Neue Steuer auf Internetnutzung geplant

Die ungarische Regierung plant nach gestern veröffentlichten Plänen die Einführung einer neuen Steuer auf Internetnutzung. Bemessungsgrundlage für die monatlich anfallende Steuer soll das von den Nutzern übertragene Datemvolumen sein. Die Steuer soll 150 HUF pro Gigabyte, das sind etwa 50 Cent, betragen. Die Steuer soll bei den Providern erhoben und dann an die Steuerbehörde abgeführt werden.

Kritische Stimmen vermuteten, die Steuer das heimliche Ziel verfolge, die Internetnutzung für ärmere Bevölkerungsschichten erheblich zu verteuern und den Informationsfluss zu beschneiden. Denn die Provider würden die Steuerlast an die Nutzer weitergeben.

Heute teilte Kanzleramtsminister János Lázár mit, dass die maximale Steuer pro Monat bei der Nutzung des Internets durch Privathaushalte 700 HUF (2,30 EUR) betragen solle:

http://index.hu/gazdasag/2014/10/21/elkepesztoen_durva_lesz_az_internetado/

http://index.hu/belfold/2014/10/22/700_forint_lesz_a_maximalis_otthoni_internetado/

 

Ferner soll die aufkommende Steuer bei den steuerpflichtigen Unternehmen mit der Unternehmenssteuer verrechnet werden können. Insofern wäre sie hier – für steuerzahlende Provider – aufkommensneutral.

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13 Kommentare zu “Neue Steuer auf Internetnutzung geplant

  1. Die Besteuerung Plan, mit einer Steuer auf das Volumen bedeutet ein Ende zu unbegrenzten Internet-Konten.

    Dies ist nur ein weiterer Beweis, dass die ungarische Regierung will die Bevölkerung uninformiert und verarmt haben.

    • es ist durchaus vorstellbar, dass es die bevölkerung gerne in kauf nimmt uninformiert und verarmt zu sein und zu bleiben, wenn es denn nur der guten sache (rettung der nation, christentum usw usf) dient.

      ich habe sogar schon die aussage gehört, dass gerne auf die hälfte verzichtet werden kann, wenn denn dann der rest dadurch umso so stärker wird…

      sparta sollte als vorbild dienen.

      http://de.wikipedia.org/wiki/Sparta

      damit wäre die geistig-politische kultur des landes nicht mehr nur ein paar jahrhunderte hinter…

      • Solange sich die geistig-politische kultur der ungarischen Bevölkerung an Deinen Krämpfen messen kann, wird er wohl so schlimm nicht sein, der Untergang des Abendlandes, südöstlich von Neutraubling. Krampf lass nach. Du bringst es nicht.

      • „Glücklich zu sein ist der größte Erfolg, den ein Mensch erringen kann;
        es ist die Antwort seiner ganzen Persönlichkeit auf eine produktive Einstellung gegenüber sich selbst und gegenüber der Welt, die ihn umgibt.“ (Erich Fromm)

        herr herche, würden sie von sich behaupten, dass sie diese produktive einstellung haben/mitbringen?

      • Non est beatus, esse se qui non putat, Frau Wolf.
        Doch wenn Sie so direkt fragen, ja, ich bin glücklich. Wenn ich aus dem Fenster schaue, sehe ich, wie der Herbstwind das Wasser der Donau kräuselt. Ich wohn in einem Haus, ich bau mir keines mehr, bin nicht allein und werd es niemals werden. Ich wache, lese, schreibe meine Texte und kann in meinen Wäldern ruhig wandern, wenn die Blätter treiben.

        Was Ihren Bürgermeister in Kecel angeht, so ist der doch kaum repräsentativ für Ungarn. Er ist auch kein Risiko für den Weltfrieden. Als Ursache der verzerrten Reaktionen auf die Risiken der geistig-politischen Kultur Ungarns sehe ich eher die willkürlichen und nicht sachgerechten Prioritäten in der Europapolitik. Ihre Empfänglichkeit für die irrationalen Anliegen des Bürgermeisters hat ihren Grund wohl in ihrer Sensibilität als auch in der Tatsache, dass Sie den gleichen kognitiven Verzerrungen unterliegen, wie der Bürgeremeister von Kecel.

  2. Hehe, kreativ sans ja scho:-)
    Allerdings ist diese neue Steuer, wenn sie denn so kommen sollte, ein glater Beinschuss. Ich habe gelesen, dass es eine Obergrenze geben soll.
    Ich bin mir nicht sicher ob sich die Sache rechnen wird, denn die Verwaltungskosten könnten uU höher sein als die zu erwartenden Einnahmen.
    In diesem Fall stellt sich aber tatsächlich die Frage welche Intension dahinter steht ?

    Gruss Nimrod

    • Nö. so kreativ nun auch wieder nicht.Ich hätte mal gleich die Rundfunk- und Fernsehgebühr (natürlich nach deutschem Vorbild) eingeführt.(aber mich fragt ja keiner) Dagegen könnte man ja viele ausgiebiger protestieren und die armen Armen könnten dass i-net weiterhin nutzen, denn es soll ja ganz besonders die Armen treffen.Arme Leute können sich Internet leisten? Den PC dazu hat sicher Őkotars gespendet.

  3. Ihr seid allesamt unmöglich! Wie soll sich denn die ungarische Illiberale Demokratie (értsd:Non-Liberale Demokratie) refinanzieren, wenn Steuerbetrug zukünftig US-geahndet wird?

    Apropos Nationale Internetnutzungssteuer, da habt mal keine Angst. So wie die Nationalen Partner des Közlekedésfejlesztési Koordinációs Központ’s,
    das Nemzeti Fejlesztési Minisztérium,
    die Magyar Nemzeti Vagyonkezelő Zrt,
    die Nemzeti Infrastruktúra Fejlesztő Zrt.,
    die Nemzeti Útdíjfizetési Szolgáltató Zrt.
    die Nemzeti Közlekedési Hatóság und
    die Nemzeti Útdíjfizetési Szolgáltató Zrt.

    dafür sorgen, dass der Forint im Kasten klingt, die nationale Seele in den Himmel springt, wenn sich noch jemand auf Ungarns Autobahnen traut, ohne zuvor die Internetseite der “Nationale Mauterhebung geschlossene Dienstleistungs-AG” angeklickt zu haben, um dort in Erfahrung zu bringen, wie die Eintrittsgebühr für den Zugang in das Reich des Bösen aktuell entrichtet werden soll, so wird sich bald niemand mehr ins Internet wagen, ohne vorher schriftlich direkt in die Hände des Viktor Dracula mit “Eigenhändig International” nachgefragt zu haben, wo Ilnationale (értsd: Non-Nationale), auf welches Konto die von der “Nationale Internet-Mauterhebung geschlossene Dienstleistungs-AG” ihre Internetnutzungsgebühr, die von der “Ungarische Öffentliche Datenhighway Non-profit AG im Rahmen des Nationalen Internetgebührenerhebungssystems eingezogen wird, vorab zu überweisen haben.

    Das alles kannst Du aus „EU-Konforme Nationale Arbeitsbeschaffungsmaßnahmeplan der Nationale geschlossene Lagerdienstleistungs-AG“ schon heute erfahren.

    Ihr seid allesamt unmöglich, Euch über die jüngste Nationale Maßnahme aufzuregen.

    Was noch alles kommen kann, weiß doch jeder, der schon mal die Seite http://www.maut-tarife.hu/ von die Nationale Mauterhebung geschlossene Dienstleistungs-AG mit dem Link auf “Vernetz” angeklickt hat: http://www.maut-tarife.hu/Vernetz/

    P.s. 2014. október 26-án, vasárnap éjjel 02:45 – 03:15 óra között az OTP Bank kártyarendszerének tervezett karbantartása miatt az interneten történő fizetési szolgáltatás átmenetileg nem lesz elérhető.
    Kérjük a gépjárművezetőket, akik ebben az időpontban tervezik az internetes vásárlást, elővételben vagy személyesen a Nemzeti Útdíjfizetési Szolgáltató Zrt. M3 autópálya 12. km-nél található 0-24 óráig nyitva tartó ügyfélszolgálati irodájában vagy viszonteladó partnereinknél váltsák meg úthasználati jogosultságukat! Megértésüket köszönjük. A kellemetlenségért szíves elnézésüket kérjük!
    Wer letzteres nicht versteht, kann trotzdem fahren. Gleich nach der ersten Auffahrt wartet ein Rudel von Wegelagerern “Nationale Mauterhebung geschlossene Dienstleistungs-AG” auf Dich, was Dich 52 € Cash kosten wird. Oder Du zahlst mit Nationale Ungarische Forint. Dann kommt Dich das 4 Euro billiger.

    • „Független kezdeményezés az internet szabadságáért!“
      Das gefällt mir.
      Unabhängige Initiative für die Freiheit des Internets!.
      Mich wundert nur, dass nicht die Internetabhängigen die Initiative ergriffen haben. Mir dünkt, die Internetunabhängigen nehmen die Internetsteuer nur als Vorwand, was ich für einen Trick aus der Sozialistenkiste halte. Ich meine, a baloldal nem a saját vesszövel veri a csalánt, und suche dabei nach dem langen „Ö“, finde aber nur das lange „Á“ auf meiner Klaviatur. Aber den Kompromiss gehe ich gern ein, stilistisch korrekt, das Wort ‚Rute‘ orthographisch falsch, statt ‚Schwanz‘ rechtschreiblich richtig zu verwenden. Mi a fidesz az az adó?

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