Paul Lendvai: Quaestor pfui, Buda-Cash hui?

Der Standard publiziert heute einen Kommentar des „Doyen“ der Ungarn-Berichterstattung, Paul Lendvai. Thema ist das Versagen der Regierung und ihre Verquickungen im Skandal um das zusammengebrochene Brokerhaus Quaestor. Verschleuderte Millionen, vermutete Insidergeschäfte, Kontakte zum – auch ohne Quaestor – Zweifel an seiner Kompetenz und Redlichkeit aufwerfenden Außenminister Péter Szijjártó. Viel berechtigte Kritik ist zu lesen, aber was ist mit Lendvais Rundumblick? Ist Quaestor etwa der einzige oder vielleicht doch eher einer von drei Brokerskandalen in Ungarn seit Februar 2015? 

Nun, wie auch immer, der Zeitlich erste Zusammenbruch, jener des der linksliberalen Machtelite Ungarns nahestehenden Firma Buda-Cash, scheint Lendvai keinen Nebensatz der Erwähnung wert. Ein Schelm, der böses dabei denkt, ein System dahinter vermutet. Fidesz pfui, Gyurcsány-Bajnai hui. Der Sumpf in Ungarn ist tiefer und ausgedehnter, als Lendvai seinen Lesern vermitteln will. 

http://derstandard.at/2000013921833/Der-Sumpf-in-Ungarn

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14 Kommentare zu “Paul Lendvai: Quaestor pfui, Buda-Cash hui?

  1. „Der Sumpf in Ungarn ist tiefer und ausgedehnter, als Lendvai seinen Lesern vermitteln will.“

    Es gibt viele Bereiche, bei denen es in Ungarn nicht optimal läuft. Beim Zustand der Presse, Antiziganismus, Antisemitismus, Korruption, Zustand der Demokratie usw. war die Lage vor der Regierungszeit von Orbán aber auch nicht besser, als heute. Vor 2010 waren diese Fragen in der deutschsprachigen Presse trotzdem kaum thematisiert, die hier bestehenden Probleme waren für die deutschsprachige Öffentlichkeit weitgehend unbekannt. Thematisiert wurden diese Probleme, als Orbán an die Macht kam. So wurde aus dem Musterland in kürzester Zeit ein Schandfleck und der Verantwortliche für diese rasche, negative Wandlung: Orbán. Lendvai verfährt nach diesem Muster der selektiven Wahrnehmung.

    • Der Sumpf wurde in Ungarn von Lendvai kräftig mit bewässert wenn man bedenkt das er u. a. von den Megyesi – Kommunisten sogar mit Staats Auszeichnung bedacht wurde trotz angeblich kritische Einstellung zu den selben. Ob die Genossen in der Tat so blöd waren? Oder spielten dabei andere dienste eine Rolle?

    • Die Schlussfolgerung liegt auf der Hand: Lendvai ist längst nicht mehr ernst zu nehmen, wenn es um die ungarische Politik geht. Er ist von demselben Hass getrieben wie Sie. Er kaschiert ihn nur.

      • „Er ist von demselben Hass getrieben wie Sie.“

        schade, wirklich sehr schade, aber a u c h da leigen sie mal wieder daneben…

        probieren sie sich ruhig weiter aus!

        andere zu stigmatisieren hat nicht nur in ungarn eine lange tradition…

      • Ich habe versucht, in Ihren mehreren hundert Kommentaren Hinweise auf etwas anderes als Verachtung und Hass, mitunter gegenüber einem ganzen Volk, zu finden. In Ihren Beiträgen tauchten nicht nur einmal „die Ungarn“ als Objekt der Abneigung auf. Wenn Sie diese Schlussfolgerung nicht wollen, müssen Sie halt was anderes zum Besten geben. Wie Lendvai, der seinerzeit mit einem ORF-Beitrag die Grenzen zur Propaganda überschritten hat.

        Vielleicht irre ich mich aber auch und andere beweisen ein glücklicheres Händchen bei der Analyse Ihrer Beiträge. Ich selbst zweifle dran, denn Troll bleibt Troll, auch wenn er – bzw. sie – sich hier als Opfer der „Stigmatisierung“ durch böse Ungarn darstellt. Der Grund, warum ich Sie hier schmieren lasse, ist, dass der deutsche Leser ruhig erfahren darf, wie die Anhänger jener, die heute „die guten“ Regierungskritiker sind, vorzugsweise debattieren. Spiegel in Ihrem Umfeld scheinen nicht zu existieren 🙂

        Und ja, natürlich ist dieser Blog der Grund für Ihre Art zu diskutieren…geschenkt.

      • ach lieber hv, sie wissen gar nichts u schreiben so viel…

        jedenfalls reduziert er (der beitrag) meine lust hier zu schreiben weiterhin, was wiederum ihnen zugute kommen sollte. nur leider kann ich auch nicht mehr erkennen, dass ihr blog den von ihnen gewünschten erfolg zeitigt.

        woran mag das denn liegen? (sie glauben doch nicht ernsthaft, dass mein geschreibsel daran einen anteil hat – vielmehr könnte es an der leere ihrer worte u ihrer naivität u arroganz liegen)

        denken sie mal darüber nach…

      • „sie glauben doch nicht ernsthaft, dass mein geschreibsel daran einen anteil hat – vielmehr könnte es an der leere ihrer worte u ihrer naivität u arroganz liegen“

        Wie ich schrieb: Spiegel scheinen in Ihrem Umfeld keine zu existieren.

      • „Wie ich schrieb: Spiegel scheinen in Ihrem Umfeld keine zu existieren.“

        auch diese antwort ist scheinbar ihrer arroganz u ihrer unwissenheit zu verdanken.

        vllt sollten wir es dabei belassen. ihre kaum mehr vorhandene leserschaft (geschweige denn ihre schreibende) hat an dieser konversation sicherlich kein interesse.

        forschen sie lieber weiter, was den misserfolg von fidesz u den aufstieg von jobbik angeht – u änderen sie dabei ruhig auch mal ihre blickrichtung.

        dabei ihnen alles gute – bis dahin.

    • Der Schutzpatron „arme österreichische Bauern“ ist wie bekannt Meister der Täuschung.
      Jetzt pfeift er zum Angriff, in Frankfurt damals schlüpfte er in die Opfer Rolle und suchte die Weite.
      Aus .Boros brechen eben die gleiche Emotionen aus die ich bei mein U. Aufenthalt leider alljährlich erfahre wenn es um die liberale Aktivisten aus dem Westen geht. Die bornierte Versuche ihr ung. schrumpf Partei mit aller Mitteln wieder in der nähe der Macht zu manövrieren löst bei fielen „Abneigung“ aus. Damit umzugehen muss wohl gelernt sein.
      Kann man womöglich hinter diese Hetze Absicht vermuten? Oder würde man dabei die strategische Fähigkeiten auch US liberale überschätzen?

  2. „Kann man womöglich hinter diese Hetze Absicht vermuten?“

    könnten sie vllt ein bsp nennen für unabsichtliche hetze? das würde ihr anliegen uu etwas mehr verdeutlichen…

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