WELT: Thomas Schmid ärgert sich über das Wahlergebnis

Der WELT-Herausgeber Thomas Schmid macht die Ungarn-Wahl zur „Chefsache“ und lässt seiner Verärgerung freien Lauf. Wie kann es Ungarn nur wagen, Fidesz eine zweite Amtszeit zu bescheren? Lesen Sie selbst. Und lesen Sie auch, was die Leser von Schmids Worten halten:

http://www.welt.de/debatte/kommentare/article126655384/In-Ungarn-kann-es-jetzt-ungemuetlich-werden.html

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11 Kommentare zu “WELT: Thomas Schmid ärgert sich über das Wahlergebnis

  1. Mich würde mal eine genauere Analyse der Wahlbeteiligung und vor allem der Gruppe der Nicht-Wähler interessieren. Sind das immer noch überwiegend enttäuschte Ex-Stammwähler der MSZP? Der überaus deutliche Vorsprung von Fidesz lässt sich mit Sicherheit auch darauf zurückführen, dass Orbán seine Anhänger viel besser mobilisieren kann als die Mitte-Links-Opposition, die ja nicht gerade über besonders charismatisches Spitzenpersonal verfügt.

    • Nach Mangel an Inhalten, mit irrationalen Versprechungen, Sex mit Ziegen Empfehlungen oder fingierte angst Scenarien, (den drolligen Lügenbold mal weggelassen) lassen sich In der Tat nur wenige Scheuklappen Genossen mobilisieren.
      Den Fidesz Wählern ist es eben schon klar geworden dass die Richtung von dem SzDSz Dunstkreis angegeben wird. (Oder ist der (ex?) Kommunist Mesterhazi in die USA gefahren um rote Nelken zu verteilen?) Die Nicht Wähler werden es demnächst auch mit kriegen. Dann erübrigt sich auch die „genaue Analyse der Wahlbeteiligung“

    • Ach sowieso sauer meinte der Fuchs im Weinberg unter den zu hoch hängenden Trauben.
      Links-liberale Schreibknechte haben vermutlich ihr Versagen den Auftraggebern zu erklären und das dürfte bei dem Rückschlag nicht ganz einfach sein.

  2. Vielleicht sind es aber die Sätze, an die HV so Anstoss nimmt:
    „Viktor Orbán hat seinen betont nationalen Kurs zuweilen damit gerechtfertigt, er grabe so der rechts von Fidesz stehenden Jobbik-Partei das Wasser ab. Nun ist es amtlich: Er hat Jobbik damit nicht geschwächt, sondern gestärkt: Rechtsnational fördert Rechtsextrem.“

    Damit hat er ausgesprochen, was in diesem Blog negiert wird: Dass die rechtsnationale Retorik durch Orbán&Co (Köver etc.) gesellschaftlich akzeptiert geworden ist. FIDESZ hat jetzt nur noch doppelt so viele Stimmen wie Jobbik. Es könnte ungemütlich werden in Ungarn.

    • „Nun ist es amtlich: Er hat Jobbik damit nicht geschwächt, sondern gestärkt: Rechtsnational fördert Rechtsextrem.”

      Petöfi, zu diesem „amtlichen“ Ergebnis kommen in Ungarn selbst in oppositionellen Kreisen immer weniger Menschen. Vielmehr gewinnt die Erkenntnis am Boden, dass die wahre Ursache für die Verstärkung von Jobbik ist, dass die etablierten Parteien die Lebenswirklichkeit der Menschen ignorieren und einige für die Wähler wichtige Politikfelder den Rechtsextremen überlassen haben. Dafür, dass es so gekommen ist, hat die „Linke“ eine große Verantwortung. Diese Verantwortung wird erfreulicherweise in diesen Tagen in Ungarn auch von oppositionellen immer öfter angesprochen, es bildet einen Teil der Verarbeitung der Wahlniederlage.

  3. Petöfi ist in Mathe nicht gut. 133/23 Sitze sind: 5,78. Nur doppelt so viele Stimmen für Fidesz?! Und auch bei den Prozenten des Wahlabends sieht es anderes aus.
    Ohne die Stärkung des Mehrheitswahlrechtes wäre Jobbik einflussreicher geworden. Schlimm genug. Übrigens: Was ist rechtsnational? Gibt es dann auch linkssozialistisch? Wäre bei Fidesz nicht national-konservativ (mit linken Politikelementen) die bessere Bezeichnung?
    Mit nationaler Retorik alleine hätte Orbán die 5% nicht übersprungen. Die hängt nicht wenigen Fideszwähler auch zum Halse raus. Mahlzeit.

    • Ich spreche nicht von Sitzen im Parlament (Abgeordnete), sondern von Stimmenanteilen im landesweiten Durchschnitt. Und der liegt bei 44,5% für FIDESZ und bei 21,5% für Jobbik. Und das, obwohl mehr als 90% der Karpathen-Ungarn für FIDESZ gestimmt haben sollen und nicht für Jobbik.
      Aber sie haben recht, ich bin in Mathe wirklich nicht gut, denn 2 mal 21,5% = 43% und nicht 44,5% ;-(

      • 20,5 % hat Jobbik bekommen, soweit ich weiß, Herr Dichter. (die sind doch schlimm genug)

  4. Doof in Mathe ist ja nicht weiter schlimm. The Truth About Gender and Math lässt sich ergoogeln. Schlimm ist nur, wenn man falsche Zahlen als Argument anführt, um einen falschen Beweis zu führen. Das ist wirklich schlimm, weil es jegliche Glaubwürdigkeit unterminiert.

    (Petőfi Sándor nem hazudtolta meg önmagát. Igazi csatában esett el. A magyar baloldal emlékkönyvébe ezeket írhatta volna: „Lassan hervadni el, mint a virág, Amelyen titkos féreg foga rág; Elfogyni lassan, mint a gyertyaszál … „)

    http://thesocietypages.org/socimages/2013/03/07/the-truth-about-gender-and-math/

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