NZZ: Meret Baumann über Ungarns umstrittenen Kampf gegen die Obdachlosigkeit

In der heutigen Neuen Zürcher Zeitung erscheint ein lesenswerter kritischer Beitrag von Meret Baumann über Ungarns Kampf gegen die Obdachlosigkeit:

http://www.nzz.ch/aktuell/international/auslandnachrichten/ungarn-kaempft-gegen-arme-anstatt-gegen-armut-1.18251136

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5 Kommentare zu “NZZ: Meret Baumann über Ungarns umstrittenen Kampf gegen die Obdachlosigkeit

  1. Guter Artikel. Der Leser hat die Gelegenheit die verschiedenen Standpunkte kennenzulernen. Nur den folgenden Absatz finde ich problematisch:

    „Im vergangenen September erliess das ungarische Parlament mit den Stimmen der konservativen Regierungspartei Fidesz ein Rahmengesetz, wonach die Kommunen nach eigenem Ermessen Zonen bestimmen dürfen, in denen Obdachlosen der Aufenthalt im Interesse der Sicherheit und der öffentlichen Ordnung verboten ist. Der Aufenthalt an Orten, die zum ungarischen Weltkulturerbe gehören, ist ihnen grundsätzlich verwehrt.“

    Das stimmt natürlich nicht. Der Aufenthalt ist für Obdachlose nirgendwo verboten. Der Verbot bezieht sich auf das „ständige Wohnen“ in diesen Bereichen.

    • im Gegensatz zum Beispiel zur Schweiz, die schon länger ähnliche Gesetze kennt, die zum Beispiel in St.Gallen mit dem Wegweisungsgesetz die Möglichkeit hat, unliebsamen Menschen an bestimmten Orten den Aufenthalt verbieten kann. In diesem Fall hat das Wegweisen nichts mit dem zu tun, der den Weg zeigt, sondern man kann weggewiesen werden.

  2. Gott sei Dank, die Ungarische Reformierte Kirche startete eine sehr zukunftsträchtige Aktion, in dem den Obdachlosen betreutes Wohnen auf dem Land angeboten wird. Sie bekommen die Möglichkeit auf einem Farm mitzuarbeiten, wobei sie sich selbst versorgen und der Überschuss von Lebensmitteln in anderen Wohltätigkeitseinrichtungen der Kirche seine Verwendung findet. Hierdurch bekommen die Obdachlosen mehr als Geld, sie bekommen wieder Hoffnung und Selbstschätzung.
    Link (auf ungarisch): http://www.parokia.hu/hir/mutat/5332/

  3. Na, zumindestens müssen die 6 obdachlosen Kläger (wirklich die Obdachlosen??? ) eine Entschädigung von 500000 FT/Person vom Stadtbezirk Zuglo bekommen.Ihre Hütten waren im Oktober 2011 abgerissen worden.
    Was mich allerdings mehr als stutzig macht, dass man jetzt auf der HP von a város mindenkié davon spricht, dass eine erneute grosse Abbruchaktion von Obdachlosenhütten in einem anderem Stadtbezirk geplant sei?

    http://avarosmindenkie.blog.hu/2014/02/26/tomeges_kunyhobontasra_keszulnek_ujpesten

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