Es lebe die Meinungsfreiheit…

Kaum ist Viktor Orbán das dritte Mal zum Ministerpräsidenten Ungarns gewählt, geht der altbekannte Wettbewerb wieder los. Wer verpasst Orbán den schlimmsten Namen? Wer kommt mit den hanebüchensten Vorwürfen daher? Wer schafft es am besten, ein Minimum von Landeskunde mit einem Maximum an Wortgewalt zu paaren? Die Angst vorm bösen Wolf am effektivsten zu schüren?

Den „Spitzenplatz“ hat seit heute der TAZ-Kolumnist Deniz Yücel inne. Man darf annehmen: Für eine längere Zeit. Yücel erspart sich die Benennung von Fakten (da liegt die TAZ nämlich regelmäßig daneben!) und greift stattdessen zur Neutronenbombe des deutschen Linksjournalismus. Den Hitler-Vergleich. Gulasch-Hitler“ möge gestoppt werden, schreibt Yücel. Damit ist jede Debatte beendet: Für die TAZ-Leser und die der Magyar Nemzet gleichermaßen, wenn auch unter umgekehrten Vorzeichen.

Der Rest des Pamphlets kann – wie der Dreck am Abend – ruhig in einen Sack gepackt und der Tonne übergeben werden. Gegen Yücel wirkt der Pester Lloyd wie Betthupferls „Pezi“. Chapeau, wer hätte das gedacht!

Viel Spaß beim Lesen. Es empfiehlt sich allerdings, vorher auf Nahrungsaufnahme zu verzichten…

http://www.taz.de/Kolumne-Der-Kommissar-3/!138225/

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52 Kommentare zu “Es lebe die Meinungsfreiheit…

  1. Haha, das ist echt lustig, was er da schreibt, der Herr Yücel.
    Hab in der TAZ wie folgt kommentiert:

    „Das soll wahrscheinlich Satire sein, oder?
    Bitte noch ein bisschen üben, Herr Yücel, man merkt es nicht so richtig…“

    Beste Grüße aus Budapest – und danke für den Hinweis! 🙂

  2. Ich hatte den Artikel schon vorher gelesen.Wenn man das Geschmiere so liest, schämt man sich als Deutsche/r hier in Ungarn zu leben.Allerdings kam mir kurzzzeitig der Gedanke Genosse Yücel muss irgendwie die Länder vertauscht haben.Nachdem ich aber las, für welche Zeitungen er ausserdem so schreibt, wundert mich nix mehr.

  3. Ein sehr selbstbewusster Mann dieser Herr Yücel, mit so wenig korrektem Wissen von Ungarn einen so leidenschaftlichen Kommentar über Ungarn zu verfassen! Vielleicht bildet er sich sogar ein, Ungarisch zu können. Magyar Hajnal mit „Ungarn Heil“ zu übersetzen, ist auf jeden Fall schon mal ein gewisser Achtungserfolg, immerhin fast zur Hälfte korrekt. Unglaublich, was die taz für Schaumschläger bei sich schreiben lässt. Und noch unglaublicher, dass es Leute gibt, die für solch Journalismus-fernes Geschreibsel Geld bezahlen.
    Auch der taz scheint es nicht an Selbstbewusstsein zu fehlen. Immerhin heißt es unter dem Artikel. „Unser Artikel hat Ihnen gefallen? Sie können dafür bezahlen!“ – als hätte man mit den Schmerzen, die es bereitet, so etwas zu lesen, nicht schon genug dafür gelöhnt…

  4. Deniz Yücels Themen
    • Dummes Zeug
    • Arme Sau
    • Blöder Hund
    • Schwanz
    • Kolumne Besser

    Da fällt mir doch der Hirschmann ein. Hirschmann war der Sohn eines Halberstädter Arbeitsmigranten, dessen Vater schon vor dem Mauerbau nach Flörsheim rübermachte, mit seiner Frau. Die Oma war in Anatolien geblieben und hatte ihn ins Kinderheim nach Herrnhut gegeben. Hirschmann ist mein Beispiel für gelungene Integration. In unserer Lerngruppe störte er ständig, obwohl er sich bei Hinterleibsspitzen von Maikäfern besser auskannte, als jeder andere in unserer Lerngruppe. Das Pygidium bei Melolontha melolontha ist in beiden Geschlechtern in einen lanzettartigen Fortsatz ohne Knoten verlängert und fein behaart, während das Analschild bei Melolontha pectoralis in beiden Geschlechtern doppelt behaart ist und beim Männchen wenig und schmal verlängert, beim Weibchen dagegen abgestutzt bleibt. Hirschmann kannte sich da aus und machte im Mai nichts anderes, als männliche und weibliche Maikäfer zwangszuverheiraten, was ihn sexuell extrem erregte. In der Russischstunde hat er sich auf die Maikäfer sogar mal einen runtergeholt. Wir haben Hirschmann gemocht, weil er Dinge machte, die uns aus Anstand nicht einmal eingefallen wären. Man musste ihm nur sagen, Hirschmann, das getrauste Dir aber nicht, zum Beispiel in den Wischeimer vom Hausmeister pinkeln oder in die Blumentöpfe im Kinderheim. Wir machten Hirschmann. Wenn es Taschengeld gab, haben wir ihn vor dem Konfirmandenunterricht jedes Mal zum Bäcker geschickt. Wir bekamen 50 Pfennig Taschengeld in der Woche, was für eine große Tüte Kuchenrändle reichte. Für sein Taschengeld hat uns Hirschmann Kuchenrändle vom Bäcker geholt, sonst hätten wir ihn doch verprügelt. Zigaretten hat er auch für uns aus dem Konsum geholt. Wenn die ihn dabei erwischt hätten, wäre er aus dem Heim geflogen. Er hatte keine Wahl. Einmal, in der Nacht, ist er durchgedreht. Er ist aus dem dem Bett raus, zum Fenster und den Blitzableiter runter. Der Schlafsaal war im zweiten Stock. Wir hingen alle im Fenster als ihn Karl Samuel Reichel, der im Schlafanzug schon unten stand, mit einem Kinnhaken vom Blitzableiter runterholte. Mein Vater kannte Bruder Reichel aus dem Paulinum, der Predigerschule in Berlin. Einmal erzählte uns der Heimleiter, wie sie im Krieg in der Ukraine eine Kirche ausgeräuchert haben, weil sich die Russen, lauter Frauen, Kinder und Alte, da verschanzt hatten. Nach dem Krieg ist er dann auf das Predigerseminar gegangen. Sie schätzten ihn in Herrnhut sehr. Ich habe Bruder Reichel noch einmal kurz vor seinem Tod angerufen, ich glaube es war im Jahr 2005, Deniz Yücel war schon freier Autor für Jungle World, und ich habe ihn gefragt, ob er im Krieg Mitglied der Waffen-SS war, man weiß das ja von Gaucks Onkel, dem Superintendanten von Ostberlin, der nach dem Krieg das weitermachte, was er vor seinem Eintritt in die SA ja studiert hatte, die Frohe Botschaft im Osten verkündete, bis er nach dem Mauerbau im Westen in Rente ging. Nein, Karl Samuel stritt es ab, was er uns 1968 an einem Abend bei Tee und Butterkeksen, als wir Heimler unseren Finger in die Furche an seiner Schädel legen durften, die ihm von dem Kopfschuss, den er vom Krieg hatte, geblieben war, ja zugegeben hatte. 2005 war er nicht mehr Ehemaliger der Waffen-SS. Ich würde es nicht glauben, aber wenn ich lese, was Deniz Yücel über Orbán und Ungarn erzählt, dann fällt mir nur noch Hirschmann und Bruder Reichel vom Unitätskinderheim der Brüdergemeine in Herrnhut ein. Weil es wahr ist, das mit dem Kopfschuss und der Integration. Ich habe das damals schon als schlimm erlebt, wenn Hirschmann die Maikäfer paarte, weil er bei uns Eindruck schinden wollte. Zwangsheirat. Zwanghaft. Oder Karl Samuel, dem ich meinen Finger in die vernarbte Wunde legen durfte, um an seinen Kopfschuss glauben zu können.

    Bei Deniz Yücel bin ich mir nicht ganz sicher. An einen Kopfschuss kann ich bei ihm jederfalls nicht glauben, will es aber nicht ausschließen müssen. Ich glaube bei ihm eher an Hirschmann, Jedenfalls, wenn ich mir seine Themen ansehe, mit denen er bei uns Eindruck schinden will. Ich liste seine TAZ-Themen hier mal auf, falls es jemand nicht glauben kann, was gelungene Integration in Deutschland heute heißt:

    „Mega-Störfälle der Balkan-Irren“; „Pädo-Skandal in der EU!“ (Belgien gehört für den in Flörsheim geborenen Deniz Yücel nicht in die EU, muss man dazu wissen“; „Ich trage einen großen Penis“ (ohne jedes Ausrufezeichen). Von dieser Kolumne ist mir übrigens Hirschmann mit seinen Maikäfern wieder eingefallen und von seinem „Gulasch-Hitler“ der Heimleiter, Bruder Samuel Reichel. Was noch für Deniz Yücel und die Integration von Arbeitsmigrantenkindern spricht? Ich weiß es nicht, aber ich glaube, er hatte eine schwere Kindheit. Vielleicht hätte sein Vater besser nicht rübermachen sollen, von Anatolien nach Flörsheim am Main. Den Hirschmann hat der Bruder Reichel zum Schluss aus dem Kinderheim rausgeschmissen. Und das Unitätskinderheim haben sie geschlossen, weil der Bruder Geier oder der Bruder Schmutzler, ich kann die beiden in der Erinnerung nicht mehr richtig auseinanderhalten, unter Verdacht geraten waren, wegen uns Kindern. Ich glaube nur, der Sarrazin hat schon ausreichend auf den Deniz Yücel reagiert, ich meine, es herrscht hier immer noch Meinungsfreiheit, hier in Deutschland, trotz dieser Türken, weilsich der Anstand nicht abschaffen lässt. Ich jedenfalls lasse mich gerne von so einem Flörsheimer integrieren, wenn er das nächste Mal in Erdogans Wischeimer wichst, weil, die schlesischen Bäcker und die Kuchenrändle sind ja schon wegintegriert. Wie der Anstand. Denn das einzige, was bleibt, ist die Meinungsfreiheit als Wichseimer für Flörsheimer.

  5. Lassen Sie ihren Gefühlen freien Lauf, auch wenn sie keine Ahnung haben!!

    Is eh alles Wurst, was die turbantragende ehemalige Besatzungsmacht in Ungarn zu Ungarn zu melden hat. Dieser … braucht keinen Respekt, genauso wie die TAZ.Denn wer solche Vergleiche bemüht, ohne etwas zu verstehen, nur um Aufmerksamkeit zu ernten, nur um seiner Frustration Luft zu verschaffen, hat keine angemessene Reaktion verdient. Bleiben sie
    trotzdem cool.

    Blätter wie die TAZ können vielmehr der rechtsradikalen Parei Jobbik und anderen Radikalen in der EU zum Erfolg verhelfen, die gegen die EU eine negative Presse machen. Yücel gehört trotzdem in die EU, weil wir es lernen müssen, mit solchen Menschen zu leben, weil man sie integrieren muss, selbst wenn sie nicht den kritischen Verstand besitzen und einen aufbrausenden Charakter haben. Das Orbán ein schlechter Mensch sei, wissen wir schon seit Konrád – und er hat damit der Opposition geschadet.

    Warum geht die ungarische Regierung eigentlich nicht auf rechtlichem Wege gegen den
    Hiltler-Orbán Vergleich vor? Weil man Yücel dann aufwerten würde?

  6. Herr Yücel, ich erwarte mir etwas mehr Sachlichkeit:

    in Ungarn werden Minderheiten nicht unterdrückt (wie in der Türkei) und von den „friedlichen Nachbarstaaten“ können die dort lebenden und gegen die gewaltsame Assimilierung kämpfenden ungarischen Minderheiten ein Lied singen. Fahren Sie hin, überzeugen Sie sich davon.

    Ein Gutes haben Artikel von selbsternannten Demokratie-Rambos wie Yücel natürlich: der ungarische Wähler fühlt sich vorgeführt und wählt aus Protest wieder Orbán. Das ist der wohlbekannte „Pfeifer-Konrád-Heller“-Effekt:).

    Es grüßt: pr

    • Den „Pfeifer-Konrád-Heller”-Effekt kennen die Jourunalisten im Westen noch nicht.Da es im Westen nur einen geringes Bemühen gibt, die östlichen Länder zu begreifen, wird es noch dauern. Leider profitiert auch Jobbik von pauschalen Angriffen. Europa ist wirklich im schlechten Zustand. Hoffentlich gibt es kein böses Erwachen am 25.Mai. Europa hat viel Gutes geschafft, nicht nur Bürokratie. Die Versuche der politischen Machtausweitung der EU bleiben trotzdem kritisch zu beurteilen. Fidesz sollte sich die Fahne aber nicht so hoch hängen.
      Wenn alle Länder es täten wie Fidesz es tut, gäbe es in Europa überwiegend Streit. Man kommt mit einer anderen Retorik besser voran. Gruß aus dem Wurstland, wo ich gerade bin, an meine zweite Heimat Ungarn.

      • @kultur.krampf: Ich hoffe das meinen Sie nicht wirklich ernst. Einerseits ist kaum davon auszugehen, dass es sich beim ESC um eine repräsentative Umfrage handelt – schließlich dürften weite Teile der Bevölkerung nicht mal zugesehen, geschweige denn abgestimmt haben. Andererseits fand ich persönlich den ESC dieses Jahr skandalös. Weniger wegen dem Siegerin (wobei ich schon zweifle, dass dies der Ernsthaftigkeit des ESC gut getan hat und das noch aus den Rundfunkbeiträgen bezahlt), sondern wegen des Umganges mit Russland. Das Ausbuhen eines Landes wegen aktueller politischer Gegebenheiten und der Umgang damit seitens der Offiziellen (gab es überhaupt einen?) zeugt von der Niveaulosigkeit der Beteiligten. Ich jedenfalls werde es nächstes Jahr beim nationalen Vorentscheid Ungarns belassen.

        Übrigens: haben Sie schon mal was von Groß- und Kleinschreibung gehört?

      • “Den “Pfeifer-Konrád-Heller”-Effekt kennen die Journalisten im Westen noch nicht.”
        Mag sein, Dr. Mokus. Zum Glück kennt man ihn in Ungarn, und er wirkt.
        Ich atme wirklich auf, dass sich diese drei “Meinungsmacher” (die sie nicht länger sind) in den letzten Jahren mit ihren oft abstrusen Behauptungen und an den Haaren herbeigezogenen Anschuldigungen ins Abseits geschrieben haben. Dies ist ein Gewinn für Ungarn.
        Es grüsst: pr

  7. ich habe herrn yücel in der hoffnung zu uns eingeladen, er möge die von ihm hier in gang gesetzte spontanempörung kurz unterbrechen und zur weiteren aufklärung beitragen.

    • auf sein erscheinen müssen wir offenbar verzichten. meine einladung an ihn wurde gelöscht.

      sei es drum. drehen wir halt hier weiter unsere runden – ohne ihn.

      jedenfalls ein nettes danke an den herrn für die möglichkeit zur reaktion.

      und auch ein lob an die „ungarische stimme“: sie bleiben wenigstens ihren (wenigen) themen treu!

  8. Na da hat er uns doch einen Gefallen getan. Endlich ein richtiger Grund magyarsch aufheulen zu können.

    Der gute Yücel sollte noch üben.

    So richtig daneben vom Leder ziehen können nur echte Magyaren.

  9. Mensch Leute,

    schaut Euch doch einfach mal die Kolumne an. Der Artikel ist reine Satire. Ich bin zwar auch genervt von der fast auschließlich negativen Berichterstattung über mein Land, aber man muss ja auch nicht gleich über jedes Stöckchen springen, das einem hingehalten wird.

    Daher:

    Yücel 1 : Alle, die keinen Witz verstehen 0

    Ich nehme mich da übrigens nicht heraus, Auch ich habe erst hyperventiliert, bevor ich mir zum Vergleich die anderen Teile der Kolumne angeschaut habe.
    Ab jetzt holen wir immer erst mal kurz Luft, denken kurz nach und versuchen wieder ein wenig lockerer zu sein…

    • Auch „Satire“ kann Schmähkritik sein. Vor allem, wenn sie so saudumm daherkommt wie Yücel. Ganz egal, wie viele Leser die TAZ vom Gegenteil überzeugt: Scheibenwischer war Satire. Intelligent, informiert, pointiert. Das ist Müll.

      Sie sind – mit Verlaub – gerade selbst über ein Stöckchen gehüpft, glaube ich.

    • „Ab jetzt holen wir immer erst mal kurz Luft, denken kurz nach und versuchen wieder ein wenig lockerer zu sein…“

      das wäre ja wohl mal ein topthema.

      liebe ungarnversteher, -auskenner, -erklärer usw.,

      warum tut ihr angeblichen freiheitskämpfer euch eigtl mit lockerheit, toleranz, liberalismus etc. so schwer?

    • Sicherlich ist es Satire. Fragt sich aber, ob Satire alles darf. Beispielsweise würde ich sagen, dass es viel problematischer ist, einen Italiener Spaghetti zu nennen als einen Roma Zigeuner. Das ist schlicht und ergreifend Rassismus und so weit sollte man selbst im Spott nicht gehen.

      Erschreckend finde ich aber, dass es im Bezug auf Ungarn mittlerweile kaum noch möglich ist, Satire von Ernstgemeinten zu unterscheiden.

      • Satire?
        Sicher.Wahrscheinlich muss Yücsel neuerdings sein Geschreibsel so verpacken, denn so kann man den Presskodex (existiert der überhaupt noch?) und Geldstrafen umgehen, denn es ist ja Satire.

      • „…, dass es im Bezug auf Ungarn mittlerweile kaum noch möglich ist, Satire von Ernstgemeinten zu unterscheiden.“

        lieber palóc, so ein kurzes posting ihrerseits wird nun mit einer antwort meinerseits vergütet.

        ich mache es mir diesbezüglich zugegebenermaßen gerne mal leicht – um nicht den humor zu verlieren.

        machen sie es mir nach: betrachten sie einfach mal – zur probe – das ganze geschehen in und um ungarn als satire.

        sie werden die entspannung unmittelbar spüren!

        p.s.: achten sie zur unterstützung gelegentlich auch mal darauf, wie oft der gute viktor bei seinen auftritten grinst oder lächelt. oder wieder mal eine seiner humorigen zoten reisst. ihm scheint’s zu gefallen. tun wir doch ihm den gefallen, und applaudieren.

  10. Über Humor lässt sich streiten. Ich persönlich finde Yücels Kolumne zwar auch reichlich plump, aber die Aufregung, die hier entstanden ebenfalls für übertrieben.

    Die Darstellungen zu allen Ländern sind so überzogen, dass man sie wirklich nur drüber lachen kann. Ist die Kolumne nicht eher als Angriff auf die Medien zu sehen, denen zu den Ländern nur die immergleichen Klischees einfallen?

    Noch eine Sache: Wer entscheidet, was gute Satire und was „Müll“ ist? Wer einen Satirebarometer hat, möge diesen doch bitte hier teilen.

    • “Über Humor lässt sich streiten. ” Ja, vorausgesetzt, Du findest den Blöden, der sich mit Dir streiten will. Unstrittig ist nämlich, dass das Wort Humor lat. humor in der Bedeutung von Feuchtigkeit entlehnt ist (Duden: Das Herkunftswörterbuch. Mannheim 2007, Lemma Humor). Näheres dazu kannste Dir ergoogeln. Undwennde mehnst, der Deutschtürke hat viel feuchten Saft, dann kann ich Dir nur zustimmen. Von Galen war davon überzeugt, dass die seelische Gestimmtheit des Menschen i von den im Körper wirksamen Säften abhängig sei. Darüber lässt sich heute noch streiten, jam vorausgesetzt aber, Du findest ‘nen Blöden. Mir sind die Temperamentenlehre des von Galen und der feuchte Saft des türkischen Arbeitsmigrantenabkömmlings jedenfalls sowas von egal…
      Es ist einfach nur würdelos, wenn jemand Meinungsfreiheit mit Wichsen verwechselt. Weil Meinungsfreiheit ein Menschenrecht und der Missbrauch der Meinungsfreiheit die Verletzung eines Menschenrechts ist. Was wichsen ist, muss ich ja hoffentlich nicht erklären.
      Ich gönne den verhutzelten Altachtundsechzigerin einen voll im Saft stehenden und vor Dummheit strotzenden Kleckertürken. Selbst wenn der ‘ne schwere Kindheit hatte. Bloß ist es nicht zum Lachen, wenn der seinen feuchten Saft abgibt.
      Einfach mal googeln, was Menschenwürde und Humor bedeuten. Denn daran fehlt es.

      • Was Wichsen ist, das haben Sie ja schon in Ihrem ersten Kommentar eindrucksvoll demonstriert, bitte verschonen Sie uns und sich, und sehen Sie von einer Definition des Wortes ab, denn das wäre ja Wichsen hoch zwei, Herr Herche.

  11. Der Artikel ist natürlich peinlicher Schwachsinn. Aber guckt euch an, wen er alles aus der EU rauskicken will in seiner Kolumne: Belgien, Italien usw. Der Mann glaubt und hofft, witzig zu sein. Lasst ihn in seinem Irrglauben.
    Ihm allerdings nahezulegen, sich mehr um die Belange der Türkei zu kümmern, wie das hier in manchen Kommentaren geschehen ist, halte ich für problematisch. Denn das heißt, ihn auf Grund des Namens zum Türken abzustempeln und ihn somit seiner Entscheidung zu berauben, selbst entscheiden zu dürfen, als was er sich begreift. Das ist ungefähr so, als ob man jeden deutschen Juden zu einem Israeli machen würde (da gab es ja mal die Story von P. Spiegel…) Und das halte ich nicht in Ordnung.
    Mehr Gelassenheit: das muss man nicht nur von Anderen in Bezug auf Ungarn einfordern, sondern auch selbst vorleben.

    • Deniz Yücel hat die doppelte Staatsangehörigkeit. Er ist Türke und Deutscher. Von daher halte ich hier Gelassenheit für völlig fehl am Platz, vorausgesetzt natürlich, wir halten weiterhin daran fest, dass eine Staatsangehörigkeit grundsätzlich nur von einem souveränen Staat im Sinne des Völkerrechts vermittelt werden kann. Er ist Türke und Deutscher. Er möge sich auch als Deutschtürke an die Regeln halten und soll zumindest den nötigen Anstand zeigen, wenn er sich über Dritte lustig machen muss, um seine Texte an die taz verkaufen zu können.

      Gauck wurde kritisiert, weil er es als Deutscher in der Türkei wagte, seine Sicht in Sachen Menschenrecht darzulegen. Er tat Gleiches in Italien, Griechenland und in der Tschechischen Republik, wobei er auch auf völkerrechtliche Fragen eingegangen ist. Er wurde dafür kritisiert. Kritik ist legitim.

      Deniz Yücel ist Deutschtürke. Niemand soll ihn und die taz daran hindern, eine Meinung über Ungarn öffentlich zu machen. So wie mich niemand daran hindern kann, ihn als Mensch und als Deutschtürken von Herzen zu verachten, denn die Würde des Menschen ist unantastbar.

      Was den, einem jeden nachvollziehbaren und vor dem historischen Hintergrund an sich auch nachvollziehbaren, jüdischen Ethnozentrismus angeht, so kenne ich da eine heilsame Bibelstelle. Ich zitiere Jesaja 43:1: hier mal in der bairischen Übersetzung:

      „Lustert, spricht dyr Trechtein, der was di bschaffen haat, Jaaggen, und di zo dönn gmacht haat, wasst bist, Isryheel: Fircht di nit, denn i haan di ausgloest! I haan di bei n Nam gnennt, und du bist mein.“

      Angesichts der Tatsache, dass wir heutzutage anders als einst der Prophet Jesaja, nicht mehr auf Kamele angewiesen sind, wenn wir mal verreisen wollen, um fremde Ethnien, von denen wir uns ja ständig umzingelt fühlen, kennen und lieben zu lernen, sondern uns nur mal die Namenschilder am Hauseingang ansehen müssen, um alles mögliche Volk in unseren europäischen Häusern zu entdecken, schlage ich vor, unsere historisch gefestigten Neurosen gründlich zu hinterfragen, was möglicherweise die Verständigung zwischen den Angehörigen verschiedener Kulturen erleichtert. Als Deutscher meine ich, allen Grund zu haben, respektvoll auf Ungarn zu blicken, das mit der Wiederwahl Orbáns auf allgemeine Werte gesetzt hat, auf Grundwerte, die sich in etwa mit den Werten decken, die bei meiner Domestikation einst zur Anwendung gekommen sind.

      Was die von Orbán vertretenen Werte angeht, so kann sich jeder selbst ein Bild machen. Es gibt da gar nichts Spektakuläres. Er hat sich auf dem vom wdr kürzlich veranstalteten Europaforum als ganz schlichter Europäer geoutet, der die Schmähkritik des deutschtürkischen Pressewichsers einfach nicht verdient, wie Ungarn es nicht verdient, dass eine handvoll jüdischer Neurotiker die ganze Welt gegen das sehr unzulängliche Land einstimmen möchte.

      http://www1.wdr.de/themen/politik/sp_europaforum/europaforum178.html

      • “… von Herzen zu verachten,…”
        herr herche, wenn es helfen würde, wünschte ich ihnen zu gerne etwas mehr frieden und einklang mit sich selbst und der welt.
        sie hadern doch nicht nur mit der welt. ich möchte sie bitten, die gemeinde hier nicht so unflätig aufzumischen und ihre asozialität in den vordergrund zu spielen.

      • Seit wann bestimmt denn hier ’ne linksverhutzelte Krampfader, wer als gemeinschaftsschädigend und was als unanständig gilt?

      • Nationale und neoliberale Werte sind wirklich nicht spektakulär. Gefährlich wird es wenn zwei Nichtdemokraten wie unser Budesgauckler und VO die Möglichkeit und Macht haben damit umgehen zu dürfen, zumal sie auch noch von der Bundesmutti unterstützt werden..

        Der kriegstreibende Pfaffe predigt und träumt von mehr Deutschland in der Welt und VO von Ungarn vor Trianon. Würde mich nicht wundern wenn irgenwann nachgewiesen wird dass VO der letzte Arpade ist.

        Ich halte beide für machtbesessen.

        Worin liegt eigentlich dder Unterschied zwischen einem jüdischen Neurotiker und einem Neurotiker anderer Nationalität, Glaubensrichtung oder sind vielleicht Antisemiten grundsätzlich Neurotiker.?

      • ” … Der kriegstreibende Pfaffe …”
        Köstlich, das Beste, was ich seit Honeckers Kirchenasyl von einem linken Spinner gelesen habe. Jancsi, für wann hat Deine pro-russische Partei Die Linke denn das Referendum in Sachsen geplant? Habt Ihr schon die nötigen Waffen? Aber jetze!

      • @ Kukorica Jancsi
        Ezt gondolta, többet nem is gondolhatott; Mert ekkor a nyájjal elérte a kaput.

  12. Ich wusste das Fluglärm schädlich ist aber das es solch geistige Deformation verursacht überrascht mich. „In der EU haben alle Ungarn ungern“ Wem haben eigentlich die Deutschen ungern? „Will Frauen an dem Herd schicken“ sagt ein Türke! Ob seine Mutter jemals sich vom Herd lösen konnte? „Korruptionsskandale ohne Ende“ Ja es läuft gerade eine mit Simon Gabor
    2. Vorsitzende der Sozialisten vor Gericht. „Mit 2/3 Mehrheit Verfassungsänderung möglich“ Ja dadurch bekam Ung. die modernste Verfassung in Europa.
    „Regierungspartei extrem rechts“ (Christdemokraten) „Größte Oppositionspartei“ (Die linksliberalen) „Rechtsextrem“. „Die auserparlamentarische Opposition“ (Wem er auch immer damit meint) „rechtsextrem“ Ob Murrat weis wovon er hier spricht?
    Was hat diese stumpfsinnige Demagogie in der EU zu suchen.
    Haben sich die Auftraggeber von dem Schwachsinn noch nicht distanziert?

  13. Alles Unsinn mit der Satire, denn:
    1. mit Hitlers Namen macht man keine solchen Späße, zumindest nicht in diesem Kontext, in dem Jobbik und andere Rechtsradikale nur auf sowas warten.
    2. die TAZ ist zwar als unseriöses Blatt bekannt, die
    meisten ihrer ahnungslosen und ideologisch bornierten Leser werden die Behauptungen nicht als falsch erkennen können, höchstens als Übertreibung, kultivieren diese doch selbst die Provokation. Dahinter steht immer ein besserwisserischer
    Ungeist, der zu Differenzierung und Analyse volkommen unfähig ist.
    Ein nicht geringer Teil dürfte auch schon mal am 1.Mai ein Auto in Brand gesetzt haben.
    3. seit wann will eine Satire ohnen den Anspruch sein, den Kern einer Sache herauszuarbeiten – wenn auch mit dem Stilmittel der Übertreibung und Verdrehung
    4. die wahren Opfer des Holocaust werden so verhöhnt.
    5. die TAZ ist der Lange Arm von Kim Yong Un, und der versteht keinen Spaß.
    6. Satire lebt nicht allein von Übertreibung und Verdrehung.

    • Ein nicht geringer Teil der TAZ-Leser setzt am 1. Mai ein Auto in Brand?!
      Na sicher! Und sonst so?

  14. Warum stimmt, was Spaßvögel sagt, sehen sie morgen:

    Schon vor zwei Jahren behauptete der Sender Phönix in einer Sendung zum Rechtsradikalismus in Europa, Orbán würde Jobbik rechts überholen.
    Klingt in Phönix-Ohren wohl ganz pfiffig. Morgen, Mittwoch 20.15 erscheint in Phönix (ARD+ZDF) der „Aufmarsch der Populisten“. Ob hier das Yücel-Niveau erreicht wird?

    Heute wissen wir, Orbán hat die SPD links überholt.

  15. Wow, voll offener Rassismus und Antisemitismus hier auf diesem anerkannten Blog! Glückwunsch dazu. Dieser verachtenswerte deutschtürkenjudenethnozentrist hatte anscheinend Recht. Aber…dann ist das ja gar keine Satire! Frechheit!

    • “Aber…dann ist das ja gar keine Satire!” Sag ich doch? Die reinste Wichse aus handwerklicher Produktion! Sozusagen ein Pflegemittel zum Aufpolieren der Europäischen Union, die damit noch attraktiver wirkt, als sie das eh schon ist.
      Jetzt frag ich mich nur noch, welche Weltverschwörung hier Zwietracht zwischen den Völkern sät? Die kommunistische, die, wie wir von Jan Fleischhauer wissen, eigentliche ‘ne faschistische iss oder das Gazprom finanzierte Flörsheim – Ciudad Juárez – Ostanatolien – Al-Qaida, das Fundament mit 130 Rufmorden pro 100.000 Einwohner.
      Apropos, warum trifft die Verächtlichmachung von Ungarn und Orbán auf Zustimmung bei den linken Handwerkern, während die Verachtung, die ich gegenüber dem deutschtürkischen Pressewichser hege und hier pflege, so kritisch aufgenommen? Hat das vielleicht doch etwas mit dem Ethnozentrismus gefühlter Holocaustüberlebender zu tun?
      Ich muss das jetzt loswerden, wie ich mit der Welt einst haderte, damals, als ich noch nicht ahnen konnte, was ich noch alles erleben werde. Es war nach dem Untergang des Realsozialismus als die Bakony-Werke in Veszprém von der österreichischen Beratungsfirma Czipin und Partner reorganisiert wurden. Der Stellenabbau hatte höchste Priorität. Vom Projektleiter, einem Herrn Hellebrand waren die Leiter der ehemaligen sozialistischen Brigaden mit der Erstellung der “Selektionslisten” beauftragt worden. Ihre Vorschläge wurden vom Personalchef, der als Letzter gefeuert werden sollte, abgesegnet. Ich verwies auf die Konzentrationslager und bat Hellebrand, das belastete Wort “Selektionsliste” durch ein anderes zu ersetzen, weshalb der sich wiederum veranlasst sah, die Praxis der Selektion von Menschen in den deutschen KZ von damals zu preisen. Weil die damals noch zwischen den Guten und den Schlechten unterscheiden konnten, sagte er im Winter 1994/95.
      Ich fand meinen Frieden erst wieder, nachdem ich den Job gekündigt hatte, liebe Krampfklampfe, wenn Du noch Argumente für meine Asozialität gebrauchen kannst. Der gedankliche Ansatz, dass nur die Guten, die Gottgefälligen leben sollen, weil die Gott-Götter nur an den Guten Gefallen finden können …. .
      Inzwischen weiß ich, dass es in Wirklichkeit noch viel schlimmer ist, vielleicht so irgendwie: Die Guten fühlen sich als die Überlebenden und deshalb blasen die sich auf, als wären sie die Guten. Das ist das Elend der linken Handwerker, das ganze Elend linker Eiländer: Dass sie sich ständig mit Gott verwechseln. Weshalb mir Orbán immer noch lieber ist, denn der setzt nur den Engel Gabriel mit Ungarn gleich. Was ja nun wirklich alles gar keine Satire ist!

    • Was mir zu Jódász „Wow“ noch einfällt ist die wehleidige Stimme des Synchronsprechers in dem von Phoenix ausgestrahlten Qualitätsfilm von Antoine Vitkine „Aufmarsch der Populisten“, insbesondere die mit seinem Klagelied beweinte „bessere Zukunft“, die im rechten Sumpf Ungarns versunken ist und von der uns nur noch die als Ruinen in das triste Nieselnebelnormandielandewetter ragenden Mauern der Plattenbauten der Salgótarjaner Plattenbauen Kunde geben können.

      Nur eins halte ich für bedenklich. Anders als der Qualitätsjounalist und Turulopath Pfeifer, der seit Hegel das Rad der Geschichte entgegen der Pfeilrichtung dreht, um Ungarn ans Kreuz zu nageln, nimmt Antoine Vitkines Reise durch die europäische Unterwelt in Ungarn bei Jobbik-Rassismus ihren Ausgangspunkt. Orbán ist sozusagen Jobbiks Wagner. Der Teufel aber, dem sich sein Land mit ihm an der Spitze ergeben hat, der sitzt im fälschlichen Detail. Von denen aber wimmelt es. Wer es nicht glaubt, soll sich selbst davon überzeugen. Wir spielen ja noch ’ne Weile Europawahlkampf und Phoenix wiederholt das Klagelied von Antoine Vitkine auf die europäische Idee heute Nachmittag um 18 Uhr 35. Sehenswert, wie der Untergang des Abendlands da wieder einmal beschworen wird. Was bleibt uns noch, außer der V-Waffe Martin Schulz, der im Sturzflug der Hoffnungen mit seinem Propellerflugzeug über Europa kreist.
      http://www.phoenix.de/content/phoenix/tv_programm/1?datum=2014-05-15&skip=2

      • Sorry, es sollte „Salgótarjáner Plattenbauern“ und „beim Jobbik-Rassismus“ heißen. Bitte meine Freundin, die NVA-Reserveoffizierstochter und Brücke-Berlin-Preisträgerin vielmals um Verzeihung. Oder war´s die hungaristisch Gesinnte Etelka, bei der ich mich für meine Rechtschreibschwäche entschuldigen muss?
        Tschuldigung, bocs!

  16. @ Peter Herche
    Sachlich bleiben, auch bei der eigenen Meinung auch wenn es weh tut,.oder mal wieder zum Arzt gehen.
    Pamphletisches Rumgeschwurbel ist mehr als billig.

      • HV bitte die
        Reden von Gauck genau lesen z.B. Antrittsrede bei der Bundeswehr, Sicherheitskonferenz usw. dann kommen Sie von selber darauf. Er hat zwar das Amt, doch ist er darum noch lange nicht Bundespräsident

  17. dass der taz-artikel ein satirischer kommentar sprich eine glosse ist, das scheint offenbar den von geradezu krankhaftem nationenstolz oder minderwertigkeitskomplexbeldanenen forumbesucherinnen und besucher entgangen zu sein. und dass yücels stil im allgemeinen genauso dahergeschrieben kommt, schmiedet die magyarenseelenträger richtig zu zusammen. so vereint, können die blutsverbundenen doch eigentlich froh sein. also, wo bleibt der frohsinn und der dank an die yücelsche polemik?

    • “ … dass der taz-artikel … “ aus der Gosse ist, hat wohl jeder gemerkt. Das sein Autor Deutschtürke ist und das ein SPD-Wahlkampfei, über dem nur noch ein Propeller kreist, wenn er von Europa nach Europa hastet, um seinen potentiellen Wählern die Angst vor einem EU-Beitritt der Türkei zu nehmen, hat nur bedingt etwas miteinander zu tun. Aber wenn ich nachdenke, dann scheint es mir plausibel, warum Martin Schulz noch höher aufsteigen möchte. Vielleicht, um mir den Ekel vor „yücels stil im allgemeinen“ und vor Gossenschreibern im Speziellen zu nehmen. Ich bleib dabei, was aus der Gosse kommt, gehört auch dahin. Da helfen auch keine trolligen Glossen.

  18. Denis Yücel schreibt einfach Quatsch. Es lohnt sich ein Blick auf einen anderen Beitrag aus der “Komissar-Reihe”:
    http://www.taz.de/Kolumne-Der-Kommissar-4/!138259/
    Das ist Kindergartenniveau, das ist Quatsch mit Soße.
    Wenn die Essenz der Ungarnberichterstattung der deutschen Mainstreammedien zur Yücelschen Quatsch mit Soße verarbeitet wird, dann kommt der Gulasch-Hitler raus. Leider wissen die wenigsten (und Denis Yücel weiß es wahrscheinlich auch nicht), dass dieser Beitrag vielmehr eine Satire der deutschsprachigen Ungarnberichterstattung geworden ist, als eine Satire über das Land.

  19. Danke für den Link zur Yücel-Kolumne über „Slowakenien“ auf dem Balkan. Das hat mir sehr dabei geholfen, den hier diskutierten Ungarntext einzuordnen. Mein erster Reflex nach der Lektüre des letzteren war ebenfalls: Völlig daneben. Das mit Abstand Schlimmste, was über Ungarn in der deutschen Presse verbreitet wurde – wie kann man sowas veröffentlichen? Aber nun ist mir klar: Der Autor will gar nicht ernst genommen werden. Trotzdem muss sich Yücel den Vorwurf gefallen lassen, dass er mit seinem „Gulasch-Hitler“ gnadenlos überzieht und damit einen mehr als faden Eindruck hinterlässt. Es sei denn, man liest das Stück als Realsatire auf die hiesige Ungarnberichterstattung.–

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