No comment: Ungarische Politik heute

Horn funeral

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23 Kommentare zu “No comment: Ungarische Politik heute

  1. Laut einem Bericht von Klubrádió haben ein paar Leute versucht die Rede von Orbán zu stören, sie wurden von ihren Nachbarn eingebremst und jemand, dessen Namen ich nicht behalten habe, bat Orbán um Verzeihung.
    Es wäre vielleicht gut für Ungarn, wenn sich diese Politiker auf ein Minimum von Dialog verständigen könnten.

    • Das ist eine Einsicht die ich unterstützen würde, Herr Pfeifer. Das Problem dabei ist, dass Nazivergleiche und Versuche Fidesz mit Jobbik auf eine Stufe zu stellen, das unmöglich machen. Eine Partei wie Jobbik ist unwählbar. Stellt man Fidesz zu Jobbik, so wird auch diese unwählbar. Wenn nun MSZP – rein theoretisch – einen DIalog mit Fidesz suchen würde, und sei er noch so gering, würde das bedeuten MSZP würde auch einen Dialog mit Jobbik wählen. Der einzige Ausweg aus diesem Dilemma wäre, damit aufzuhören Fidesz in die braune Ecke zu stellen…

      • Herr Palóc, Sie sind ja immer wieder witzig, allerdings nicht wirklich. Geht es jetzt darum nicht zu sagen was man denkt oder geht es darum das Maul zu halten, so wie Kálnoky es mal meinte „Man fragt sich manchmal wirklich, welche Halluzinogene jene konsumieren, die Jobbik und Fidesz in einem Atemzug nennen.“? Es gibt genügend Parallelen, kennen Sie diese auch nicht? Sie leben ja sehr gemütlich in Deutschland.

      • Stimmt, ich lebe im Ausland und meine persönliche Einsicht in ungarische Innenpolitik ist eingeschränkt. Das habe ich bereits früher eingeräumt. Ich habe aber auch ausgeführt, dass ich in Kontakt zu Ungarn stehe. Ich habe dort meine Verwandten, bemühe mich mindestens 2 Mal im Jahr nach Ungarn zu fahren, habe auch durch das Internet Kontakte zu Ungarn und schaue ungarisches Fernsehen. Vielleicht bin ich doch nicht ganz so ahnungslos wie Sie mich gerne hinstellen würden. Im Gegensatz zu Ihnen spreche ich ungarisch zumindest gut genug um einer politischen Diskussion zu verfolgen bzw. daran teilzunehmen (das basiert auf Ihren eigenen Ausführungen). Jedenfalls dürfte ein gesellschaftlicher Dialog kaum zustande kommen wenn man sich gegenseitig pauschalge Vorwürfe macht, besonders dann wenn die Vorwürfe inhaltlich nichts zur Diskussion beitragen. Deswegen verzichte ich hier auch darauf Ihnen vorzuschlagen vielleicht hinaus in die Welt zu gehen und Ungarn mal kennenzulernen statt sich in die virtuelle Kneipe deutscher Migranten zu begegnen um sich mit dem Pöbel zu treffen.

        Sicherlich gibt es Überschneidungen zwischen Jobbik und Fidesz. Was kann aber Fidesz dafür wenn Jobbik ebenfalls die Sache der Auslandsungarn aufgreift oder christliche Werte? Was kann Fidesz dafür wenn auch Jobbik Wert auf Traditionspflege legt? Sicher geht Fidesz auch ein wenig „wildern“, aber mir ist lieber die Fidesz führt so einige verirrte Schafe zur demokratischen Herde zurück als diese Wähler einfach aufzugeben. Es ist Ihr gutes Recht das zu kritisieren wenn Sie anderer Ansicht sind. Dennoch denke ich verbittet sich jede Gleichstellung von Fidesz und Jobbik wie es in deutschsprachigen Beiträgen leider allzu oft suggeriert wird. Fidesz ist und bleibt eine demokratische Partei, auch wenn vielleicht von links aus betrachtet alles was rechts von der eigenen Position steht, gleich aussieht. Wer daran festhält Jobbik und Fidesz gleichzusetzen, trägt zum oben beschriebenen Dilemma bei.

      • „Dennoch denke ich verbittet sich jede Gleichstellung von Fidesz und Jobbik wie es in deutschsprachigen Beiträgen leider allzu oft suggeriert wird.“
        Palóc, das sehe ich genau so. In Deutschland hat jahrzehntelang die CSU dafür gesorgt, dass rechts von der Union nicht viel zu holen war. Auch wenn mir die diesbezügliche Kommunikation der CSU ausserst unsympathisch war, würde mir nie einfallen, die CSU mit der NPD oder früher mit den Republikaner gleichzusetzen.

      • Halász, Ihnen wäre es nicht eingefallen. Aber den Linken schon. Man hat auch iBa Strauß den Begriff des Faschismus genannt. Man versuchte ihn zu brandmarken. Strauß hatte seine Fehler (Spiegel-Affäre…), war „a Hund“, aber rechtsradikal war er nicht. Auch damals waren die „Demokraten“ oder jene, die sich so bezeichneten, also maßlos, kamen mit der argumentativen Massenvernichtungswaffe. Daran hat sich nichts geändert. Man braucht Hassfiguren, um die eigene stets zerstrittene Gefolgschaft zu einen. Man braucht den „Nazi“. In Zeiten der gesellschaftlichen Harmonie können sich Sozialdemokraten oder Sozialisten kaum auf die Farbe von Scheiße einigen. Zufriedene Menschen sind die Feinde der Weltverbesserer… 🙂

        Lang her die Zeiten, in denen ein Herbert Wehner Pate stand für die schmerzverzerrten und verbitterten Gesichter des Klassenkampfes. Heute stehen die Genossen in Brioni-Anzügen vor uns. Früher wusste man, was man bekam. 🙂

      • In Deutschland oder Österreich lässt es sich gut diskutieren, die Friktion findet in Ungarn statt. Und das nicht nur im Parlament sondern auch auf der Straße. „Die EU macht uns kaputt, die Juden aus Budapest rauben uns das Geld“, das ist eine weitverbreitete Meinung in der Bevölkerung, die durch die Freitags-Orbán-Fidesz-Propaganda entstanden ist. Es ist die Hetze gegen bestimmte Schichten, so wie wir Sie auch schon 1935 gehört haben, fehlt noch die Frage wollt ihr den totalen Krieg. Und genau das selbe passiert hier auf diesem Blog. Sie können es ja lesen z.B. Dr.ága Mokus lebt in seiner eigenen Welt, in der gibt es viele Feinde, genau diese dumpfen Aussagen wie in den Anführungszeichen. Und Sie schreiben für Fidesz nicht für Ungarn in dem die Hälfte oder gar zwei drittel auf der Strecke bleiben. Und auch HV trägt gerne etwas dazu bei, es muss ihn nicht jucken, denn er hat sein Auskommen, da spart man doch lieber ein paar heikle Themen aus. Und auch dieser Kálnoky wirf mal ganz legere Drogenkonsumenten in den Raum wenn Ihm eine Aussage nicht passt. Dieser Kálnoky der einmal meinte man solle ganz tief in sich gehen. Was für ein falsches Spiel.

        Das Dilemma liegt darin, dass die Schubladen oder Säcke ausgepackt werden und da kommen alle die hinein, die anderer Meinung sind und dass sind schlechte Menschen die nur böses wollen, selbst wenn sie nicht zu den aufgezählten Schichten gehören. Hier im Forum gibt es genau diese simple Sichtweise schließlich muss man das Geschehen versimpeln damit Gegner ausgemacht werden können und diese sind dann die „wahren“ Schuldigen. Die vielschichtige, tatsächliche Situation der Bevölkerung wird nie eruiert, weil sie zum größten Teil unbekannt ist, mir aber nicht, da nützt auch keine politische Diskussion mit Ungaren um sich selbst zu erhellen.

        Wenn Sie es einmal schaffen, was ich bezweifle, von Ihrer Schiene herunterzukommen und Ihre Schubladen außer acht lassen und sich länger in die Gesellschaft stellen, dann werden Sie vernehmen das „Fidesz“ nicht nur die Partei ist. Und dass das Problem darin besteht das die Versorgung der Bevölkerung unterdurchschnittlich ist währenddessen die Propaganda überproportional Ausgrenzungen schürt.

      • Tja, Don Kichote, ich nehme an wenn es darum geht, dass Personenkreise ausgegrenzt werden, dann sind Sie ja ganz Fachmann. Wenn Ihnen einer nicht passt oder dessen Meinung, dann versuchen Sie seine Meinung ja gleich als unbedeutend abzustempeln, weil der Gegenüber nicht in Ungarn wohnt. Das ist im Übrigen ein Problem, dass ich bei Linken leider öfter feststelle: für die eigenen politischen und wirtschaftlichen Interessen grenzt man andere schnell aus. Egal, ob als Faschisten oder als Auslandsungarn oder als religiösen Fanatiker.

      • Don Kichote würde Herrn Pfeifer seinen Aufenthaltsort nie vorwerfen. Und dass Marco Schicker nicht in Ungarn, sondern in Wien wohnt, scheint ebenfalls nicht zu stören.
        Ich teile Ihre Vermutung, Palóc: Es wird wohl mit dem politischen Standpunkt zu tun haben.
        Aber grämen Sie sich nicht: Vor Ihnen steht wenigstens keine Sprachbarriere. Wer die nicht überspringt, dem bleiben die Denkweise und die Empfindungen der Menschen stets verborgen. Ganz egal, wo man wohnt. Man bleibt für ewig der Piefke. Ich würde auch die Bewohner der „Villa Germania“ in Thailand nicht zu Landesexperten küren. Unser ortsansässiger Experte sieht es vielleicht anders.

        Ich will gar nicht näher darauf eingehen, dass die Aussage, im Ausland Lebende hätten keine Ahnung, üblicherweise von Jobbik und Konsorten verwendet wird…

      • Ich habe weder geschrieben das Palócs Meinung unbedeutend ist noch noch habe ich geschrieben das „im Ausland Lebende hätten keine Ahnung“. Ich habe über das tägliche Leben in Ungarn unter Ungarn geschrieben, Sie haben davon noch nie etwas geschrieben, soweit ich mich erinnere. Und wie auf Bestellung mussten Sie beweisen das Sie in Schubladen und Säcken denken, auf das war ich gar-nicht scharf.

        „Das ist im Übrigen ein Problem, dass ich bei Linken leider öfter feststelle:“ wenn Sie es schon öfter feststellen konnten wäre ein Beispiel als Beleg ganz gut, Herr Palóc.

        Herr HV würden Sie mir erklären wo Sie das „im Ausland Lebende hätten keine Ahnung“ gelesen haben wollen.

      • Don K., kennen Sie den Ausspruch „Der Fuchs ist schlau und stellt sich dumm, beim Kugelfuhr ist’s andersrum“?
        Wenn Sie Fuchs wären, wüssten Sie , dass M. Schicker der Urheber ist.
        Lesen Sie die Rubrik „Kontrovers“ dieses Blogs.

      • In der Rubrik “Kontrovers” ist ja die Hälfte nicht nachlesbar was kann ich dort finden? „Uups! Diese Seite konnte leider nicht gefunden werden.“

      • Probleme mit Mathematik, Don? Zwei der Links (Kommentare von Unbekannt und Heike) funktionieren gerade nicht. Die anderen schon. 2 aus 15 ist bei Ihnen „die Hälfte“ 🙂

        Ich werde „die Hälfte“ reparieren…

      • Sie wollen also keine Verständigung mit dem Innenminister Pintér und mit dem Aussenminister Martonyi weil diese Kommunisten waren? Auch nicht mit Szürös und Pozsgay die hohe Ämter bekleideten als Kommunisten?

  2. Oh mein Gott, wenn ich mir diese Beiträge von Don Kichote lese, denke ich: Jeder, der mit MSZP nur im Kleinsten in Verbindung steht – diesen Leuten, die das Land gegen die Wand gefahren haben- , der sollte eigentlich im Boden versinken, falls tatsächlich Don Kichotes Maßstäbe überall angewendet würden. Wer Gyurcsány mal die Hand gegeben hat, ist dann bis ans Ende zu verdammen.
    Dialog wird so nicht entstehen – Kichotes Windmühlen wirbeln weiter heiße Luft. Der kluge Esel wendet sich besser ab.

    • @Mokus: Zitat1::…..“Wer Gyurcsány mal die Hand gegeben hat, ist dann bis ans Ende zu verdammen.“

      Na, wenn Sie sich so verhalten, dann….

      Zitat2:…..Dialog wird so nicht entstehen….“

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      Mattheus 7,3

      • Vom Richtgeist (Matthäus 7)
        1 Richtet nicht, damit ihr nicht gerichtet werdet.
        2 Denn nach welchem Recht ihr richtet, werdet ihr gerichtet werden; und mit welchem Maß ihr messt, wird euch zugemessen werden.
        3 Was siehst du aber den Splitter in deines Bruders Auge und nimmst nicht wahr den Balken in deinem Auge?
        4 Oder wie kannst du sagen zu deinem Bruder: Halt, ich will dir den Splitter aus deinem Auge ziehen?, und siehe, ein Balken ist in deinem Auge.
        5 Du Heuchler, zieh zuerst den Balken aus deinem Auge; danach sieh zu, wie du den Splitter aus deines Bruders Auge ziehst.
        6 Ihr sollt das Heilige nicht den Hunden geben und eure Perlen sollt ihr nicht vor die Säue werfen, damit die sie nicht zertreten mit ihren Füßen und sich umwenden und euch zerreißen.

        Danke für die Bibelstelle wrawranek.
        Diese Verse sind göttlicher Gedanke für die „lustigen“ Streithähne auf dem obigen Bild. Dialog könnte entstehen, wenn der eine nicht den anderen verdammt.

  3. Ungarische Politik heute ist aus der Politik von gestern entstanden..nur hat das bis dahin keinen …wem auch immer interessiert.Was mich jedoch brennend interessiert :
    Was schwebt den „Demokraten“ denn so vor, wie die Politik so zu sein hat in Ungarn?
    Evtl so nach dem Motto::
    A korrupció az, amiből kimaradok?

  4. Passt noch gut hierher:
    Ungarische Politik heute!!
    MSZP:
    Az ellenzéki politikus (Török Zsolt) úgy fogalmazott: az Orbán-kormány „a Terror Házában is szobát kaphatna“.
    Das sagt jemand aus der MSZP, die eigentlich die Nachfolgepartei derer ist, die in der Vergangenheit an Verbrechen in H nicht ganz unbeteiligt waren.
    Terror?
    Welchen Terror hier und jetzt in Ungarn?Ist mir da etwas entgangen?
    und
    ist eine solche Aussage nicht eine Herabwürdigung der Opfer, derer in diesem Haus gedacht wird?

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