FAZ: Stephan Löwenstein über die Grenzabsperrung an der ungarisch-serbischen Grenze

Stephan Löwenstein berichtet in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung über den ungarischen Entschluss, an der Grenze zu Serbien einen mehrere Meter hohen Zaun zu errichten.

http://www.faz.net/aktuell/politik/europaeische-union/ungarn-will-grenzzaun-gegen-migranten-errichten-13652435.html

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8 Kommentare zu “FAZ: Stephan Löwenstein über die Grenzabsperrung an der ungarisch-serbischen Grenze

  1. „Wegen der ungarischen Geschichte ist das Vorgehen besonders delikat.“

    Schwaches Argument, Herr Löwenstein.

    Wenn sich der Zaun jetzt bewährt und der Migrantenanstrum drastisch zurückgeht, kräht in 6 Monaten kein Hahn mehr danach und er kann wieder demontiert werden.

    Schreibt Ungarn jetzt halt ein neues, delikates Kapitel seiner Geschichte (wie die Bulgaren mit ihrem Zaun an der bulgarisch-türkischen Grenze vor 1-2 Jahren auch).

    Kein Beinbruch.

  2. naja, nach dem alten Zaun hat erst auch kein Hahn gekräht, dann stand er aber 30 Jahre lang.

    Also Aufbauen ist einfach; das Abbauen kann Jahrzehnte dauern.

    • Selbst wenn er stehen bleibt, das ist doch völlig unerheblich.

      Hauptsache, er erfüllt seinen Zweck und stoppt den Strom der illegalen Immigranten.

      Manchmal wartet man in Röszke (ein offizieller Grenzübergang an der serbisch-ungarischen Grenze) mehrere Stunden, um nach Ungarn einzureisen.

      Illegal dagegen ist’s kinderleicht: einfach querbeet über die grüne Grenze.

      Warum soll das toleriert werden?

      Vielleicht, weil Löwenstein an einer Mauer- und Zaunphobie leidet? Das kann nicht ein Problem Ungarns sein.

  3. Ich weiß nicht, was mich mehr bestürzt – dass Ungarn keine bessere Idee haben als einen riesen Zaun zwischen Szeged und Szabadka/Subotica, oder die deutschen Sympathiebezeugungen für diese „Lösung“?
    Beides ist ein überdeutliches Zeichen für die Größe des Problems, nicht zuletzt in unseren Köpfen.

    • „die deutsche Sympathiebezeugungen für diese “Lösung” hält sich wohl schwer in Grenzen!
      Was mich mehr bestürzt ist, was die Ungarn in der Vajdaság wohl fühlen, wenn sie von ihrer „Heimat“ Ungarn abgezäunt werden.

      • Der Zaun soll nur die Durchlässigkeit der grünen Grenze verringern. Die Passierbarkeit der Grenzübergänge bleibt für die Bürger Serbiens und Ungarns unberührt. So können die in Vajdaság (Vojvodina) lebenden Ungarn genauso nach Ungarn fahren, wie ohne den Zaun.

    • „Beides ist ein überdeutliches Zeichen für die Größe des Problems, nicht zuletzt in unseren Köpfen“ – *schmunzel*

      Ein für alle Deutschen kollektiv vorgeschriebenes Denkkorsett zur Beurteilung unvorhergesehener Ereignisse in Ungarn gibt es zum Glück noch nicht.

  4. Was mich bestürzt ist: es werden immer mehr minderjährige Kinder ohne Begleitung an der grünen Grenze aufgegriffen.

    „2014-ben 1300 kísérő nélkül, embercsempészek közreműködésével érkező kiskorú “fordult meg” a magyar gyermekvédelemben,

    idén az első öt hónapban 2300-ra emelkedett ez a szám és az év végéig várhatóan eléri a 6 ezret.“

    http://444.hu/2015/06/18/czibere-jelentos-nyomas-alatt-a-gyermekvedelmi-rendszer-az-embercsempeszek-miatt/

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