Wilhelm Droste: „Ungarn ruiniert seinen Ruf“

Der Dozent an der ELTE und Betreiber mehrerer Kulturcafés in Budapest, Wilhelm Droste, übt in einem Meinungsartikel im Standard scharfe Kritik an der Politik der ungarischen Regierung:

http://derstandard.at/2000010104747/Ungarn-ruiniert-seinen-Ruf

Advertisements

27 Kommentare zu “Wilhelm Droste: „Ungarn ruiniert seinen Ruf“

  1. „Ungarn nein danke“ – Dann soll man aber konsequent handeln und nicht darauf hinarbeiten dass die Mehrheit das Land verlässt. Konrad und andere Weltbürger haben es doch vorgemacht und bewerfen jetzt aus sicherer Entfernung das Land sogar mit US Unterstützung.
    „Es wird vielleicht nochmal 25 Jahre dauern diesen katastrophalen Zustand“ (den hauptsächlich die liberalen verbockt haben) „zu therapieren.“ „Ich wäre gerne dabei.“
    Möglich, nur wer will Sie dabei haben?

  2. Standardmäßige Melancholie statt Information. Dichternebel, den der gutmütige Droste da in die österreichischen Stuben weht. Ich habe ihn mal persönlich etwas kennengelernt und hätte mehr erwartet. Zwar stimmt vieles, was er hier beklagt, so zB. die Sache mit dem eingeforderten Respekt, jedoch macht auch er den Fehler – vielleicht weil er im Auftrag der Medien handelt – die Hintergründe des Rechtsrucks und der wirtschaftlichen Lage zu ignorieren. Ich sage es, weil ich den Wissensstand der ungarischen Nachbarn kenne. Journalismus sollte zuerst von Information leben. Der meinungsgetriebene Journalismus mit verengter Sicht bringt nicht weiter. So wie auch der unsägliche Konrád den riesigen Wahlerfolg Orbáns 2010 alleine mit aggressivem Wahlkampf des Fidesz und irritierter Opposition zu erklären versuchte, so auch hier keinen Zeile über die skandalösen Jahre unter Megyessy /Gyurcsány/Bajnai und den damit einhergehenden Verlust an Hoffnung und Orientierung. Die heutige gesellschaftliche Situation in Ungarn ist auch in diesem Essay (?) quasi vom Himmel gefallen. Und kein Wort auch über die verbesserte wirtschaftliche bzw. finanzielle aktuelle Situation des Landes. Man kann über vieles streiten, aber solche Beiträge wie dieser sind für den Eimer, weil sie nichts erklären.

    Ein Gegenstück zu dieser lahmen von Droste-Hilflos Literatur sind die anregenden, informierenden Beiträge von Herrn Kálnoky.

    Ein Kommentar ist mit seiner schonungslosen und simplen Wahrheit besser als die feuilletonistischen Beiträge der westlichen Medien:
    „nicht Orban, sondern seine sozialdemokratischen Geldverbrenner-Vorgänger sind für den finanziellen Ruin verantwortlich, der die Ursache der Tragödie ist“

    Ich wünsche allen ein Frohes Neues Jahr !

    • „Die heutige gesellschaftliche Situation in Ungarn ist auch in diesem Essay (?) quasi vom Himmel gefallen.“

      Mal im Ernst. Ursachenforschung oder gar Selbstkritik scheint im linken Lager nicht Teil des Curriculums. Lieber zeigt man auf böse Rechte, Wechselbeziehungen und Folgen eigener Versäumnisse gibt es nicht. Hinzu kommt eine (pseudo-) massenpsychologische Auslegung, bei der primär das ungarische Minderwertigkeitsgefühl und die Ansicht, man sei anderen überlegen, für die Erfolge Fidesz verantwortlich ist. Das bestärkt linke Propheten – auch wenn sie selbst so gern Barolo saufen – in ihrem Gefühl, dass die Menschen geändert werden müssen. Denn Konservative sind eigentlich Kellernazis, jedenfalls aber rückständig…

      Unvergessen Michael Frank:

      https://hungarianvoice.wordpress.com/2010/05/01/michael-frank-uber-ungarn-rausreisen-zerknullen-wegwerfen/

      Tja, so ist das mit der Demokratie: Das Volk auswechseln geht nicht, auch wenn man im Ausland nich so viel Wind macht. Konrád wird das nicht mehr begreifen.

      Zu Droste passend, ein kleines Video aus den 90ern:

      http://www.youtube.com/watch?v=zgESh2zvXSQ

  3. Sorry, ich meinte nicht: Wissensstand der ungarischen Nachbarn, sondern:
    Wissensstand der Nachbarn von Ungarn (Österreich).
    (Die Ungarn wissen sowieso, wieso sie in der Krise stecken. Aber eine regierungsfähige Opposition ist wohl auch in den kommenden Jahren leider nicht in Sicht)

  4. der normale leser wundert sich mal wieder über die aufregung und dankt droste für den text – nix dran auszusetzen. das bedauern teile ich.

    p.s.: gibt es eigtl noch den nicht-dauerbeleidigten ungarn?

    • Ab und zu ein Krampf, zB. in den Waden, ist normal und gehört zum Leben wie das Gähnen. Bei manchen ist der Krampf leider chronisch und findet in der Hirnzone statt, die für kulturelle Erregung zuständig ist. Die Betroffenen sind so in ständiger Aufregung und fordern 100%- ige Zustimmung. Abweichler (die nur 99%-igen) werden jedoch von diesen Krampfpatienten meist als aufgeregt empfunden, obwohl diese ganz entspannt sind. Leider sind davon mittlerweile sogar Bevölkerungsgruppen betroffen. Es droht eine Epidemie, die nur mit einem sofortigen Regierungswechsel in Ungarn gestoppt werden kann. Da diese Leute jahrelang mit dem Gyurcsány-Virus oder dem Lendvai Bazillus (Ildikó) herumliefen, wird wahrscheinlch auch eine neue Regierung keine wirksame Therapie für diese bemitleidenswerten Menschen haben, die sich schon aufregen, wenn einer anderer Meinung ist oder an etwas anderes glaubt.

      Kommentar verfassen bzw. Antwort erbrechen:
      Gute Nacht!

  5. „Ungarn ruiniert seinen Ruf“
    Interessanter Titel. Ausgerechnet im Standard. Regt zum Nachdenken darüber an, wer Ungarns Ruf ruiniert.

    „Kein Ruf in Europa wurde in den letzten fünfundzwanzig Jahren derart radikal ramponiert wie der ungarische.“
    Hier muss man sehen, das der Ruf nicht kontinuierlich schlechter geworden ist. Während die deutschsprachige Presse in den Regierungszeiten der „Linksliberalen“ relativ freundlich war, blies den Nationalkonservativen (erst MDF, später Fidesz) aus westlichen Medienredaktionen ein kalter Wind entgegen. Seit 2010, seitdem Orbán wieder an der Macht ist, findet in den deutschen Medien eher Anti-Orbán-Propaganda als objektive Berichterstattung statt. Ausnahmen gibt es natürlich, aber die Tendenz ist klar und eindeutig.

    „so schauen mich inzwischen selbst gute deutsche Freunde mitleidig an und fragen, wie ich in einem derartig verbiesterten und freiwillig immer undemokratischer werdenden Land denn überhaupt noch leben könne“
    In solchen Situationen wäre es sinnvoll die Freunde darüber aufzuklären, dass in Ungarn die Lage zwar nicht rosig ist, so schlimm, wie in der SZ oder im Spiegel beschrieben ist es dann doch nicht. Unter Umständen würde ich die Lektüre von Hungarian Voice empfehlen.

    „Schon vor dem Fall der Mauer 1989 galt Ungarn im kalt-rigiden Ostblock als eine liebenswerte Ausnahme, eine Insel der Seligen, weil die Leute hier unverschreckt ihre Meinung sagten, Witze machten über den Kommunismus, jedes Tabu mutig umtanzten, sich verwöhnten, wie und wo immer nur möglich.“
    Hier schildert Droste eine wichtige Eigenschaft der Ungarn. Nur die Feststellung, dass die Ungarn diese Eigenschaft verloren haben ist falsch. Witze, Galgenhumor, umtanzen von Tabus gibt es weiterhin und wird in Ungarn immer geben. Aktuelle Themen hierfür sind z. B. das political correctness, oder die USA, „unser guter Freund“.

  6. Dazu, wie Ungarns Ruf ruiniert wird, fällt mir die Geschichte mit dem Aufklärungsvideo der Polizei des Komitats Baranya ein. Dort wurden im Auftrag der Polizei Videoclips erstellt, die zur Prävention von Vergewaltigungen beitragen sollten. Die Polizei macht in diesen Videos darauf aufmerksam, dass bestimmte Verhaltensmuster die Wahrscheinlichkeit einer Vergewaltigung erhöhen. Dazu zählen zum Beispiel Alkoholkonsum, Antreten des Heimwegs ohne Begleitung, Provozierendes Verhalten und Bekleidung usw. Die Videos haben in Ungarn heftige Kritik insbesondere bei den Frauenrechtlern ausgelöst. Wie in Ungarn die berechtigte öffentliche Diskussion über diese Clips ausgegangen ist, ob die Clips tatsächlich irgendwo für Aufklärungszwecke eingesetzt werden, weiß ich nicht. Merkwürdig finde ich aber die Karriere dieser Geschichte als Nachricht in der Weltpresse. Eine Google-Suche ergibt Erstaunliches: Spiegel, FAZ, Zeit, Focus, Stern, Deutsche Welle – und die Reihe ist noch lang- beschäftigen sich mit dem Thema. Aber nicht nur die deutschsprachigen Medienkonsumenten haben Zugang zu dieser „wichtigen“ Nachricht, CNN, The Guardian z. B. sind auch mit von der Partie.
    Hier stellt sich die Frage, ob diese Angelegenheit wirklich die Tragweite hat, um eine Weltnachricht zu werden? Oder eher der Bedarf an schlechten Nachrichten über Ungarn der Auslöser dieser sonderbaren Nachrichtenkarriere ist.

    Um die Relationen zurechtzurücken hier einige Tatsachen:
    Die Videoclips wurden von der Polizei des Komitats Baranya produziert und waren für Aufklärungszwecke in der Stadt Pécs bestimmt. In Ungarn gibt es 19 Komitate, eins davon ist Baranya. Was Größe und Bevölkerungszahl betrifft, entspricht ein ungarischer Komitat etwa 3 Landkreisen in Deutschland.
    http://de.wikipedia.org/wiki/Komitat_Baranya
    Da der durchschnittliche deutsche Medienkonsument keine Ahnung vom Komitat Baranya hat, geht er/sie davon aus, dass diese Nachricht – wenn schon gebracht wird – tatsächlich wichtig ist. Diese Nachricht wird auf die gesamte ungarische Polizei bezogen, auf das gesamte Land bezogen wahrgenommen. Und Ungarns Ruf wurde wieder ein Stück weiter ruiniert.

    • Erbärmlicher Krampf. Sie sorgt sich um den Ruf Ungarns, macht das öffentlich und braucht dafür einen Decknamen. Terroristen und maskierte Rufmörder, wo ist da der Unterschied. Sie sind ein Horror für jeden Menschen.

      Übertroffen wird dieser Horror nur noch von denen, die Orbán, Lawrow und Naftali Bennett auf eine Liste setzen.

      • herr herche, ich kann leider in der namensnennung ihrerseits keinen vorteil bzw keine wertsteigerung ihrer beiträge erkennen. einfach gesagt: auf den inhalt ihrer aussagen hat ihr namen keine auswirkung – sie profitieren davon nicht.

        sie bedienen evtl nur ihren narzissmus, was meinen sie?

        http://de.wikipedia.org/wiki/Narzissmus

      • @krampf
        Mea culpa, zu Recht fühlen Sie sich von mir vernachlässigt! Ich schwöre, Ihnen und Ihren inhaltlich wirklich wertvollen Beiträgen zukünftig mehr Aufmerksamkeit zu widmen.

      • “ ( … )
        Wagt es eine tote Krampfe an ihm vorbei sich zu schleichen
        So schlägt er die Zähne tief und schmerzhaft ins Fleisch der sich Entblödenden
        ( … )“

      • Auch wenn ich damit wieder den Troll füttere: vorausgesetzt das Zitat oben stimmt, worin sehen Sie denn Goebbels’sches Vokabular? Am besten Sie argumentieren am ungarischen Original, dann reden wir wenigstens nicht aneinander vorbei. Was meine Ansicht zu diesem Thema angeht: ich glaube, die Problematik ist zu komplex um einen Standpunkt in wenigen Worten auszudrücken. Ich glaube aber nicht, dass das derzeit polarisierte politische Klima in Deutschland dazu geeignet ist, vernünftige Diskussionen darüber zu führen – Sie selbst sind hierfür der beste Beweis.

        Was Ihr Verweis auf den Begriff „Lügenpresse“ anbelangt: muss sich jetzt jeder, der die Berichterstattung in deutschen Medien kritisiert, in die Nähe der Pegida rücken lassen? Damit würden Sie jede Kritik an den deutschen Medien unmöglich machen, glauben Sie, damit tragen Sie zur Verbesserung der Berichterstattung bei? Erteilen Sie ihr damit nicht eher einen Blankoschein?

      • Für kultur.krampf ist das ja ein gefundenes Fressen, der „Eintopf“ aus der Suppenküche deutscher Pressefreiheit, der der Masse Mensch von Politik und Medien tagtäglich durch die millionenfache Wiederholung von Einzelworten, Redewendungen und Satzformen aufgezwungen wird. Reingewaschen vom Vorwurf zweckbestimmter Medien- und Öffentlichkeitsarbeit ist jedenfalls niemand durch die „Unwortverleihung“ der Gesellschaft für deutsche Sprache e.V., mit Sitz in Wiesbaden und beim Deutschen Bundestag.

        Was mich wirklich bestürzt, ist die Tatsache, dass unsere Sprachhüter zur verschleierten Brandmarkung von Menschen als Neonazis, die von ihren Grundrechten Gebrauch machen, selbst auf ein „mißgeleitetes“ Wort zurückgegriffen haben, das Sternberger dem Alltagsvokabular „unmenschlicher Redeweise“ zugeordnet hatte. Dies geht aus dem Text hervor, den die Gesellschaft für deutsche Sprache e.V. zur Erklärung des zum Wort des Jahres 2014 gekürten „Unwortes“ Lügenpresse herausgegeben hat:
        „Bereits zu Beginn des 20. Jahrhunderts geläufig, erlebte das Wort um 1940 eine Renaissance. Dahinter standen immer völkische und nationalistische Anliegen, die die »Lügenpresse« angeblich zu verschleiern versuchte.“

        Wenn Unmenschen gegen Unmenschen antreten, lach ich mir nur eins ins Fäustchen. Und wenn kultur.krampf hier auch noch mit erhobenem Zeigefinger daherkommt, krieg ich einen Lachanfall. Weil, wie Drostes Versuch, die verflossene Lebensfreude und das versiegende Improvisationstalent der Ungarn mit der „freundliche(n) Herrschaftsmaxime des erstaunlich bescheidenen sozialistischen Staatsoberhauptes János Kádár“ in Relation zu setzen, verrotteter Fisch müffelt vom Kopfe her.

        Weil, wie die DIE ZEIT im Jahr 1957 titelte, „Der Unmensch ist unter uns“:

        „Wie sich Franzosen und Engländer ( … ) an ihrer Sprache unterscheiden lassen, so lassen sich auch innerhalb der deutschen Sprache die Sprecher unterscheiden: als Menschen und – „Unmenschen“. „Es ist die Funktion der Sprache, daß sie verrät; aber es ist ihr fast übernatürliches Geheimnis, daß sie sich selbst, das heißt ihre Sprecher, verrät“ (Gerhard Storz).

        Weil – ohne das hier zu verschleiern, ohne jede Diffamierung und ohne das zu pauschalisieren, ob kultur.krampf, Droste oder Orbán, es müffelt immer vom Kopfe her.

        https://www.lfm-nrw.de/fileadmin/lfm-nrw/Aktuelle_Forschungsprojekte/studie-medienkonzentration.pdf

      • @kultur.krampf: Ich muss erstmal zugeben: ich habe Ihren Beitrag ein wenig missverstanden. Ich dachte – warum auch immer – Sie würden Orbán Goebbels’sches Vokabular unterstellen. Das heißt aber nicht, dass ich Ihre Argumentationsweise für richtig halte. Sie verteufeln einen Begriff und alle die ihn nutzen, weil er einst von einem Regime zu schlimmen Dingen missbraucht wurde. Sie verbeißen sich damit an Begrifflichkeiten und machen dadurch inhaltliche Diskussionen unmöglich. Ich könnte auch fragen: wer gewinnt oder verliert am ehesten durch diese Verteufelung? Schadet es dem rechten Rand, weil sich die Zivilgeselschaft von ihm auf Teufel komm raus abgrenzt oder schadet es eher der Zivilgesellschaft, weil die Diskussion über wichtige Themen unmöglich wird?

        Was Pegida angeht, da habe ich auch Vorbehalte. Ich denke das Thema Zu- bzw. Abwanderung ist zu komplex um es auf wenige Sätze reduzieren zu können. Insofern sehe ich auch auf Seiten der Pegida eine zu einfache Sichtweise der Thematik. Allerdings weigere ich mich, die Teilnehmer an diesen Demonstrationen in die rechte Ecke zu sperren bzw. lehne einen deratigen Umgang mit ihnen in Medien etc. ab. Siehe dazu: http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2015-01/pegida-demonstranten-studie-tu-dresden. Es greift eben zu kurz, diese Menschen als Nazis abzustempeln, es handelt sich nämlich auch um durchaus gebildete Menschen. Und ich finde es erschreckend, welche Folgen die derzeitige Berichterstattung und die Diskussionskultur im Allgemeinen hat: in anderen deutschen Städten geht man gegen Pegida demonstrieren, weil man den Berichten, es handele sich dabei um Rechte, glaubt. Anders ausgedrückt: die Bevölkerung lässt sich aufeinander aufhetzen. Möglicherweise steht dahinter das Prinzip „Teile und herrsche“, ich weis es nicht. Wenn die Berichterstattung und die Diskussionen so weitergehen, dann sehe ich jedenfalls die Gefahr, dass sich beide Seiten radikalisieren. Was nun die kritischen Stimmen zum Thema Asylpolitik angeht, ich sehe dort tatsächlich die Gefahr, dass manch einer abrutscht. Einerseits habe ich den Eindruck, dass man sich in Deutschland mit dem Umgan mit konservativen Werten schwer tut, weil alles ansatzweise Rechte über Jahrzehnte hinweg aberzogen wurde (außer vielleicht in den „Südstaaten“). Jetzt ist es schwer zu entscheiden, was noch demokratisch ist und wo der braune Sumpf anfängt. Gewissermaßen müsste man einem Blinden jetzt Farbe erklären. Andererseits habe ich die Befürchtung, dass die kritisierten Themen wieder totgeschwiegen oder verzerrt werden, sodass die damit verbundenen Probleme weiter ungelöst bleiben, was wiederum zu einer Polarisierung und Radikalisierung führen würde.

        Abschließend sei noch gesagt, dass ich die Berichterstattung durch die Medien über die Pegida im Hinblick auf das Thema „Lügenpresse“ als kindisch, heuchlerisch und frech empfinde. Man täte gut daran von seinem hohen Ross herabzusteigen. Medienvielfalt misst sich nämlich nicht allein daran, wieviele Zeitungen es gibt, sondern auch daran, wieviele unterschiedliche Standpunkte wie stark vertreten werden – und eben in dieser Hinsicht sieht es in Deutschland eher düster aus.

      • „Auch wenn ich damit wieder den Troll füttere:“

        wer sagt eigtl, dass ich hier der troll bin und nicht sie oder meister herche oder oder oder oder…und was wäre, wenn hv der eigtl troll hier ist?

        obwohl er sich wirklich etwas mehr mühe zu geben scheint. trotzdem wäre ich daran interessiert, inwieweit er enttäuscht ist von fidesz? seine hoffnungen haben sich vllt (noch) nicht erfüllt…

      • „Wer sagt eigentlich … “ ?
        Gute Frage, ich frag mich auch, ob „Twit“ nicht treffender wäre.
        Ich meine: She has been being a bit of a blogbitch lately.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s