Steueränderung für Alkoholgroßhändler: Zahlreichen Marktteilnehmern droht das Aus.

Eine Änderung im Jahressteuergesetz 2015 bedroht die Existenz zahlreicher Unternehmen, die sich mit dem Großhandel von Alkohol befassen. Grund hierfür ist die drastische Anhebung der Sicherheitsleistung für die mit dem Absatz von alkoholischen Getränken fällig werdenden Verbrauchssteuern.

Das neue Gesetz sieht vor, dass Großhändler einen Betrag von 150 Mio HUF (ca. 490.000 EUR) als Sicherheit bei der Steuerbehörde deponieren, um künftige Forderungen aus Verbrauchssteuern abzudecken. Der Betrag belief sich bislang auf 22 Mio. HUF (ca. 70.000 EUR). Die Steuerbehörde NAV kann bei entstehenden Steuerforderungen auf dieses Deposit zurückgreifen, es wird erst zurückerstattet, wenn der Händler seine Tätigkeit einstellt.

Die Sicherheitsleistung ist bis 1. Februar 2015 auf den neuen Betrag aufzustocken.

Es wird erwartet, dass die neue Regelung für die Mehrzahl jener Großhändler, die sich auf den Handel mit Produkten kleinerer Hersteller befassen und deren Absatzmenge beschränkt ist, das Aus bedeutet. Nach Expertenmeinungen werden sich voraussichtlich nur 5-6 Großhändler auf dem Markt halten können. Dies trotz einiger Ausnahmen im Bezug auf bestimmte alkoholische Produkte (z.B. Bier, Wein und bestimmte Branntweine).

In Anbetracht von Plänen, den Alkoholverkauf – wie zuvor beim Tabak geschehen – staatlich zu monopolisieren, dürfte die Regelung geeignet, vielleicht sogar ausdrücklich dazu gedacht sein, den Großhandelsmarkt zu bereinigen. Dass hiervon gerade der Mittelstand betroffen sein wird, lässt die Aussagen der Regierung, die Wirtschaftspolitik ziele auf eine Entlastung des Mittelstands ab, zweifelhaft erscheinen. Der zuständige parlamentarische Ausschuss hatte auf die Gefahren hingewiesen, bei der Schlussabstimmung wurde das Gesetz dennoch beschlossen.

http://index.hu/gazdasag/2014/11/20/nagykereskedo/

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7 Kommentare zu “Steueränderung für Alkoholgroßhändler: Zahlreichen Marktteilnehmern droht das Aus.

    • Es ist eben kostspielig das 8 jährige linksliberale Desaster zu beheben. Simon G. war nur einer von vielen die sich die Taschen füllten. Den weichteil-Humor überlasse ich aber den Sozialisten die zeigten schon in vergangenen Wahlkampf eine starke Affinität dazu.

  1. Was Orbán vorne aufbaut, reißt er mit dem Hintern wieder ein. Wird es kurz vor der nächsten Wahl wieder Geschenke geben – bis dahin aber Steuer Querelen?

  2. In Österreich, bekommt man Tabak auch nicht überall. Die Geschäfte sind Sonntags geschlossen. Niemand redet über verstaatlichung und über Konsum Einschränkung. Internetsteuer wird aus Brüssel kommen! Wenn weniger Alkohol getrunken wird, umso besser!

    • Wofür sich McBeer bei Obama nun wirklich nicht entschuldigen muss. Weil, ein bisschen verschärfte Methoden muss sein! Um sich Verhör bei Orbán zu beschaffen.

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