Ultrarechte Fußballfans rollen „In memoriam Csatáry László“-Transparent aus

Das Fußball-Lokalderby zwischen den Budapester Klubs Ferencváros (FTC) und MTK wurde gestern Schauplatz eines Eklats. Im Laufe der zweiten Halbzeit des Spiels enthüllten ultrarechte Fans des FTC ein Transparent mit dem Titel „In memoriam Csatáry László“ zu Ehren des in der vergangenen Woche im Alter von 98 Jahren verstorbenen ehemaligen Polizeioffiziers und mutmaßlichen Nazi-Kriegsverbrechers László Csatáry.

http://www.kisalfold.hu/belfold_hirek/in_memoriam_csatary_laszlo__-_a_fradi-tabor_transzparense_az_mtk-meccsen_-_foto/2346101/

Csatáry war im Jahr 2013 von der Budapester Staatsanwaltschaft wegen seiner Beteiligung an der Deportation von 15.000 Juden aus Kaschau nach Auschwitz um 1944 angeklagt worden.

Näheres zum Fall Csatáry hier und hier.

Der Disziplinarausschuss der Ungarischen Fußball-Liga (MLSZ) will sich im Lauf der kommenden Sitzung mit dem Vorfall befassen. Seinen Statuten zufolge ist jegliche Äußerung, die die Würde anderer verletzen kann, untersagt. Der Vorsitzende des FTC, Fidesz-Politiker Gábor Kubatov, verwies auf diese Regeln und teilte mit, das Transparent sei unerlaubt ins Stadion gebracht worden.

Der Präsident des MTK, der Fidesz-Europaabgeordnete Tamás Deutsch, reagierte mit deutlichen Worten und bedauerte, dass der FTC wegen dieser Art von Fans sein Image eines rechtsradikalen Clubs nicht loswerde. Deutsch bedauerte, dass es der Mehrheit anständiger Fußballfreunde nicht gelinge, diese Figuren „mit ein paar Ohrfeigen unter den Rock ihrer Mutter zurück zu schicken“.

Die Enthüllung des Transparents dürfte nicht nur mit dem Ableben Csatárys am 10.8.2013, sondern auch damit zusammenhängen, dass der Gegner MTK bei ultrarechten Fradi-Fans auch als „Judenverein“ diffamiert wird.

Das Spiel endete mit einem 2:0-Sieg des FTC.

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30 Kommentare zu “Ultrarechte Fußballfans rollen „In memoriam Csatáry László“-Transparent aus

  1. Der Bericht berichtet nichts darüber, was nach Ausrollen der Losung geschah. Wurde das Spiel unterbrochen, die Losung entfernt, die Leute mit dem Banner ausserhalb des Stadions gebracht, festgenommen, angeklagt? Sind andere Fans dazwischen gegangen?
    Ich bin einfach nur betroffen.

    • Das Spiel wurde fortgesetzt und endete 2:0 für Ferencváros. Wie lange das Transparent ausgerollt blieb und ob bzw. wann andere Fns dazwischen gingen, konnte ich keinem ungarischsprachigen Bericht entnehmen. Wir müssen also davon ausgehen, dass die „Csatáry-Fans“ unbehelligt blieben.

      Die Fußball-Liga wird sich diese Woche mit dem Vorfall befassen. Ich werde berichten. Straftaten sehe ich, selbst bei Anwendung großer juristischer Phantasie nicht. Einen Verstorbenen zu ehren, ist selbst dann straflos, wenn es sich um einen mutmaßlichen Kriegsverbrecher handelt. Es ist moralisch verwerflich und geschmacklos, aber keine Straftat. Der „Holocaustleugnungs-Paragraph“ greift nicht, und auch ein Hakenkreuz oder SS-Symbolik wurde nicht gezeigt.

      Am Ende wird nur der Aufruhr der (von Tamás Deutsch so bezeichneten) „anständigen“ Fans etwas bewirken. Und da bin ich wenig optimistisch, wenn den Fußball insgesamt und den ungarischen Fußball im besonderen sehe.

      • Mutmaßlicher Kriegsverbrecher war er nur in Ungarn, in der Slowakei wurde er lebenslänglich verurteilt. Ich bin kein Rechtsanwalt, für mich ist es Volksverhetzung, ist doch die Ehrerbietung einem Verbrecher gegenüber gleichwertig mit dem Gutheißen seiner Greueltaten.

      • Nichts liegt mir ferner, als Csatáry (den ich für schuldig halte) zu verteidigen, aber: Wenn ein Volksgerichtshof in der kommunistischen Slowakei 1948 in Abwesenheit die Todesstrafe verhängt, wird das meinen Ansprüchen an ein rechtsstaatliches Verfahren nicht gerecht. Umso merkwürdiger fand ich, dass ein solches Urteil, unter Beibehaltung seiner Feststellungen, jüngst in ein Urteil „lebenslange Haft“ umgewandelt wurde. Ich denke, das Simon-Wiesenthal-Center sieht es ähnlich, sonst hätte man keinen so großen Wert auf eine Verurteilung gelegt. Das Urteil aus Kssa hatte eben einen Makel.

        Nicht viele Nichtjuristen wissen, dass es auch in der DDR Kriegsverbrecherprozesse gab, das Kammergericht Berlin die Urteile wegen völliger Missachtung rechtsstaatlicher Prinzipien aber für null und nichtig erklärte.

        Die Maßstäbe der Rechtsstaatlichkeit gelten, ob es uns gefällt oder nicht, auch Csatáry. Anders kann es nicht funktionieren, glaube ich.

  2. Beim Lesen dieses Artikels und dem Abwägen des Für und Wider stellte sich mir folgende Frage:

    warum berichten Sie überhaupt über diesen Vorfall, HV?

    Ich hätte dies, ehrlich gesagt, den Boulevardblättern überlassen.

    Gerade diese ständige Holokaust- und Nazi-Hysterisierung der ungarischen Gesellschaft (die, wie in Deutschland, meiner Meinung nach seit Jahrzehnten ganz bewusst medial geschürt wird) ist es doch, die Ungarns Ansehen in der Welt gerade seit 1990 so großen Schaden zufügt und den Blick auf die wirklichen Probleme Ungarns (hohe Arbeitslosigkeit, die Verarmung breiter Schichten der Gesellschaft, die um sich greifende Kriminalität usw.) verhindert.

    Es wäre schön, wenn die HV sich neben diesen (größtenteils künstlich fabrizierten und am Leben gehaltenen) „Problemen“ Ungarns in viel größerem Maße mit den wie oben erwähnten wirklichen Problemen beschäftigen würde und diesen auch mehr Artikel widmete.

    Bitte nicht persönlich nehmen: habe lediglich meine Meinung mitgeteilt.

    Wünsche einen schönen Tag,
    PR

    PS:
    Holokaust- und Nazi-Hysterisierung der ungarischen Presse in den Jahren seit 1990:
    das wäre doch mal einen gehaltvollen Artikel wert, oder?

    • Herr Rieckmann, ich halte Vorfälle wie diesen hier oder den beim Freundschaftsspiel Ungarn-Israel für echte Probleme, ganz ohne Anführungszeichen. Zugleich freue ich mich, dass sich der MLSZ-Disziplinarausschuss mit dem Vorgang befasst und sich Deutsch und Kubatov zu Wort meldeten. Ich meine, das alles ist berichtenswert. Totschweigen bringt nichts.

      Ich glaube auch nicht, dass ich mich – in schlechter ungarischer innenpolitischer Tradition – für „eine Seite“ entscheiden muss. Will heißen: Ich kann über neonazistische Vorfälle genauso berichten und sie ablehnen wie den Missbrauch der „Nazikeule“ in der politischen Auseinandersetzung.

      Natürlich bin ich Ihnen – das meine ich ernst – immer für Themenvorschläge dankbar, insbesondere dann, wenn Sie glauben, dass hier bestimmte Aspekte zu kurz kommen. Wenn Sie hierfür nicht die Kommentarfunktion nutzen möchten, schreiben Sie mir gerne eine Mail.

    • @PR
      dieses Gedankengut ist genauso ein Problem Ungarns wie (hohe Arbeitslosigkeit, die Verarmung breiter Schichten der Gesellschaft, die um sich greifende Kriminalität usw.
      Mit usw, meinen Sie den FIDESZ-Filz und deren Seilschaften und Profiteure?

      HVG, Index, PL usw lesen oder noch einfacher FIDESZ (hinter)fragen.

      • „Auch dieses Plakat ist, meiner Meinung nach, auf politische Bestellung hochgehalten worden.“ was sagt man dazu Herr Richter János, unser Verschwörungstheoretiker Patrick Rieckmann sieht alles Negative in linksliberalen Zeitungen und alles positive in Fidesz und eventuell Jobbik. Da kann man László Kövér, von der Regierungspartei Fidesz, vor dem Grab des Blut-und-Boden-Schriftsteller József Nyirö photographieren oder am Bootsanleger in Kismaros Hakenkreuze aufhängen es war alles die MSZP. Denn die bezahlt alle gegen Fidesz weil Fidesz wohl zu dumm dazu ist. Herr Richter János was glauben Sie, warum hat die Stimme des ungarischen Volkes hierbei kein Senf dazu gegeben? Grüße Don

      • Eine unerwartete Frage HV, von den Hakenkreuzen im Kopf und den Auswirkungen in Ungarn, wären Ihre Augen tatsächlich sehend.

        Eine Andere wäre gewesen wie PR darauf kommt, dass der Antisemitismus in Ungarn, der durch Fidesz Parteimitglieder vertreten wird, nicht wählbar bedeutet würde. Das Gegenteil scheint der Fall zu sein.

        Und es würde die neue propagierte ungarische Kultur, die unter Anderem, im Wirken und Werken von Wass, Nyirö und Horthy stecken soll, entgegenstehen.

    • „warum berichten Sie überhaupt über diesen Vorfall, HV?“

      diese frage tauchte bei mir auch auf. zudem fiel mir noch die von hv gewählte bezeichnung als „eklat“ ins auge.

      was mir auffällt ist, dass hv bemüht ist, vom heutigen ungarn – aus seiner konservativen sicht – ein positives bild zu zeichnen, demzufolge eine solche tat eben dem von ihm gewünschten ungarnbild schadet und klassisch gebrandmarkt gehört.

      ob dies denn auch mehrheitlich in ungarn als eklat wahrgenommen wird/wurde, bleibt fraglich. dazu wäre sicher eine repräsentative meinungsumfrage hilfreich.

      ihr ansinnen, hv, sei edel, der zustand der ung. gesellschaft evtl. nicht.

      rieckmann möchte lieber nicht darüber reden und diffamiert kritiker als hysteriker.

  3. @RJ:

    ich bin der festen Überzeugung, dass viele dieser Vorfälle sauber inszenierte und vorbereitete Aktionen sind.

    Auch dieses Plakat ist, meiner Meinung nach, auf politische Bestellung hochgehalten worden.

    Und wo sitzen die Personen, die solche Aktionen „bestellen“?

    Nun, lesen wir einfach die heutigen Schlagzeilen der linksliberalen Zeitungen Ungarns.

    Hier z. B. Népszava:

    Die MSZP fragt, „Welche Schritte ergreift der FIDESZ-Parteidirektor in der Sache des Getto-Kommandanten?“

    (http://nepszava.hu/articles/article.php?id=671218)

    Zur Erklärung: Getto-Kommandant = Csatáry, FIDESZ-Parteidirektor = Kubatov Gábor, Vorsitzender des Fussballklubs Ferencváros (FTC), MSZP = ungarische Altkommunisten, derzeit Oppositionspartei.

    Hier schließt sich der Kreis: die FIDESZ wurde mit dem Getto-Kommandanten in Verbindung gebracht.

    Und der Zweck des Ganzen? Eine Nicht-MSZP-Regierung mit dem Vorwurf des Antisemitismus zu stigmatisieren und damit „unwählbar“ zu machen.

    Denselben Zirkus haben wir seit 1990 wahrlich oft genug erlebt (mit eifriger Schützenhilfe der Pfeifers, Lendvays und Konráds dieser Welt).

    Und es geht schon wieder los.

    PR

    • Werter Herr Rieckmann, ich möchte zunächst festhalten, dass ich es gut finde, wenn HV solche Fälle aufgreift. Er zeigt damit, dass bei ihm sowohl das rechte als auch das linke Auge funktioniert, wenn er nur will. HV hatte mehrfach über den Fall Csatáry berichtet. Da ist es doch nur folgerichtig, wenn er auch auf diesen Vorfall im Fußballstadion hinweist.

      Mich irritiert, mit welcher Leichtigkeit Sie die Sache vom Tisch fegen. Es mag ja sein, dass Népszava den Vorfall benutzt, um diesem Kubatov, der gleichzeitig Funktionär bei Fidesz und beim Fußballbund ist, auf den Zahn zu fühlen und dabei genüßlich mit Schlamm zu spritzen. Aber daran festzumachen, dass die „Linken“ solche Vorfälle wie jenes Plakat im Stadion fabrizieren, nur um den „Rechten“ eins auszuwischen, finde ich grotesk.

      In der ungarischen Politik scheint zwar vieles möglich zu sein. Aber dieses Muster ist nun schon etwas ausgenudelt. Ich finde diese Art von „Stories“, man könnte auch Verschwörungstheorien sagen, nicht selten sogar richtig schlimm.

      Nehmen Sie die sogenannten Roma-Morde. Auf der Rechten wird man nicht müde zu suggerieren, hier hätten Gyurcsány und Bajnai mittels der Geheimdienste ihre Finger im Spiel gehabt. Es wird bedeutungsvoll gemurmelt, dass man klären müsse, in wessen „Interesse“ diese furchtbaren Bluttaten verübt wurden und wer die Hintermänner sind. Selbst Minister Balog, den ich eigentlich immer noch sehr schätze, begibt sich auf dieses Glatteis.

      Ja, was soll das denn alles heißen? Glaubt hier jemand ernsthaft, dass Gyurcsány und Bajnai eine Mordserie bestellen, um Stimmung gegen Fidesz & Co. zu machen? Das soll dieses ganze Geraune doch wohl suggerieren, oder nicht? Oder die immer wieder gern gestreute Behauptung, die ganze Jobbik, sei eigentlich eine Erfindung der Linken oder werde zumindest von der Linken finanziert, um die gemäßigte Rechte zu diskreditieren.

      „Hanebüchen“ ist gar kein Ausdruck, um diesen ganzen Unsinn zu qualifizieren!

      • @Ungarnfreund:

        Was ich seit 1990 sehe (denn im Unterschied zu Ihnen lebe ich in Ungarn), sind viele-viele raffiniert inszenierte, mediale Angriffe auf alle Regierungen, an denen die MSZP nicht beteiligt ist.

        Sie können diese Behauptung ruhig hanebüchen finden.

        Es gab im Laufe der Jahre auch viele Journalisten hier in Ungarn, die diese Tatsache immer wieder hervorgehoben haben.

        Wenn ich mehr Zeit habe, werde ich mir die Mühe machen und aus einigen dieser Artikel zitieren (ich bleibe am Ball, keine Angst:).

        Ansonsten steht es jedem frei, sich in die Széchenyi-Nationalbibliothek in der Burg in Buda zu setzen und die alten Ausgaben der ungarischen Tageszeitungen seit 1990 zu studieren (dort sind alle Exemplare vorhanden).

        ich schlage vor, wir warten einfach ab, was sich diesbezüglich noch so herausstellt.

        Wünsche uns allen einen schönen Tag.

        PR

      • Das schlimmste, was passieren kann, ist, dass man Ungarnfreund, der sich mit seinem Wortgekringel ernst nimmt, ernst nimmt.

        Oder Petra Pau, die im Gegensatz zu Ungarnfreund – ihr freches Gesicht zeigt.

        Hier isses. Ein linkes Abbild:

        Petra Pau hat – im Gegensatz zu Ungarnfreund – sogar ´nen Lebenslauf: Als Tochter eines Maurers in Ost-Berlin geboren, begann sie nach der polytechnischen Oberschule 1979 ein Fachschulstudium am Zentralinstitut der Pionierorganisation „Ernst Thälmann“ in Droyßig, das sie 1983 als Freundschaftspionierleiterin und als Unterstufenlehrerin für Deutsch und Kunsterziehung abschloss, trat 1983 in die Partei ein, arbeitete zwei Jahre lang, um 1985 ein Studium an der Parteihochschule Karl Marx in Berlin zu beginnen, das sie 1988 als Diplom-Gesellschaftswissenschaftlerin abschloss. Sie war dann bis 1990 Mitarbeiterin beim Zentralrat der FDJ, den sie nach der Wende mit abwickelte. In der Folgezeit bis 1991 war sie arbeitslos.

        Petra Pau gilt – Im Gegensatz zu Ungarnfreund – als Person des öffentlichen Lebens.

        Die ehemalige SED-Schranze ist heute Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages.

        Sie war heute morgen im Deutschlandfunk zu hören, sozusagen als Hellersdorfer Korporativperson. Weil sich dort nämlich die Hartz IV-Gestützten mit polytechnischem Oberschulabschluss und Thälmannpioniervergangenheit von den Neonazis gegen syrische Flüchtlinge aufhetzen lassen.

        Keine Verschwörungstheorie, sondern nur linkes Wortgekringel, das, weil es schlimm ist, wenn Flüchtlinge von Hartz IV-Gestützten Linksparteiwählern, die sich im Deutschen Bundestag von einer ehemaligen SED-Schranze vertreten lassen, beschimpft und gedemütigt werden, ernst genommen werden muss. So ernst genommen werden muss, wie Ungarnfreunds Gesichtslosigkeit.

        Warum?

        Ich erkläre es gerne.

        Konfrantiert mit den unsäglichen Vorfällen in ihrem Wahlkreis, sieht die die Volksvertreterin Pau nur Neonazis.

        Würde Ungarnfreund zur Abwechslung mal einen kurzen Blick in den Spiegel werfen, würde er nichts sehen. Wen wunderts, dass er bei den Provokateuren, die Spruchbänder mit lateinischen Inschriften für linke Medien hochhalten, RECHTS denkt.

        Links denkt Rechts, denkt Verschwörungstheorie.

        Rein intuitiv und in memoriam denke ich, die Kinder der Maurer aus den sozialistischen Brigaden können nur antifaschistischer Schutzwall und Wortgekringel.

        Dafür braucht es der lateinischen Inschriften und der Neoznazis, in Hellersdorf wie in den ungarischen Fußballstadien.

        Das schlimmste aber, was passieren kann, ist, dass man Ungarnfreund, der sich mit seinem Wortgekringel ernst nimmt, ernst nimmt.

      • “ „Hanebüchen“ ist gar kein Ausdruck, um diesen ganzen Unsinn zu qualifizieren!“ Ich glaube sehr wohl dass der militärische Geheimdienst involviert ist. So wie meine Freude in Ungarn, lauter intelligente Menschen. Bajnai und Gyurcsány mussten nicht unbedingt die Befehle geben, die Geheimdienste sind ziemlich selbstständig. Siehe; Gladio. Die ewige Frage nach dem „cui bono“ – wem nützt es ? Ohne Geheimdienste gibt es nicht 11.9.2001, auch nicht Madrid (2004) und London (2005), aber auch nicht RAF und NSU. Man kann es mit volle Häme als Verschwörungstheorie abtun, oder darüber selbständig nachdenken. Oder aber weiter das offizielle Märchen glauben, und nur auf die etablierten Medien hören. Sehr viel Zeit kann man sparen, das ist wahr.

      • HV, ich wollte Sie eben nicht durch zu viel unerwartete Sympathiebekundung irritieren 😉

        Freund Herche labert wieder mal Rhabarber. Wohl bekomm’s. Sie können wahrscheinlich nicht anders.

        Herr Rieckmann, ich bezweifle überhaupt nicht, dass in ungarischen Gazetten viele raffinierte oder auch nur einfach dumme Angriffe auf Nicht-MSZP-Regierungen zu lesen sind und waren. Ich denke aber, dass diese Art „Journalismus“ keineswegs exklusiv auf eine Seite beschränkt ist. Die beiden M-Zeitungen drucken doch genauso viel gequirrlten Schwachsinn ab wie die beiden N-Zeitungen. Oder etwa nicht?

        Ich hoffe im Übrigen sehr, dass sich die politischen Parteien aller Couleur im Untersuchungsausschuss zur Aufklärung der Ermittlungspannen und Ungereimtheiten in Sachen Roma-Morde diesmal am Riemen reißen und auf die Sache konzentrieren. Heute stellte ja der NSU-Untersuchungsausschuss des Bundestags in großer Einmütigkeit seinen im Konsens verabschiedeten Abschlussbericht vor. Als ich den Tagesschau-Beitrag dazu sah, musste ich denken: „Ach Ungarn…“

      • http://www.wienerzeitung.at/nachrichten/europa/europastaaten/567729_Ungarn-will-Helfer-der-Todesbrigade-ausforschen.html

        Lesen Sie, Ungarnfreund. Die Beteiligung des militärischen Geheimdienstes ist seit langem Thema. Auch in den Reihen der Roma. Und dass alle Parteien bis auf DK den Untersuchungsausschuss befürworten, ist für mich ein Zeichen. Dass weder Gyurcsány noch seine heutige Partei Interesse an Aufklärung haben. Warum wohl?

        Verabschieden Sie sich doch einmal von dem ewigen Anlegen deutscher Maßstäbe, Ungarnfreund. Der Geheimdienst in Ungarn steckt voller Kader und schreckt auch vor Beeinflussung von Wahlen und Absprachen mit Kriminellen nicht zurück. Wer die Presse liest, kann das wissen. Und wer mit Ungarn, egal aus welchem politischen Lager, spricht, auch. Alles Verschwörungstheorie?

      • HV, ich möchte wie Sie, dass die Rolle des Geheimdienstes im Zusammenhang mit der Mordserie lückenlos aufgeklärt wird. Aber ich halte absolut nichts von all diesen Andeutungen und Sterndeutereien, die ohne jeden Anhaltspunkt, außer dem Umstand, dass diese schrecklichen Verbrechen in ihrer Regierungszeit begangen wurden, krampfhaft eine Spur bis zu Gyurcsany und Bajnai ziehen und diesen mehr oder weniger verklausuliert ein persönliches Interesse an der Mordserie unterschieben wollen, wie man es nach der Verurteilung der vier Haupttäter Anfang August in der rechten ungarischen Presse lesen konnte. Diese Spekulationen dienen nicht der Sachaufklärung. Sie sind rein parteipolitisch motiviert und ein Schlag ins Gesicht der Opfer, ohne der Wahrheitsfindung zu dienen.

    • „Eine Nicht-MSZP-Regierung mit dem Vorwurf des Antisemitismus zu stigmatisieren und damit „unwählbar“ zu machen.“

      schon mal daran gedacht, dass durch den, auch durch das – vllt nicht unabsichtlich – mangelhafte verhalten der aktuellen regierung, in der schwebe haltbaren „vorwurf“ des antisemitismus, ob seiner sich bei wahlen auszahlenden funktion, eine/die partei erst „wählbar“ wird?

  4. Pingback: FTC verurteilt Csatáry-Transparent vom vergangenen Samstag als “Akt der politischen Provokation gegenüber MTK” | Hungarian Voice - Ungarn News Blog

  5. Hier ein interessanter Artikel in der Magyar Nemzet online, die sich auf einen Artikel der französischen Nouvelles de France beruft:

    „Die Angriffe gegenüber den ungarischen und den polnischen Konservativen in den ausländischen Medien“

    Auch die polnischen Konservativen müssen sich anscheinend jede Menge unwahre Behauptungen in den deutschen und französischen Medien gefallen lassen. Eine interessante Parallele, wie ich finde.

    Wieder mal zeigt dieser Artikel:

    die „Hysterisierung“ der westlichen Medien im Bezug auf die ungarischen Konservativen ist keine Verschwörungstheorie sondern handfeste Realität.

    Schöne Grüße
    PR

    http://mno.hu/belfold/nem-csak-nalunk-szalad-kulfoldre-panaszkodni-a-baloldal-1180066

  6. Lieber Ungarnfreund,

    Sie schreiben, Freund Herche labert Rhabarber.
    Richtig muss es heißen: Laber Rhabarber! Was soviel bedeutet wie jemand erzählt zu viel oder einfach Unwahrheiten.

    Sie schreiben, Freund Herche labert Rhabarber. Wie? Was wollen Sie denn damit sagen? Warum sagen Sie nicht einfach, der Herche redet schon wieder Scheiße oder – wenn Ihnen die Güllesprache nicht vornehm genug ist – der Herche redet (immer) nur Müll. Ihr „labert Rhabarber“ klingt sooo gequält. Sie geben sich gern gebildet, warum versuchen Sie es nicht einfach mal geistreich?

    O.k, Sie wollen hier in Sachen Ungarn den Ton angeben. Warum machen Sie es nicht wie HV! Der kann das auch ohne Schweiß und ohne die falschen Töne.
    Auf mein Niveau sollten Sie sich keinesfalls begeben. Ich kann Gülle besser als jeder Papst.

    Und was den Rest Ihrer frommen Wünsche angeht, so halte ich es für verwegen, wenn Sie sich von György Szilvásy, der für Gyurcsány & Co. jahrelang die Dreckarbeit gemacht hat, Aufklärung in der Roma-Mordserie erhoffen.
    Mit Nietzsches Aphorismus ausgedrückt: „Das habe ich getan, sagt mein Gedächtnis. Das kann ich nicht getan haben – sagt mein Stolz und bleibt unerbittlich. Endlich gibt das Gedächtnis nach.“

    Ich meine, Sie als Molkereifachmann, der bei der Herstellung von Käse auf Rhabarber setzt, dürfen natürlich Oxalsäure für ein Labferment halten. Aber dass alle Käser Rhabarber nehmen, nur weil Sie es Ihnen glauben machen wollen, nee, das gäbe nur geronnenes Milcheiweiß, würde ich mal als Laie behaupten. Sie blieben vielleicht der Fachmann unter den Käsern, mehr wäre für Sie aber nicht drin.

    Ich sag’s Ihnen, wie es ist. Sie spinnen sich Ihre Welt zusammen. Darin mag es ja Politiker geben, die für Aufklärung sorgen.

    Oh Mann, Du gehst auf Stelzen.

    Wenn Du in Sachen Politik festen Boden unter den Füßen bekommen willst, schau Dich doch zuerst mal in Deutschland um, in Bayern zum Beispiel.

    Vergleiche, lieber Freund, die Redebeiträge aus dieser Plenarsitzung des Bayrischen Landtags mit den Dokumenten, die der Hamburger Rechtsanwalt Strate jetzt öffentlich gemacht hat.

    Sich von Politikern in Sachen Unrecht Aufklärung zu erhoffen, von Richtern Sachverhaltsaufklärung?

    „Laber Rhabarber“ lieber Jugendfreund.

    Nimm Dir die Zeit. Studiere exemplarisch am Fall Merk die bayerische Politik. Du wirst staunen.

    Staunen ist der Anfang aller Erkenntnis.

    http://www.strate.net/de/dokumentation/index.html

    • Werter P.H., ich greife nur einen Punkt in der eigentlichen Sache heraus:

      Vom Ex-Geheimdienstminister Szilvásy erhoffe ich mir gar nichts. Sein Metier ist für mich ein trübes, generell wenig Vertrauen erweckendes — egal wer gerade regiert. Meine Hoffnung ist und bleibt aber, dass die –ungarischen Parlamentarier– in diesem Untersuchungsausschuss zur Aufklärung der Hintergründe der sogenannten „Roma-Morde“ und der Rolle der „Dienste“ auf die üblichen parteipolitischen Manöver verzichten und sich im Gedenken an die Opfer dieser Bluttaten ganz auf die Wahrheitsfindung konzentrieren.

      Der NSU-Untersuchungsausschuss in Berlin hat das hinbekommen und ist am Ende mit mehreren Dutzend einstimmig angenommenen Empfehlungen zur Verbesserung der (Zusammen-)Arbeit der Sicherheitsbehörden an die Öffentlichkeit getreten. Solche Vergleiche drängen sich einfach auf. Als Deutscher schaue ich nun einmal durch eine deutsche Brille auf Ungarn. Ich bin mir dessen bewusst. Wenn HV meint, mich wegen derartiger Vergleiche einen „Oberpiefke“ nennen zu müssen, ist das seine Sache.

      • Hoppa, da legen Sie mir etwas in den Mund. Ich frische Ihr Gedächtnis aber gerne auf, Ungarnfreund:

        Der Begriff Oberpiefke, den ich seinerzeit übrigens mit zwinkerndem Auge verwendete, fiel nicht im Kontext zu NSU oder Roma-Morden, sondern im Zusammenhang mit Ihrer unreflektierten und wenig einfühlsamen Aussage, die Ungarn sollen den Friedensvertrag von Trianon, der das Land etwa 2/3 seiner Fläche gekostet hat, doch „einfach mal akzeptieren“. Und zwar ohne wenn und aber.

        https://hungarianvoice.wordpress.com/2012/12/27/deutschlandfunk-kritische-anmerkungen-zur-berufung-von-attila-vidnyanszky-an-die-spitze-des-nationaltheaters/#comment-11694

        Das halte ich, gerade aus dem Mund eines Deutschen, für arrogant und abwegig. Keine 25 Jahre ist es her, da wurde Deutschland wiedervereinigt. Wie kommt gerade ein Deutscher dazu, anderen EU-Ländern abzuverlangen, einen Schlussstrich unter bestimmte historische Ereignisse zu ziehen, wenn unser Land das nie getan hat? Die Überwindung der deutschen Teilung war explizite deutsche Politik. Die Umstände ergaben sich dann. Hat uns das Gerede über Einmischung, Revisionismus und Feindschaft interessiert? Nein. Wir, die wir das größte Geschenk unterm Weihnachtsbaum hatten, sind keine glaubwürdigen Vertreter einer Auffassung à la „nee, hört endlich auf, das ist doch Vergangenheit“. Das wäre Wein saufen und Wasser predigen. Wir sollten vielmehr im Bezug auf Ungarn akzeptieren, dass man dort offen darüber spricht, wie man die bis heute spürbaren Folgen des Friedensvertrages mildert. Und das tut man in allen politischen Lagern, keineswegs nur „rechts“. Und ich sage es nochmals deutlich: Innerhalb der EU, partnerschaftlich, nicht durch Grenzrevision. Sondern durch offene Diskussion über Fragen der Autonomie.

        Wenn die Situation der Auslandsungarn in der Slowakei und in Rumänien so wäre wie in Österreich, wäre Trianon kein praktisch relevantes Thema mehr. So ist meine Überzeugung.

        Grenzrevision ist nicht ungarische Regierungspolitik, auch wenn uns Teile der deutschen Presse – vornehmlich bestens informiert durch die dpa – mit ihrem Irredentismus-Gelaber etwas anderes auftischt. Selbst wenn nur ein Teppich ausgerollt wird. Es sind diese Herrschaften, die ihre Zeit mit diesem Thema vergeuden, weniger der in Lohn und Brot stehende Ungar oder Székler. 🙂

        Ich bin mir sicher: Keiner am Werderschen Markt in Berlin muss sich über Grenzrevisionen und die sich daraus ergebenden negativen Folgen für deutsche (ökonomische) Interessen sorgen.

        Soviel zum Kontext des Oberpiefke 😉 …

        https://hungarianvoice.wordpress.com/2012/12/27/deutschlandfunk-kritische-anmerkungen-zur-berufung-von-attila-vidnyanszky-an-die-spitze-des-nationaltheaters/#comment-11694

      • Na, dann werde ich jetzt mal ganz emotional, persönlich und grundsätzlich:

        Sie verwendeten im Zusammenhang mit jener Trianon-Diskussion im Dezember 2012 den „Oberpiefke“, um meinen mir durchaus bewussten deutschen Blick auf Ungarn zu kritisieren. Jetzt kritisieren Sie wieder den Vergleich mit Deutschland, weil ich mir doch tatsächlich herausgenommen habe (wie ungeheuerlich!), unter Verweis auf die überparteiliche Zusammenarbeit im NSU-Untersuchungsausschuss des Bundestags dem Wunsch Ausdruck zu verleihen, dass die ungarischen Parlamentarier angesichts der Bedeutung des Themas der „Roma-Morde“ sich ebenfalls auf die Sache konzentrieren und parteipolitische Manöver unterlassen sollten. Was für eine dreiste Überheblichkeit eines arroganten Oberpiefke!

        Wissen Sie, HV, dazu fällt mir fast nichts mehr ein. Viele unserer „Dispute“ scheinen sich nur daran zu entzünden, dass Sie — vielleicht mangels genügend anderer Gegner — immer wieder glauben, sich an meinen, wie ich finde, eher gemäßigten Positionen abarbeiten zu müssen und dabei eben gerne mit Kanonen auf Spatzen schießen. Schon daran, dass ich es trotz seiner wüsten Tiraden noch immer nicht ganz aufgegeben habe, mit Ihrem Freund Herche zu diskutieren, sollten Sie eigentlich erkennen können, dass Sie es in meiner Person mit einem eher um Verständigung und Ausgleich bemühten Zeitgenossen zu tun haben.

        Interessanterweise führt offenbar genau das zu schroffer, für meine Begriffe geradezu grotesk-reflexhafter Abwehrhaltung bei Ihnen und den Nutzern Ihres Blogs, die ich mehr oder weniger weit rechts der Mitte verorten würde. Nicht nur die ungarische Politik selbst, sondern auch die Diskussion darüber polarisiert, selbst wenn man das gar nicht beabsichtigt. Oft genügt schon eine einfach Frage nach dem Muster: „Könnte man es nicht auch von einer anderen Seite aus betrachten?“, um diese Reflexe auszulösen. So viel habe ich in den letzten Jahren verstanden.

        Ich finde dieses strukturell immer gleiche Gezerre nach den immer gleichen Mustern auf die Dauer weder produktiv noch unterhaltsam. Es ist nicht selten richtig mühselig und macht oft kein Vergnügen. Dabei dürfte es kein Zufall sein, dass sich andere Gemäßigte wie Szarvasi oder galut sich hier nur noch selten zu Wort melden. Verrückt: Meine unendliche „Privatfehde“ mit Herrn Herche begann meiner Erinnerung nach ziemlich genau an dem Tag, an dem ich von ihm wissen wollte, was er eigentlich gegen den –um die politische Kultur in Ungarn besorgten und mir daher sympathischen– Schriftsteller György Dalos hätte.

        Sorry, das musste ich jetzt mal loswerden, auch wenn es für Sie an dieser Stelle überraschend kommen sollte. Ich erwarte keine Entgegnung.

  7. @ Ungarnfreund

    Sie können austeilen aber nicht einstecken, nur jaulen.

    „Um es anders zu sagen: Das größte begangene Böse ist das Böse, das von Niemanden getan wurde, das heißt, von menschlichen Wesen, die sich weigern, Personen zu sein.“

    Ich klaue diese Gedanken von Hannah Arendt.

    „… Übeltäter, die sich weigern, selbst darüber nachzudenken, was sie tun, und die sich auch im Nachhinein gegen das Denken wehren – also sich weigern, zurückzugehen und sich and das zu ereinnern, was sie taten (wobei es sich um >>teshuvah<< oder Reue handelt) -, es eigentlich versäumt haben, sich als Jemand zu konstituieren. Indem sie sturköpfig ein Niemand bleiben, erweisen sie sich als unfähig, mit Anderen zu kommunizieren, die, ob nun gut, böse oder in dieser Hinsicht unbestimmbar, zumindest aber Personen sind."

    Ungarnfreund, es ist sicherlich nicht von Bedeutung, aber ich weise Sie trotzdem auf einen Irrtum hin, dem Sie offenbar erliegen. Die Feindseligkeiten zwischen uns, sie nennen es Privatfehde, haben nicht mit Dalos begonnen. Als Sie in diesem Blog auftauchten, um Pfeifers Noten zu blasen, habe ich erst einmal abgewartet, Ihre Beiträge lange Zeit unkommentiert gelassen und sie erst dann unter einem Nicknamen angegriffen, als ich merkte, dass bei Ihnen – bei merk-te muss man Mollath zitieren – Hopfen und Malz verloren sind. Wie gesagt, bei Ihnen sind Hopfen und Malz verloren, dachte ich mir, weil Sie plumpe Ironie mit glänzenden Scheinargumenten parieren.
    Der Ihnen so sympathische Dalos kam später. Übrigens sind Sie nicht der einzige, dem Dalos sympathisch ist. Lerke von Saalfeld, die immerhin sein literarisches Werk kennt, schreibt über ihn, wie Kröber über Mollath, nur dass von Saalfeld Dalos für einen großartigen Menschen und großen Schriftsteller der Gegenwartsliteratur, Kröber hingegen Mollath für wahnsinnig hält. Es bleibt dahingestellt, ob Dalos nun gut, böse oder in dieser Hinsicht unbestimmbar, ob er für den ungarischen, den sowjetischen oder amerikanischen Geheimdienst tätig war oder für alle drei auf einmal: Für mich ist er schon heute eine Unperson. Doch bitte fragen Sie mich nie wieder nach Beweisen. Dalos hatte Dank seiner Kontakte zu Gauck und Birthler Zugang zu den Unterlagen in der Ruschestraße. Sie müssen sich das so vorstellen, wenn ein alter Soldatenrock aufgearbeitet wird, um daraus z.B. Putzlappen schneiden zu können, gibt es Verschnitt. Sind die Reste einmal weg, sind sie weg. So ist das. Aber wer sich mit Soldatenröcken auskennt, der kommt auch mit Putzlappen und geschredderten Akten zurecht. Es sind mir sogar Fälle bekannt, in denen Dalos gedroht hat, vor Gericht zu ziehen. Deshalb kann jeder ruhig davon ausgehen, dass es weder von Dalos, noch von Stolpe oder Egon Bahr Verpflichtungserklärungen gibt.

    Das Problem, lieber Ungarnfreund, ist, dass Sie keine Ahnung haben und ich das nicht beweisen kann.
    Doch hören Sie bitte auf zu jaulen, solange Sie sich für gemäßigt halten. Ich schone niemanden, der seinen wirklichen Namen für unsäglich hält.

    (Bei HV liegt die Sache anders. Ich habe ganze fünf Minuten gebraucht, um seinen Namen herauszufinden. Ich glaube nicht, dass er mich, wie Sie ihm unterstellt haben, für seinen Freund hält. Sein Problem ist sein IQ, der höher ist, als Ihrer und meiner zusammen. Da hilft kein jaulen.)

    Apropos Freund-Feind-Denken, denken Sie etwas mehr an sich selbst und wenn Sie noch mehr über das Böse wissen wollen, lesen Sie Hannah Arendt, aber keinesfalls Nietzsche. Sie könnten nämlich an sich selbst verzweifeln.
    Ende der Tirade.von heute. Schluss.

    • „Sie können austeilen aber nicht einstecken“

      P.H., das ist ja wohl ein Witz. Was ich mir von Ihnen schon alles habe an den Kopf werfen lassen, ohne mit gleicher Münze zurück zu zahlen, passt auf keine Kuhhaut mehr! Es mag sein, dass Ihnen das Leben vor 1989 übel mitgespielt hat, aber das rechtfertigt nicht Ihre ewigen Ausfälligkeiten und oft geradezu bösartigen Unterstellungen.

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