass sie eines im heutigen Ungarn nicht sein wolle: Roma. Macht Sie das gar nicht nachdenklich?“

    Nein. Ich lebe nämlich in Ungarn und kann mir ein objektives Bild der Dinge machen. Lebt die zitierte Autorin in Ungarn? Ich weiß auch nicht, wer aufrechnet: ich nicht. Bitte lesen Sie meine Beiträge noch einmal aufmerksam durch.

    Bei mir steht der Mensch immer im Mittelpunkt. Ich weise daher alle Berichte zurück, die Ungarn kontinuierlich als Hort des Faschismus, Antisemitismus und der Homophobie darstellen. Die Menschen, die so etwas schreiben, sind zu 99,9% Menschen, die nicht hier leben (s. Paul Lendvay und Konsorten).

    Doch ich gebe zu: auch ich müsste verzweifeln, wenn ich auf Berichte über Ungarn in der deutschsprachigen Presse angewiesen wäre: Boshaftigkeit, Einseitigkeit und Verlogenheit scheint dort in vielen Fallen Pflicht zu sein, wenn es um Ungarn geht. Gegen diese Tendenz muss viel stärker vorgegangen werden! Hier könnte sich vielleicht HV mehr engagieren.

    Soviel für heute. Wünsche Allen ein schönes Wochenende!

    P. R.

    • Ich denke HV tut schon was er kann. Dafür dass er nicht Teil der Mainstream-Medien ist und diese ihm deshalb auch kein Forum bieten, hält er sich auch gar nicht schlecht. Sie sehen ja auch, wie allergisch Herr Pfeifer auf ihn reagiert – das hat seinen Grund. Es ist nur halt wie gegen Windräder anzurennen, schätze ich. Die Mainstream-Medien schreien eben lauter und sie haben mehr Mittel.

    • In dem betreffenden Land zu leben, mag eine notwendige Bedingung sein, hinreichen tut sie deshalb noch lange nicht. Es gibt ja nicht wenige Menschen, die jahrzehntelang in einer Diktatur leben und meinen, es sei alles bestens. Damit jetzt nicht gleich wieder der ph-Wert mit seinen sauer Eiern auf mich losgeht, das ist keine Anspielung oder direkte Parallele, nur eine Veranschaulichung.

    • „Boshaftigkeit, Einseitigkeit und Verlogenheit scheint dort in vielen Fallen Pflicht zu sein, wenn es um Ungarn geht.“

      Was soll den das wieder bedeuten? Legen die (deutschsprachigen Presse ) einen Schalter um wenn sie Ungarn hören? Ist dass das beschriebene „objektives Bild der Dinge“? Die Einseitigkeit scheint mehrseitig zu sein und das Andere auch.

      „Ich weiß auch nicht, wer aufrechnet: ich nicht. Bitte lesen Sie meine Beiträge noch einmal aufmerksam durch.“

      Sie schrieben am 7. Juni 2013 um 09:30 „die an Holokaust-Neurose leidende Menschen (dazu zähle ich ca. 80% meiner deutschen Landleute)“

      jetzt können Sie behaupten, dies sei kein Aufrechnen sondern nur Abschätzen.

      Am 8. Juni 2013 um 12:21 „Die Menschen, die so etwas schreiben, sind zu 99,9% Menschen, die nicht hier leben“.

      Wenn das kein Aufrechnen ist was ist es dann? Ein Verlogener, der Boshaftigkeit dahinter vermutet wenn Sie Herr Patrick Rieckmann Ihre deutschen Landsleute in den 80% Sack stecken oder 99,9% der Presse in den „nicht wissen“ Sack. Dabei haben Sie noch den Boshaftigkeiten-Sack den Verlogenheiten-Sack und den Einseitigkeit-Sack diese sind auch schon gefüllt. In welchen Sack würden denn Herr Pfeifer kommen und in welchen Sack würden Sie sich selbst stecken? Grüße Don

    • @ Patrick Rieckmann

      Sie schreiben: „Boshaftigkeit, Einseitigkeit und Verlogenheit scheint [in der deutschsprachigen Presse] in vielen Fallen Pflicht zu sein, wenn es um Ungarn geht.“

      Leider ist das eine untertreibende Äußerung.

      Offensichtlich wird heute jeder gemobbt, der sich den Luxus gönnt und eine andere, eine eigene Meinung hat, wenn es um Ungarn geht.

      Hut ab vor den tapferen Pfeiferlein? Nein!

      Mein Respekt gilt anderen, so z.B. Frau Zsuzsa Breier, Hessens Europa-Staatssekretärin.
      http://www.zeit.de/politik/ausland/2013-06/zsuzsa-breier-ungarn-verfassung

      Was die andere Seite, die ungarischen Agenten und ihre inoffiziellen Mitarbeiter in den deutschsprachigen Medien angeht, so fallen mir zu denen nur die Bilder ein, die vom Hochwasser in dieser Woche zurückgeblieben sind. Die Donauflut hatte am Mittwochmorgen ihren Scheitelpunkt erreicht. Die Straßen waren überflutet, die Gärten verschwunden. Statt Autos verkehrten Boote in der Mariaorter Straße. So schnell das Hochwasser gekommen war, floß es auch wieder ab. An der Stelle, an der am Mittwoch mein Nachbar noch mit dem Boot anlegte, um Frau und Hund aus dem Haus zu holen, blüht heute schon wieder der Klatschmohn. Das üppige Grün des Donautals ist einem graueren Ton gewichen. Doch schon wächst Gras darüber und es blüht der Mohn.

      Was übrigens auch für die grauenhafte Geschichtsklitterung unseres tapferen Pfeiferleins gilt. Hielte das nur mal für ein Momentchen inne, könnte er es schon wachsen hören.

      Vergebens sein tapferer Kampf wider die demokratische Ordnung in Ungarn und die Verhunzung großer Namen durch Diminutive und schmückende Beiwörter.

      Denn was die historische Schuld kommunistischer Gewaltherrschaften a la Kun und Lukács angeht, so waren sich diesbezüglich sogar die zwei in ihrem Wesen doch so ganz unterschiedlichen Ungarn, Cécile Tormay und John von Neumann einig.
      Beide hätten deshalb längst ein Denkmal verdient, die Antisemitin und der Bombenbauer, ein Mahnmal auf einem Sockel, sozusagen als Memento mori gegen jegliche Geschichtsklitterung.

      Denn einmal verhunzt ist immer verhunzt, auch wenn längst Gras über alles gewachsen ist.

      http://www.abebooks.de/Prisoners-Dilemma-Poundstone-William-New-York/5613889954/bd

      • Don Kichote fragt: „Was ist denn Mobbing?“
        P.H. hat da was Passendes für ihn: „Von Klugscheißern für Klugscheißer!“ vom WDR.
        „Wissen macht Ah!“ sagen die vom wdr.
        Die vom wdr erklären auch, warum Herr Pfeifer von P.H. gemobbt wird.

        „Diese sind sehr unterschiedlich und man kann sie nicht eindeutig benennen. Manchmal reicht es schon aus, dass jemand Angst vor Konkurrenz hat, neidisch und missgünstig ist. Andere fühlen sich selbst klein, haben wenig Selbstbewusstsein und erniedrigen andere, um sich größer und stärker zu fühlen. In jedem Fall muss man etwas gegen Mobbing unternehmen. Zwar solltet ihr nicht jeden Streit oder Beleidigung gleich als Mobbing verstehen, aber ihr solltet vorsichtig sein.“

        Ich meine, weil ich eine eigene Meinung habe, Mobbing ist Mainstream. Der Rest ist schweigen.
        Ich bin auf Kollisionskurs, bin Geisterfahrer, wie Stephen Tree neulich so nett schrieb, weil ich in Sachen Ungarn anderer Meinung bin als – sagen wir mal – Daniel Cohn-Bendit.
        Selbst der darf sich irren und wird gemobbt, weil er kein Pädophiler, aber die reine Unschuld war.
        Ihr Rabulistiker wisst ja nicht einmal, was Mobbing ist! Und Don Kichote schon gar nicht!

      • Nun ich weiß auch nicht wie man einen Papst ernennt oder wie Gülle schmeckt, Herr Herche. Habe ich dann etwas verpasst?

      • Ob Sie etwas verpasst haben?
        Ich weiß ja nicht einmal, ob Sie Anstandsgefühl im Leib haben.
        Aber auch wenn Sie etwas verpasst hätten,
        Gülle spucken Sie, als fehlte Ihnen jeglicher Geschmack.

      • Ich denke in sämtlichen Foren über Ungarn sind Sie der Geschmackvollste, Herr Herche. Trügt mich meine Erinnerung, dass Sie schon einmal, als Geisterfahrer wie Sie selbst meinen, einen Güllepast ausriefen? Ob das so geschmackvoll war?

    • Ich denke auch solche Nachrichten sollte man auf diesem Blog der Öffentlichkeit bekannt machen:

      EKD-Ratsvorsitzender mit Ehrendoktorwürde in Budapest geehrt

      Hannover/Budapest (epd / 11.06.2013) Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Nikolaus Schneider, ist am Dienstag mit der Ehrendoktorwürde der Theologischen Fakultät der Károli Gárspár Reformierten Universität in Budapest geehrt worden. Dies teilte die EKD in Hannover mit. Der evangelische Theologe habe immer wieder die Ansicht vertreten, dass religiöse und kirchliche Themen mitten in die Gesellschaft gehörten. Auch viele «vordergründig politische Themen» hätten durchaus eine theologische Dimension.

      Schneider hält sich seit Montag zu Gesprächen mit Kirchenvertretern in Ungarn auf. Er informierte sich über die Arbeit der Reformierten Kirche mit den rund 800.000 Roma in Ungarn. Nach einem Treffen mit Mitarbeitern von Romaprojekten bescheinigte der Ratsvorsitzende der ungarischen Kirche, die Roma würden als Schwestern und Brüder betrachtet, ohne die Probleme im Zusammenleben zu beschönigen. Zudem strebe die Kirche an, Pastoren aus den Reihen der Roma zu gewinnen.

      Anerkennend äußerte sich Schneider über die Bildungsangebote der Kirche für die Roma. Neben Hausaufgabenhilfe und Nachhilfe erhielten junge Roma nach dem Abitur Stipendien sowie das Angebot eines Wohnheimplatzes. Dabei sei es keineswegs Ziel, die Roma aus ihrer Herkunftsmilieus zu lösen und damit heimatlos zu machen. Vielmehr würden die Roma von der reformierten Kirche dabei unterstützt, das herkömmliche Milieu ohne Druck von außen zu verändern, ergänzte der Ratsvorsitzende.“

  9. Don Kichote:

    man muss seine Meinung nicht in einem so vulgären Ton zum Ausdruck bringen, wie Sie es gerade getan haben.

    Auch wenn mich Herrn Pfeifers Artikel nicht erfreuen, kann ich trotzdem Achtung vor ihm haben (daher auch der Gruß: „Hochachtungsvoll“). Schließlich habe ich nichts gegen ihn persönlich.

    Ich habe Herrn Pfeifer lediglich meine Meinung gesagt. Wenn Sie Herrn Pfeifer gern lesen dann wohl bekomm’s.

    Freundliche Grüße,
    P. R.

    • Herr Patrick Rieckmann, „vulgären Ton“ also „als verächtlich“ betrachten Sie meinen Kommentar, als Antwort auf Ihre Aufforderung im Namen des Forums, Herr Pfeifer solle sich verpfeifen? Buaaar ….

      Herr Rieckmann Sie haben Ihm nicht „Ihre Meinung“ geschrieben sondern im Nahmen des Forums. Bei Ihnen funktioniert die Ausblendung hervorragend. Ich frage, mich ob man bestimmte Texte noch voll und ganzheitlich erfassen kann. Na ja – Sei’s drum und auch egal, wenn Sie Karl Pfeifer als lebende Hülle hochachten, Grüße Don.

      • Don Kichote,

        der Grund, warum ich einen so direkten Ton angeschlagen habe, ist der, dass ich Herrn Pfeifers Machenschaften schon seit Jahren verfolge (vorausgesetzt,es handelt sich hier um DEN Karl Pfeifer, den ich meine: ca. 85 Jahre alt, schreibt häufig in der Presse usw).

        Der Hintergrund für meine emotionale Reaktion: bevor ich meinen letzten Kommentar schrieb, wurde mir klar, mit wem wir es zu tun haben:

        mit einem Mann, der aus allem, was in Ungarn geschieht, eins ableitet: der Antisemitismus ist am Erstarken. Darüber habe ich mich schon oft in den letzten Jahre sehr, sehr oft geärgert weil ich diese Darstellungsart ungerecht finde. Ob ich mich im Ton vergriffen habe? Ja. Ich entschuldige mich dafür hiermit bei Kalr Pfeifer und bei allen Lesern.

        Doch wie gesagt, Herr Pfeifer ist kein „Guter“!!

        Er vergiftet den öffentlichen Diskurs über den Antisemitismus in Ungarn, der im Land praktisch nicht existent is. Er wird jedoch von destruktiven Menschen wie ihm und Ágnes Heller, György Konrád etc. immer wieder aufs Neue angeheizt. Es gelingt, Ungarn in der deutschen Presse ständig und immer wieder neu das gleiche Stigma aufs Auge zu drücken.

        Es genügt, sich einige seiner Artikel der letzten Jahre anzuschauen:

        http://archive.org/details/VortragKarlPfeiferDiskussion

        http://diepresse.com/home/meinung/gastkommentar/748200/In-Budapest-werden-Ritualmordlegenden-wieder-aufgewaermt

        Ich freue mich daher nie, wenn ich auf Herrn Pfeifer treffe. Er ist einer, der die Holokaust-Keule schwingt und sonst nichts. Und gegen die lässt sich, wie bekannt ist, mit rationellen Mitteln nicht viel ausrichten. Wie István Jung schon schreibt:

        „Sie Herr Pfeifer praktizien die gleiche Still wie Pusztarangers, und die wunderbare Frau Balogh, nämlich raffinierte Desinformation, im Namen die Gerechtigkeit.“ Genau!

        Dies muss offen gesagt werden. Ich hoffe, dass in Zukunft immer mehr Menschen den Zynismus, die Verlogenheit, Oberflächlichkeit und krasse Einseitigkeit in Berichten wie denen oben erkennen.

        Man muss sich hinstellen und den Pfeifers dieser Welt Einheit gebieten: NEIN! Bis hierhin und nicht weiter.

        Freundliche Grüße,
        P. R.

      • Herr Rieckmann, es bringt uns meiner Meinung nach nicht weiter, den Antisemitismus in Ungarn als „praktisch nicht existent“ abzutun und somit ein Problem zu bagatellisieren. Tatsache ist, dass es in Ungarn, wie auch andernorts, einen antisemitischen Bodensatz in der Gesellschaft gibt. Dies anzuerkennen, gehört zu einer redlichen Debatte.

        Die Frage ist doch, wie man Antisemitismus aus den Köpfen bekommt. Durch Leugnen nicht. Untersuchungen zeigen, wie verbreitet bis heute Stereotype sind, und Aussagen wie „die Juden haben zu viel Macht in Ungarn“ werden nicht nur von Jobbik-Anhängern unterschrieben. Das Problem ist also real.

        Zugleich halte ich es für grob kontraproduktiv, das Problem aufzubauschen oder Ungarn – aus politischem Kalkül – darauf zu reduzieren.

        Über Herrn Pfeifer darf in diesem Zusammenhang jeder denken, was er will.

      • Ich schließe mich der Meinung von HV. an, bis auf den vorletzten und letzten Satz. Wobei ich die Reduzierung Ungarns auf Antisemitismus und Rassismus nicht ausschließlich und umfassend betrachte, es gibt auch andere. Aber sie ist im ländlichen Bereich, in meinem Umfeld latent vorhanden, sowie in politischen und Polizeilichen und Judikativen Kreisen, da kann ich wissentlich die alten Parteien und auch viele Bürger und Politiker nicht ausschließen. Nach meiner Ansicht ist dies für eine Zukunft, für Ungarn, abträglich. Also bitte nicht Ausblenden Herr Patrick Rieckmann und etwas lockerer. Es gibt sehr viele, die sich für Ungarn einsetzen aber nicht auf ihrer einspurigen Schiene, die aber durchaus das Problem beim Namen nennen.

  10. Hr Pfeifer 8:17
    Genau das meine ich,Jetzt ist die Kirche dran. Natürlich wissen Sie welche Repressalien wurden gegen die Katholische Kirche erhoben. Schauprozessen, ermordung, und verurteilung kath. Priester, ca. 3000 Schulen Verstaatlicht etc.. Lesen sie;
    Kiszely Gábor : AVH
    Mindszenty József :Napi jegyzetek ( gibt es in deutsch: Tagebuchaufzeichnungen)
    Ja, und es stimmt wieder nicht was Ungvári gesagt hat. Weil nämlich im Reformierte Kirche viel mehr Zusammenarbeit (mit den AVH) gewesen. Ein Tatsache. Aber Ungvári redet immer so wie vom Ihm erwartet wird. Katholische Kirche anpatzen im „Hetek“, das kommt garantiert gut an. So ist es.
    Nicht vergessen, Mindszenty Geburtsname ; Pehm.
    Sie Herr Pfeifer praktizien die gleiche Still wie Pusztarangers, und die wunderbare Frau Balogh, nämlich raffinierte Desinformation, im Namen die Gerechtigkeit.

    • István Jung. Ich zitierte aus einem Interview von Krisztián Ungváry. Wenn Sie damit Probleme haben, dann kritisieren Sie ihn. Die Fakten, die er bringt stimmen. Und darauf allein kommt es an.
      Die III/III hat nicht nur die katholische Kirche sondern jede andere Glaubensgemeinschaft in Ungarn unterwandert. Das aber entschuldigt nicht diejenigen, die ihre Glaubensbrüder und Schwester bespitzelt haben. Und ich verstehe nicht, was der frühere Name von J. Mindszenty mit dieser Sache zu tun hat.
      Zu den gegen mich gerichteten Schmähungen und Pöbeleien auf HV nehme ich nicht Stellung. Da können sich die Leser einen eigenen Reim machen.

      • Ich sehe zwar nicht wer hier auf dieser Seite gepöbelt haben soll, aber ich habe von Ihnen auch nichts anderes erwartet. Wenn Sie sich Kritik ausgesetzt sehen, lenken Sie entweder ab oder ziehen den Schwanz ein. Was soll’s. Aber vielleicht können Sie ja doch nochmal darlegen, wie Sie Ihre Begriffe „Turulistan“ und „Orbánisztán“ sehen.

  11. Ich konnte im Kontext dieser Diskussion bisher nicht feststellen, dass man auf die vielen Aktivitäten der Ungarn jüdischer Nationalität und/oder Glaubenszugehörigkeit hingewiesen hätte. Daher versuche ich mal aus der ungarischen Medienlandschaft auszugsweise zu dieser Thematik einen kurzen Überblick zu geben.

    Fakt ist, dass in Ungarn zahlreiche Publikationen mit Bezug zum Judentum, zur jüdischen Tradition, sowohl mit geschichtlichen wie auch zeithistorischen, aber auch sehr aktuellen Inhalten des täglichen Lebens erscheinen. Auch in den öffentlich-rechtlichen (sprich staatlichen) elektronischen Medien sind solche Themen zumindest wöchentlich zu hören oder zu sehen. Die Autoren sind vorwiegend bekennende, sich als Juden betrachtenden Menschen. Es gibt regelmäßig, zumindest in Budapest und sporadisch auch in anderen Ortschaften Ungarns Ausstellungen, Vorträge, kulturelle und religiöse Veranstaltungen mit jüdischem Charakter.
    Nur einige Beispiele:

    Die Synagogen:
    die orthodoxe Synagoge von Budapest:
    http://videotar.mtv.hu/Videok/2013/04/28/13/Zsinagogak__A_budapesti_ortodox_zsinagoga.aspx
    die Synagoge von Pécs:
    http://videotar.mtv.hu/Videok/2012/12/23/14/Zsinagogak__Pecsi_zsinagoga.aspx

    Christlich-jüdischer Gebetstag:
    http://videotar.mtv.hu/Videok/2013/01/27/20/Kereszteny_zsido_imanapot_tartottak.aspx

    Die jüdische Küche:
    http://videotar.mtv.hu/Videok/2012/06/10/16/Zsido_konyha_2012_junius_10_.aspx

    Jüdisches Sommerfestival in Budapest:
    http://videotar.mtv.hu/Videok/2011/06/30/18/Zsido_Nyari_Fesztival_kezdodik_Budapesten.aspx

    Die Gleichstellung von Juden (Bezug zum Jahr 1849, in der Zeit der Regierung von Lajos Kossuth)
    http://videotar.mtv.hu/Videok/2011/03/20/15/A_zsidosag_egyenjogusitasa.aspx

    Die Wurzeln tragen uns – eine gemeinsame Pilgerreise von Vertretern der jüdischen Glaubensgemeinschaft, der katholischen und der protestantischen Kirche aus Ungarn nach Israel
    http://videotar.mtv.hu/Videok/2013/06/09/14/A_gyokerek_tartanak_2013_junius_9_.aspx

    Höre Israel – Sendungen der jüdischen Glaubensgemeinschaft im Radio Kossuth:
    http://www.mr1-kossuth.hu/index.php?page=search&css=&find=Halljad+Izrael%3A

    Die aufklärerisch-pädagogischen Aktivitäten des Holocausts Gedenkzentrums (Holokauszt Emlékközpont) in Budapest:

    http://www.hdke.hu/tevekenysegunk/oktatas
    Die englische Version der Website:
    http://www.hdke.hu/en

    Über Terror für die Zehnjährigen:

    Ein Mitarbeiter des Holocausts Gedenkzentrums hielt eine außergewöhnliche Unterrichtsstunde über die Toleranz in der Jedlik Schule in Györ ab. Dabei bot sich für die Schüler die Möglichkeit, die Geschehnisse der blutigen Epoche aus einem ganz anderen Blickwinkel zu betrachten:
    http://gyor.hir24.hu/gyor/2012/03/21/terrorrol-tizeneveseknek/

    Soviel zum Vorwurf, in Ungarn könne sich die jüdische Kultur, Tradition und Glaube nicht frei Entfalten und die Regierung des Viktor Orbán tue nicht genug dagegen, dass sich eine Intoleranz gegenüber Juden in Ungarn entwickele.

    • Bei pusztaranger finden Sie die „Gegenliste“:
      http://pusztaranger.wordpress.com/2013/06/12/internationale-antisemitismuskonferenz-in-israel-nachrichtensperre-fur-regierungskritischen-ungarischen-beitrag/

      Und jetzt komme HV nicht mit dem Argument (Lázárs), man habe Nyirö und Wass nur deshalb in den Lehrplan aufgenommen, um kritisch über sie zu diskutieren. Wenn man kritisch über jemanden diskutieren will, dann soll man ihm keine Denkmäler setzen.

      • Jetzt komme HV nicht mit dem Argument…? Werte (r) Fagaras, diese Ermahnung sagt mehr über Sie aus als über mich. Aber wenn Sie sich besser fühlen, wenn Sie mir Nähe zu Nyirö & Co. unterstellen können, um Ihr vorurteilsbehaftetes Bild von diesem Forum zu nähren: Wohl bekomm’s 🙂

      • Ja, natürlich, HV, inhaltlich haben Sie mal wieder nichts zu sagen. Doch genau das ist Ihr Argument gewesen bzw. haben Sie Lázár in seiner Aussage zugestimmt.

      • Da befinden Sie sich im Irrtum. Es war nicht Lázárs oder meine Aussage, dass man die genannten Schriftsteller deshalb in den Lehrplan aufgenommen habe, um sie kritisch zu diskutieren.

        Lázár sagte:

        „Einen Kritikpunkt jedoch, der auch von WJC-Präsident Lauder angesprochen wurde, lässt Orbáns Kanzleichef „als debattenwürdig“ gelten: den, dass im Lehrplan für Ungarns Schulen antisemitische Schriftsteller und Ideologen der Zwischenkriegszeit zur Lektüre empfohlen werden. Diese sollten nicht als „positive Vorbilder“ dargestellt werden, so Lázár, sondern genau als die Antisemiten, die sie gewesen seien.“

        Dem stimme ich zu. Man darf diese Personen nicht als positive Vorbilder darstellen. Oder anders gesprochen: Wenn man sie aufnimmt, dann muss man sie kritisch behandeln. Sehen Sie es anders? Zu den Motiven der Aufnahme in die Lehrplänen hat Lázár nichts gesagt.

        Was bleibt? Dass Sie mir etwas unterstellt haben, was ich nicht gesagt habe.

      • Nochmal: Lázár hat nichts zu den Motiven derer gesagt, die Nyirö & Co. in den Lehrplan aufgenommen haben. Er hat eine Forderung aufgestellt, was man tun sollte. Und dieser Forderung kann ich mich anschließen. Beruhigen Sie sich also. Das Wort „Lüge“ hat hier wohl nichts verloren.

      • Dann bin ich ja mal gespannt, wie Sie es nennen, wenn man jemandem ein Denkmal setzt, ihn also als Vorbild präsentiert (denn das ist ja kein Mahnmal oder so etwas, sondern es ist eindeutig eine Ehrung Wass´) und gleichzeitig oder hinterher die Forderung aufstellt, man solle ihn nicht als Vorbild hinstellen?

      • Ich nenne es – wie Sie – durchaus widersprüchlich. Hier haben wir keinen Dissens.

        Aber wir bewegen uns weit weg von Ihrem gestrigen Vorhalt mir gegenüber. ..

    • Wir können gern noch einmal zusammenfassen:
      Lázár präsentiert Wass als Vorbild (Denkmalseinweihung)
      Die Regierung, die von Lázárs Partei gestellt wird (oder wie Sie meinen: „die, die Nyirö & Co. in den Lehrplan aufnehmen“), nimmt Wass in den Lehrplan auf.
      Lázár läßt die Kritik daran gelten. Deshalb sollte, so Lázár, Wass nicht als Vorbild präsentiert werden, auch wenn er ihn selbst als Vorbild präsentiert hat.
      Meine Meinung dazu: Entweder Lázár leidet an Gedächtnisschwund oder er lügt, an einen Gesinnungswandel kann ich auch beim besten Willen nicht glauben.
      Ihre Meinung: seine Aussagen sind widersprüchlich, aber sie stimmen zu, man solle Wass nicht als Vorbild hinstellen.
      Meine Meinung zu Ihrer Meinung: Daß hier ein Widerspruch besteht, geben Sie erst auf Nachfrage zu. Sonst verschweigen Sie es, erzählen nur die halbe Wahrheit (daß Lázár die Kritik gelten läßt und fordert, Wass kritisch darzustellen) und geben dem dadurch zur Wahrheit Gewordenen Ihre Zustimmung. Alles andere sind die anonymen „die, die Nyirö & Co. in den Lehrplan aufnehmen“.
      Dieses Verschweigen und das Vorbringen halbwahrer Argumente habe ich ihnen gestern vorgeworfen.

      • Reichlich wirr, Ihre Zusammenfassung. Sie wollen Recht haben, kein Thema. Mein Vorschlag:

        Vielleicht fragen Sie das nächste Mal zuerst, was ich denke. Und werfen mir dann meine Sichtweise vor.

      • Ob das wirr ist oder ich recht haben will, kann wohl jeder selbst entscheiden. Ansonsten habe ich Ihre eigenen Aussagen zur Diskussionsgrundlage genommen, mehr nicht.

      • Lieber Fagaras, ein interessanter Beitrag zu Lügen-gestraften im HV Forum gibt es hier.
        https://hungarianvoice.wordpress.com/2013/05/08/hans-rauscher-und-die-wahrheit/#comments

        Die ursprüngliche Nachricht war vom Standard.
        http://derstandard.at/1363710339363/Ungarn-ist-mehr-als-am-Rand-des-Ertraeglichen?seite=2#forumstart
        „Der ungarische Premier hat immer schon mit antisemitischen Tendenzen in seinem Umfeld gespielt und hat vor allem nichts dagegen unternommen, dass die antisemitische und neonazistische Partei Jobbik immer dreister auftritt.“

        Es geht darum das Orbán nichts gegen den Jobbik-Aufmarsch zum World Jewish Congress unternommen hat. HV bezichtigt Hans Rauscher der Lüge. Das Argument von HV war „Das Innenministerium hat, auf Weisung Orbáns, den Aufmarsch untersagt.“, interessant sind die unkritischen Kommentare im Appendix. Man muss auch wissen das Orbán in diesem Fall nicht Weisungsbefugt ist und das wusste auch fast jeder. Wusste es HV auch …..?

        Meine Sichtweise dazu Hans Rauscher hat nicht gelogen.
        Trotz viermaliger Änderung der Verfassung, trotz weiterer Gesetzesfluten, war Orbán und dessen Regierung nicht in der Lage, ein anwendbares Gesetz zu verfassen, dass rassistische und beleidigende Auswüchse unterbinden kann oder soll, und dass ist so gewollt. Ein Stichwort dazu sind die schwarzen Garden.

        Allgemein dazu ist es auffällig, dass man Kritisiertes, in diesem Fall die „Lüge“, als gleiches Werkzeug nutzt. Es hängt eben alles an der Darstellung und der Beleuchtung. Grüße Don

      • Don Kichote, zitieren Sie das, was Rauscher sagt, doch an der entscheidenden Passage vollständig:

        „Als nun der World Jewish Con­gress (WJC) in Budapest tagte (Präsident ist Ronald Lauder, Mitte der Achtzigerjahre US-Botschafter in Wien), rotteten sich die Neonazis zu einem Marsch auf den Straßen zusammen und brüllten „Juden raus“ -Parolen. Die Regierung hatte diese Ungeheuerlichkeit nicht verhindern können und/oder wollen; in einem EU-Mitgliedsland ein Megaskandal angesichts der Tatsache, dass die Europäische Union letztlich gegründet wurde, um Krieg und Holocaust zu überwinden.“

        Rauscher sagt, die Regierung habe den konkreten Nazi-Aufmarsch zum WJC nicht verhindern können und/oder wollen. Nicht verhindern „können“ stimmt, ein Gericht erlaubte den Aufmarsch, den das Innenministerium verboten hatte. Nicht verhindern „wollen“? Ich nenne das – in Anbetracht des behördlichen Verbots – eine glatte Lüge.

      • Hungarianvoice, ich weiß nicht ob Sie es wussten, Orbán kann (noch) nicht durch Weisung eine Demo verbieten. Er hat sich dieses Gesetz (noch) nicht geschrieben. Deshalb war es ein leichtes diesen Versuch zu spielen.

        Orbán sagte; seine Regierung sei zur „Null-Toleranz-Politik gegen Antisemitismus verpflichtet“. Er sagt nicht wir sind verpflichtet gegen Antisemitismus einzutreten, kein feiner aber kleiner Unterschied. So nennen Sie es Lüge weiter fort, fehlt doch die Bedeutung, für Sie ist es nur ein Wort.

      • Fakt ist, das Ministerium – nach meiner Einschätzung also ein Teil jener „Regierung – , die laut Rauscher weder verbieten konnte noch wollte, hat ein Verbot der Jobbikveranstaltung erlassen. Wenn dem nicht so gewesen wäre, hätte das Gericht ja nichts aufheben müssen, oder?

        Und klar, alles diente nur dem Ziel, den „Versuch zu spielen“… 🙂

      • Hungarianvoice, ich weiß nicht ob Sie es wussten, Orbán kann (noch) nicht durch Weisung eine Demo verbieten.

      • OK, verstehe ich natürlich. Vielleicht könnten Sie Ihrer Langeweile abhelfen, wenn Sie folgenden Beitrag der regierungsnahen (Ironie!) Wochenzeitung HVG lesen. Der befasst sich mit dem Weisungsrecht des Ministerpräsidenten. Um Ihnen die Suche zu erleichtern: „Ziffer 1.“ ist besonders interessant 🙂

        http://hvg.hu/itthon/20130409_Betilthate_Orban_Viktor_adj_gazt

        Die Frage, ob der Ministerpräsident Weisungen (z.B. Demonstrationen zu verbieten) an seine Minister erteilen darf, stellte sich schon bei der „Gib Gas!“ Nazidemo. Der Sachverhalt ist also der gleiche wie bei der Jobbik-Veranstaltung. HVG hierzu:

        1. Darf der Ministerpräsident einen seiner Minister zu solchen Entscheidungen anweisen?

        Auf Grundlage des seit 1. Januar 2012 geltenden Grundgesetzes und weiterer Vorschriften: Ja.

        Ich empfehle Ihnen hierzu auch Art. 18 Abs. 2 des Grundgesetzes, insbesondere den letzten Satzteil. Ein Blick ins Gesetz erleichtert die Rechtsfindung. Nach der Lektüre dieses Artikels wird jeder Leser Ihrer Einlassungen verstehen, warum Sie außer Behauptungen („Orban darf das nicht…“) wenig beisteuern konnten. Sie liegen nämlich daneben.

        Für die am Thema wirklich interessierten Leser eine Erläuterung: Der Ministerpräsident darf seinen Ministern trotz deren eigenverantwortlicher Amtsführung Weisungen im Einzelfall erteilen. Im Gesetz heißt es dazu, dass die Minister die vom Ministerpräsidenten zugewiesenen Aufgaben erfüllen. Der Minister hat diese Weisung bei seiner Amtsführung zu beachten. Er muss sie nicht zwingend ausführen, insbesondere dann nicht, wenn er sie für rechtswidrig hält. Kommt der Innenminister also zu dem Schluss, ein Verbot sei zulässig, wird er es aussprechen. Die Entscheidung ist, mit oder ohne Weisung des Ministerpräsidenten, natürlich von einem Gericht überprüfbar.

      • Hat Orbán die Demonstration durch Weisung verbieten können, nein. Konnten in der Vergangenheit Demos mit rassistischem Hintergrund durch Weisung verboten werden, nein. Ich wusste es, die Leser wussten es, alle wussten es sogar Orbán.

      • „Konnten in der Vergangenheit Demos mit rassistischem Hintergrund durch Weisung verboten werden, nein.“

        Bedaure, da liegen Sie schon wieder falsch. Die zum „Marsch der Lebenden“ angekündigte Gegenveranstaltung „Adj Gázt“ (Gib Gas!) der sog. „national gesinnten Motorradfahrer“ wurde sehr wohl verboten. Und zwar, wie Sie sich sicher noch erinnern, auf Weisung von Orbán. Also ist die Antwort auf Ihre Frage nicht „nein“, sondern „ja“.

        http://hvg.hu/itthon/20130409_Betiltotta_a_rendorseg_az_Adj_gazt_felvon

        Das Gericht bestätigte das Verbot, die Beschwerde der o.g. Nazibiker wurde vom Budapester Verwaltungs- und Arbeitsgericht verworfen.

        http://mandiner.hu/cikk/20130415_a_birosag_egyetert_az_adj_gazt_betiltasaval

      • Ihre Links sind vom April hier was vom Mai.
        http://pusztaranger.wordpress.com/2013/05/03/3775/

        Ich lag weder beim ersten mal falsch noch beim zweiten mal, HV.

        „Das Hauptstädtische Verwaltungs- und Arbeitsgericht hat das Verbot der Polizei außer Kraft gesetzt. Der Demo wollen sich auch die Jobbik-nahen “National gesinnten Biker” anschließen, deren Motorradkorso “Gib Gas!” zur Holocaust-Gedenkveranstaltung “Marsch des Lebens” ebenfalls per Dekret von Viktor Orbán verboten wurde.

        [Update 4.5., 08:30: Staatsfunk heute früh, 6:30: Das Innenministerium erklärt in einer Stellungnahme, das Gerichtsurteil gemäß der rechtsstaatlichen Normen zur Kenntnis zu nehmen und sich daran zu halten. Gleichzeitig werde es die Veranstaltung mit allen zur Verfügung stehenden gesetzlichen Mitteln verhindern, und fordert die Bürger auf, dem Veranstaltungsort fern zu bleiben. — Was soll das werden, Ausnahmezustand?]
        [Update 4.5., 13.40: Die Demo mit etwa 800 (hvg) – 1000 (nol) Teilnehmern, darunter etwa 30 in Gardistenuniformen, etwa 50 Gegendemonstranten und großem Polizeiaufgebot fand wie angekündigt statt und ging ohne Zwischenfälle zu Ende, die Polizei griff nicht ein. (NOL, hvg)“.

      • Don Kichote, wenn Sie Fakten nicht zur Kenntnis nehmen wollen, bringt auch eine Diskussion wenig.

        Der „Marsch der Lebenden“ fand am 21.04.2013 statt. Ein für diesen Tag angemeldeter Neonazi-Motorradkorso der sog. „National gesinnten Motorradfahrer“ mit dem Motto „Gib Gas“ wurde von den Behörden (nachdem er zuerst zugelassen worden war), auf Weisung Orbáns verboten. Die Vereinigung ergriff gegen dieses Verbot Rechtsmittel und scheiterte. Ganz so, wie ich schrieb. Da hilft auch kein Bestreiten. Der von Ihnen angegebene Link beweist nicht das Gegenteil, denn er befasst sich mit einer weiteren Nazi-Demo zum WJC, der erst Anfang Mai stattfand.

        Anfang Mai, zum WJC, scheiterte ein weiteres – auf Weisung Orbáns – ausgesprochenes Verbot gegen eine Jobbik-Demo (4.5.) an der Entscheidung des Gerichts.

      • Fakt ist das die Demo doch abgehalten wurde. Das habe ich sehr wohl zur Kenntnis genommen. Deshalb wiederhole ich es noch einmal (gähn);

        „Hat Orbán die Demonstration durch Weisung verbieten können, nein. Konnten in der Vergangenheit Demos mit rassistischem Hintergrund durch Weisung verboten werden, nein. Ich wusste es, die Leser wussten es, alle wussten es sogar Orbán.“

  12. Und noch eine interessante Betrachtung – Analyse (leider nur auf Ungarisch, wenn einer von Euch / Ihnen Zeit hat, möge bitte diese ins Deutsch übersetzen):

    Izraelita műhely – A zsidó közösség a rendszerváltás utáni Magyarországon (Tartalmi összefoglaló)
    Israeliten-Werkstatt – Die jüdische Gemeinschaft nach dem Systemwechsel in Ungarn (Eine inhaltliche Zusammenfassung):

    http://barankovics.hu/az-alapitvanyrol/muhelyeink/izraelita-muhely

    Der Blog des Verbandes der Israeliten-Werkstatt István Barankovics will Platz für die Meinungen ungarischer Juden schaffen, die konservative Gefühle pflegen. Redakteure der Seite sind: Péter Weiss, Vorsitzender der BIM und György Szabó, stellvertretender Vorsitzende der BIM.

    http://bima.blog.hu/

    • Es gibt da einige, auch von Fidesz, die zu Jobbik passen. Die Aussage des Fotos war leicht zu verstehen, „jemand möchte den Bürgern das Geld aus der Tasche nehmen“, so gesehen ist es universell. Es ist möglich, dass die Unterstellung eine allgemeine Beleidigung hervorgerufen hat, waren Sie mit dabei, ei wei? Manche Ungaren sind ja etwas dünnhäutig beim Einstecken, beim Austeilen allerdings nicht. Grüße Don

  13. „Tatsache ist, dass es in Ungarn, wie auch andernorts, einen antisemitischen Bodensatz in der Gesellschaft gibt. Dies anzuerkennen, gehört zu einer redlichen Debatte.“

    Stimmt, erkenne ich auch an. Dennoch halte ich die Diskussion darüber für vollkommen überdimensioniert.

    Redliche Debatte: ja. Aber eine Debatte muss irgenwo ein Ende finden. UND: es gibt so viele WIRKLICHE Probleme, die dem Land unter den Nägeln brennen (Kriminalität, Altersarmut, Integration der Zigeuner, wenig Arbeitsplätze usw)..

    Ich verurteile das Wirken von Menschen wie Karl Pfeifer, György Konrád, Ágnes Heller, Paul Lendvai u. A. weil sie nicht müde werden, ihre Antisemitismus-Vorwürfe hervorzuzerren und die Öffentlichkeit damit zu traktieren.

    UND weil sie dies im Allgemeinen als guten Dienst hinstellen, den sie Ungarn erweisen! Dass einigen dieser Menschen in ihrer Kindheit Schlimmes widerfahren ist, leugnet niemand: dass sie der Öffentlichkeit ihre Neurosen aufzwingen, gehört auf ein anderes Blatt und ich habe entschieden etwas dagegen.

    Den größten Dienst würden diese Menschen Ungarn erweisen, wenn sie einfach still blieben.

    Dies wollte ich nur mal gesagt haben.

    Freundliche Grüße,
    P. R.

    • Lieber Patrick, ich kann Ihre Ansichten nachempfinden und teilen. Wahrscheinlich würden solche Intellektuellen in Vergessenheit geraten – was an und für sich nicht schlimmes bedeuten würde, würden sie sich selbst oder sie ihre (auch deutsche oder österreichische) Verehrer nicht ins Rampenlicht drängen. Solche narzisstische Menschen werden aber leider – so lehrt uns die Psychologie – nie einsehen, dass ihre Zeit abgelaufen ist, ohne damit ihr (früheres) intellektuelles, kulturhistorisches, literarisches oder auch journalistisches Schaffen in Abrede zu stellen. Ich würde sagen, sie sollen ihre Lorbeerkränze meinetwegen jeden Morgen auf ihre Häupter stellen und sich zufrieden geben mit den bisherigen Anerkennungen, sie können es aber eben nicht. Und sie werden noch zusätzlich von manchen „Winkeladvokaten“ protegiert und von „Quasi-Journalisten“ gesponsert. Und so ermutigt, nehmen sie sich das Recht, Menschen meinetwegen auch politische Entscheidungsträger nicht nur zu be- sondern gnadenlos zu verurteilen. Es ist traurig, aber war… und ich frage mich, hat „Deutschlandradio Kultur“, (https://hungarianvoice.wordpress.com/2013/06/09/agnes-heller-im-interview-mit-deutschlandradio/ )
      wie auch andere Medien es wirklich nötig, bei solchen Leuten zu hofieren, anstatt eine Plattform diejenigen zu bieten, die sich in Ungarn verdient machen und Einiges zu Wohle vieler auch bewegen können?!

      • Stimmt.Es ist sehr unwahrscheinlich,dass dieser Artikel
        http://www.szombat.org/hirek-lapszemle/ilan-mor-magyarorszag-es-izrael-sok-tekintetben-hasonloak
        in der einschlägigen „Presse“ erwähnt werden wird.
        Wie kann man auch der Meinung sein, dass Ungarn und Israel viel gemeinsam haben.
        Au backe,
        und der Antisemitismus existiert seit 200 Jahren in Ungarn.
        Hatte ich doch angenommen-wenn man so die Texte der Retter Ungarns liest, dass es glattweg eine Erfindung von Horthy bzw seinem „Nachfolger Orban“ sei.
        und dann noch“ der Antiseitismus wächst sowohl in Frankreich , Deutschland, Rumänien usw….
        Bevor nun Einwände kommen:Ich hab auch den Rest gelesen!
        Es könnte sich mancher daran, wie hier die Dinge beim Namen genannt werden eine Scheibe abschneiden …. ach was zig Scheiben!

  14. Hans Rauscher irrte sich in diesem Fall. Die ungarische Regierung tat alles mögliche um die Peinlichkeit von gegen den WJC gerichteten Demonstrationen zu vermeiden.
    Doch Orbán hat den antisemitischen Texte publizierenden Zsolt Bayer in einem Interview mit der FAZ am 16.4. in Schutz genommen. Und es passieren einfach zuviele Skandale in seiner engsten Umgebung. Nyirö (hat HV einiges über Nyirö vom Netz genommen?), Wass, Tormay. Dann die Auslassung des György Fekete über György Konrád. Das Neue Theater in Budapest unter Dörner. Und jetzt habe ich sicher nur die Spitze des Eisbergs erwähnt.
    Wenn schon die konservative Grazer „Kleine Zeitung“ rechten Wind aus der Puszta bemerkt,
    http://www.kleinezeitung.at/nachrichten/politik/3335268/rechter-wind-puszta.story
    dann sollte das doch zu denken geben. Obwohl natürlich das Gefühl des „egyedül vagyunk“
    (wir sind allein) unter den Fideszanhängern weit verbreitet ist und jeder kritische Artikel aus dem Ausland sie nur darin bestärkt.

  15. https://hungarianvoice.wordpress.com/2013/06/04/trianon-und-die-ungarischen-juden-beitrag-in-der-judischen-kulturzeitung-szombat/#comment-14567
    @Kichote
    evtl. sollten Sie zu diesem Thema den von mir gestern schon verlinkten Beitrag im Szombat lesen(sehr zu empfehlen!!)
    .Es darf auch der bei mandier sein (der ist noch ausführlicher)
    http://mandiner.hu/cikk/20130614_izraeli_nagykovet_magyarorszag_es_izrael_sok_tekintetben_hasonloak
    Da steht :
    Természetesen, az egész világ tudatában volt ennek: megpróbált a törvények segítségével megelőzni egy zsidóellenes tüntetést; de az is ismert, hogy a legfelsőbb bíróság elutasította a döntést, végül megengedve a tüntetést. Ez is mutatja, hogy a demokráciában az ember néha győz, néha veszít; de a demokrácia védelmében mindig ébernek kell lenni.
    Tja, ist doch interessant was so ein Botschafter sagt!
    ( und `ne gute ungarische Sprachübung ist das außerdem)

      • Turó Rudi, da sollten Sie sich, bei Herr Botschafter, gleich Brief und Siegel geben lassen.
        Brief und Siegel? Wieso das?
        Unterstellen Sie dem Botschafter, dass er lügt??

  16. Die deutsche und die österreichische Presse wurde von HV gescholten, weil sie nichts über einen Dankesbrief von Israels Oberrabiner Yona Metzger an Orbán schrieben.
    https://hungarianvoice.wordpress.com/2012/10/26/dankesbrief-des-israelischen-grosrabbiners-yona-metzger-an-ministerprasident-viktor-orban-deutschsprachige-presse-schweigt/
    hungarianvoice | 26. Oktober 2012 um 09:08
    Schade, dass solche Ereignisse der deutschen und österreichischen Presse keinen Tropfen Druckerschwärze wert sind (Stand: 26.10.2012, 10 Uhr). Und auch die dpa, die sonst blitzschnell fürchterliche Schreckensmeldungen verbreitet, schweigt. Herr Mayer und Frau Lauer haben offenbar besseres zu tun und suchen nach dem nächsten Turul, der irgendwo in der Pampa eingeweiht wird.

    Heute hat die israelische Polizei diesen Herrn Metzger wegen des Verdachts der Korruption und Mißbrauch von öffentlichen Geldern verhört.
    Nyomoznak Izrael főrabbija ellen
    2013. június 20., csütörtök, 19:36 • Utolsó frissítés: 22 perce
    Szerző: MTI
    Az izraeli rendőrség csalásokkal foglalkozó osztálya csütörtökön kihallgatta Jona Mecger askenázi főrabbit, akit korrupcióval és közpénzek elsíbolásával gyanúsítottak meg – jelentette az izraeli tízes tévécsatorna délutáni hírműsorában. Quelle

      • Nun HV warum hätte die deutsche und österreichische Presse über einen bedeutungslosen Brief eines bedeutungslosen israelischen Staatsangestellten berichten sollen? dafür gab es wirklich keinen Grund als Ihren Wunsch, doch lieber über einen Persilschein zu berichten, als über die Turul Blut und Bodenrede von V.O. Sie erwähnten ja auch den Turul.
        Das zeigt HV dass Sie glaubten, diese Medien sollten lieber über Nebensächlichkeiten als über wichtige Reden des ungarischen Ministerpräsidenten berichten.
        Viktor Orbán hat die Meinung von Herrn Metzger hochgeschätzt. Orbán erwähnte Metzger in seiner Rede beim Eröffnungsdinner des WJC in Budapest am 5. Mai 2013
        >>It is here that I must mention the loud and open support expressed by Chief Rabbi of Israel Yona Metzger during the course of international debate on our Constitution. Their support is living reassurance and encouragement of the fact that our work is not in vain. .<<
        http://pusztaranger.wordpress.com/2013/05/05/judischer-weltkongress-in-budapest-viktor-orbans-rede/

        Das ist doch eine interessante Bemerkung von Viktor Orbán. Der Herr Metzger ist nicht nur
        ein Religionsgelehrter sondern auch ein Verfassungsfachmann.
        Schwer haben es die Satiriker in Ungarn, die Realität überholt sie.

      • Im Konzert der Antisemitismusvorwürfe gegen die Regierung war der Brief Metzgers eine „andere Sichtweise“. Sie hatte Ungarn-Bezug. Was man von dem, was Sie gestern hier berichteten, nicht sagen kann.

        Als Gordon Bajnai jüngst sagte, man könne der ung. Regierung nicht vorwerfen, antisemitisch zu sein, schwieg die deutschsprachige Presse ebenfalls. Und dass Bajnai „unbedeutend“ ist, wäre mir neu. Es handelt sich um systematisches Schweigen. Das wissen selbst Sie.

    • Sehr tapfer von Ihnen, Herr Pfeifer!
      Toll!
      Als Religionskritiker par ex­cel­lence überflügeln Sie sich selbst.
      Aber mal ehrlich, was hat die israelische Polizei mit Ihrem Kreuzzug gegen Orrbahnißtahn zu tun?
      Sehen Sie da einen Zusammenhang?

  17. HV die Ansicht des Herrn Metzger zur ungarischen Verfassung ist irrelevant. Er ist kein Verfassungsjurist. Daher war das sicher keine Nachricht für die dt und österr. Medien. Koll. Kálnoky hat ja auch nicht darüber berichtet.
    Es ist, wie ich schon schrieb schwer in Ungarn Satire zu schreiben, denn es ist schon irgendwie lächerlich, wenn der ungarische Ministerpräsident – immerhin ein Jurist – sich auf
    einen israelischen Staatsbeamten stützt, der von der Sache keine Ahnung hat. Ich vertraue diesbezüglich eher Staatspräsident a.D. Sólyom, Viviane Reding und kompetenten Fachleuten wie z.B. auch Kim Lane Scheppele, die in Princeton Verfassungsrecht lehrt.

    • KP ich vertraue in Verfassungsfragen auch in vielen Punkten auf Sólyom. Viele seiner Argumente werden Sie übrigens auch bei mir finden.

      Wussten Sie, dass Reding nicht nur keine Verfassungsjuristin, sondern gar keine Juristin ist? Nach Ihrer Logik sind ihre Auffassungen zu Ungarns Verfassung also auch irrelevant. Schreiben Sie es der Kommission 🙂 .

      Was ich lächerlich finde, sage ich Ihnen gerne: Wenn jemand wie Sie, der sich empört aufbäumt, sobald die ungarische Presse über Ermittlungsverfahren gegen bestimmte Personen in Ungarn berichtet, und dann von Vorverurteilungen schwadroniert, gleichzeitig keinerlei Problem damit hat, ein Verhör der israelischen Polizei ohne den geringsten Ungarnbezug zum alleinigen Zwecke der Beschädigung eines israelischen Rabbiners namens Yona Metzger hier einzuführen. Und das nur, weil der es gewagt hat, über die gute Beziehung der ungarischen Regierung zu den ungarischen Juden zu sprechen. So irrelevant scheinen seine Worte doch nicht gewesen zu sein, wenn Sie zu solchen Mitteln greifen.

      Ihr Eingangssatz ist übrigens ohne jeden Sinn. Metzger hat sich nämlich nicht zur Verfassung geäußert.

      Warten wir ab, was Sie demnächst über den israelischen Botschafter Ilan Mor zum Besten geben. Der liegt nämlich auch nicht auf Ihrer Wellenlänge.

      • Viktor Orbán hat die Meinung von Herrn Metzger hochgeschätzt. Orbán erwähnte Metzger in seiner Rede beim Eröffnungsdinner des WJC in Budapest am 5. Mai 2013
        >>It is here that I must mention the loud and open support expressed by … Yona Metzger during the course of international debate on our Constitution. .
        Also V.O. erwähnt die laute und offene Unterstützung von Y.Metzger während der internationalen Debatte über die ungarische Verfassung. Entweder Sie haben Recht, dann hat V.O. geschwindelt und Metzger hat sich nicht dazu geäußert oder Sie haben Unrecht.
        Nicht jeder Justizminister ist in Europa Jurist. Und auch wenn der Justizminister Jurist ist, hat er kompetende Ratgeber für all die Detailfragen, mit denen er konfrontiert ist. So spielt es auch keine Rolle, ob V. Reding Juristin ist. Sie wird von kompetenten Juristen beraten.
        Inwieweit beschädige ich jemand, wenn ich mich auf sichere Quellen berufend mitteile, dass gegen ihn eine Untersuchung eröffnet wurde? Ich habe keine Vorverurteilung vorgenommen, wie das fidesznahe Medien im Fall von Heller und andere „liberale Philosophen“ taten. Da verwechseln Sie HV den Radetzymarsch mit dem Grenadiermarsch.
        In Rechtsstaaten sind alle gleich vor dem Gesetz. In Ungarn scheint das nicht ganz zu klappen, wenn die gestrige Népszava die Wahrheit geschrieben hat. V.O. soll ein Video auf Facebook gestellt haben, das zeigt, dass er sich nicht nach dem ung. Verkehrsgesetz verhielt.
        Und Nepszava konnte von der Polizei nicht erfahren, ob deswegen ein Verfahren eingeleitet wurde.

        Was soll Ihre letzte Behauptung HV?
        Wissen Sie etwas darüber, was ich über den Botschafter des Staates Israel in Budapest denke? Sind Sie unter die Gedankenleser gegangen?

      • Ich kenne keinen Justizminister der EU, der kein Jurist wäre.
        Ilan Mor hat auch Positives gegenüber der Regierung geäußert. Ich bewerte seine Aussagen. Er fährt also eine ganz andere Schiene als Sie. Orbánistan und Turulistan käme ihm nicht über die Lippen.

  18. HV Sie werfen mir tatsächlich vor, dass ich nicht so, rede / schreibe wie ein nichtungarischer Diplomat, dessen Aufgabe es ist die Interessen seines Landes wahrzunehmen. (Einige ungarische Diplomaten zeichnen sich nicht durch Takt und Zurückhaltung aus.)
    In der Regel brauche ich keine scharfen Ausdrücke. Bei meinen Vorträgen über Ungarn, die ich im Juni halte (drei) begnüge ich mich ausführlich die Herren Orbán , Kövér, Kerényi, Fekete usw. zu zitieren. Die Zitate sprechen für sich. Das wirkt mehr als irgendwelche Adjektiva von mir.

    • Es geht nicht darum, dass Sie sich nicht so ausdrücken wie ein Diplomat. Aber zwischen „nicht so wie ein Diplomat“ und „Bierkneipe“ ist auch noch Platz. Mehr noch: sich im Ton oder der Wortwahl zu vergreifen, ist eine Sache, aber man könnte ja dann auch auf den Gedanken kommen sich nachträglich von seinen Worten zu distanzieren. Damit hätte ich kein Problem, schließlich kann jeder mal einen schlechten Tag haben, gerne auch zwei oder drei in Folge.

      Soweit ich mich erinnere – ich lasse mich gern berichtigen – ging es im Vorfeld Ihrer Missglückten Wortwahl (Turulistan) darum, dass Sie sich (mal wieder) von einzelnen hier angepöbelt fühlten, weil jemand Ihren Namen verhunzt hatte. Nun, es muss Ihnen nicht passen, wenn jemand Ihren Namen verdreht und Sie haben das Recht das zu kritisieren. Sie haben aber nicht nur kritisiert. Sie haben es nichtmal dabei belassen denjenigen zu beschimpfen, sondern Sie haben gleich ganz Ungarn in Sippenhaft genommen. Wegen des Fehlverhaltens einiger Poster haben Sie gleich ganz Ungarn die gleiche Diskussionspraxis vorgeworfen. Tut mir Leid, aber ich empfinde das als haarscharf am Rassismus. Gleichwohl finde ich Ihre Wortwahl mehr als ungeschickt. Der Turul ist mit nichten ein staatliches Symbol, ob er ein Nationalsymbol ist, mag jeder für sich entscheiden. Fakt ist aber, dass er Teil der ungarischen Folklore und damit Kultur ist. Kein Mensch glaubt an die alten Mythen, kaum jemand dürfte ihn toll finden, weil er – wegen der Árpáden – mit Monarchie in Verbindung gebracht werden könnte. Aber wegen seiner Rolle in der Mythologie und weil er einst Nationalsymbol war, hat er auch seine Rolle in der ungarischen Kultur und deswegen mögen ihn manche Leute. Und wissen Sie was? Das haben Sie zu respektieren, ob Ihnen das passt oder nicht. Denn ich denke es ist unzweifelhaft, dass die einzigen, die ungarische Kultur definieren, am Ende die Ungarn selbst sein sollten. Sie dürfen Zweifel anmerken oder MIssbrauch kritisieren und wenn die Ungarn Ihre Meinung teilen, werden Sie sie auch berücksichtigen, aber am Ende entscheiden eben die Ungarn über ihre eigene Folklore. Basta. Stattdessen aber verunglimpfen Sie durch Ihren Wortgebrauch nicht nur viele völlig unbeteiligte Menschen, sondern missbrauchen ein kulturelles Element Ungarns um das Land in die Nähe nationalsozialistischer Ideologie zu stellen. Sie greifen also unbeteiligte Dritte an und verunglimpfen gleichzeitig ungarische Kultur. Die Wahrheit ist, dass das nichts anderes ist als wenn jemand Israel „Davidsternistan“ schimpfen würde – und das würden Sie mit Recht auch nicht toll finden. Und Sie sind nichtmal dazu in der Lage sich im Nachhinein davon zu distanzieren. Spricht man Sie darauf an, schweigen Sie. Und selbst wenn Sie antworten, weichen Sie entweder aus und / oder spielen den sterbenden Schwan, das arme Opfer. Für so einen Moralapostel wie Sie es sind, eine ganz schön schwache Kür. Sich Kritik zu stellen ist aber ohnehin nicht Ihre Stärle.

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