Euratom beanstandet Paks-Erweiterungsverträge

Die Europäische Union legt ein Veto gegen die zwischen Russland und Ungarn getroffenen Vereinbarungen zum Ausbau des ungarischen Atomkraftwerks Paks („Paks2“) ein. Die Union – hier in Form Europäische Atomgemeinschaft Euratom – kritisiert, dass zum Betrieb des von Russland finanzierten Ausbauprojektes ausschließlich russische Brennelemente genutzt werden sollen. Die ungarische Seite hat die Euratom-Entscheidung beanstandet, die EU-Kommission scheint sich jedoch auf Seiten der Atomgemeinschaft zu positionieren.

Der Ausbau des AKW Paks ist nicht nur wegen des Umweltschutzes, sondern auch wegen der Undurchsichtigkeit der mit Russland geschlossenen Verträge, die Ungarn für Jahrzehnte verpflichten und in die Abhängigkeit der russischen Rosatom bringen, in der Kritik. Erst vor wenigen Tagen waren die Verträge zum Projekt für 30 Jahre zur Geheimsache erklärt worden.

http://index.hu/kulfold/2015/03/12/blokkolja_az_eu_a_paksi_bovitest/

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2 Kommentare zu “Euratom beanstandet Paks-Erweiterungsverträge

  1. Die EU will, dass nicht nur russische Brennelemente für KKW benutzt werden können. Allerdings, wie Erfahrungen aus der Ukraine zeigen, können andere Hersteller Brennelemente nicht mit erforderlichen technischen Parametern produzieren, die für einen Problemfreien Betrieb erforderlich wären. D.h. wenn die EU auf sein Veto besteht, soll sie für die Zusatzkosten der Umplanung, Ausfälle und Verzögerungen gerade stehen.

  2. Ich glaube hier war mal wieder der Wunsch (einiger) der Vater des Gedankens. Irgendwie scheint mir die Sachlage ein wenig anders zu sein (wenn ich mich nicht täusche
    „We are not blocking the construction of Paks, this is just the fuel supply agreement which is being dealt with by the commission.”

    http://www.powerengineeringint.com/articles/2015/03/european-commission-not-blocking-construction-of-paks-nuclear-power-plant.html

    Was mir ganz besonders gefallt ist diese Schlagzeile: A finnek is titkolják, pontosan mennyiért építik, mégis, micsoda különbség!
    Worin der umwerfende Unterschied besteht habe ich leider nicht herausbekommen, obwohl ich mich bemühte den Folgeartikel in der hvg vom Mittwoch (31.12 2014) zu finden.
    und so klang es früher, wenn über Paks berichtet wurde.(Da war der Herrscher ja auch noch ein anderer)

    18.3.2009

    Die ungarische Regierung hat auf einer Kabinettssitzung in der vergangenen Woche beschlossen, das Thema des Ausbaus von Ungarns einzigem Atomkraftwerk in Paks ins Parlament einzubringen.Die Rede ist von der Einleitung der notwendigen Prüfungsverfahren für zwei neue Blöcke der dritten Generation, von denen jeder eine Kapazität vonrund 1.000 MWh erbringen soll. Die Prüf- und Genehmigungsphase würde dann ca. zwei bis drei Jahrein Anspruch nehmen, mit dem Bau könnte erst in vier bis fünf Jahren begonnen werden. Die Blöcke könnten demnach frühestens 2020 ans Netz gehen.Die in Minderheit regierende MSZP braucht für je-des Gesetzesvorhaben neue Mehrheiten, üblicherweise stimmen jedoch meist die ehemaligen Koalitionäre vom liberalen SZDSZ mit den Sozialisten

    http://www.mfa.gov.hu/NR/rdonlyres/D7BD2A66-704E-4ABB-A65D-D28D6C4F7878/0/PL_2009_12_epaper.pdf

    Auch hübsch :Premier Gyurcsány zu Besuch im Kreml

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