Radnóti-Statue: Unfallfahrer verwarnt, 3 Monate Fahrverbot verhängt

Die im November von der dpa, SPON und anderen als mutmaßlich antisemitisches Attentat auf die Statue des im zweiten Weltkrieg von ungarischen Nazis ermordeten ungarischen Schriftstellers Miklós Radnóti dargestellte Tat ist juristisch abgehandelt. Gegen den 24-jährigen Fahrer, der sich einen Tag nach der Kollision mit der Statue gestellt hatte und die Kollision auf fehlende Ortskenntnis und Nebel zurückführte, wurde eine kostenpflichtige Verwarnung ausgesprochen. Er muss 50.000 Forint zahlen, zudem wurde ein Fahrverbot von drei Monaten verhängt.

http://nepszava.hu/cikk/1008117-bevontak-a-jogositvanyat-a-szobordonto-ferfinak/

Für einen kritischen Bericht über die vorschnellen Schlüsse, die insbesondere von der dpa gezogen worden waren, wurde Hungarian Voice vom Tagesanzeiger-Autor Bernhard Odehnal der Vorwurf gemacht, die Regierung zu verteidigen. Auch die Budapester Zeitung und ihr Chefredakteur Jan Mainka musste sich der Kritik stellen.

Näheres zum Hintergrund:

https://hungarianvoice.wordpress.com/2013/11/19/gyor-wie-ein-verkehrsunfall-zu-einem-antisemitischen-straftat-wurde/

https://hungarianvoice.wordpress.com/2013/11/29/tagesanzeiger-bernhard-odehnal-thematisiert-die-radnoti-statue/

 

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2 Kommentare zu “Radnóti-Statue: Unfallfahrer verwarnt, 3 Monate Fahrverbot verhängt

  1. Seit wann ist es eine Schande, die Regierung Orbán zu verteidigen. Auch diese Regierung hat Licht und Schatten. Wo sie voreilig oder ungerechtfertigt „verurteilt“ wird, sollte man die Stimme erheben. Wo die Regierung Orbán mal wieder übers Ziel schießt oder autoritär handelt, sollte man es ebenso. Wo sie ein Lob verdient hat, sollte man dies geben.
    Wenn Medien, insbesondere eine Presseagentur, rein politisch agiert und dabei die sachliche Ebene verläßt, sollte man kein Blatt vor den Mund nehmen. Wo waren denn die Medien, als
    2006 Gyurcsány den Betrug an der Bevölkerung und der EU eingestand – in seiner „geheimen Rede“, Herr Odehnal? Wer Sie zum Maßstab nähme, könnte gleich die Diktatur der Meinung einführen.

  2. Apropos Budapester Zeitung, die vom Odenahl im obigen Zusammenhang als besonders regierungsfreundlich bezeichnet wurde: Schauen Sie in die neueste Ausgabe! Von wegen regierungsfreundlich!

    Freie Menschen kommen zu freien Schlüssen, sofern der Mensch frei sein kann.

    Die Medien im gesättigten Deutschland und Österreich sollten endlich auf den Boden der Tatsachen. Dazu gehört vor allem, darüber aufzuklären, warum MSZP seit 2006 keine
    integere Partei mehr ist und warum Menschen, die unter Devisenkrediten leiden, nicht alleine für ihr Schicksal verantwortlich sind.

    Ich wünsche den österreichischen Banken Waterloo! Gute Nacht!

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