New York: Ungarns Delegationsführer bei der UNO bittet die Opfer der Shoa im Namen Ungarns um Verzeihung

Der ungarische Delegationsführer bei der UNO, Csaba Kőrösi, hat die Opfer des Holocaust bei einer Konferenz zum Gedenken an den 70. Jahrestag des ungarischen Holocaust im Namen Ungarns um Verzeihung gebeten. Die Konferenz fand im UNO-Gebäude in New York statt.

Wir müssen uns bei den Opfern entschuldigen, der ungarische Staat hat im Holocaust Schuld auf sich geladen. Zunächst einmal deshalb, weil er seine eigenen Staatsbürger nicht vor der Vernichtung bewahrte, zum anderen, weil er am Völkermord mitwirkte und Ressourcen dafür zur Verfügung stellte.“ Und weiter: „Die Institutionen des damaligen ungarischen Staates waren für den Holocaust verantwortlich.“ Kőrösi betonte, die Bitte um Entschuldigung müsse Teil der nationalen Erinnerungskultur werden.

http://tablet.mno.hu/kulfold/magyar-bocsanatkeres-a-holokausztert-1207072

Bereits im Oktober 2013 hatte der stellvertretende ungarische Ministerpräsident Tibor Navracsics die Mitverantwortung des ungarischen Staates betont (HV berichtete).

dpa-Korrespondentin Kathrin Lauer sieht „Ungarn fest in Orbán-Hand“

Die Wiener Zeitung veröffentlicht einen Beitrag der dpa-Korrespondentin Kathrin Lauer zur kommenden Wahl am 6. April 2014. Lauer sieht die Wahl für die Opposition als praktisch verloren und legt ihre Sicht der Dinge zu den Gründen der Favoritenrolle der Regierungspartei Fidesz dar:

http://www.wienerzeitung.at/nachrichten/europa/europastaaten/?em_cnt=602295

Radnóti-Statue: Unfallfahrer verwarnt, 3 Monate Fahrverbot verhängt

Die im November von der dpa, SPON und anderen als mutmaßlich antisemitisches Attentat auf die Statue des im zweiten Weltkrieg von ungarischen Nazis ermordeten ungarischen Schriftstellers Miklós Radnóti dargestellte Tat ist juristisch abgehandelt. Gegen den 24-jährigen Fahrer, der sich einen Tag nach der Kollision mit der Statue gestellt hatte und die Kollision auf fehlende Ortskenntnis und Nebel zurückführte, wurde eine kostenpflichtige Verwarnung ausgesprochen. Er muss 50.000 Forint zahlen, zudem wurde ein Fahrverbot von drei Monaten verhängt.

http://nepszava.hu/cikk/1008117-bevontak-a-jogositvanyat-a-szobordonto-ferfinak/

Für einen kritischen Bericht über die vorschnellen Schlüsse, die insbesondere von der dpa gezogen worden waren, wurde Hungarian Voice vom Tagesanzeiger-Autor Bernhard Odehnal der Vorwurf gemacht, die Regierung zu verteidigen. Auch die Budapester Zeitung und ihr Chefredakteur Jan Mainka musste sich der Kritik stellen.

Näheres zum Hintergrund:

https://hungarianvoice.wordpress.com/2013/11/19/gyor-wie-ein-verkehrsunfall-zu-einem-antisemitischen-straftat-wurde/

https://hungarianvoice.wordpress.com/2013/11/29/tagesanzeiger-bernhard-odehnal-thematisiert-die-radnoti-statue/

 

Zeichen des Wahlkampfs (Teil 2)…

Auch die Plakate der Regierungsseite (aufgehängt wohl von der regierungsnahen Organisation CÖF) sind nicht besser als die der im vorangegangenen Beitrag gezeigten. Voilà:

cofkampanynotobbesely

Das Plakat zeigt den MSZP-Parteichef Attila Mesterházy, Gyurcsány Ferenc (DK), Gordon Bajnai sowie den MSZP-Politiker Miklós Hagyó (gegen den aktuell ein Strafverfahren wegen Untreue in besonders schwerem Fall läuft) in einer „Verbrecherpose“. Hinter ihnen steht ein Clown. Die Botschaft: „Sie verdienen keine zweite Chance„.