WELT:Boris Kálnoky über die Provokationen der Jobbik und aktuelle Wahlumfragen

Boris Kálnoky berichtet in der Welt über die Stimmenzuwächse bei Jobbik und publikumswirksame Provokationen der rechtsradikalen Oppositionspartei:

http://www.welt.de/politik/ausland/article124941108/EU-Fahnen-werden-im-Parlamentsklo-entsorgt.html

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26 Kommentare zu “WELT:Boris Kálnoky über die Provokationen der Jobbik und aktuelle Wahlumfragen

  1. „…Fidesz war damals prowestlich und liberal, Jobbik gibt sich betont antieuropäisch und autoritär.“

    interessante begriffswahl, herr kálnoky. das wort konservativ taucht hier bestimmt nur zufällig nicht auf, oder?

    • Zu diese retour Watsche (n) könnte man noch die rote Karte evtl. mit ausgestreckte Zunge bei der ARD beantragen. Sorry ist mir nachher eingefallen. Ab 60 wird man zum Spätzünder.

    • Die Vermutung stimmt. Janos/Jani ist ja männlich. Sollten Sie der Falsche Adressat gewesen sein dann Sorry.
      Die Bezeichnung “Kunstvoll” habe ich als Hinweis auf eine mögliche, verworrene Formulierung bezogen und wollte sagen das ich im Laufe meiner Ausbildung in De. Human Fächer, aus Zeitmangel, nur oberflächlich (Wahlfach) mitschleifen konnte. Ich habe erst mit 25 die damals noch schießwütige Grenze des Sozialismus geschafft.

  2. endlich mal jmd, mit dem man sich hier vernünftig unterhalten kann.

    es ist ja auffällig, dass sich texter in diesem blog – vermutlich aus legitimationsgründen – oftmals auf selbstgemachte erfahrungen im sozialismus (oder was auch immer das gewesen sein soll) berufen, bzw sie „ins feld führen“, im zuge ihrer ausführungen. früher oder später kommt ein solcher hinweis. bei ihnen kam er nun recht früh.

    bedeutet das, dass zb sie in sachen stellungnahmen zu ungarn qualifizierter sind als solche, die erst vor kurzem eingereist sind und zuvor sich nicht besonders mit dem land befasst hatten, es aber nun tun?

    • Die vertreibungslegende wird doch auch wiederholt aus legitimierungsgründen ins Feld geführt.
      Der Zeitpunkt ist irrelevant.
      Ja qualifizierter als der, der Ungarn von kaschierte Bilder, Kutschen Fahrten in die Puszta oder Demagogische Berichte kennt.

  3. „freilich nicht den Wahlkampf von 2010, sondern den von 1990.“ […] „Fidesz war damals prowestlich und liberal, Jobbik gibt sich betont antieuropäisch und autoritär. Gemeinsam ist den beiden Strategien nur das Prinzip der Respektlosigkeit.“ Kein Wort davon dass es Jobbik erst Oktober 2003 gegründet wurde. Die Respektlosigkeit der Fidesz damals, hat sich bis heute erhalten.

    „Aber damit niemand vergisst, wofür die Partei steht, wählte Parteichef Gábor Vona kürzlich eine Ex-Synagoge in Esztergom als Ort einer Jobbik-Wahlkampfveranstaltung. Das hatte den erwünschten Effekt: Aufmerksamkeit, Werbung.“ Hier hätte man erwähnen können, dass der Fidesz Stadtrat dieses genehmigt hat, während 2010 diese Jobbik Veranstaltung in einem anderen Gebäude stattfand.

    „EU-Fahnen aus dem Fenster des Budapester Parlaments. Das war nur der erste Akt. Später am selben Tag entsorgten sie EU-Fahnen im Parlamentsklo.“ Keiner aus dem ungarischen Parlament unternahm einen Versuch dies zu verhindern. Von Fidesz oder Orbán hörte man kein Protest.

    „Es wirkt fast so, als seien die Linksliberalen dankbar, dass es Jobbik gibt, denn nur so kann man Fidesz in deren Nähe rücken und dämonisieren.“ Ein witziges Argument das keines ist, es ist lediglich eine Behauptung. Die Erläuterung mit welchen „falschen“ Argumenten die „Linksliberalen“ (typisch Kálnoky) die Fidesz fälschlicher Weise in die Naziecke stellen fehlen gänzlich.

    „Die Regierungspartei ihrerseits tritt zwar immer wieder deutlich gegen die Rechtsradikalen auf“, da würde mich interessieren welche Aktion damit gemeint ist.

    „Vor EU-Botschaftern soll Orbán im vergangenen Dezember eine betont EU-freundliche Vision für die Zeit nach den Wahlen vertreten haben.“ oder „soll Orbán laut Medienberichten gesagt haben“ Aha, „soll haben“ gehört in die Gerüchteküche.

    Es gibt einen akzeptablen Absatz. „Das ist eine Fehlinformation: Die Regierung tut alles, um über strenge und komplizierte Regeln den Kauf landwirtschaftlicher Flächen durch Nichtungarn zu erschweren. Aber es klingt gut und bleibt ein zentrales Wahlkampfthema der Rechtsradikalen.“ Sowie Orbáns-Fidesz!

    Nur ist hier den „Nichtungarn zu erschweren“ verschwiegen worden, dass die Tatsache von Kaufwunsch und deren Genehmigung dazu, von der Größe der landwirtschaftlicher Fläche abhängig sein wird. Es gibt ungarische Gesetze/Konstruktionen die diesen Erwerb verhindern können, es ist also reine Willkür ob Europäer Land kaufen dürfen oder nicht.

    • Zur angeblichen „Gerüchteküche“: Das Frühstück mit den in Budapest akkreditierten Diplomaten fand am 10. Dezember 2013 statt. Ich empfehle Ihnen die HVG Online als Lektüre, wenn Ihnen die nicht zu fidesztreu ist.

      Bin gespannt, was jetzt geistreiches kommt…

      • Warum sollte man bei HVG nachlesen wollen was Orbán angeblich gesagt haben soll?
        Orbán soll gegenüber Diplomaten aus dem Jahre 2010, vor wenigen Hundert Anhängern, gesagt haben, dass man ihn nicht an seinen Worten, sondern an seinen Taten messen solle. Dies sei ein Zitat gewesen.

      • Sie verstehen überhaupt nichts, wer schreibt „soll haben“ also „angeblich sei es so gewesen“ kann dies auch gleich sein lassen. Deshalb schrieb ich Orbán soll …. gesagt haben. Aber leider verstehen Sie Ihre eigene Intention nicht. Also wenn man andere wegen deren Gerüchte verurteilt, sollte man selbst keine in die Welt setzen.

      • „Also wenn man andere wegen deren Gerüchte verurteilt, sollte man selbst keine in die Welt setzen.“ Wenden Sie sich mit dieser Kritik doch vertrauensvoll an die wohl meistgelesene ungarische Wochenzeitung, die HVG. Ich habe gar nichts in die Welt gesetzt. Ebenso wenig wie Boris Kálnoky in seinem Beitrag.

      • Sein Hang zur Rechthaberei trägt seltsame Blüten!
        Ganz klar scheint ihm die Bedeutung der Zeitformen beim subjektiven Modalverb „sollen“ nicht zu sein. Ich verwende die Modalverben sollen (und müssen) jedenfalls, um die Distanzierung von einer Behauptung auszudrücken, die ich z.B. nicht billige. Gerüchte lassen sich in der deutschen Sprache mit den Modalverben müssen, können, dürfen und mögen in die Welt setzen.

      • herr herche, freuen sie sich doch einfach über ihn u mich. so bietet sich ihnen doch mal wieder eine vorzügliche gelegenheit, ihren sermon loszuwerden.

        der blog hier ist doch sowieso so gut wie tot im moment.

        und daran ändert ihr aktuelles gestrampel auch nichts mehr..

      • Ja, lieber Don Kichote. Sehen Sie in mir den letzten, den Ihr zwei vom Pusztaranger seit mehr als einer Woche noch mobilisieren konntet. Vielleicht gratuliert Euch Möchtegernrevolutionären die ungarische Regierung ja auch mal, wie dem Iran zu seinem 35. Jubiläum. Auch wenn Dir und der Krampfe die Tinte langsam auszutrocknen scheint, die Ihr für die tags: „Aussenpolitik, Hassan Rouhani, Iran, Islamische Revolution, János Áder, János Martonyi, László Kövér, Ostöffnung, Viktor Orbán“ zuletzt am 11. Februar vergossen habt.
        Schicker hetzt produktiver. Vielleicht nimmt der sich ja mal wieder Zeit für mich. Wäre mir ein großes Vergnügen!
        .

      • Ich find den gut. Näheres über Ihren Abwehrmechanismus erfahren Sie aus den Werken des Sigmund Freud oder besprechen Sie einfach mit Ihrem Nervenarzt. Krampf lass nach!

      • „Sie stänkern nur.“

        werde mich bemühen, diesem eindruck verstärkt entgegenzutreten.

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