Tapolca: Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Jobbik und Fidesz

Bei der heutigen Nachwahl zum ungarischen Parlament im Wahlkreis Tapolca (Wahlkreis Nr. 3 des Komitats Veszprém) liegt, nach der Auszählung von ca. 96% der abgegebenen Stimmen, der Kandidat der rechtsradikalen  Oppositionspaetei Jobbik vorne. Lajos Rig kommt auf 35,41% der Stimmen, knapp hinter ihm folgt Zoltán Fenyvesi (Fidesz-KDNP) mit 34,03%. Ferenc Pad, der Kandidat der Sozialisten/DK, erhält 26,51%.

  

Die Nachwahl wurde erforderlich, weil der Wahlkreisabgeordnete nach schwerer Krankheit verstorben war. 

Update: Jobbik hat nach aktuellen Zahlen die Nachwahl mit einem Vorsprung von nur 261 Stimmen vor dem Fidesz-Kandidaten für sich entschieden und damit das erste parlamentarische Direktmandat seit ihrer Gründung errungen. 

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6 Kommentare zu “Tapolca: Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Jobbik und Fidesz

  1. „Az embereket sikerült mozgósítanunk, csak nem a megfelelő irányba“ – mondta Gőgös Zoltán, az MSZP elnökhelyettese. („Wir haben es geschafft, die Menschen zu mobilisieren, nur leider in die falsche Richtung“ – sagte Zoltán Gőgös, der stellvertretende Vorsitzende der Sozialisten.)
    http://www.origo.hu/itthon/20150412-semmit-nem-csinalna-mashogy-az-mszp-a-tapolcai-vereseg-utan-veli-gogos-zoltan-jobbrol-kapott-pofont.html

    Dieser Satz von Gőgös bestätigt meinen Eindruck, dass der Vormarsch von Jobbik in nicht geringem Maß den ungarischen „Linksliberalen“ zu verdanken ist. Viele Jahre waren unberechtigte Rassismus- und Antisemitismusvorwürfe, die Tabuisierung der Probleme des Zusammenlebens der Roma- und Nichtromabevölkerung ihre Wunderwaffe. Seit einigen Monaten fahren sie einen gnadenlosen Propagandafeldzug gegen die Regierungsparteien, in dessen Mittelpunkt Korruptionsvorwürfe und soziale Demagogie stehen. Offensichtlich blieb diese Negativkampagne nicht ohne Erfolg. Nur wenn viele Wähler nun glauben, dass Fidesz Politiker korrupt sind, werden sie deswegen nicht links wählen, da die „Linke“ für viele noch korrupter gilt als Fidesz. Profiteur der Negativkampagne ist Jobbik.

    • die hier auf dem blog verlautbarten reflexe sind eigtl nur noch zum kopfschütteln.

      mehr fällt ihnen dazu nicht ein?

      • Ein kräftiges Kopfschütteln wäre bestimmt heilsam. Vielleicht sortiert sich was.
        In einer von generiertem Frust bestimmten Wahl deklassierte das Wahlvolk die liberalgesteuerten linken Parteien. Das ist gut so. Das Ergebnis wird besser wenn das Korruptionsgeschrei sich als substanzlos erweist. Dann hat Ungarn nach der nächsten Wahl wieder die bestmögliche Regierung.

  2. Pingback: Rechtsradikale gewinnen Direktmandat – was sind die Gründe? | Hungarian Voice - Ungarn News

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