WELT: Ungarns Regierung prophezeit das Ende der „politischen Korrektheit“

Boris Kálnoky berichtet für die WELT über den Standpunkt der Ungarischen Regierung in der Flüchtlingsfrage. Nach ihrer Auffassung seien Europas Konservative zu feige, die Interessen ihrer Wähler zu vertreten, weil sie Angst hätten, als „politisch inkorrekt“ zu gelten. Fidesz-Politiker sind von ihrer Haltung in der Flüchtlingskrise überzeugt und sagen das Ende eben diese „political correctness“ voraus.

http://www.welt.de/politik/ausland/article147392280/Ungarn-warnen-vor-Terror-der-politischen-Korrektheit.html

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9 Kommentare zu “WELT: Ungarns Regierung prophezeit das Ende der „politischen Korrektheit“

  1. Journalistische Korrektheit

    http://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20151013_OTS0096/weltjournal-am-14-oktober-viktor-orbn-autoritaer-aus-ueberzeugung

    Was passiert, wenn man journalistisch nicht korrekt arbeitet, konnte man heute mal wieder im ORF sehen. Außer Orbáns Beraterin Hegedüs kam wieder niemand zu Wort, der einen anderen Akzent, eine andere Bewertung oder schlicht Fakten vorbringt und kommentiert, die das Bild vervollständigen könnten oder Behauptungen widerlegt.
    Die Wirkung der Jahre unter MSZP/Gyurcsány und SZDSZ war den Fimemachachern vom ORF auch kein Wort wert.
    Gleich zu Beginn des Films viel das Wort vom „Blut und Boden“, um die Österreicher einzustimmen auf das, was es abzuwehren gilt. Dass Orbán immer wieder betont hat, dass es ihm nicht um ein ethnisches Ungarn geht, welches es nicht ja nicht gibt, sondern um die „ungarische Kultur“, davon kein Wort. Und junge Ungarn verlassen in Scharen das Land. Warum ausgerechnet das liberale Baltikum prozentual noch viel mehr davon betroffen ist, darüber auch kein Wort. Welche Wirkung geringe Löhne haben, auch bei den Multis im Lande, darüber auch kein Wort. Kapitalismus-Schelte Fehlanzeige.

    Wenn Journalismus jemals tendenziös und stümperhaft war, dann sicherlich beim ORF. Gute Nacht.

    • Erst letztes WE konnte man sich bei Lendvais Europastudio vom ORF-Journalismus überzeugen. Ernst Gelegs, Rudolf Ungváry, Joëlle Stolz und Lendvai gegen Gergely Pröhle. Ungvary sonderte seinen ewigen Mist vom Führerstaat ab (für den man ihn sogar beim ungarischen Oppositionssender ATV – namentlich bei „Havas a pályán“ – nur noch belächelt), Gelegs gab den üblichen ORF-Klugscheißer und Lendvai…war eben ganz Lendvai. Pröhle nahm die versammelte Runde mit Humor…anders geht es auch nicht 🙂

      http://tvthek.orf.at/program/Europastudio/1277/Europastudio/10738124

      • Wunderbare Runde, sehenswert, HV. Vielen Dank.
        Denn es wirft einen Blick auf alle Simpel des Fernsehjournalismus. Drollig, wie die Französische Journalistin verblasste, Herr Ungváry in Fassetten zum Ausdruck bringen wollte, wie sehr im Kern Orbán Autokrat/Antidemokrat/Diktator/Rechtspopulist ist, und Ungaváry im Grunde genommen doch gegen den linksliberalen Mainstream redete. Pröhle wie gewohnt souverän und gelassen und Sieger in Worten nach Punkten, ganz alleine gegen 4. Für Lendvai und den ORF ging der Schuss nach hinten los, möchte ich fast sagen.

  2. Klaus von Dohnányi im Hamburger Abendblatt in einem Interview über die deutsche Streitkultur, über die Flüchtlingskrise und über Ungarn:

    „Wir haben insgesamt eine sehr verengte Bandbreite der politischen Diskussion. Es gehören mehr Stimmen in unsere Welt. Wir brauchen auch Rechte, die Argumente beisteuern wollen. Wir können ja dann darüber streiten. Stattdessen diffamieren wir Andersdenkende.“

    „Wir brauchen mehr Ehrlichkeit in der Flüchtlings- und Integrationsdebatte, auch in den Medien.“

    „Wir haben in Deutschland eine zu geringe Streitkultur! Und es mangelt auch oft an journalistischer Zivilcourage.“

    „Manchmal hat man den Eindruck, wir Deutsche prügeln uns gerne selbst. Hat Deutschland noch immer kein Vertrauen zu sich?“

    http://www.abendblatt.de/hamburg/article206300617/Wer-eine-Grenze-schuetzen-will-braucht-einen-Zaun.html

  3. HV, wo sind Sie nur geblieben ?? Hoffentlich sind Sie wohlauf.
    Ich könnte verstehen, wenn sie die Menschheit zu sehr enttäuscht hat.
    Sich der Familie widmen, im Wald spazieren gehen, Musik hören – oder ganz einfach anderen Menschen helfen, das macht glücklicher als Politik.

  4. Was ist hier los? Ich fühle mich langsam wie in einem Irrenhaus. Obwohl ich bis vor kurzem jahrzehntelang Stammwähler der Grünen war, aber Merkels „Flüchtlingspolitik“ in der aktuellen Krise von Anfang an für falsch halte, fand ich mich vor einigen Monaten plötzlich in der rechten Ecke. Es wurde dann nur noch schlimmer. Wer die offizielle „Flüchtlingspolitik“ ablehnt, wurde als Ausländerfeind, als Pegidasympathisant abgestempelt, seit einigen Tagen macht ein Kritiker sogar gemeinsame Sache mit ISIS, indem er die Spaltung der Gesellschaft vorantreibt und dadurch zur Radikalisierung von gewaltbereiten Muslimen beiträgt. Die öffentlich-rechtlichen Medien machen den Eindruck als ob sie in diesem Thema gleichgeschaltet wären, ein großer Teil der Privatmedien singt im Chor mit. Es wird verhindert, dass in einem für die Zukunft des Landes elementar wichtigen Thema eine ehrliche öffentliche Diskussion entstehen kann. Kritische Meinungen werden diffamiert und somit weitgehend ausgeschaltet. Laut einer Studie des Allensbach Instituts trauen sich ca. 60 % der gegenüber der aktuellen Flüchtlingspolitik kritisch eingestellten Deutsche nicht, ihre Meinung frei in der Öffentlichkeit zu sagen.
    http://www.welt.de/politik/deutschland/article148790240/Tiefe-Beunruhigung-in-der-Bevoelkerung.html

    Ein verheerendes Zeugnis über den Stand der Meinungsfreiheit in Deutschland. Während der letzten Jahre, als die deutschen Medien in der Ungarnberichterstattung (fast) komplett versagt haben, habe ich gehofft, das es eine Ausnahme ist und nur dadurch ermöglicht wurde, dass Ungarn aus deutscher Sicht nicht so wichtig ist. Beim Thema Flüchtlinge, Migration haben wird ein Schlüsselthema für die Zukunft des Landes. Die Defizite bei den Medien scheinen Systemrelevant zu sein.

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