Welt.de: Paul Jandl zur Nominierung Von Tibor Navracsics zum EU-Kommissar

Paul Jandl kommentiert die Nominierung des ungarischen Außenministers Tibor Navracsics zum EU-Kommissar für Kultur, Bildung und EU-Bürgerschaft.

http://www.welt.de/kultur/article132325813/Und-dieser-Mann-soll-fuer-Europas-Kultur-stehen.html

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10 Kommentare zu “Welt.de: Paul Jandl zur Nominierung Von Tibor Navracsics zum EU-Kommissar

  1. „Twitter-Meldungen wie diese, vor drei Tagen abgesetzt, würde man von einem Gefolgsmann Viktor Orbáns eher weniger erwarten: Weil gerade „Europäischer Tag der jüdischen Kultur“ sei, solle man sich über den Reichtum des gemeinsamen Erbes freuen und ihn feiern.“

    Gleich im ersten Satz verrät Paul Jandl, dass er keine Ahnung davon hat, worüber er schreibt. Wenn er Navracsics kennen würde, oder wenigstens die Mühe genommen hätte, einige Minuten für eine Google-Recherche zu opfern, wäre er über die Twitter-Meldung von Navracsics nicht überrascht gewesen. Navracsics hat sich zum Thema auch in der Vergangenheit öfters und unmissverständlich geäußert. Hier eine empfehlenswerte Lektüre für Ahnungslose:
    https://hungarianvoice.wordpress.com/2013/10/05/judisches-leben-und-antisemitismus-im-heutigen-europa-rede-von-vize-ministerprasident-tibor-navracsics/

    „Das scharfe Mediengesetz, das regierungskritische Publikationen mit Strafe bedroht…“
    Soweit ich es beurteilen kann, handelt es sich hier um eine falsche Tatsachenbehauptung.

    Ich habe den Eindruck die Aussage des Artikels stand bereits fest, bevor der Autor sich an die Arbeit gemacht hat. Die Auswahl der „Ungarn-Experten“ unterstreicht diesen Eindruck: Rudolf Ungváry, András B. Vágvölgyi, György Konrád sind allesamt bekannte Orbán-Kritiker bzw. Orbán-Hasser. Wenn ein Journalist nur diese „Ungarn-Gurus” zu Wort kommen lässt, dann kann man sicher sein, dass er nicht an Objektivität interessiert ist. Es ist sowieso ein Rätsel, wieso Ungváry mit dem wirren Zeug was er jedes Mal von sich gibt ein ständiger „Ungarn-Experte“ in den deutschsprachigen Medien sein kann. Warum fragt man nie z.B. Gábor Török? Oder András Schiffer? Oder man könnte die Reihe noch lange fortsetzen, wenn es darum ginge, kompetente, auch regierungskritische Gesprächspartner für ausländische Journalisten zu empfehlen.

  2. Orbán macht den Putin (die Zeit, im July 2014)
    Viktor Orbán macht den Putin. Und den Erdogan (die Welt, im August 2014)

    Nix gelesen, nix verstanden. Jedoch. Man wirft sich die Bälle zu.
    Einer schreibt vom anderern ab. Dabei hätte gerade die Rede von Tusnádfürdö so viele Interessante Aspekte für Linke und Liberalisten zu bieten.

    „Das scharfe Mediengesetz, das regierungskritische Publikationen mit Strafe bedroht…“
    Warum schreitet hier der Konrád nicht ein, weiss er doch, dass der Jandl nicht recht hat.
    Täglich sind zig, ja hunderte regierungskritische Publikationen zu lesen und zu hören.
    Wo sind die Verurteilten Meinungsäußerer, die durch einen Paragraphen bestraft wurden, RTL etwa?

    Konrád ist eine Gefahr für die Demokratie, weil er verdreht oder nur die Hälfte schreibt. Selbst Lügen wäre besser. (Fast) kein Schwein im Westen weiss, was MSZP und Konráds SZDSZ zu verantworten haben…..

    Trotzdem: Schönes Wochenende.

  3. Ich finde es richtig klasse, dass man Navracsics für diesen Posten vorgesehen hat.Endlich dürfen sich mal wieder alle (von Zimmermann bis Lunacek usw.), die ansonsten in der Belanglosigkeit versinken würden hervortun!Gibt es eigentlich den gleichen Wirbel um den Experten Pierre Moscovici, der in Frankreich in seiner nur zwei Jahre währenden Amtszeit Abermilliarden Euro neue Schulden angehäuft hat?
    und so was wird EU-Währungskommissar ???
    Wenn dann dochmal eine Zeitung über P.M. berichtet, dann ziemlich weichgespült.

  4. „Zuletzt hat der De. Kulturrat heftig gegen die Personalie protestiert.“

    Siehe, DW Interview. /Zimmermann: „Navracsics hat keine Expertise.“/
    Keine Eexpertise sagt der vorsitzende des De. Kulturrates Olaf Zimmerman der nicht einmal ein mittelmäßiges Abitur vorweisen kann laut Wikipedia.

  5. Rein zufällig lese ich doch heute, der Deutsche Kulturrat entstand am Lagerfeuer. Was Wunder, wenn Herr Zimmermann da diesmal Herrn Navracsics zum Anlass nimmt, um das bisschen Glut, das unter der Asche der Großaufruhr gegen Ungarn, die 2013 am Tag des Sieges der glorreichen Roten Armee über den Horthy-Faschismus von Vierzig Wackeren Deutschen Intellektuellen (VWDI) als Gegenöffentlichkeit installiert worden war und hohe Flammen schlug und doch nur noch glimmt, noch mal zu schüren, auch wenn es den Verteidigern der Kultur um Herrn Matthias Hartmann samt den mit ihm verbundenen Künstlern und Künstlerinnen Elfriede Jelinek, Michael Haneke, Erwin Wurm, Ewald Palmetshofer, Kathrin Röggla und Peter Turrini damals die schütteren Schamhaare versengte. Tamtam zum Tanz im Halbdunkel erlöschender Feuer sind letzte Impulse, die von unseren besengten Kulturschaffenden heute noch ausgehen.

    http://www.n-tv.de/wissen/Kultur-entstand-am-Lagerfeuer-article13652981.html

    http://nachtkritik.de/index.php?view=article&id=7911%3Adeutsche-und-oestrreichische-intellektuelle-rufen-zum-widerstand-gegen-die-regierung-orban-in-ungarn-auf&option=com_content&Itemid=126

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