Tiefpunkt: Ungarische Behörden täuschen Flüchtlinge über Zugziel

Die ungarischen Behörden haben heute durch ein beispielloses Täuschungsmanöver versucht, die am Budapester Ostbahnhof campierenden Flüchtlinge in das Auffanglager in der Nähe von Bicske zu bringen und damit Empörung bis hin zu panischen Reaktionen unter den Betroffenen ausgelöst. Die neueste Episode bildet einen vorläufigen Tiefpunkt im Umgang der ungarischen Behörden mit den seit Tagen in Budapest gestrandeten Flüchtlingen.

Was war geschehen? Der Ostbahnhof (keleti pu.) wurde, nachdem er seit Dienstag Vormittag von Flüchtlingen nicht mehr betreten werden durfte, heute früh überraschend wieder freigegeben. Allerdings standen keine internationalen Züge in Richtung Wien und Deutschland, sondern nur Inlandsverbindungen, unter anderem in RIchtung österreichische Grenze, bereit. Mehrere hundert Flüchtlinge, die sich zum Teil seit Tagen im Besitz von Bahntickets befanden, stürmten einen Zug der GYSEV – einer Bahnverbindung über Györ nach Sopron -, nachdem sie über die Anzeigen erfuhren, dass der Zug in Richtung Westen fahren sollte.

Nur kurze Zeit nach der Abfahrt dann die Überraschung: Der Zug wurde von der Polizei im Bahnhof von Bicske angehalten, die Flüchtlinge aufgefordert, die Waggons zu verlassen, um in das nahe Auffanglager verbracht zu werden. Stundenlanges Warten, Empörung brach aus, verzweifelte Menschen – darunter Eltern mit Kindern – weigerten sich, das Lager aufzusuchen. Die Nachricht sprach sich schnell herum, weitere Züge aus Budapest wurden von Flüchtlingen gemieden.


Das ungarische staatliche Fernsehen M1 bestätigte heute Abend, dass es die dezidierte Absicht der Behörden war, die Flüchtlinge mittels Inlandszügen in das Auffanglager Bicske zu bringen. Dann aber steht fest, dass den Flüchtlingen gegenüber der falsche Eindruck erweckt wurde, sie könnten nach Sopron reisen, sprich: Es handelte sich um ein bewusstes Täuschungsmanöver.

Dieser Umgang stellt einen neuerlichen Tiefpunkt im Umgang der ungarischen Behörden mit den nach Ungarn gelangten Kriegsflüchtlingen dar. Obgleich es dem EU-Recht entspricht, die Flüchtlinge in Ungarn zu registrieren, sie in Ungarn unterzubringen und nicht in andere EU-Mitgliedstaaten weiterreisen zu lassen, ist es unwürdig und mit fundamentalsten Grubdsätzen des Rechtsstaates unvereinbar, Menschen zu reinen Objekten staatlichen Handelns zu degradieren und ihnen ohne Rechtsgrundlage, durch bauernschlaue Tricks, das zu nehmen, was sie erst zu Menschen macht: den freien Willen.

Die Polizei ließ derweil mitteilen, dass die Behörden jene Flüchtlinge, die sich nicht registrieren lassen, ausweisen wolle, da dann davon ausgegangen werde, dass sie „auf ihren Flüchtlingsstatus verzichten“.

http://www.mediaklikk.hu/video/hirado-m1-2100-2015-09-03-i-adas/

Auch wenn das Verhalten der Flüchtlinge, die sich entgegen der eindeutigen EU-Rechtslage nicht in Ungarn registrieren lassen, sondern nach Deutschland weiterreisen wollen, nach geltendem Recht nicht gebilligt werden kann: Wo ist Europa hingelangt, wenn man zusieht, dass Bahnladungen voller Menschen, einschließlich Frauen und Kinder, in Züge gelockt, über das Fahrtziel getäuscht und dann von Polizei empfangen werden. Ein schauerliches Bild, auch aus historischen Gründen.

Dass der ungarische Ministerpräsident Viktor Orbán parallel zu diesem Vorgehen seiner Exekutive parolengetränkte Gastbeiträge in deutschen Zeitungen publizieren lässt und von einem „deutschen Problem“ spricht, macht die Situation zu einer Farce.

Ja, Ungarn ist mit der Situation überfordert. Ja, wir können die Flüchtlingsprobleme nicht den Randzonen des Schengen-Raums überlassen und brauchen dringend eine Quotenlösung – die Ungarn entlasten würde, aber von der dortigen Regierung bemerkenswerter Weise abgelehnt wird. Von Wertegemeinschaft und Solidarität ist derzeit in der Politik vieler EU-Mitgliedstaaten nichts zu spüren. Doppelmoral herrscht auch in Brüssel, wo man tatenlos zusieht, wie Griechenland gar nicht daran denkt, seinen Registrierungspflichten nachzukommen und das Problem nach Ungarn weiterverlagert, die Union sogar öffentlich mit der Flüctlingsfrage erpresst hat, um Finanzhilfen zu bekommen. Jeder kämpft für sich. Und es geht hier also nicht nur um Ungarn, sondern u.a. auch um die Slowakei („Wir nehmen nur Christen auf“), Tschechien (unregistrierte Durchreiseerlaubnis nach Deutschland), Polen und andere. Großbritannien sagt, wie so oft, wenn es um das Geben geht, „no thanks!“. Frankreich kritisiert den ungarischen Grenzzaum – unterhält aber selbst ein als „Schande“ und „Dschungel“ betiteltes Lager in Calais nebst meterhohen Grenzanlagen. Und Deutschland hat, so viel steht fest, durch seine Aussagen, syrische Flüchtlinge nicht auszuweisen, bei den in Budapest Campierenden erst Hoffnungen geweckt, dann aber zurückgezogen und pocht nun auf das Dubliner Übereinkommen: Die Folgen dieses Hin und Her darf Ungarn jetzt in Form empörter Flüchtlinge ausbaden, die weiterhin davon ausgehen, Deutschland nehme sie auf – was ausweislich der Kommentare der letzten Tage so nicht zutrifft. Scheinheiligkeit, wohin das Auge blickt. Und auch die EU selbst ist mitverantwortlich, deren wohlhabendste und im Brüsseler Konzert am besten wahrgenommene Staaten das Problem an die Außengrenzen verlagern können, wie es ihnen beliebt. Und es nicht schafft, zu einer solidarischen Lösung zu kommen. Europa demoliert sich selbst in einer Stimmung, in der das „Friedensprojekt Europa“ gänzlich vergessen und auf dem Altar nationaler Einzelinteressen geopfert wird.

Dass gerade Ungarn als Land, aus dem vor etwa 60 Jahren Zehntausende in Richtung Österreich, in die Schweiz und nach Deutschland flohen, dort mit offenen Armen empfangen wurden und bis heute als „bevándorlók“ leben, einen solchen Umgang mit Flüchtlingen an den Tag legt und Teile der Politik sogar in Abrede stellen, dass es sich um Flüchtlinge handelt, ist ebenso erschütternd wie Versuche, die aktuell notwendige Hilfeleistung dadurch diskreditieren zu wollen, dass man ihnen die Angst vor Überfremdung und religiösen Kulturkampf gegenüberstellt oder suggeriert, die Aufnahme von Flüchtlingen sei mit einer dauerhaften Einwanderung gleich zu setzen. Elfelejtettünk, honnan jöttünk?

Wenn die EU es nicht schafft, in eklatanten Notsituationen wie der jetzigen – das schockierende Bild eines in der Ägäis ertrunkenen dreijährigen Jungen aus Syrien ging heute durch die Presse – so schnell und entschlossen zu handeln wie bei Bankenrettungen, hat sie sich selbst zu einer Karikatur dessen gemacht, was sie einst war: ein Friedensprojekt, geboren aus der Kriegserfahrung derer, die es aus der Taufe hoben. Offenbar fehlt uns das, was Helmut Schmidt, Helmut Kohl und andere noch hatten.

Nach aktuellen Meldungen hat Ungarn übrigens die Hilfe des UN-Flüchtlingshilfswerks, die Menschen in der sog. Transitzone am Ostbahnhof Budapest mit zu versorgen, abgelehnt. Eine Unterstützung für die Menschen vor Ort ist also offenbar nicht gewollt. Stattdessen soll die Situation ganz offensichtlich weiter verschärft und daraus politisches Kapital geschlagen werden.

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31 Kommentare zu “Tiefpunkt: Ungarische Behörden täuschen Flüchtlinge über Zugziel

    • In U. verdichten sich Gerüchte wonach in Belgrad die „Soros Maschine“ angeworfen wurde und die Flüchtlinge über Soros NGO-s mit Geld versorgt werden. Nichts neues. Ähnliches passiere schon mal zur Milosevits Zeiten. Leider wurde Paulsen-s Beitrag „Die Soros Maschine“ in „Der Freitag“ mittlerweile gelöscht bzw. unzugänglich gemacht, warum auch immer.

  1. Ihre arteikel geht in richtung „moslemisieren“ …Europa…
    und die moslem läncer…? Saud Arabien, Kuwait, Bahrain, Dubai…
    wer nimmt die „arme flüchtlinge“ auf ???
    warum muss Ungarn sich von einem fremnden „kultur“ überrollen lassen???

  2. Die derzeit in Ungarn befindlichen Flüchtlinge dürfen erst aus Ungarn abreisen, wenn sie sich haben registrieren lassen. Punkt. (und Dublin III).

    Wenn die Fllüchtlinge diese Vorgehensweise durch ihren aktiven oder passiven Widerstand vereiteln und damit die Lage eskalieren, tja …

    Hier Interview mit Cheffe von heute:

    http://www.hirado.hu/2015/09/04/hallgassa-itt-eloben-a-miniszterelnoki-interjut/

    Ein Satz:

    „Die Flüchtlinge haben uns mitgeteilt, sie wollten nicht mit uns zusammenarbeiten.“

    Nett.

  3. Wer Menschlichkeit, Fairness und gesunden Menschenverstand einmahnt – entgegen von Willkür und Gewalt -, will noch lange keine „Muslimisierung“ oder Selbstaufgabe Europas.
    Ungarn soll statt Schein- und Notmaßnahmen helfen, die komplexen Probleme an der Wurzel zu packen, und das Beste aus dem Notstand zu machen.
    Die Türkenzeit zum Beispiel war eher ein dunkles Kapitel, aber selbst dieser Periode verdankt das Land einiges, u.a. die emblematische Paprika, etliche Lehnwörter, Baudenkmäler, Kulturgüter… Ein positiver Austausch zum gegenseitigen Nutzen wäre auch ohne Krieg, Besetzung und Extremismus zu haben. Gastarbeiter und Flüchtlinge sind nicht zwangsweise eine Belastung, sondern können bei guter Organisation helfen, die Wirtschaft anzukurbeln und entvölkerte, strukturschwache Gebiete zu beleben. Die Menschen sind alles andere als ‚Barbaren‘, selbst jene, deren Mentalität, Religion u.a. recht anders als unsere ist. Bei gegenseitiger Offenheit muss das nicht ausarten.
    Im direkten Kontakt mit Migranten sehen wir, dass sie an der Basis (zwangsläufig) recht eng vernetzt sind, dh. sich spontan gegenseitig helfen und informiermen –> man kann sie nicht für blöd verkaufen. Anzeichen für eine von langer Hand organisierte Migration (wie so oft beschwört) fand ich hier an der Balkanroute eigentlich überhaupt keine. Mal abgesehen vom maffiösen Schlepperwesen, in das ich keinen Einblick hab.

    • „Ein positiver Austausch zum gegenseitigen Nutzen wäre auch ohne Krieg, Besetzung und Extremismus zu haben.“

      Find ich auch. Schön wär’s, klar, ein positiver Austausch zwischen Arabern und Ungarn, zwischen Muslimen und Turul-Christen, das wäre was.
      Es herrscht Krieg im Nahen Osten. Und kaum einer der Kriegsflüchtliche ist nach Ungarn gekommen, um „die Wirtschaft anzukurbeln und entvölkerte, strukturschwache Gebiete zu beleben“ oder um das Totemtier der Magyaren anzubeten. Die Flüchtlinge wollen besser leben, als es ihnen derzeit im Nahen Osten möglich wäre. Wenn ich das richtig verstehe, ist Ungarn für sie nicht Ziel-, sondern Transitland.
      Frau Merkel sagte gestern, Deutschland ist moralisch und politisch ohne jede Schuld. Pontius Pilatus wusch seine Hände in Unschuld und Kajaphas traf formaljuristisch auch keine Schuld, wenn im Nahen Osten Menschen gekreuzigt wurden.

      Ungarn soll statt Schein- und Notmaßnahmen helfen, die komplexen Probleme an der Wurzel zu packen, und das Beste aus dem Notstand zu machen.
      Sie denken konstruktiv. Aber wem hilft das?

      Bei wehrwurzeligen Problemen empfhielt sich eher die Hemisektion. Gesundes bleibt dabei erhalten. Aber hre Annahme, die Flüchtlinge könnten Ungarn retten, die halte ich für etwas verwegen.

  4. Keno Verseck bringt es auf den Punkt:

    „Wer jetzt den Orbán-Versteher spielt, hat nichts verstanden. Orbáns Regierung hatte genug Zeit, sich vorzubereiten, auch bei der EU oder der Uno-Flüchtlingsbehörde Hilfe anzufordern. Sie hat es nicht getan, sondern stattdessen das Land mit fremdenfeindlichen Plakaten pflastern lassen. Die Einzigen, die den Flüchtlingen auf Straßen und Bahnhöfen derzeit helfen, sind viele Bürger. Sie spenden, bringen Essen, übersetzen, gehen mit Gestrandeten zu Ärzten. Dafür werden sie in ungarischen Staatsmedien gehässig verunglimpft.“

    http://www.spiegel.de/politik/ausland/kommentar-orban-setzt-auf-eskalation-a-1051373.html

  5. Lass dich überrennen, Ungarn, steck den Kopf in den Sand, sonst runzeln Junckers und Schulz die Stirn.

    Natürlich musst du dabei alle EU-Regelungen befolgen. Lob erwarte dir dafür aber nicht von Junckers. Der lobt lieber Renter in Calais, die den Flüchtlingen Decken bringen. Das verkauft er dann als „europäische Idee“ …

    Ein schöner Saftladen, dieses handlungsunfähige Gebilde namens EU.

  6. Bin ja sonst mit deiner Sichtweise einverstanden und teile sie auch. Jetzt kann und will ich es aber nicht einsehen, warum das Vorgehen mit diesem Zug ein „Tiefpunkt“ (wovon eigentlich) sein soll. Wenn die Flüchtlinge sich freiwillig nicht registrieren lassen wollen, was soll man da machen? Überredung, Bestechung, die Aufdeckung von Fakten über das Dublin-Abkommen scheinen ja nicht zu helfen – die Flüchtlinge woll(t)en und woll(t)en nicht in einem Lager registriert werden. Andererseits der Druck Brüssels auf Ungarn, das Land solle doch gefälligst die Flüchtlinge registrieren. Das ist doch eine klassische Zwickmühle, um nicht zu sagen, griechisches Drama: egal, was die Ungarn machen, sie machen es falsch, sie sind die Verlierer und Prügelknaben. Entweder der EU – wegen Nichtstun oder der EU und der Flüchtlinge, weil man was tut.

    • Die Ungarn könnten doch, wie die Deutschen, einfach gute Menschen sein, und das Zündeln, was in Deutschland ja nur die Nazis tun, und die stammen ja bekanntlich alle aus Dokus im Fernsehen oder fielen einst über Deutschland her und kamen aus dem Weltall, die Misere in Ungarn könnte man doch dem verstorbenen Ritter Nikolaus Horthy von Nagybánya in die Schuhe schieben. Warum immer nur Orbán?

      Mal ganz ehrlich, was ich damals so in Szeged hörte, über die Gendarmen und das Ghetto, nett waren nur Einzelne. Es waren nur Wenige.

      Dass die demographische Lage Deutschlands nach Fachleuten schreit, dröhnt ja inzwischen aus jedem Lautsprecher. Deutschland kann nicht jeden aufnehmen, sagt das Merkel. Irgendwo müssen die halt bis zur Selektion noch zwischengelagert werden, die Menschen, aus denen die potentiellen Neudeutschen nach Konjunkturlage bei Nachfrage ausgewählt werden müssen.

      Ungarn, mit der Weite der Puszta, bietet sich doch als Zwischenlager geradezu an. Wenn die Ungarn das anders sehen, wenn die schon bei 100000 Transitlern Platzangst kriegen, ja mei, dann stehen sie halt den Arabern im Weg.

      „Ich bin für Zwangsumsiedlung; darin sehe ich nichts Unmoralisches.“

      So kampfeslustig Orbán und Gyurcsánys Eiserne Reserve rechts auch sind, für jeden Syrer zwei Jobbik-Wähler in den Islamischen Staat. So ließe sich Ungarn läutern, das wäre doch Katharsis pur. Und Fidesz würde obendrein die nächste Wahl in Tapolca gewinnen.

      (Wenn es doch nur nicht die verzweifelt Hoffenden gäbe, die noch nicht einmal ahnen, dass deutsche Wohltätigkeit nur ein Versatzstück, nicht aber Menschlichkeit ist.)

  7. Ich muss leider sagen, dass mich Ihre Haltung zur aktuellen Fluechtlingskrise masslos enttaeuscht, HV. Sie mahnen an, man wuerde die Fluechtlinge ihres freien Willens berauben – wenn wir den Migranten wirklich ihren freien Willen lassen wollen, dann mussten wir Schengen ausser Kraft setzen, denn diese Leute wollen nach Deutschland. Wenn wir uns dem Willen der Asylsuchenden bedingungslos beugen, dann machen wir bereits den ersten grossen Fehler: wir sind die Hausherren und wir definieren die Regeln, ansonsten wird man uns bald auf der Nase herumtanzen.

    Ich fand bereits die Vergleiche des Grenzzauns mit der Mauer geschmacklos, aber ihr offensichtlicher Versuch, die Angelegenheit Bicske mit dem Holocaust in Verbindung zu bringen, schlaegt dem Fass den Boden aus. Kein Mensch hat vor, diese Fluechtlinge einer Massenvernichtung zu zufuehren. Im Gegenteil: in den Lagern wuerde man die Menschen wenigstens ordentlich versorgen koennen.

    Gerne gehoert haette ich uebrigens Ihre Vorschlaege wie man die Situation am Keleti Bahnhof haette loesen sollen bzw. in Zukunft soll. Die Herrschaften dort legen den Verkehr lahm, weigern sich registrieren zu lassen und in die Auffanglager bringen zu lassen und stellen mittlerweile ein ernstzunehmendes Risiko fuer die Gesundheit dar (Stichwort Malaria). Interessant auch warum sich diese Leute der Registrierung widersetzen. Ich hoerte, dass Ungarn zuvor 90% der Asylantraege abgelehnt hatte (und das sicherlich nicht grundlos) – mittlerweile wissen das sicherlich auch die MIgranten. Ich kann nur sagen: meine Cousine pendelt regelmaessig ueber den Keleti und mittlerweile fuerchte ich um ihre Sicherheit. Wuerden wir die Leute an Ort und Stelle versorgen, wuerde das weitere Migranten anlocken und die Situation verschaerfen. Fahren lassen durften wir sie nicht, solange wir sie nicht vorher registrieren. Dazu muesste man die Leute voneinander trennen, was schwierig werden duerfte, evtl. sind ganze Familien nur teilweise registriert – die werden sich kaum trennen lassen. Sollen wir sie also vielleicht mit Traenengas vor fahrende Autos treiben? Waere das humaner?

    Aus Deutschland haben wir in letzter Zeit genug schlaue Kommentare gehoert, aber kaum Angebote zur Hilfeleistung. Die deutsche Regierung hat eine Botschaft in Budapest, aber scheinbar hat es kein deutscher Diplomat bis zum Keleti geschafft – ein Armutszeugnis! Stattdessen laedt man pauschal alle Syrer ein und sabotiert damit alle Bemuehungen den Fluechtlingsstrom auf diejenigen zu reduzieren, die tatsaechlich Hilfe brauchen. Darueberhinaus ermuntert man alle Araber, sich als Syrer auszugeben (Fabriken zur Herstellung von falschen Dokumenten sollen wohl in der Tuerkei bereits aufgeflogen sein), was die Registrierung unnoetig erschwert. Unverschaemt finde ich auch, dass Frau Merkel sich erdreistet, ein Urteil darueber abzugeben, wer einen Anspruch auf Asyl hat, nicht bloss in Deutschland, sondern auch in anderen Mitgliedsstaaten der Union – obwohl das inhaltlich korrekt gewesen sein mag, ist sie Kanzlerin in Deutschland und hat damit kein Recht, fuer andere Mitglieder ein Urteil zu treffen, aber offensichtlich hat sich ein Alleinvertretungsanspruch in Europa entwickelt. Im Uebrigen sehe ich in der Beurteilung des Asylanspruchs ein massgebliches Problem, ein Beispiel: Deutschland entscheidet, dass Migrant A einen Anspruch auf Asyl hat, da man aber mit Dublin III oder spaetestens mit einer Quote die Moeglichkeit zum Rosinenpicken hat, wird A (der nicht studiert hat) nach Ungarn geschickt, wo dessen Asylantrag vielleicht gar nicht bewilligt worden waere, weil er ein Wirtschaftsfluechtling ist. Jetzt der Quotenregelung zu zustimmen, wuerde fuer Ungarn bedeuten, die Katze im Sack zu kaufen.

    Was Ihr MItleid mit den Fluechtlingen angeht, so leiden Sie an der selben Krankheit an der auch die Medien leiden: Sie differenzieren zu wenig. Kriegsfluechtlinge aufzunehmen ist durchaus okay, aber Wirtschaftsfluechtlinge sind eben eine ganz andere Angelegenheit. Einerseits erschweren diese die Hilfsmassnahmen fuer diejenigen, die sie tatsaechlich noetig haben. Zweitens stellt die Migration dieser Leute eher oder spaeter auch ein Problem fuer die Herkunftslaender dar, denn diese Leute werden dort fehlen (raten Sie, warum die Mauer gebaut wurde…), darueberhinaus werden so Familien auseinandergerissen. Und zumindest in diesem Punkt hinkt auch Ihr Vergleich zu den ungarischen Fluechtlingen nach 56, denn diese waren tatsaechlich Buergerkriegsfluechtlinge. Ausserdem sollten Sie bei diesem Vergelich auch an die Zahlen denken. In Kanada leben heute ca. 300.000 Ungarn (Kanada hat 35 Mio. Einwohner), die sich meineswissens zu grossen Teilen nach 56 dort angesiedelt haben (gleichzeitig haben sich wohl die meisten 56/er dort angesiedelt). Nur in Deutschland erwarten wir bis Jahresende bis zu 1 Mio. Fluechtlinge und keiner sagt, dass der Strom dann abreist. Allein im August sind in Ungarn 50.000 Fluechtlinge eingetroffen, dazu kommen noch die, die ueber andere Mitgliedsstaaten einreisen. Wir blicken also in ein Fass ohne Boden. Sie sollten sich auch mal anschauen, ob die Integration der Tuerken und Araber in Deutschland so gut geklappt hat. Noch vor einem Jahr wurde der Islam als frauenfeindlich und extremistisch angeprangert (eine Einschaetzung, die ich uebrigens nicht teile) – ploetzlich passt diese Kritik nicht mehr ins Bild. Man sollte sich auch mal Gedanken darueber machen, woher der IS seine Kaempfer rekrutiert – darunter sind viele, deren Integration in Europa gescheitert ist (auch das sollte man differenziert betrachten: vielleicht sind wir als Gesellschaft auch einfach nicht attraktiv?). Man duerfte also zumindest mal einen Plan erwarten, wie dies diesmal besser gelingen soll. Apropos Terroristen: davon sind sicherlich auch einige unter den Fluechtlingen… Als letzten Punkt mochte ich noch die Roma ansprechen. Die sind schon seit Jahrhunderten in Europa und wir haben dort dennoch Integrationsprobleme. Das wirft fuer mich die Frage auf, ob Integration nur dann gelingen kann, wenn ein Mindestmass an kultureller Naehe vorhanden ist. Die saehe ich bei den 56ern im Westen durchaus gegeben, bei Arabern in Europa zweifle ich aber. Interessant auch: Roma wollte man im Westen kuerzlich auch nicht haben, man hat sie schlicht als Rumaenen und Bulgaren umetikettiert (im Hinblick auf die einschlaegige Berichterstattung ueber Roma sehr unehrlich wie ich finde) und zurueckgeschickt – und jetzt ist man scharf auf Araber?!

    • Werter Palóc, Ihre Zeilen sind weitestgehend die sklavische Wiedergabe dessen, was ich mir täglich als Anti-Flüchtlings-Propaganda im staatlichen ungarischen Fernsehen ansehen muss. Jedes Ihrer Argumente kann man so drehen und wenden, dass andersrum ein Schuh daraus wird. Dennoch:

      Ihre Aussage „Was Ihr Mitleid mit den Fluechtlingen angeht, so leiden Sie an der selben Krankheit an der auch die Medien leiden: Sie differenzieren zu wenig.“ nötigt mir ein Lächeln ab. Wenn auch nur ein gequältes. Woher nehmen Sie den Mut, sich für schlauer oder besser informiert zu halten?

      Falls es Ihnen entgangen sein sollte: Derjenige Politiker, der heute gänzlich auf die von Ihnen eingeforderte „Differenzierung“ verzichtet, ist Viktor Orbán höchstselbst. Er ist es, der das Christentum gegen den Islam ausspielt, der Ängste schürt, er ist es, der fortwährend so tut, als ginge es denjenigen, die für Hilfe eintreten, darum, die Menschen hier der Einbürgerung zuzuführen. Was nicht der Fall ist. Er ist es, dessen Regierung Hilfe des UNHCR zur Milderung der Situation abgelehnt hat und dessen Kanzleramtsminister – wie man vorgestern Abend sehen durfte – der Öffentlichkeit sogar offen ins Gesicht lügt (hinsichtlich der angeblichen Unerreichbarkeit Faymanns und der Behauptung, Deutschland hätte Syrer „eingeladen“ – was für ein Schmierentheater!).

      Es sind die ungarischen Nachrichten, die jeden, der sich am Ostbahnhof aufhält, als „Einwanderer“ bezeichnen. Sperren Sie die Augen auf und lesen Sie die Genfer Flüchtlingskonvention, dann werden Sie feststellen, dass man Personen, die aus Syrien, Eritrea und Afghanistan kommen (auch wenn Sie das heute zum Differenzierungskriterium erhobene Smartphone besitzen), derzeit nicht den Flüchtlingsstatus verweigern kann. Auch wenn Sie das en passant anders sehen. Und wenn man Menschen, die – mit oder ohne Smartphone – vor dem IS fliehen, weil sie eben keine Islamisten, sondern Teil der bürgerlichen Schicht sind, mit Terroristen in einen Topf wirft, wird es absurd. Sicher nicht differenzierend.

      Ich plädiere ganz einfach dafür, Menschen aus (Bürger-)Kriegsländern Asyl zu gewähren. Und das, so lange die Voraussetzungen der Füchtlingskonvention erfüllt sind. Wer Asylrecht bekommt, gehört geprüft, das schließt es aber nicht aus, mit diesen Menschen anständig umzugehen. Mit keinem Wort trete ich für verstärkte Zuwanderung ein.

      Wer mir also unter Rückgriff auf das Gerede von Völkerwanderungen und Verschwörungstheorien (wie ich heute las, steckt Soros dahinter…) mangelnde Differenzierung unterjubeln will, möge lesen, was ich schreibe. Vollständig.

      • Ich weis ehrlich gesagt nicht, was in Sie gefahren ist.

        „Woher nehmen Sie den Mut, sich für schlauer oder besser informiert zu halten?“
        Lesen Sie nochmal nach, derlei Aussage habe ich nie getroffen. Ich habe zwar darauf hingewiesen, dass ich Ihren Standpunkt fuer undifferenziert halte, ueber die Gruende dafuer warum Sie sich meiner Meinung nach derart aeussern, habe ich nichts gesagt. Es koennte auch einfach sein, dass Sie einfach nur nicht die notwendige Zeit investiert haben oder Ihnen die noetigen Denkimpulse gefehlt haben, das Thema auch aus anderen Perspektiven zu betrachten. Sie koennen gerne meine Aussagen kritisieren und zeigen, in welchen Punkten ich mich geirrt haben koennte, pauschale Vorwuerfe, ich wuerde mich fuer schlauer oder besser informiert halten, werden uns wohl aber nicht weiterbringen. Ich praezisiere mich auch gerne dahingehend, weshalb ich Ihren Standpunkt fuer undifferenziert halte. Einerseits sprechen Sie immer wieder die 56er an, gerne mit dem Unterton, Ungarn moege sich deshalb doch etwas zurueckhalten. Das stellt die 56er und die aktuellen Fluechtlinge implizit auf eine Stufe. Warum ich das fuer falsch halte, habe ich dargelegt. Weiterhin sprechen Sie, so weit ich sehe, nur von „den Fluechtlingen“, gerade so, als waeren alle Fluechtlinge gleich. Das sehe ich nicht so, denn Kosovoalbaner beispielsweise fluechten kaum vor Buergerkrieg. Selbst unter den Arabern wuerde ich noch differenzieren.

        „Auch wenn Sie das en passant anders sehen. Und wenn man Menschen, die – mit oder ohne Smartphone – vor dem IS fliehen, weil sie eben keine Islamisten, sondern Teil der bürgerlichen Schicht sind, mit Terroristen in einen Topf wirft, wird es absurd. Sicher nicht differenzierend.“
        Ich habe nicht gesagt, dass Syrer oder Afghanen keine Buergerkriegsfluechtlinge seien. Ich habe lediglich die Frage gestellt, ob sie das automatisch alle sind und was mit Fluechtlingen aus anderen arabischen Laendern ist. Ich habe auch nicht behauptet, diese Fluechtlinge seien alle Terroristen. Ich habe lediglich den Verdacht, dass derlei schwarze Schafe unter diesen Fluechtlinge sind – und dessen bin ich mir sicher, weil sich hier eine unglaubliche Gelegenheit fuer den IS bietet. Und wissen Sie was? Genau DAS soll es eben auch nach 56 gegeben haben, in Form von Spitzeln, die anderen Fluechtlingen hinterherspioniert haben sollen. Weiterhin warf ich die Frage auf, weshalb die Integration von Arabern besser gelingen sollte als die der Tuerken. Sicher gibt es auch gut integrierte Tuerken, aber man kommt nicht umhin festzustellen, dass es eben auch eine signifikante Anzahl an Tuerken gibt, bei denen das nicht geklappt hat, die sich in der Folge radikalisiert haben und aus deren Reihen sich der IS nun zum Teil rekrutiert. Wenn wir uns dieses Mal wieder keinen Kopf machen, steht die naechste Generation Gotteskrieger in 20 Jahren bereit.

        „Wer mir also unter Rückgriff auf das Gerede von Völkerwanderungen und Verschwörungstheorien (wie ich heute las, steckt Soros dahinter…) mangelnde Differenzierung unterjubeln will, möge lesen, was ich schreibe. Vollständig.“
        Ich glaube nicht, dass ich mich an Verschwoerungstheorien bedient habe. Es war selbst von Fluechtlingen zu hoeren, dass sich andere Fluechtlinge als Syrer ausgegeben haben, obwohl sie keine sind. Warum wohl? Vielleicht, weil sie wissen, dass sie eben keine Buergerkriegsfluechtlinge sind? Weiterhin habe ich geaeussert, dass in der Tuerkei Faelscherwerkstaetten aufgeflogen seien – wissen Sie woher ich davon erfahren habe? Stand bei NTV oder N24 im Laufband, letzte Woche. Und ich bin mir sicher, dass die pauschale Einladung der Syrer auch dort zu hoeren war. Moeglicherweise wurde da ungluecklich formuliert, das aendert aber nichts daran, dass man sich einen riessen Faux-Pas geleistet hat.

        „Werter Palóc, Ihre Zeilen sind weitestgehend die sklavische Wiedergabe dessen, was ich mir täglich als Anti-Flüchtlings-Propaganda im staatlichen ungarischen Fernsehen ansehen muss.“
        Das ist Ihrerseits eine pauschale Anschuldigung, die uns nicht weiterbringt. Wie schon gesagt, ich beziehe mich nicht ausschliesslich auf Informationen aus dem ungarischen Staatsfernsehen und werde ganz sicherlich auch nicht von der Regierung bezahlt. Meine Standpunkte so pauschal abzutun, finde ich unfair und aus Ihrem Munde auch ein wenig pervers, da gerade Sie – mit Recht! – sich in der Vergangenheit gegen derart pauschale Argumentation gewehrt haben. Ich darf vielleicht auch nochmal darauf hinweisen, dass ich Doppelstaatsbuerger bin und in Deutschland geboren wurde – vielleicht sollte man mir ein differenziertes und begruendetes Meinungsbild durchaus zutrauen.

        Mittlerweile habe ich mir auch die uebrigen Artikel der letzten Tage durchgelesen, komme aber immer noch zu keinem anderen Urteil als zuvor. Im Gegenteil: diese Artikel finde ich verglichen mit dem was ich hier sonst so gelesen habe, teilweise oberflaechlich. Beispielsweise schreiben Sie, die Fluechtlinge am Keleti waeren von den ungarischen Behoerden festgehalten worden – das stimmt nicht, was allein schon daran zu erkennen ist, dass sich diese Leute zu Fuss auf den Weg nach Westen begeben haben. Es wurde Ihnen lediglich verwehrt, per Zug aus Ungarn in den Westen auszureisen. Solche Fluechtigkeitsfehler sind Ihnen frueher nicht passiert, Sie haben sie vielmehr selbst kritisiert. Ich sehe im Uebrigen auch keine Alternative dazu, die Fluechtlinge aus dem Bahnhofsgebaeude auszusperren, denn das wuerde den Verkehr endgueltig lahmlegen und das versuchen Sie doch mal der Bevoelkerung zu erklaeren. Weiterhin stimme ich nicht mit Ihrer Meinung im Hinblick auf den Grenzzaun ueberein. Ich bin zwar nicht gluecklich ueber den Zaun, sehe ihn aber leider als alternativlos an. Mit seiner Hilfe laesst sich der Strom viel eher kanalisieren, die Fluechtlinge zur Versorgung und Registrierung in Lager bringen und damit Schengen wahren. Ansonsten liesse sich die Grenze erst recht nicht sichern. Nur dazu musste man auch befugt sein, die Fluechtlinge dort vorerst festhalten zu duerfen, anderenfalls hat der Zaun nach hinten Loecher. Und wie zu hoeren war, Sie duerfen mich gerne korrigieren, wurde dies von der EU untersagt. Einzig Ihre Kritik an der Ablehnung der UNHCR-Hilfe kann ich teilen.

        Ich denke, damit habe ich Sie mit weit mehr Argumenten und Begruendungen, dafuer aber auch mit wesentlich weniger pauschalen Ausserungen geehrt als Sie mich und ziehe mich damit fuers erste wieder zurueck.

      • Rettet das Wollschwein!
        In der Regel bin ich ja ein Fan der Verstocktheit des Orbán, aber nicht in den letzten Tagen. Es wird lange dauern, bis Land und Leute die Scharte in Ungarns Ansehen wieder ausgewetzt haben.

        Der hier

        Und der hier

        und der

        und die drei Kollegen von der österreichischen Presse



        die hatten diesmal zu Recht was zu grunzen.

        O.k. , dass Orbán ein Herz für Mangalica-Schweine hat, dass hat er ja mit der Steuersenkung auf Schweinefleisch bewiesen. Jedenfalls kümmert er sich sehr anständig um den Erhalt der ungarischen Rasse.

        Trotzdem, Menschen, die tage-, ja wochenlang auf der Flucht sind, Gott weiß, wann sie das letzte Mal schlafen, sich waschen, ordentlich essen konnten, sie zu Fuß in strömendem Regen in den zivilisierten Teil Europas zu entlassen, wenn Ungarn so ein schlechter Verlierer ist, dann kann Palóc so hell leuchten, wie ’ne kaputte Birne in ’ner Straßenlampe, wie sie zur Erhellung abends angeknipst werden, da wo es so richtig dunkel ist in Deutschland, aber es ändert gar nichts daran, dass Orbán, der von denen da, den Gelegs, Mayers und Odehnals seit Jahren zur Sau gemacht wird, sich diesmal so dreckig aufgeführt hat, wie die es schon immer von ihm haben wollten.

        Jóbbik wird er nicht verhindern. Verschissen hat er, mit seiner Grobschlächtigkeit Ungarn geschadet. Da kann der innere Schweinehund in Palóc bellen, bis ihm die Lunge aus den Ohren fährt, bellen und hecheln, aber so was, lieber Palóc, so was lässt kein anständiger Politiker zu. Frauen und Kinder an der Grenze abladen lassen und durch den Regen nach Nickelsdorf laufen lassen, auch nach dem Tohuwabohu in den obeen und oberrrsten Etage in Brüssel, nein, damit hat Orbán den Zenit erreicht, hat die eine Grenze überschritten, wer ihm durch Klatschen seine Zustimmung gibt, der hat einen an der Klatsche.

        Von wegen Tragödie, das war die Aufführung eines Schmierenkomödianten!

      • N. M. Sarohin, az Európa megtámadására váró orosz egységek titkos parancsnoka Putyinnak jelenti : Европа нарушается. (Europa kaputt!)

        Narco Schicker, der als Osteuropaexperte und Chefredakteur des Pester Lloyd ein Abonnement zur Hetze im Südwestrundfunk, einer Anstalt des öffentlichen Rechts, hat, forderte heute in Erfüllung der Direktive zur Verbesserung der politisch ideologischen Diversion, Untergrundtätigkeit und Abwehrarbeit die weltweite Ächtung Orbáns, die Einstellung aller EU-Transferzahlungen an Ungarn, sowie den Ausschluss Ungarns aus der EVP und der EU.

        „Das Ende der Gemeinschaft?“ Очень хорошо!

        http://www.swr.de/swr2/programm/sendungen/swr2-forum/swr2-forum-das-ende-der-gemeinschaft/-/id=660214/did=15936518/nid=660214/sdpgid=1138909/1aon45n/index.html

      • @HV

        „Dass der ungarische Ministerpräsident Viktor Orbán parallel zu diesem Vorgehen seiner Exekutive parolengetränkte Gastbeiträge in deutschen Zeitungen publizieren lässt und von einem “deutschen Problem” spricht, macht die Situation zu einer Farce.“

        Danke für ihre klaren Worte!

  8. Der Lagertrick war wohl nicht so sauber, aber ich führe es noch immer darauf zurück, dass am Freitag das Fussballspiel Ungarn gegen Rumánien war. Wáren die Personen, die sich auf dem Keleti aufhalten, freiwillig von dort weggegangen? Ich glaube kaum. Ich möchte mir nicht vorstellen, wenn die Polizei mit Wasserwerfern etcpp. dort hátte eingreifen müssen, wie dann die Schlagzeilen in den Medien von D bis Timbuktu gelautet hátten.Aber ich glaube hier liegt der Hund begraben.Jeder wartet darauf, dass endlich was passiert ….

  9. Vor einigen Tagen postete ich hier einen Beitrag, in dem ich vor der Gefahr der Stigmatisierung all jener warnte, die die massenhafte Aufnahme illegal ins Land strömender Flüchtlinge ablehnten.

    Den Reigen – wir kennen diesen Zirkus von vor 2-3 Jahren – eröffnet diesmal die
    International Business Times:

    Orbán = Faschist, na klar

    Viktor Orban: The ‚fascist‘ Hungarian prime minister at the centre of Europe’s refugee crisis

    http://www.ibtimes.co.uk/viktor-orban-fascist-hungarian-prime-minister-centre-europes-refugee-crisis-1518346

  10. Zur Auseinandersetzung HV- Paloc:
    Die De. Medien Manipulatoren treiben es nicht weniger un Anständig als die Ungarische. Nur die Ung. Reagieren eher auf 5 jährige Angriffe der liberale und De. Presse verwandtschaft.
    Seine Sichtweise hat Paloc ausführlich kund getan dem kann ich nur zustimmen und sein Eintreten für Ung. Interessen hat mich zu tiefst beeindruckt.

  11. Tiefpunkt: österreichische Behörden täuschen Flüchtlinge über Busziel:

    „Später erzählten die Dolmetscher, dass sie ausdrücklich die Anweisung hatten, kein Wort darüber zu verlieren, dass der Konvoi – zumindest vorerst – nicht nach Deutschland fuhr. Ziel war es offenbar, so Enttäuschungen und eine weitere Eskalation zu vermeiden.“

    http://diepresse.com/home/politik/innenpolitik/4821123/Aus-Ungarns-Lagern-an-die-Grenze?_vl_backlink=%2Fhome%2Findex.do&utm_source=mandiner&utm_medium=link&utm_campaign=mandiner_201509

  12. Pingback: Spiegel Online über vermeintliche “Sonderjustiz” gegen Flüchtlinge in Ungarn | Hungarian Voice – Ungarn News

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