Handelsblatt-Interview: Orbán sieht Ukraine als „Puffer zu Russland“

Der ungarische Ministerpräsident Viktor Orbán, der jüngst wegen seiner wirtschaftlichen Annäherung an Russland und die Kritik an den gegen Russland verhängten EU-Sanktionen in der Kritik steht, betont im Handelsblatt-Interview, der EU-Beitritt der Ukraine sei wünschenswert. Das Land sei ein „Puffer“ zwischen Ungarn und Russland.

Der EU-Beitritt der Ukraine sei aus wirtschaftlichen Gründen noch nicht realistisch. Es müssten jährlich rund 25 Mrd. Euro aufgewendet werden, um das Land wirtschaftlich zu stützen und auf einen EU-Beitritt vorzubereiten.

http://www.handelsblatt.com/politik/international/premier-orbn-ungarn-will-die-ukraine-als-puffer-zu-russland/11022238.html

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13 Kommentare zu “Handelsblatt-Interview: Orbán sieht Ukraine als „Puffer zu Russland“

  1. Orbán der „rechtsnationale“. Ist denn das Handelsblatt linkssozialistisch vernagelt ? Dann blüht der gleiche Abgang wie der FT Deutschland.
    Agentur für Arbeit – demnächst auch für viele Journalisten – statt Deutsche Presseagentur.

  2. „Is Hungary The Next Ukraine?“ fragt die International Bussiness Times.
    http://www.ibtimes.com/hungary-next-ukraine-protests-show-country-ripe-conflict-between-russia-europe-1725744

    „A protest movement in Hungary over corruption and an increasingly pro-Russian leadership broke out this week, raising questions about whether the former communist nation is on the verge of becoming the next Ukraine. Hungary is more stable than Ukraine, […] but growing anti-government demonstrations could become another battleground between Europe and Russia.“

    „Like Yanukovych, Orban did not initially seek to deepen ties with Russia early in his tenure as prime minister. In fact, the former anti-communist was intent on moving toward Europe, but he’s since turned toward Russia for economic deals and policy inspiration.“

    • Ich glaube der Vergleich ist weit hergeholt. In der Ukraine geht es um verschiedene Ethnien (Russen und Ukrainer), in Ungarn nicht. Deswegen kann ich mir auch keine Spaltung des Landes vorstellen. Eine ähnliche Situation wie jetzt gab es in den Jahren 2006 bis 2010 auch, nur mit umgekehrten Rollen. Eine Regierungskrise mag kommen, aber die wird man schon überwinden.

  3. Schachzug oder glaubhafter Richtungswechsel?

    In einem Artikel des Finanzportals Bloomberg sieht der Autor Zoltan Simon Anzeichen dafür, dass Herr Orbán einen Positionwechsel weg von Putin vollziehen könnte:

    „Hungarian premier Viktor Orban is trying to keep his balance as the geopolitical ground shifts beneath him, and that means taking a step toward Germany and away from Russia.“
    „Orban’s charm offensive is focused on Germany, the driver of EU policies and Hungary’s most important economic partner.“
    „The Hungarian leader is now on the defensive, his record tainted by comments about being an admirer of “illiberal states,” a category in which he included Russia.“

    http://www.bloomberg.com/news/2014-11-28/hungary-retreats-from-putin-as-orban-rediscovers-germany.html

      • Verstehe zwar Ihr Ansinnen nicht, aber weil Sie mich so direkt angesprochen haben, erlaub ich mir mal die Frage, ob Sie dem Wiener Krampfadergeschwaders Lendvai, Stiegnitz und Pfeifer angehören oder sich eher den Resten des Leipziger NVA Kulturensembles verpflichtet fühlen? Oder soll man da besser den Lügen-Stiegnitz fragen?, würde mich am interessieren.

        Was Putyin und Erdogan angeht, zwischen denen sich Orbán – ich weiß nicht ob es der ARD-Ozsváth oder sein frecher Gedankengeber sagte und will mir ihren Scheiß nicht unbedingt noch mal anhören – entscheiden soll, da kommen die beiden Charmeure ihm ja heute wirklich entgegen:

        Jetzt frag ich mich nur noch, ob der sich Rest des alten KGB und den ergrauten Überläufern noch vor der letzten Ölung zum Islam bekehrt hat und was noch so alles auf uns zukommt?

      • @ krampfe
        Wie lästig sie mir sind, erkennen sie am leichtesten an den Fehlern, die mir unterlaufen, wenn mir wegen Ihnen das Herz überläuft.
        Richtig sollte es heißen:
        … ob sich der Rest des alten KGB und die ergrauten Überläufer vor dem Empfang der letzten Ölung aus Putyins Pipeline jetzt zum Islam bekehrt haben und was noch so alles auf uns zukommt? …
        Iss aber auch schietegal …

      • @krampfe

        Kein Problem, wenn Sie nicht bibelfest sind. Ich bin halt unter einem besseren Stern geboren als Sie. In meiner Kindheit war Religionsunterricht an der Schule nicht erlaubt und hatte seinen Platz noch in der Kirchengemeinde.
        Während Ihre Fraktion -zumindest mental – vom jenem Ungeist, der über der Diktatur des Proletariates schwebte, GENOSSEN und von denen für ein ganzes Leben vergiftet worden ist, bewahre ich das Bisschen von dem Wissen über die Liebe Gottes in meinem Herzen, die bewusst in seinem Leben zu erfahren, dem schwerfallen muss, der in der Schule nur auf Klassenkampf und in der Familie auf Ungarnhass gedrillt worden ist.

        Wes das Herz voll ist, dem läuft der Mund über. Das gilt über alle Gräben hinweg.

        Was aber das Lieben angeht, so suche sich jeder das zu ihm passende Objekt. Vielleicht schätzen Sie sich ja einen glücklichen Hundehalter, weil Ihr Dackel den Schwanz einzieht, schon wenn er Sie riecht. In etwa das konnte auch die Liebe Ihres Markus Wolf bei den allen bewirken, die jener Ideologie auf Gedeih und Verderb ausgeliefert waren. Wie anders ließe sich sonst erklären, dass Sie und Ihre Trollgefährten diesen Blog noch heute unter falschem Namen für Propagandazwecke mißbrauchen, anstatt sich tapfer den Qualen des ARD-Korrespondentenszsváths und Diffamierungsopfers auszusetzen..

        Was das Interview angeht, das Friderikusz mit Richard J. Evans geführt hat, hätten Sie kein besseres Beispiel dafür bringen können, wie in Ihrem Lager Geschichte zum Vehikel verkommen ist. Wo doch Geschichte nicht mehr sein kann, als der Gegenstand historischer Forschung zu sein. Wer immer nur „Lehren“ aus der Geschichte ziehen will, weil er einen Prügel braucht, um seinen Nächsten damit zu erschlagen, der taugt nicht für das Leben.

        „Lass die Toten ihre Toten begraben … !“

        Das agitierende Fragen des Friderikusz ist, wie das journalistische Gekreische eines Marco Schicker, der Abgesang jener Elite einschließlich Ihrer gehätschelten Nachkommen, der Klassenkämpfer, die noch heute im Kulturensemble der NVA verwurzelt sind.

        Schmökern Sie besser hier. Sie haben nämlich einen Namen und Sie haben Ihre eigene Vergangenheit: Die deckt sich in Teilen mit der Vergangenheit, an deren Bewältigung Ungarn gerade zu scheitern droht.

        https://www.nd-archiv.de/

        Und weil Sie sowas in der Pionierstunde nie zu hören bekommen haben, noch ein krampflösendes Zitat, ausgesucht speziell für Sie:

        „Lustert, spricht dyr Trechtein, der was di bschaffen haat, Jaaggen, und di zo dönn gmacht haat, wasst bist, Isryheel: Fircht di nit, denn i haan di ausgloest! I haan di bei n Nam gnennt, und du bist mein.“

        Ach, und meine Liebe zu Ungarn, da geht es mir wohl, wie es vorzeiten Ekbert Graf von Andechs-Meranien ging. Es heißt, er habe in Ungarn einst Zuflucht vor seinen Feinden gefunden. Das hat er den Ungarn mit einer Figur gedankt, dem Steinernen Reiter. Ich versuche es halt mit rhetorischen Figuren, nicht jede gelingt, aber das Wort ist eh flüchtiger als Stein. Wenn von dem, was ich in diesen Blog geschrieben habe, soviel hängen geblieben ist, nämlich dass ich Ungarn, Land und Leute, mehr schätze, die ungarische Kultur so wie im Winter“töltött káposzta“, als Sie, dann denken Sie mal, warum.

        Ach, und als ich mich letzten Sonntag über den Weihnachtsmarkt in Bamberg kämpfte, kamen mir fast die Tränen, als die Weise dieses Lieds durch die deutsche Geschäftigkeit drang:

        Oder sind Sie schon so sehr ausgetrocknet, dass Sie nicht mehr an einen Frühling in Ungarn glauben möchten?

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