Rechtsradikale gewinnen Direktmandat – was sind die Gründe?

Die gestrige Nachwahl zum ungarischen Parlament brachte der rechtsradikalen Oppositionspartei Jobbik das erste Direktmandat seit ihrer Gründung im Jahr 2003. Was sind die Gründe für das Erstarken der EU-feindlichen, offen rassistischen und antisemitischen Gruppierung? Fünf aus vielen möglichen Gründen:

1. Protestpartei und vermeintlicher „Anwalt der Landbevölkerung“

Sieht man sich die Wahlergebnisse der vergangenen Parlamentswahlen an, so fällt auf, dass Jobbik bislang besonders gute Ergebnisse auf dem Land, vorzugsweise in schwächeren Regionen (z.B. Szabolcs-Szatmár, Heves, Hajdú-Bihar) erzielen konnte. In Budapest spielt die Partei keine annähernd so bedeutende Rolle, in einigen Stadtbezirken nahm sie bei Wahlen den vierten Platz, noch hinter der grün-alternativen LMP, ein. Man kommt in Anbetracht dieses regionalen Gefälles nicht umher, bei der Analyse der Wahlergebnisse ein Augenmerk auf die Situation der ungarischen Landbevölkerung zu werfen: Ein geringes Durchschnittseinkommen, Wegfall von Arbeitsplätzen, Konkurrenz durch ausländische Agrarprodukte, Immobilienkäufe durch Ausländer, die Ausdünnung des Streckennetzes bei öffentlichen Verkehrsmitteln und eine zum Teil desolate innere Sicherheit, gepaart mit dem Gefühl, von den etablierten, aber zutiefst zerstrittenen und mit sich selbst beschäftigten Parteien „oben in Budapest“ („Budapesten“) nicht ernst genommen oder gehört zu werden. Jobbik ist stets vor Ort und bietet – wie alle populistischen Bewegungen – einfache Lösungen für komplexe Probleme an: Austritt aus der EU, Verbot des Landerwerbs durch Ausländer, Bekämpfung der sog. „Zigeunerkriminalität“. Parolen, wie sie zum Teil auch in den Regionen Ostdeutschlands zu Wahlerfolgen der DVU und NPD geführt haben. Hinzu kam die Wirtschafts- und die – auch von ausländischen Kreditinstituten mitverursachte – Schuldenkrise sowie ein aktueller EInbruch der Popularität der Regierungspartei Fidesz, u.a. wegen millionenschwerer Pleiten zweier Brokerhäuser (Buda-Cash und Quaestor), bei denen Menschen um ihre Ersparnisse bangen.

Kurzum: Eine Mischung aus Protest, Tagespolitik und von den anderen Parteien ignorierter Probleme führten zur Stärke von Jobbik. Die Partei stellt bereits mehrere Bürgermeister (z.B. in der ehemaligen sozialistischen Industriestadt Ózd) und ist „in der Fläche gut vernetzt.

2. Von Korruptionsaffären unbelastete „dritte Kraft“

Die wirkliche Konstante der ungarischen Politik seit der Wende ist, dass die jeweiligen Machthaber und die sie umgebenden Interessengruppen den Staat zu ihrem persönlichen Eigentum erklärt zu haben scheinen. Dies hat jedenfalls seit 1994 zu extremen Machtkämpfen geführt, die weniger auf die besten politischen Rezepte, sondern vielmehr auf die Gewinnung wirtschaftlicher Macht und die möglichst nachhaltige Zerstörung des politischen Gegenübers abzielten. Die Auseinandersetzung war von gegenseitiger Stigmatisierung geprägt, den Konservativen wurden faschistische und völkische Züge unterstellt, die Sozialisten als Kommunisten bezeichnet. Ökonomische Interessengruppen finanzierten (nicht selten mit illegalen Mitteln) die Politik, die wiederum umsorgte „ihre“ Oligarchen, sympathisierende und mit Anzeigenkampagnen gefütterte Medienhäuser machten die Presse. Ein hervorragender Nährboden für Korruption und Günstlingswirtschaft entstand, eine Tatsache, die von ausländischen mittelständischen Unternehmen, die in Ungarn investieren, seit langem offen kritisiert wird.

Die mächtigste dieser Interessengruppen war, jedenfalls bis 2002, die Sozialistische Partei mit ihrem aus ehemaligen Funktionären der Arbeiterpartei bestehenden Dunstkreis, Personen, die nicht selten im Rahmen sog. „spontaner Privatisierungen“ in der Wendezeit Millionenvermögen und Medienmacht anhäufen konnten. Oft genug wurden in der Partei vernetzte Fabrikdirektoren volkseigener Betriebe deren Eigentümer, Redakteure von Parteiorganen nahtlos in die „demokratische“ Presse übernommen. Nach der verlorenen Wahl 2002 versuchte der heutige Ministerpräsident Viktor Orbán, diesen unbestreitbaren, wenn auch von Anhängern von MSZP und SZDSZ bis heute nicht akzeptierten strukturellen Nachteil“ (80% der Medien verfolgten eine eher linksliberale Linie, ein Umstand, den Orbán für seine Abwahl mitverantwortlich machte) dadurch wett zu machen, dass – nach dem Vorbild der Sozialisten – Medien in den Einflussbereich des Fidesz eingebunden und der Versuch unternommen wurde, das eigene Lager mit ökonomischer Macht auszustatten. Der (weitere) Aufstieg von Oligarchen wie Lajos Simicska, Zsolt Nyerges und Gábor Széles fällt ebenso in diese Zeit wie der Aufbau fidesznaher Medienimperien (z.B. Infocenter). Die Strategie hatte, aus Sicht des Fidesz, Erfolg: HírTV, Magyar Nemzet und EchoTV waren für Fidesz das, was ATV, Népszabadság und 168 óra für die ungarische Linke waren. Im Online-Bereich war Fidesz schnell erfolgreicher. Nach jedem Regierungswechsel entbrannte zudem ein Kampf um die Vorherrschaft beim staatlichen Rundfunk und Fernsehen, erstmals 2002 (nach der Abwahl von Viktor Orbán und dem Sieg des parteilosen, von der MSZP unterstützten Péter Medgyessy) kam es zu Entlassungswellen; diese fanden nach 2010 ihren Höhepunkt, als Viktor Orbán erneut zum Ministerpräsidenten gewählt wurde und Fidesz eine parlamentarische 2/3-Mehrheit erhielt.

Die Partei Jobbik tritt mit dem Versprechen an, von den „korrupten“ Seilschaften der Nachwendezeit unbeeinflusst und damit unverbraucht zu sein. Auch wenn man, in Kenntnis der ungarischen Politik, eher der Auffassung sein muss, dass die fehlenden Korruptionsaffären bei Jobbik eher damit zu tun haben, dass ihre Funktionäre eben noch nicht nah genug an den Schalthebeln waren, kommt das Saubermann-Image bei jenen Wählern an, die sich durch jene hemmungslosen Berufspolitiker um die Früchte ihrer Arbeit betrogen sehen, die sich Millionenvillen aus unbekannten Geldquellen finanzieren, mit dem Hubschrauber umherfliegen und im Parlament durch teure Uhren auffallen. Hinzu kommt, dass sowohl die fidesznahen (mit Ausnahme des rechtslastigen EchoTV) als auch die linken Medien Jobbik keinen der Bedeutung der Partei (17-20% der Wähler) ausreichenden Raum boten, die Partei gewann auch gerichtliche Auseinandersetzungen wegen „verzerrender Darstellung“ und konnte sich erfolgreich als Opfer der Zensur darstellen.

3. Linke Diktatur = Rechtes Anti-Establishment

Betrachtet man die deutsche Nachkriegsgeschichte, lassen sich – wenn auch mit umgekehrten Vorzeichen – durchaus gewisse Schlussfolgerungen im Bezug auf Ungarn ziehen. Unbestreitbar war die deutsche Politik, etwa 25 Jahre nach Kriegsende, von einem Konflikt der Generationen bestimmt und mündete in die 1968er. Anti-Establishment bedeutete seinerzeit, sich von den Eltern loszusagen, ihre Geschichte und ihr Versagen während der Zeit des Nationalsozialismus zu hinterfragen und lautstark Kritik daran zu üben, dass ehemalige Nazis noch immer die Politik, die Wirtschaft, die Rechtspflege und die Hochschulen mitbestimmen durften. Eine rechtsradikale Vergangenheit führte damals zu einem „linken“ Anti-Establishment, das bis in den gewaltbereiten Linksextremismus abdriftete.

Wer die Entwicklung von Gegenbewegungen – jedenfalls zum Teil – als Reaktion auf die Elterngeneration sieht, wird nicht unbedingt überrascht sein, dass die „Gegenbewegung“ in Ungarn, einem Land, das vor der Wende 1989 mehr als 40 Jahre kommunistische Diktatur durchlebte, in das rechte und rechtsextreme Spektrum geht. Das Establishment, d.h. der ehemalige sozialistische Staatsapparat, wurde nach der Wende nicht ausgetauscht, sondern konnte politische und wirtschaftliche Macht bis in das hier und heute retten. Die friedliche Wende am runden Tisch verhinderte nur zu oft, dass Täter zur Verantwortung gezogen wurden – einer aus ihren Reihen, der jüngst verstorbene Gyula Horn (Ministerpräsident 1994-1998), war etwa an der Niederschlagung des Volksaufstands von 1956 beteiligt. Die Anhänger von Jobbik sind keineswegs nur ungebildete Schichten, die auf dumpfe Parolen hereinfallen: Mehr als 30% der Studenten sehen sich, trotz offen rassistischer und antisemitischer Züge der Partei, als Anhänger der Partei. Zwar ist es zu kurz gegriffen, die gefährliche Entwicklung von Jobbik als Summe aus jugendlichen Sünden zu verstehen: Gleichwohl ist der Gedanke des Anti-Establishments ein vertretbarer. Das jugendliche Alter vieler Anhänger macht die via Facebook und das Internet geführte Kampagnen zudem sehr effektiv.

4. Innere Sicherheit? Das Versagen und der Zynismus der etablierten Parteien

Im Hinblick auf die desolate innere Sicherheit in vielen ländlichen Gebieten, insbesondere in Regionen mit einer großen Zahl sozial weit unterprivilegierter Menschen – oft Angehörige der Roma-Minderheit – ist auch ein Versagen der Innenpolitik zu konstatieren. Presse taucht erst dann vor Ort auf, wenn Rechtsradikale marschieren, bestohlene, beraubte und belästigte Dorfbewohner locken offenbar niemanden in Orte wie Enying, Gyöngyöspata oder Tiszalök. Jedoch: Dort, wo der Staat sein Gewaltmonopol aufgibt, die Bürger nicht vor alltäglichen Diebstählen und Gewalt schützen kann, suchen sich die Menschen anderweitig Sicherheit. Nur durch ein eklatantes Versagen der Politik seit 2002 ist etwa die Entstehung der rechtsradikalen „ungarischen Garde“ und weiterer paramilitärischer Neonazi-Gruppen zu erklären. Ebenso wie der seltene, in westlichen Ohren ganz und gar unerhört scheinende Umstand, dass mitunter sogar Mitglieder der Roma-Minderheit sich über die „Bürgerwehren“ gefreut haben sollen, weil auch sie die Hoffnung hatten, Raubzüge würden der Vergangenheit angehören.

Die etablierten Parteien verfolgten hier unterschiedliche, aber gleichermaßen kritikwürdige Ansätze: Die Linken und Liberalen versuchten in den Jahren 2002-2010, das Problem mit Begriffen wie „Überlebenskriminalität“ zu bagatellisieren (der Zigeunerwojwode Attila Lakatos kritisierte den laxen Umgang mit Straftätern), kleinere Diebstähle wurden nicht mehr verfolgt, die Bevölkerung allein gelassen. Pünktlich vor den Wahlen entdeckte das Linksliberale Bündnis ihr Herz für die Roma-Minderheit, weniger um ihre Situation zu verbessern, sondern um sie zu den Wahlurnen zu locken. Zeitgleich vermied es die damalige Oppositionspartei Fidesz um jeden Preis, sich von Jobbik trotz ihrer hetzerischen Auftritte deutlich zu distanzieren, um potenzielle Wähler des rechten Lagers nicht zu vergraulen, Jobbik bildete schließlich die „Reserve“ künftiger Wahlen. Eine explosive Mischung. Erst nach 2010 ergriff Fidesz – schon an der Macht – hin und wieder publikumswirksam die Initiative, um Jobbik und die Rechtsradikalen zurück zu drängen: Zu diesem Zeitpunkt war die Partei allerdings schon ein Machtfaktor geworden, verbotene „Garden“ tauchten in leicht abgewandelter Montur bald wieder auf. Hier muss man eine Art „Schaukelpolitik“ des Fidesz konstatieren, die einerseits auf Aktionen gegen Jobbik setzte, sich aber andererseits auch deren Forderungen (teilweise) zu eigen machte (z.B. Trianon-Gedenktag).

5. „Fidesz‘ verdorbene Kinder“?

Nichts ist in ungarischen linksoppositionellen Kreisen beliebter als die simple These, Fidesz habe Jobbik höchstpersönlichh entbunden und groß gemacht. Dieser Ansatz ist im Hinblick darauf, dass die ungarische Linke – insbesondere aber die Liberalen – diesbezüglich ebenfalls schwere Versäumnisse begangen haben, von dem sie ablenken wollen, nur zu verständlich. Es führt freilich kein Weg an der Einsicht vorbei, dass Jobbik während einer linksliberalen Regierungsphase nicht nur in das ungarische, sondern erstmals auch in das EU-Parlament einzog (2009). Es ist auch kaum bestreitbar, dass die seinerzeitigen Regierungen (Medgyessy, Gyurcsány, Bajnai) eher damit beschäftigt waren, Jobbik als Angriffsfläche gegen Fidesz zu nutzen und Fidesz mit Forderungen nach Distanzierung vor sich herzutreiben, als die Partei inhaltlich zu bekämpfen: Die ungarische Linke – deren Anhänger, am jüngsten Beispiel Ózd betrachtet, auch mal unmittelbar von links nach extrem rechts wechselten – schien Jobbik zeitweise zu brauchen, wie eine Scheibe Brot, gerade in der Kommunikation gegenüber den betreffend rechtsradikaler Tendenzen sensiblen Ländern Westeuropas, insbesondere Deutschland. Dazu passt es, dass die Sozialisten in der innenpolitischen Auseinandersetzung öffentlich bekundeten, nicht Jobbik sei der Gegner, sondern Fidesz. Auch die im Oktober 2006 geübte Polizeibrutalität und die Unfähigkeit der damaligen Führung, die Gewaltexzesse zu kritisieren, war ein trauriger Meilenstein im Erstarken von Jobbik, die sich in einer Parallele zum 1956-er Volksaufstand darstellen wollte.

Allerdings kann die erhebliche Mitschuld des Fidesz am Erstarken von Jobbik ebensowenig bestritten werden:

Die Partei hat ihre Wurzeln in einer rechten Studentenbewegung, die noch 1999 – also während der ersten Regierung Orbán – gegründet wurde. Seinerzeit vertraten ranghohe Fidesz-Politiker (u.a. der Verfassungsrichter und damalige Kanzleramtsminister István Stumpf) die Ansicht, es wäre vorteilhaft, eine nationale Jugendbewegung aufzubauen, die den rechten Rand abdeckt und so in der Nähe und unter Kontrolle des Fidesz gehalten werden könnte. Jobbik-Parteichef Gábor Vona, ehemals Vorsitzender einer rechtsgerichteten christlichen Studentenbewegung, war zudem von 2002-2003 auf Einladung Viktor Orbáns Mitglied in einem Fidesz-nahen außerparlamentarischen Bürgerkreis, den er aber schon 2003 wieder verließ, um sich in der gerade als Partei gegründeten Jobbik zu engagieren. Man muss also konstatieren, dass Fidesz seit 2003 ebensowenig versucht hat, die Partei einzudämmen, sondern sie, wenn auch mit entgegengesetzter Zielrichtung als die Sozialisten und Liberalen, für politische Landgewinne rechts der Mitte zu nutzen. Selbst als im Jahr 2006 rechtsradikale Hooligans das staatliche Fernsehen angriffen, brachte es Orbán nicht fertig, die rechtsextreme Gesinnung der Täter öffentlich zu brandmarken. Er wollte nur Opfer sehen, die damalige Regierung nur rechtsradikale Täter…

6. Fazit:

Das Erstarken von Jobbik ist auf ein Ursachenbündel zurück zu führen, an dem die gesamte „etablierte“ Politik eine traurige Rolle eingenommen hat. Nicht nur, dass die Zerstrittenheit von „rechts“ und „links“ (das politische Koordinatensystem ist mit dem westeuropäischen nicht völlig in Übereinstimmung zu bringen!) einen „Aufstand der Anständigen“ verhindert, nein: Die Partei wurde sogar von beiden großen Blöcken als Waffe gegen den politischen Gegner eingesetzt. Dabei wurde jedoch übersehen, dass die politischen Gegebenheiten einer Anti-Establishment- und Protestbewegung von rechts enorme Wachstumschancen bieten, ferner eine „Gefahr von rechts“ in einem Land, das zuletzt eine kommunistische Diktatur war, (noch) nicht die gleiche Abschreckungswirkung entfaltet, wie in der Bundesrepublik; wer heute von links als Kritiker des Neofaschismus auftritt, wird, ob er nun Recht hat oder nicht, oft genug in der Tradition des Realsozialismus gesehen, in dem die Warnung vor dem Faschismus eine abgedroschene politische Botschaft war.

Das Ergebnis der letzten 15 Jahre sahen wir am Wochenende: Jobbik wird, das steht fest, in der Bevölkerung (noch) nicht als Gefahr, sondern als Chance und Alternative wahrgenommen. Es obläge den etablierten Parteien, etwas dagegen zu tun. Momentan sieht es nicht so aus, als fänden sie die Kraft dazu.

 

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43 Kommentare zu “Rechtsradikale gewinnen Direktmandat – was sind die Gründe?

  1. „…die Ausdünnung des Streckennetzes bei öffentlichen Verkehrsmitteln,…“

    damit haben sie, fürchte ich, den nagel auf den kopf getroffen. daran könnte es tatsächlich liegen…

  2. Die weniger als 300 fehlenden Stimmen für den Fidesz sind auch ein Ergebnis der Wahlwerbung.
    Auf der Fahrt zum Balaton in der Osterwoche über Devecser und Tapolca fielen mir besonders die Jobbik-Großflächenplakate in jedem noch so kleinen Ort auf.
    Die Werbung der Konkurenz im Wahlkreis lag dagegen eher am Rand der Wahrnehmungsschwelle.

    • Wo verläuft eigentlich, nach Ihrer Meinung, die von Orban verursachte Trennlinie der Spaltung in U.? Zwischen Li. Re., Nord Süd, liberal illiberal oder der Donau entlang?
      Verschiedene Meinungen zu haben in der Politik gehört doch zu den demokratischen Grundregeln.
      Oder gebührt das liberale nur den Finanzmächten in der „liberalen Demokratie“? Wie es schon oft vermutet wurde.
      Trotz allem bedanke ich mich für die Videos. Ich hätte Probleme die in Internet zu finden.
      Machen Sie das Professional?
      Szaniszlo.s melancholische polit-Polemik ist zwar bizarr, mit den Inhalten kann ich mich aber teilweise identifizieren. Bayer, Boros, Bogar Trio sehe ich gerne wenn ich in Ungarn bin, schätze Bogar.s Sachkenntnis. Drabik.s Vortrag war sehr interessant. War mir nicht bekannt,
      (Drabik und auch der Vortrag)
      PM-Karacsonny.s stotter-stunde habe ich bis zum Satz „Váltsuk le Orbant aztan majd valahogy megoldjuk.“ das reichte, obwohl der Satz die ganze Opposition charakterisiert.

      • Ihre Replik beweist, dass selbst noch aus der Auseinandersetzung mit so schlichten Seelen, die, wie ihre selbstverliehenen Kosenamen verraten, eine liebevolle Beziehung zu sich selbst und ihrer Einfältigkeit pflegen, etwas Gutes für die Leser dieses Blogs herausspringen kann.
        Ja, die Stotterei der „demokratischen Opposition“ in Ungarn erschöpft sich in der Forderung nach dem „Sturz Orbáns“ – koste es, was es will – , dem unausgesprochen Einverständnis, die Demokratie in Ungarn von JOBBIKs Neofaschisten niederreißen zu lassen.

      • „…, mit den Inhalten kann ich mich aber teilweise identifizieren.“

        das habe ich befürchtet – u dennoch freut es mich, dass es ihnen gefällt.

        zurück den drei oben erwähnten grundtugenden ungarischen politischen handelns. auch andernorts denkt man über den verzicht von politischer korrektheit nach:

        http://www.tagesschau.de/videoblog/zwischen_mittelmeer_und_jordan/politische-linke-101.html

        zu meister herche: ein erstaunlich dünner u schwacher beitrag von ihnen. ich wünsche ihnen u uns die zurücksetzung in den ihren alten stand – der war deutlich amüsanter (erinnern sie sich wieder der obiger zutaten (hass, verachtung u überheblichkeit), die bisher ihre statements prägten)

        p.s.: makarjani, die trennung verläuft vermutlich zwischen befürwortung u ablehnung von autoritarismus – die hirnforschung lieferte bereits entsprechende ergebnisse.

      • makarjani, recherchieren sie noch, oder leben sie schon?

        http://www.welt.de/wissenschaft/article1173346/Hirnforscher-scannen-politische-Gesinnung.html

        http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/neuroforschung-hirnstruktur-kann-politische-einstellung-verraten-a-755724.html

        „…, etwa dass Konservative aggressiver auf Bedrohungen reagieren, ihre Politiker oft besser aussehen als Linke, dafür aber tendenziell auch einen geringeren Intelligenzquotienten haben. “

        „…und in Studien ist bereits gezeigt worden, dass Rechtskonservative für Ekel anfälliger sind.“

        p.s.: würden sie sich deshalb operieren lassen?

    • “Die Trennung verläuft vermutlich zwischen Befürwortung und Ablehnung von Autoritarismus”
      Ich würde die Trennlinie eher zwischen jenen vermuten die sich um die Wahrnehmung ungarischer Interessen bemühen und jenen die fremdgesteuert Fremdinteressen durchzusetzen versuchen. Drabig.s Vortrag liefert auch entsprechende Ergebnisse.

      • „Ich würde die Trennlinie eher zwischen jenen vermuten die sich um die Wahrnehmung ungarischer Interessen bemühen und jenen die fremdgesteuert Fremdinteressen durchzusetzen versuchen.“

        wenig verwunderlich, aber dennoch gut, dass wir das noch einmal herausgearbeitet haben.

        ausserhalb dieses dualismus‘ kann o besser soll es also nichts weiteres geben? sehe ich das richtig?

      • Frau Wolf, „… soll es also nichts weiteres geben?“
        Doch, aber von Ihnen kommt kaum mehr! Warum sollte es denn dann …?

    • Sie haben mich ja jetzt richtig überrumpelt. Hirnforschung! Wenn Sie damit nur als Patient zu tun hätten müsste ich Sie ja hoch schätzen. Ich glaube schon gestanden zu haben, nur Maschinenbau am 2-en Bildungsweg. Sie aber beeindrucken mich immer wieder.
      Zufrieden?
      Den billigen Spruch am Anfang haben Sie aber von der IKEA Werbung abgeschrieben! Oder?

      • Soll man Ihr Geschreibsel von links nach rechts oder von oben nach unten lesen? Primär könnte ich auch von rechts nach links lesen, um oben links anzukommen. Mein Problem ist nur, jedesmal, wenn ich Ihren Scheiß lese, lande ich unten rechts, wo man nur hoffen kann, dass der schwache Strahl Ihrer Ergüsse die Seichkachel, in Hessen heißt das Nachtgeschirr Brunzdippe, trifft. Und dass man von da unten aus der rechten Ecke rauskommt, eh der Topf überläuft.

      • was ist eigtl genau, was sie so reizt, herr herche?

        ————-

        frappáns!

        http://feminfo.444.hu/2015/04/22/egyenlo-e-a-no/

        „Kiskoruktól kezdve simán félbeszakítják őket, míg a fiúkat arra bátorítjuk, hogy beszéljenek többet, hangosabban, bátran vitatkozzanak, álljanak ki magukért.“

        erkennen sie sich wieder? dann haben sie ihre lektionen gut gelernt…

      • Was mich an Ihnen so reizt, fragen Sie, Frau Wolf? Ich habe keine leichte Antwort. Ich habe die ganze Nacht nicht geschlafen und nachgedacht, habe die 2014 bei Herder im Druck erschienenen Gespräche über „Gott, Geist und Geld“, die Peter Sloterdijk und Thomas Macho auf Schloß Neuhardenberg führten, vergeblich nach einer Antwort abgeklopft. Ich weiß seit heute Nacht zwar, was die Koranforschung herausgefunden hat, nämlich dass der Glaube an wartende Jungfrauen ein Übersetzungsfehler ist. In Wahrheit handele es sich im Original um eine altaramäische Hymnendichtung über weiße Weintrauben. Und ich denke, so wie wir lernen müssen, weiße Trauben von unberührten Frauen zu unterscheiden, sollten wir uns auch an den Gedanken gewöhnen, Judentum und Zionismus sind voneinander zu unterscheiden, dachte ich heute Nacht in Anlehnung an die Ausführungen von Prof. Macho zur kulturformierenden und außerordentlich kreativen Kraft , die der Islam im spanischen Mittelalter noch war, der „dort sogar so etwas wie eine erste Renaissance hervorgebracht hat“.
        Wiedergeburt, vielleicht ist das die Antwort auf die quälenden Fragen der Zeit. Aber ich bin aus der Kirche ausgetreten. Gleich, nachdem mir die Behörde der – damals noch eine Frau – Bundesbeauftragten für die Resteverwaltung von 1990 sichergestellten Unterlagen des Ministeriums für Staatssicherheit Auskunft zu meiner Person erteilt hatte.
        Wiedergeburt? Nein Danke! Lieber ein zweites Fukushima. Ich halte die Wiederholung für möglich, sehe aber keine Notwendigkeit, mich noch einmal auf das Niveau meiner Staatsbürgerkundelehrerin aus dem Jahr 1970 zu begeben. Nein, lieber bejahe ich die Kontingenz des Todes und verneine die Notwendigkeit jeglicher Kernkraftwerke, inklusive der Auferstehung in Form eines Lebens nach dem Tod.

        Was mich reizt, Frau Wolf, ist das Flair, das Staatsbürgerkunde- und Christenlehrerinnen haben. Ich musste sie mir vierzehnjährig bei Morgenlatte mit Strapsen vorstellen, um nicht zu erschlaffen. Sie hatten diesen. eigentümlich scharfen Geruch, den das Fleisch von Straßenhuren annimmt, die bis zum Morgengrauen auf dem Straßenstrich abhängen, wenn die Laternen erlöschen.

        Beim Morgenkaffee habe ich Google gefragt, was mich an Ihnen reizt, und ob ich meine „lektionen gut gelernt“ habe. Auf meine Frage: „Was ich an Ihnen mag, Frau Wolf „ hat mir Google viele Antworten geliefert. An erster Stelle gab er mir die folgende Antwort:

        Mehr erfahrenOK
        Suchergebnisse

        „Der Wolf reißt Schafe, aber Menschen mag er – noch.“

        https://www.google.de/search?q=Was+ich+an+Ihnen+mag,+Frau,+das+ist&ie=utf-8&oe=utf-8&gws_rd=cr&ei=BdE5VZruAYLYap3igIAP#q=Was+ich+an+Ihnen+mag%2C+Frau+Wolf+

        Danke, Frau Wolf! Genau das macht Ihren Reiz aus, dass Sie allen an die Gurgel gehen, die Sie zum Fressen gern mögen.

  3. „Das Erstarken von Jobbik ist auf ein Ursachenbündel zurück zu führen, …“ Wer will, kann Ihrem Bündel folgen, ich halte Ihr angebotenes Bündel für Keines.

    Der Nationalismus in Ungarn, mit allen Fassetten, war schon immer da. Das ist ein Ergebnis der letzten, mindestens siebzig, Jahren. Das die „Jobbik“ auch bei den „Linken“ zu finden sind, weiß man wenn man in Ungarn lebt. Nur gehen Sie offensichtlich davon aus das nationale Gesinnung durch die Existenz von Parteien entsteht. Es ist doch eher so, dass die Parteien ein Auffangbecken für aktuelle Sichtweisen und Überzeugungen sind. Damit ist das Drohungs-potential gleich null. Von diesem Ursachen-bündel konnte man bei Ihnen noch nie lesen. Es ist mit einer Rechtslinksdenkweise erklärlich unerklärlich, somit steht die Frage unbeantwortet im Raum „was sind die Gründe?“. Schreiben Sie sich die Seele frei, schreiben Sie, mein Freund Orbán ist ein Hetzer und wiegelt das Volk gegeneinander auf. Schon haben wir eine Antwort, HV verhindert das Wort „Nationalismus“.

    • “ HV verhindert das Wort „Nationalismus“.“

      hv, sind sie etwa ung. nationalist (der vermutlich recht gut von seinen münchener anwaltsälären lebt)?

      • Ich befürchte, ouro.boros, dass Sie l.hofer gnadenlos überfordern. Verstand und Ehrlichkeit ist einzeln schon zu-viel verlangt. Wo Bildung keine Frage ist, wie auch, was nicht Sein darf, das nicht Sein kann?

        Wussten Sie, dass schwäbische Altkommunisten Orbán fällen? Mir ist noch nicht klar, wie man so-etwas, kreativ in die ungarische Geschichte einweben kann.

      • meiner bisherigen beobachtung gemäß lässt ausnahmslos alles einweben, was nur annähernd imstande ist den ung. opfermythos u den damit verbundenen hang zum selbstmitleid zu stärken – somit gestaltet sich fast wie von selbst flickenteppich, der die angeblich 1000 noch blutenden wunden zu verdecken versucht.

        mangelnde kreativität ist nun wirklich nichts, was ungarn vorgeworfen werden kann.

        im gegensatz vllt zur gelgentlich an den tag gelegten wahllosigkeit…

      • Ungarn, anno Domini Orbán; insbesondere fallen schwäbische Altkommunisten über Orbán her und fällen ihn. Der Grund dafür war weder rechts noch links vorbei zu wollen. Die Tat war eindeutig anti-politisch nur der Sparsamkeit der Täter geschuldet. Dahergelaufene wollen beobachtet haben, wie die Täter sich jüdisch äußerten, doch die sofortige Anzeige konnte die überraschende Tat nicht verhindern. insbesondere hatten sie deshalb nicht Recht, weil sie Linke waren.

        Die „ungarische“ Anführung, schwäbisch-jüdische-altkommnistische Frauen seien nur unter Sauen zu finden, ist ein weit verbreiteter Glaube aber dieser „Stimme“ eigen und wichtig. ouro.boros die Frauen scheinen insbesondere hier, noch weniger als angesehen zu sein. Da ist doch die Wahllosigkeit, mit mangelnder Kreativität, hausgemacht.

      • Was wollen Sie hören, Don? Dass mir Ihre fortwährende Sprachvergewaltigung die Nackenhaare aufstellt, dass Fremdschämen und Zweifel am deutschen Bildungssystem beim Lesen Ihrer Beiträge unermesslich sind?

        Oder soll ich lügen? Na gut: Sie haben mich getroffen, ich werde mich bessern 🙂 …

      • Ich war überrascht von Ihnen zu lesen ƕ, klingt wie ein Kompliment aus Ihrer Feder. Das „unermesslich“ spricht das jetzt für oder gegen Sie?

    • …und Kugelfuhr hat keine Angst mehr vor den Jodeliks, der schwäbische Altkommunist hat sich mit ihnen vereint.
      Rot/braun Front, Hauptsache Orban fällt.
      Professor Schicker ist mit dem selbstkreierten Ehrendoktorhut schon auf dem Weg nach Niklasing,

      • werter l.hofer, in don kichote’s anmerkungen sind mmn eine menge hinweise versteckt, die auf die tieferen gründe der ung. dauermisere schließen ließen.

        bemühen sie noch einmal ihren verstand u bleiben sie ehrlich bei der bewertung seiner aussagen.

    • Ein Stöckchen für Kugelfuhr….., Rosinante springt….,
      Don K… denkt nach über …?
      Troll “ ohne grossbuchstaben“, überall präsent, trotzdem arme einsame „Sau“

      • na bitte schön. herr herche, l.hofer scheint sie auf ihrer flanke zu überholen.

        legen sie nach/zu – es ist ein rennen entbrannt um die würdigste beleidung missliebiger!

      • Was denn nun, eine arme einsame “Sau”?

        Oder die verkrampfte Schindmähre Rosinante?

      • herr herche, das kann doch so nicht mit ihnen weiter gehen.

        widmen sie sich bitte wieder der inhaltlichen auseinandersetzung – wie sie auch von hv zu recht angemahnt wird.

        oder kaufen sie sich am nächsten kiosk ein paar comichefte.

  4. Der Publizist Róbert Puzsér zum Thema:

    „A Jobbik azért erősödött meg, mert a baloldal nem védte meg az embereket. A politikai korrektség szellemében két évtizeden át tagadták a valóságot, és szolgáltatták ki a magyar vidéket cigányostul, falvastul, panelestül a bűnözésnek, a segélynek meg a nyomornak. Most a Jobbik azért erősödik tovább, mert a Fidesz mohóságból és szavazatszerző cinizmusból hátat fordított a polgári Magyarország eszményének, és a centrumból kivonult. A Jobbik előretörését nem kommunikációs csodafegyverek vagy jól időzített karaktergyilkosságok állíthatják meg, hanem tisztességes kormányzás és egy olyan baloldali ellenzék, amelyik felmondja a polgárháborús politikát.“
    http://mno.hu/jegyzet/tul-a-rettegesen-1282026
    (Jobbik wurde stark, weil die Linke die Menschen in Stich gelassen hat. Die Linke hat im Namen des Political Correctness die Wirklichkeit zwei Jahrzehnte lang geleugnet, hat die ungarische Provinz samt Roma, samt Dörfer, samt Plattenbau der Kriminalität, der Sozialhilfe und dem Elend ausgeliefert. Nun wird Jobbik noch stärker, weil Fidesz sich – von Gier und dem Zynismus der Wahlstimmenoptimierung getrieben – vom Ideal des bürgerlichen Ungarns verabschiedet hat und das Zentrum verlassen hat. Der Vormarsch von Jobbik ist nicht durch mediale Wunderwaffen oder Charaktermorde, vielmehr durch ein Regieren mit Anstand und durch Verzicht auf die Bürgerkriegspolitik der linken Opposition zu stoppen.)

    Ich denke, in dieser Kürze ist es kaum möglich, das Phänomen besser zu beschreiben.

    • Stichwort „TGM“, ich kann mit der ungefilterten Realität grausamer Bilder umgehen.

      Tamás Gáspár Miklos’ Interviews auf dem Online-Portal LiveLeak schau ich mir trotzdem nicht an.

      http://www.atv.hu/videok/video-20150415-valtopart-lehet-e-a-jobbik

      Stichwort „TGM“, weil ich schlecht drauf bin, guck ich – trotz JOBBIK-Wahlsieg – lieber „Magyarország szeretlek“. A memóriazavar és a zavarodottság ellenére mindenki jól érzi magát, Tapolca után is. Rajtam kivül mindenki jól érzi magát Magyarországon.

      http://www.mediaklikk.hu/2015/04/15/a-robbanas-a-memoriazavar-es-a-zavarodottsag-ellenere-mindenki-jol-erezte-magat/

      Eines der objektivierbaren Symptome meiner depressiven Episode, die in der Osterwoche in Ungarn begann, ist meine Untätigkeit angesichts der Bilder von schweren Menschenrechtsverletzungen in Ungarn, die am Ostermontag unzensiert vom öffentlich rechtlichen Fernsehen gezeigt wurden. Wer will, kann es sich selbst ansehen: ein paar historische Outfits, ein Mädchen, das derb am Arm gepackt wird, und das sich eimerweise mit kaltem Wasser überschütten lässt. Das Opfer dankt es seinen Peinigern mit roten Ostereiern.

      http://www.mediaklikk.hu/video/hungary-reports-2015-aprilis-6/

      Arno Gruen behauptet, es sei höchste Zeit, gegen diese Kultur des Gehorsams zu revoltieren: „Nur so können wir die Demokratie stärken und besser miteinander leben.“
      Arno Gruen wurde 1926 in Berlin geboren. Er lebt heute in der Schweiz. In seinen zahlreichen Veröffentlichungen beschäftigt er sich mit den psychologischen Ursachen für Gewalt und Fremdenhass, mit den Voraussetzungen für Autoritätsgläubigkeit und Demokratie.
      Stichwort „TGM“, unter Nicolae Ceaușescu avancierte Tamás Gáspár Miklós zum “Philosophen”, unter János Kádár zur “demokratischen Opposition” und nach der “Friedlichen Revolution” zum eminenten Mitglied der “Glaubensgemeinde Budapest”
      (hier der informative Link zur Münchener Glaubensgemeinde) http://www.ggmd.de avanciert /
      Was – außer ihrer Unterwerfung – Sándor Németh zu Ostern von seinen Anhängern verlangt hat, weiß ich nicht. In der „Slowakei“ ist es sogar Brauch, dass Männer ihre gehorsamen Frauen zu Ostern mit einer handgemachten Rute (korbac) schlagen. Die Rute wird dafür mit bunten Bändern geschmückt. Durch die Schläge sollen böse Kräfte aus dem Körper der Frauen hinaus geschlagen werden. Die aus frischer Weide geflochtenen Ruten sollen auf die Frauen und Mädchen lebensspendende Energie und Frische übertragen. Nur in einigen wenigen Dörfern revanchieren sich die Frauen dafür bei den Männern, indem sie die eimerweise mit kaltem Wasser übergießen. Leider ist das noch nicht flächendeckend verbreitet und wird nur in ein par kleinen Dörfern in der Region Zemplén so gelebt.
      (Quelle: http://www.brauchwiki.de/Osterbr%C3%A4uche_in_der_Slowakei )
      Arno Gruens 2014 bei Klett-Cotta erschienenes Essay „Wider den Gehorsam“ hat 2015 die sechste Auflage erreicht. In der Buchkritik des Deutschlandfunks wurde seine Schrift zerrissen. Das macht mir Hoffnung.

      Ach, und wenn sich mit dem JOBBIK-Wahlsieg kein Eimer braunes Wasser mit dem glitschigen Lajos Rig und dem noch fieseren Vona auf das Land ergossen hat, dann weiß ich auch nicht, was noch alles passieren muss, bis Ungarn endlich das Gruseln lernt.

      • hv, hat nicht jeder autor in ihren augen „recht“, wenn er nur schlecht genug über die ung. linke schreibt?

        dass man ihnen blindheit auf dem anderen auge vorwirft, ist wahrscheinlich gar nichts neues…

      • Werte Frau Krampf, warum vergessen Sie nicht eine Sekunde lang Ihre Abneigung mir gegenüber und üben stattdessen inhaltliche Kritik an dem Beitrag von Herrn Petö? Oder anders gesagt:

        In petös anmerkungen sind mmn eine menge hinweise versteckt, die auf die tieferen gründe der dauermisere der ungarischen linken und die erstarkung der jobbik schließen ließen. bemühen sie noch einmal ihren verstand u bleiben sie ehrlich bei der bewertung seiner aussagen.

      • in ordnung, hv. eine sekunde ist ja nicht allzu lang…

        nehmen wir auch noch tölgyessy péter dazu, dann wird das bild noch klarer:

      • “ A beteg magyar értékvilág tézise talán a mohácsi vész utáni önvizsgálattal kezdődik nálunk, és azóta Zrínyi Miklóstól, Széchenyi Istvánon át, Szekfű Gyuláig folyamatos eleme az ország bajai magyarázatának. A nyolcvanas években szemléletes példáit adta az állampolgári értékrend ellentmondásainak Hankiss Elemér: Társadalmi csapdák. Diagnózisok. Magvető Kiadó, Budapest, 1983….“

        eine fussnote zu:

        Lemaradó ország
        http://www.komment.hu/tartalom/20130617-tolgyessy-peter-az-orbanrendszer-termeszete-1.html%7CAz

        hv, sie wissen, dass ich nicht oder nur sehr ungerne argumentiere. im wesentlichen möchte ich mein geschreibsel nur als widergabe meiner beobachtungen bzw als un- o einverständnis zu bestimmten fragen resp ihrer beantwortung verstanden wissen. ergo: auch nur eine meinung…

      • der autor ist auch bei rónai egon aufgetreten:

        zusammenfassend könnte man meinen, der populismus ist dabei neue höhen zu erreichen.

        hv, don kichote bietet ihnen inhalte, sie bieten ihm billige bildungsbürgerliche polemik. sie können doch mehr – zeigen sie es/sich.

        wie soll es weiter gehen mit der konservativen revolution? sehen sie auch in der von pc befreiten linken eine gefahr für ihr projekt?

  5. Der Jobbik-Erfolg in Tapolca ist ein nicht überzubewertender Einmal-Sieg.

    Was die Leute zum Ausdruck bringen wollten:

    FIDESZ = nein danke, nicht mehr in der bisherigen Form.

    Mehr nicht.

    Harren wir dem, was da kommen mag (nein, kein Jobbik-Sieg und auch kein MSZP-Sieg im Jahre 2018) …

    p

  6. Pingback: Nachwahl in Tapolca: Erneuter Wahlsieg von Jobbik erwartet | Hungarian Voice – Ungarn News

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