Parlamentswahl 2014: Prognose verzögert sich, einige Lokale noch geöffnet

Die Bekanntgabe der ersten Prognosen zur Parlamentswahl 2014 verzögert sich. Einige Wahllokale haben wegen des großen Andrangs noch geöffnet. Es wird sichergestellt, dass jeder, der bis 19 Uhr erschienen ist, seine Stimme abgeben kann.

Die Schließung des letzten Wahllokals wird für spätestens 20 Uhr erwartet.

Bereits im Jahr 2010 war es wegen großen Andrangs zur Verlängerung des Urnengangs gekommen. Damals konnte, wo es erforderlich war, bis 20:30 Uhr abgestimmt werden.

Betroffen sind folgende Budapester Wahllokale:

– Budapest, VI. Bezirk, Eötvös utca, Stimmkreis Nr. 26
– Budapest, IX. Bezirk, Bakáts tér, Stimmkreise Nr. 5-7
– Budapest, XI. Bezirk, Bocskai út, Stimmkreise Nr. 33-36
– Budapest, XIII. Bezirk, Üteg utca, Stimmkreise Nr. 65-68 (hier war die Schlange laut Index.hu um 18:30 etwa 200m lang)
– Budapest, XIV. Bezirk, Pétervárad utca, Stimmkreis Nr. 40.

Wahlbeteiligung bis 17:30 Uhr: 56,77%

Die Beteiligung an der ungarischen Parlamentswahl lag bei der letzten Zwischenerhebung um 17:30 Uhr bei 56,77%.

Im selben Zeitraum hatten beim ersten Wahlgang im Jahr 2010 59,28 der Wahlberechtigten ihre Stimme abgegeben. Es deutet sich somit eine Wahlbeteiligung knapp unterhalb des 2010-Ergebnisses an.

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Die weitaus höchste Beteiligung wies die Hauptstadt auf. Hier war nur der VIII. Stadtbezirk Ausreißer nach unten (49,93%). Die Jobbik-Hochburgen Nógrád, Heves, Borsod-Abaúj-Zemplén und Szabolcs-Szatmár-Bereg wiesen eine leicht unterdurchschnittliche Wahlbeteiligung auf. In diesen Komitaten konnte die rechtsextreme Oppositionspartei bereits 2010 20-27% der Listenstimmen erringen; seinerzeit war die Beteiligung hier ebenfalls leicht unterdurchschnittlich.