Der Standard: Balázs Csekő über Antiziganismus in Ungarn

Balázs Csekő befasst sich in der Online-Ausgabe der österreichischen Tageszeitung Der Standard mit dem „langen Schatten des Antiziganismus in Ungarn“:

http://dastandard.at/1376533945739/Antiziganismus-in-Ungarn

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11 Kommentare zu “Der Standard: Balázs Csekő über Antiziganismus in Ungarn

  1. Einen Satz verstehe ich nicht. Was meint Csekő, wenn er schreibt:

    „Eine komplette politische und wirtschaftliche Maschinerie entstand in den vergangenen Jahren, um Ungarn von der Roma-Minderheit zu „befreien“.“

    Ich ahne, was er mit „politischer Maschinerie“ meint. Aber was bitte ist denn die in den vergangenen Jahren entstandene „wirtschaftliche Maschinerie“, die angeblich das Land von der Roma-Minderheit befreien will? Leider erläutert der Autor diesen Satz nicht. Möglicherweise ein „Code“?

    • Im Satz davor wird vom Missbrauch der Rede- und Pressefreiheit gesprochen. Mit „Maschinerie“ meint Csekő daher wahrscheinlich einfach nur rechtsgerichtete Medienunternehmen wie das von Széles.

      Eigentlich hätten Sie eine andere Passage aufspießen müssen: die am Ende nämlich, in der mal wieder der notorische Zsolt Bayer auftaucht, ohne beim Namen genannt zu werden, dafür aber gleich im Plural: „In regierungsnahen Zeitungen erscheinen regelmäßig Publikationen von Freunden und Bekannten von Premier Viktor Orbán, die die Roma als Bürger zweiter Klasse einordnen oder als ‚Tiere‘ bezeichnen.“

    • Er lobt die ungarische Regierung? Verseck schreibt als ersten Satz: „Der Druck von ungarischen Bürgerrechtlern und Anwälten hat offenbar gewirkt.“
      Viel Lob lese ich in diesem Beitrag nicht. Aber immerhin enthält Versecks Beitrag berechtigte Kritik am Wirken des Geheimdienstes, der in dieser Mordserie einen wahren Sumpf darstellen dürfte. Dass darüber berichtet wird, ist sehr erfreulich. Weiter erfreulich ist, dass Verseck diesmal davon absieht, diese Mordserie mit Generalangriffen gegen die Regierung und ihre Minderheitenpolitik zu verknüpfen, wie es seine Kollegen bei Erlass des Urteils fast durchgängig getan hatten.

      • Nun Keno Verseck lobt den Entschluss der Regierung, das Wirken des Geheimdienstes zu überprüfen. Und auch wenn die Regierung erst auf den Druck von ung. Bürgerrechtlern und Anwälten reagiert, wird das von K.V. positiv vermerkt.
        Die Morde sind 2008/09 verübt worden und es ist doch wünschenswert, wenn jetzt untersucht wird, was die zuständigen Behörden darüber damals gewußt haben.
        An der schlampigen, voreingenommenen Arbeitsweise der ungarischen Polizei wenigstens im letzten Fall, besteht kein Zweifel. Es wurde nicht sofort eine Spurensicherung vorgenommen und viel zu lange, versuchte die Polizei das rassistische Motiv zu leugnen und zu behaupten, es handle sich um eine interne Fehde zwischen Roma.

  2. Keno Verseck? Eine Stimme von n-ost!
    http://www.n-ost.org/netzwerk/mitglied/6115
    Armin Siebert? Eine Stimme Moskaus! Auch so ein Gesicht hinter n-ost.
    http://www.n-ost.org/netzwerk/mitglied/8598

    Und hier führt die Stimme Moskaus hinter n-ost ein Interview mit der Maskerade Kevin Müller aus dem Neonazi-Millieu in der ehemaligen SBZ.
    http://german.ruvr.ru/2013_04_23/NPD-heute-Interview-mit-einem-Neonazi-Aussteiger/

    Jetzt weiß ich nicht, ob sich hinter den Stimmen hinter n-ost und hinter der Neonazi-Maskerade der Sluschba Wneschnei Raswedki (SWR), der wie der Federalnaja Sluschba Besopasnosti (FSB) aus dem Komitet Gossudarstwennoy Besopasnosti (KGB) hervorgegangen ist oder die Glawnoje Raswedywatelnoje Uprawlenije (GRU), die Militäraufklärung verbirgt.

    Genosse Dalos, bitte melden!
    Ihre Aussteiger Kompetenz-Kompetenz ist gefragt.

  3. L.Hofer, stimmen alle diese Behauptungen von János Barát? Wie viel Verbrechen haben in der gleichen Zeit nicht-Roma Ungarn begangen? Gibt es auch darüber eine Aufzählung?

    • Herr Pfeifer, ich weiß es nicht.
      Sie hätten „janos barat“ selbst fragen sollen, nachdem er Ihren Artikel in haGalil kommentiert hat,
      Offenbar hatten Sie 2009 keine Zweifel am Wahrheitsgehalt seiner Auflistung.
      Balázs Csekő schreibt auch von weiteren Mordserien in Ungarn, bei denen die Opfer nicht nur Roma waren. Was meint er wohl damit?

  4. L.Hofer,
    Danke, dass Sie auf meinen Artikel, der ursprünglich in Jungle World erschien, aufmerksam gemacht haben, denn der beweist, dass ich mit meiner Kritik an ungarischen Zuständen nicht 2010 begonnen habe. Ich schau mir nicht immer an, was Leute unter meine Artikel schreiben, die dann von anderen Websites übernommen werden. Ich habe das erst jetzt gesehen.

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