Széklerland: Über 100.000 Teilnehmer demonstrieren für territoriale Autonomie

Am Wochenende nahmen mehr als 100.000 Menschen an einer Massendemonstration im mehrheitlich ungarisch besiedelten Széklerland in Rumänien teil, um territoriale Autonomie zu fordern. Zwischen den Orten Brassó und Bakó wurde eine 53 Kilometer lange Menschenkette gebildet.

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Anlass der Veranstaltung waren aktuelle Pläne der rumänischen Regierung einer Gebietsreform, die zur Folge hätte, dass mehrheitlich (zum Teil bis zu 75%) von der Minderheit besiedelte Gebiete anderen Verwaltungsbezirken zugeschlagen werden. Kritiker befürchten einen Anstieg des Assimilierungsdrucks, den Verlust kultureller Autonomie und die Beschränkung von Minderheitenrechten. Veranstaltet wurde die Großdemo von der Partei RMDSZ, der sich weitere Gruppen anschlossen. In seltener Einigkeit unterstützten sowohl die ungarische Regierungspartei Fidesz, die Sozialisten (MSZP), die grün-alternative LMP sowie Együtt 2014-PM die Aktion.

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Parallelveranstaltungen fanden in mehreren ungarischen Städten statt. In Budapest nahmen auch die „national eingestellten Motorradfahrer“, eine rechtsradikale Vereinigung, an der Veranstaltung teil.

Zwischenzeitlich wurden durch den sozialdemokratischen rumänischen Parlamentsabgeordneten Bogdan Diaconu Strafanzeigen bei der Obersten Staatsanwaltschaft gegen die Organisatoren eingereicht. Der für snti-ungarische Auffassungen bekannte Parlamentarier sieht die verfassungsmäßige Ordnung verletzt und den Tatbestand der Aufstachelung zur Diskriminierung erfüllt. Die rumänische Sozialdemokratie treibt die besagte Gebietsreform mit Nachdruck voran.