Proteste gehen weiter: Umfangreiche Straßenblockaden in Budapest und anderen Städten

Am zweiten Tag der von Regierungsgegnern angekündigten Proteste gegen das Haushaltsgesetz 2015 wurden heute zahlreiche Hauptverkehrsadern lahmgelegt. Unter anderem wurde die Uferstraße durch Kleinlaster „dichtgemacht“. Auch andere Ein- und Ausfallstraßen waren betroffen. Eine Gruppe von Demonstranten blockierten die Garage des Parlaments, wo der Haushaltsentwurf auf der Tagesordnung stand.

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Weitere Proteste fanden in anderen ungarischen Städten statt.

http://www.origo.hu/itthon/20141215-ennyi-furgont-meg-nem-latott-a-rakpart.html

http://www.faz.net/agenturmeldungen/adhoc/ungarn-regierungsgegner-blockieren-verkehrsadern-in-budapest-13322543.html

Die Aktion erinnert an die „Taxiblockade“ aus dem Herbst 1990, als Taxifahrer die Hauptstadt lahmlegten, um gegen die von der Regierung Antall durchgeführte drastische Benzinpreiserhöhung zu protestieren.

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9 Kommentare zu “Proteste gehen weiter: Umfangreiche Straßenblockaden in Budapest und anderen Städten

  1. Wenn ich die Bilder der heutigen Straßenblockaden anschaue, denke ich eher an eine Flottendemonstration, als an Ausdruck von Volkszorn…

    • … und ich denke an Pegida in Budapest, wobei jeder einzelne mit weißem Transporter kommt.
      Schön anzusehen.

      Habe vor ein paar Jahren behauptet: Müssten die Teutonen das erleiden, was SZDSZ und MSZP in Ungarn angerichtet haben, dann würden überall die Stiefel marschieren. Soweit ist es noch nicht. Noch. In Dresden und anderswo laufen nur Schuhe, aber wie leicht wird daraus ein Springerstiefel, wenn der Deutsche nicht im Wohlstand leben darf.

      • Obwohl ich selbst nicht gerade zimperlich bin wenn es um Deutschland geht, halte ich den Begriff Teutonen für etwas deplatziert – erinnert mich zu sehr an „Turulistan“ und auf dieses Niveau sollte man sich nicht herablassen.

        Dennoch erkenne ich etwas wahres in Ihren Worten im Bezug auf den deutschen Wohlstand. Ich habe auch den Eindruck, dass viele in Deutschland – ich denke hier besonders an eine aufstrebende, junge Wohlstandselite – eitel und naiv geworden sind, weil sie allzu lang und allzu sehr ein verwöhntes Leben geführt haben. Diese Menschen verlassen sich allzu sehr auf ihre Medien und orientieren sich viel zu sehr an materiellen Maßstäben. Kürzlich erst bin ich über einen Artikel gestolpert, der im Titel sinngemäß die Frage gestellt hat, wieviel die Demonstrationen der Rechtsradikalen der Pegida uns kosten. Ich habs mir erspart das durchzulesen. Ich halte das für ein sehr niveauloses Totschlagargument, das immer häufiger anzutreffen ist. Auch im Bezug auf Ungarn: erwähnen Sie in einem Artikel, dass Ungarn Gelder von der EU bekommt (sich aus deutscher Sicht auf Kosten Deutschlands durchfüttert) und geben Sie ein verzerrtes Zitat eines Fidesz-Politikers wieder um ihn in die rechte Ecke zu stellen und Sie haben Ihre Botschaft an den Mann gebracht.

        Trotzdem denke ich, dass das Phänomen Pegida noch wesentlich tiefer geht. Ich denke, es geht Hand in Hand mit dem der AfD und sogar dem der Dschihadisten. Das mag auf den ersten Blick verwunderlich wirken. Begründet liegt das Ganze im Linksdrift der CDU unter Merkel. Es ist kein Zufall, dass es in den letzten Jahren so viele große Koalitionen gab – denn SPD und CDU liegen mittlerweile durchaus nahegenug beieinander, dass sie miteinander kompatibel sind. Das hinterlässt auf der rechten Seite jedoch ein Vakuum, dass nicht gefüllt wird, wodurch sich ein Teil der Bevölkerung nicht mehr vertreten fühlt (daran scheitert auch die Integration vieler islamischer Migranten). Ich denke durchaus, dass auch in Deutschland einigen der gesellschafts- und wirtschaftspolitisch sehr liberale Kurs der politischen Eliten zu weit geht, sie haben nur bisher keine Stimme. Stattdessen schweigen die etablierten Parteien diese politischen Ansichten lieber tot oder stellen ihre Vertreter in die rechte Ecke, was den Unmut noch verstärkt. Die einen gehen demonstrieren, die anderen ziehen ins EU-Parlament ein und die dritten ziehen in den Dschihad. Richtig gefährlich wird es dadurch, dass der deutschen Bevölkerung Patriotismus über Jahrzehnte hinweg unmöglich gemacht wurde – ganze Generationen haben in der Schule gelernt, dass alles was rechts von der Mitte ist, böse ist. Unterm Strich bin ich zu der Einsicht gelangt, dass man in Deutschland unfähig geworden ist, mit dieser Idee richtig umzugehen. Deswegen besteht meiner Meinung nach die Gefahr, dass diejenigen, die jetzt mit diesen Konzepten sympatisieren, tatsächlich zu weit abrutschen. Und ich fürchte, dass der Rückweg aus dieser Sackgasse bereits verbaut ist und deshalb ist der materielle Erfolg eigentlich schon alles, was Deutschland überm Wasser hält.

        Sorry für den langen Post, aber ich denke, dass dies ein komplexes, sehr problematisches und sehr wichtiges Thema ist. Eigentlich. Es wird nur nie darüber geredet.

    • Während sich Herr Halász in Anbetracht der Bilder vom Aufmarsch der Kleintransporter in Budapest Gedanken über den in Ungarn leider immer noch fehlenden Volkszorn machte, habe ich mich gefragt, wer die Erwartung auf die zweite Ankunft des Erlösers Ferenc Gyurcsány in die Welt trägt.

      Ich habe Antwort:

      Die Antwort lautet: SpiegelOnline.
      Die adventöse Botschaft von 15.12.2014 auf SpiegelOnline heißt:
      „Regierungsgegner legen Verkehr lahm“ „loe/dpa“

      „Derzeit rollt eine Welle von Protesten durch Ungarn. Sie richtet sich gegen den Sozialabbau und den autoritären Herrschaftsstil Orbáns.“ „loe/dpa“

      Die Antwort heißt: „loe/dpa“ !

      Die Deutsche Presseagentur kennen wir ja schon lange als Zentralorgan von Marco Schickers stasiatischer Barbarei.

      „loe“ aber ist Leo Burnett, die worldwide tätige Werbeagenturgruppe Leo Burnett.

      Im Vereinigten Königreich zum Beispiel ist Anheuser-Busch InBev N.V. Inserent der Leo Burnett London UK
      http://de.coloribus.com/werbearchiv/au%C3%9Fenwerbung/inbev-damien-hirst-7780905/

      Das ist die Antwort.

      Offen bleibt nur noch, ob Cindy McCain heute, am 4. Adventssonntag, als Begleitung John McCains an einem Dankgottesdienst teilnimmt, weil derzeit eine Rolle rein-weißen Protestes durch Ungarn rollt.
      Was ich weiß, ist, dass die noch reine Marianne Strauß ihren späteren Ehemann Franz Josef am Rosenmontag 1957 auf dem Faschingsball der Münchner Kammerspiele kennenlernte.
      Hier zeigt sie sich weise auf einem Bild aus dem Jahr 1957 ganz öffentlich als Behindertenbegleitung.

      des Weiteren weiß ich nicht, ob die G. Kaiser Brauerei aus Rott am Inn, die Franz Josef einst in die Politik einbrachte, von Marianne Strauß, geboren am 21. April 1930 in Rott am Inn als Tochter des Brauerei- und Gutsbesitzers Dr. Max Zwicknagl und seiner Ehefrau Ilse, jemals Inserent der Leo Burnett London UK gewesen ist.

      Ich weiß schon gar nicht, ob „leo/dpa“ das Bild der später als Marianne von den Bierbrauereien in die Weltgeschichte eingegangenen Gattin jemals lancierte, wenn die Wellen von Bier den Verkehr ganz Bayerns und dessen natürliche Demographie lahm legt, weiß ich schon gar nicht.

      Ich habe Fragen.

      Ich frag mich, wenn ich die Bilder vom Aufmarsch der weißen Transporter in Budapest sehe, was ganz anderes, als Herr Halász.

      Ich frag mich, wer hat die adventöse Botschaft von Leo Burnett für Ungarn geschmissen?

      Freibier von McCain? Oder von Cindy?
      Woher floss das Geld für die Erwartung auf den Volkszorn vor der zweiten Ankunft des Erlösers in Ungarn?

      Der Lebenslauf der Barianne von den Mierbrauereien gibt darüber leider keine Auskunft. Sie war halt nur reine Begleitung.
      http://www.fjs.de/dokumente/Privat/NLStraussFam132_1.pdf

    • „Leo Burnett Worldwide is one of the largest agency networks in the world, with 95+ offices in 84 countries and over 8,500 employees. We’re a HumanKind communications company, meaning we go about our business with a simple and singular approach: put a brand’s purpose at the center of everything to truly connect with people. It’s also called creating “acts, not just ads.” And it’s helped us create some beautiful, award-winning work for some of the biggest brands in the world including The Coca-Cola Company, Kellogg’s, McDonald’s, Hallmark, P&G, Allstate and Nintendo“

      Hmm, ich habe eigentlich was zu Volkszorn und Ingo Hasselbach, geb. Füllgrap gesucht und bin dabei wieder bei Leo Burnett gelandet.
      Ganz schön gemein, so ist das Internet, jetzt weiß ich endlich, was die Leo Burnett Agentur in Frankfurt und Ingo Hasselbach gemeinsam haben.
      Ingo Hasselbach – nach allen Regeln der Kunst muss ich seinen Namen in diesem Text wenigstens 17 Mal nennen – ist Mitbegründer der Neonazi-Aussteiger-Organisation EXIT Deutschland und Leo Burnett hat beim 8. Wettbewerb Kampagne gegen Rechts gegen die Werbeagentur von „Exit Deutschland“ verloren. Der mit 10000 Euro dotierte erste Preis ging nämlich an die Agentur Grabartz & Partner aus Hamburg. Die wiederum hatte sich für die Organisation „Exit Deutschland“ von Ingo Hasselbach die Aktion „Das trojanische T-Shirt“ ausgedacht.
      So, jetzt ist es raus. Trojaner!
      Doch Leo Burnett ist der absolute Loser im Kampf gegen Rechts. Das Wort Loser gehört übrigens zu den relativ seltenen Fällen, in denen im Englischen ein einfaches o für u: steht. So wie Leo Burnett ja ganz offensichtlich für das totale Versagen im totalen Krieg gegen Ungarn steht.

      Ehe ich noch mal den Namen Ingo Hasselbach, nicht zu verwechseln mit Leo Burnett, aufschreibe, muss ich hier noch etwas zugeben, was mir nicht leicht fällt.
      Eigentlich wollte ich ja nur was Böses über Marco Schicker schreiben. Gelandet bin ich diesmal aber zuerst bei Ingo Hasselbach, noch eigentlicher bei Ingo Hasselbachs Vater, Hans Canjé, nicht zu verwechseln mit Marco Schickers Vater. Der hieß Gotthard Bruno und war auch DDR-Kulturfunktionär.

      Wenn je jemand in Deutschland das Hetzblatt gegen Ungarn das von Schickers Vater Anfang der Neunziger, als die Stasiüberprüfungen das Berliner Pflaster für kurze Zeit heiß werden ließen, mit dem ungarischen Top-Geheimdienstagenten Heltai-Hopp nach gut sieben Jahren Vorbereitungszeit unter historischem Namen neu ins Leben gerufen worden war, wenn je jemand den Pester Lloyd, der als Erbe vom Vater auf den Sohn überging, als die in Deutschland von der SED angeheizte Stasiphobie wieder abgeklungen war und der Vater heim ins Reich friedlicher Revolutionen gekehrt war, wäre das zum Hetzblatt gegen Ungarn verkommene Organ des DDR-Kulturbundfunktionärsohns je ernst genommen worden, stünde der vielleicht schon unter dem Verdacht der Volksverhetzung.
      AVater Canjé und Sohn Hasselbach haben beide schon den Knast hinter sich, was sie von den Schickers – bei allem Gemeinen – unterscheidet. Schicker sen. war Kulturbundfunktionär, Canjé Redakteur beim DFS 904, dem DDR-Propagandasender gegen die freiheitliche demokratische Grundordnung der Bundesrepublik, ein Sender, von der Öffentlichkeit so wenig wahrgenommen, wie der Pester Lloyd als der vom Hass getränkten Speerspitze gegen ein freiheitlich und demokratisch verfasstes Ungarn.

      Was Ingo Hasselbach und Marco Schicker so bedeutend macht? Vielleicht die Spendengelder, die sie im Kampf gegen Rechts kassieren können.
      Der Schlüssel zu ihrem Erfolg? Es liegt doch auf der Hand. Aus Agentursicht sind Sie als Retter des Abendlandes echte Schmankerl, als Teufelsbraten selbst im SWR-Forum zur Diskussion mit Elmar Brok gern geladene Gäste.
      Wie ich von Leo Burnett auf Teufelsbraten kommen konnte?
      Einfach nur so. Weil beim 8. Wettbewerb gegen Rechts Leo Burnett kaum Kohle machen konnte:

      “We’re a HumanKind communications company, meaning we go about our business with a simple and singular approach: put a brand’s purpose at the center of everything to truly connect with people. It’s also called creating “acts, not just ads.” And it’s helped us create some beautiful, award-winning work for some of the biggest brands in the world including …”

      Und gerade die Loser sollten den Volkszorn in Ungarn bis zum Umsturz schüren können?

  2. “Proteste gehen weiter: Umfangreiche Straßenblockaden in Budapest und anderen Städten”:

    Nun, in Sopron waren wieder die üblichen vielleicht 50-60 Leute zu sehen.

    Zum Glück haben sie den stimmungsvollen Adentsmarkt nicht nicht ihrem Gegröle gestört (sie befanden sich ca. 300 m davon entfernt).

    Auch besoffen war diesmal niemand.

  3. Ups, da bin ich in ein Näpfchen getreten. Entschuldigung HV. Ehrlich !
    Und vielen Dank an Palóc für seinen Kommentar, dem ich zustimme.

    Ich sage meiner Kurutzenfrau immer “ wir Teutonen“ . Klingt doch besser als zu sagen: wir deutschen Staatsbürger! Überhaupt klingt „deutsch“ wenig musikalisch – wie ein nasser Waschlappen, der auf den Boden knallt. Das muss einmal gesagt werden. Ansonsten ist die deutsche Sprache grandios, vorzüglich bei Goethe, Schiller sowie Herche.

    Da ich inzwischen in Bayern lebe, wo neuerdings die deutsche Sprache obligatorisch sogar auch Zuhause Verwendung finden möge, Sie wissen, der Herr Scheuer, übe ich täglich ein viertel Stündchen bayrisch. Natürlich nur dahoam.

    Gesegnete Weihnachten an alle nicht “ in Milch gefallene Fliegen“

    • Ohne beschauliche Waschlappen

      ist der Ingrimm der teutonischen Pressefreiheit, ist der übergroße Ernst und die noch größere Bestimmtheit Seiner Selbsternannten Kaiserlichen und Königlich Stasiatischen Majestät, Marco von Gotthard Brunos Gnaden, Zar von Kakanien, Lakai von Unterlimbach im Übermurgebiet, Hopp-Hopp Domestik unter Heltai von Nagydisznód, u.s.w. und Impotentat von Orbánisztán

      ohne teutonische Waschlappen u.s.w.
      und ohne die Zwei

      ist das Kulturgut Ungarnberichterstattung doch gar nicht denkbar.

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