László Nemes, die Jüdische Allgemeine und der schmale Grat zwischen Dichtung und Wahrheit

Der Erfolg des bereits bei den Filmfestspielen in Cannes ausgezeichneten ungarischen Holocaust-Dramas Son of Saul (Saul fia) bei der Verleihung der Golden Globes im Januar 2016 hat – wie bereits berichtet – zu gespaltenen Reaktionen in Ungarn geführt. Neben zahlreichen Gratulanten für den mit ungarischen Staatsgeldern geförderten Film krochen auch jene Antisemiten aus ihren Löchern, die in dem Film nichts „ungarisches“ zu erkennen vermochten und ihren Reflex des „schon wieder diese alte Kamelle“ mehr oder weniger lautstark auslebten. Ministerpräsident Viktor Orbán hingegen gratulierte den Beteiligten via Facebook wie folgt:

„Wow! Egyedülálló magyar siker. Őszintén gratulálok Nemes Jeles Lászlónak, valamint a Saul fia összes alkotójának és szereplőjének. Elismerésem Andy Vajnának is, aki olyan filmtámogatási rendszert alakított ki, amely utat nyit a tehetségeknek.

Wow! A unique Hungarian success! I convey my heartfelt congratulations to László Nemes Jeles and all the creators and actors of Son of Saul. I would like to express my appreciation to Andy Vajna, who has established a support system for the film industry that opens the path to talented professionals.“

Der Erfolg des zwischenzeitlich auch für den Oscar (Kategorie bester ausländischer Film) nominierten (und aussichtsreichen) Films erweckte auch das Interesse der in Berlin erscheinenden Zeitung des Zentralrats der Juden in Deutschland, Jüdische Allgemeine. Die ungewöhnliche Chronologie dieses von Philipp Peyman Engel mit dem Regisseur László Nemes geführten Interviews soll den Lesern nicht vorenthalten werden:

Die erste Fassung des Interviews datiert auf den 28.01.2016 und trägt den Titel „Ungarn ist kein normales Land“. Bedrohlich, oder? Und natürlich wird alles getan, um den Titel zu rechtfertigen…

Bereits Nemes´ Antwort auf die erste Frage, ob er von dem Erfolg des Films überrascht worden sei, löst Verwunderung beim Leser aus. Im Wortlaut:

„Herr Nemes, Ihr Film »Son of Saul« hat einen Golden Globe gewonnen und geht bei den Oscars in der Kategorie »bester fremdsprachiger Film« ins Rennen. Hat Sie der Erfolg Ihres Debüts überrascht?
Die Preise kommen sehr überraschend. Aber sie langweilen mich auch. Ich empfinde es als Verschwendung von Lebenszeit. Veranstaltungen wie die in Los Angeles oder in Cannes sind oberflächlich, sinnentleert und dumm. Ich habe einen Film über die Grausamkeit des Holocaust gedreht, da gibt es nichts zu feiern. Die Leute sollten über den Film und seine Geschichte reden – und nicht über Angelina Jolies Kleiderlänge.“

Nemes als Regisseur, der – von oben herab – diejenigen als oberflächlich, dumm und lebenszeitverschwendend brandmarkt, die einen hervorragenden Film auszeichnen und dabei helfen, ihm die Aufmerksamkeit zu verschaffen, die ihm gebührt? Die Antwort wirkt etwas schrullig, auch in Ungarn war Verwunderung vernehmbar. Das Land ist vermutlich wirklich nicht normal, denkt der Leser. Kann ein Ungar sich freuen?

Doch es geht nicht um einen gelangweilten Regisseur. Sondern – natürlich – um Antisemitismus in Ungarn. Auf die (meines Erachtens falsche) Feststellung Engels, in Ungarn habe der Film „überwiegend“ negative Reaktionen ausgelöst, und die Frage, ob den Regisseur das verwundert habe, wird folgender Inhalt wiedergegeben:

„In Ungarn fallen die Reaktion auf den Film überwiegend negativ aus. Hat Sie das gewundert?
Überhaupt nicht. Der Hass auf Juden ist in Ungarn nach wie vor sehr verbreitet. Viele würden die Konzentrationslager eher gestern als heute wieder öffnen, wenn sie könnten. Es ist nicht die Mehrheit im Land, aber genug, um sich zu ängstigen.“

Nun, dieseAntwort löste in Ungarn weitreichende Empörung und Verwunderung (auch in oppositionellen Medien) aus. Nemes, der unter anderem aus ungarischen Steuergeldern einen Film über den Holocaust dreht, äußert sich dahingehend über seine Landsleute (und Steuerzahler)? Handelt es sich um bewusste Provokation oder – bei allen bekannten Problemen mit Antisemitismus in Ungarn – die sinnentleerte Aussage eines Filmemachers, der schon nach den ersten beiden Preisen die Bodenhaftung verloren hat und sich in jene Höhen aufmacht, in denen sonst nur Intellektuelle der alten Garde schweben? Die Antwort auf diese Frage kann letztlich nur Philipp Peyman Engel geben, sie steht bis heute aus. Denn Nemes´ beteuert, dass er gar nichts derartiges gesagt habe.
Postwendend nach Erscheinen des Interviews meldeten sich der Regisseur und das Produktionsteam mit einer Pressemitteilung, in der sie sich von dem Interview ausdrücklich distanzierten. Der Regisseur und die Produzenten von Son of Saul hätten 

den Inhalt des in der Jüdischen Allgemeinen abgedruckten Interviews mit Verwunderung zur Kenntnis genommen„. 

Nemes bezeichnet gar

jedes einzelne ihm unterstellte Wort als Verleumdung“ 

und kündigte unverzügliche rechtliche Schritte gegen die Jüdische Allgemeine an.

Nur einen Tag später, am 29.01.2016, war das ursprüngliche Interview von der Webseite der Jüdischen Allgemeinen verschwunden. Die Änderung wird allerdings nicht im Detail erläutert, sondern nur als „aktualisierte Version“ betitelt, ergänzt um folgenden Satz am Ende:

„Nach Rücksprache und Übersetzungsabstimmung mit den Produzenten des Filmes veröffentlichen wir ein im Wortlaut verändertes Interview.“

Ein „im Wortlaut verändertes“ Interview…wo genau das Interview geändert wurde, erfährt der Leser nicht. Er wird in Anbetracht des Hinweises auf eine bloße „Abstimmung“ in der Übersetzung, wohl eher kleine Anpassungen vermuten. Denn man geht schließlich davon aus, dass die Gesprächspartner sich verstanden haben. Bei näherem Hinsehen handelt es sich jedoch um die völlige Veränderung des Wortlautes bei den Kernaussagen.

Statt der eingangs zitierten, herablassenden Äußerung über die Preisverleihungen liest man nun folgende, kluge Sätze:

„Herr Nemes, Ihr Film »Son of Saul« hat einen Golden Globe gewonnen und geht bei den Oscars in der Kategorie »bester fremdsprachiger Film« ins Rennen. Hat Sie der Erfolg Ihres Debüts überrascht?
Wenn man seinen ersten Film dreht, ist es immer ungewiss, welches Ergebnis man erwarten soll. Wir wussten, dass wir einen sehr neuartigen Zugang hatten, was die Darstellung des Holocaust und der Lager betrifft – und haben gehofft, dass das einen Teil des Publikums berühren würde. Aber wir waren jedenfalls nicht auf diese Art Reaktion vorbereitet – dass der Film im Zentrum weltweiter Aufmerksamkeit stehen würde. Diese Preise und Nominierungen ermöglichen uns, den Film bekannter zu machen und ihn in so vielen Ländern wie möglich zu zeigen.“

Die Divergenz beider Passagen soll das Ergebnis einer Übersetzungsabstimmung sein? Wenn das stimmt, stellt sich die Frage, wer von beiden Interviewpartnern hier mit Sprach- bzw. Verständnisproblemen zu kämpfen hatte. Jeder Leser mag darüber selbst spekulieren.

Doch es wird noch bedrückender. Liest man, welche Passage jene Aussage Nemes´ ersetzt, in der er vielen seiner Landsleute den Wunsch nach „Wiedereröffnung der Konzentrationslager“ unterstellt, so sitzt man nur noch mit offenem Mund da:

„In Ungarn fallen die Reaktion auf den Film überwiegend negativ aus. Hat Sie das gewundert?
In Ungarn entwickelt sich der Film zu einem der populärsten und meistgesehenen der letzten Jahre. Die negativen Kommentare haben mich nicht gewundert, denn antisemitische Einstellungen sind in Ungarn immer noch allzu verbreitet, man erlebt sie im Alltag und in zahlreichen Gesprächen. Der Holocaust wird immer noch von vielen als ein Ereignis betrachtet, das mit Ungarn nichts zu tun hatte – weder auf Opfer- noch auf Täterseite.“

Jener Film, der „überwiegend“ negativ aufgenommen werde, entwickelt sich also – natürlich nur, wenn man sich von Fakten beeindrucken lässt – zu einem der populärsten und meistgesehenen der vergangenen Jahre. Jene, die meinen, Filme über die Shoa würden in Ungarn generell negativ aufgenommen, scheinen sich zu irren; und das ist gut so, denn Ungarn ist ein Land wie viele andere auch. 

Zugleich weist Nemes´ auf die durch Umfragen belegte Tatsache hin, dass antisemitische Vorurteile in Ungarn weit genug verbreitet sind, um als Bedrohung empfunden zu werden. Ob der Antisemitismus dabei tatsächlich höher ist als z.B. in Deutschland, oder ob die Befragten in Ungarn diesen nur offener äußern, bleibt der Beantwortung durch die Wissenschaft vorbehalten. Im weiteren Verlauf stellt Nemes jedenfalls klar, dass Ungarn sich hier in die Länder Mittel- und Osteuropas einreiht. Auch an dieser Stelle wurde am Interview „herumfrisiert“. Sollte ursprünglich der Eindruck erweckt werden, nur „die anderen“, vorliegend also Ungarn, hätten mit Judenhass zu kämpfen? Oder ist Judenhass in der ungarischen Gesellschaft nur dann ein Problem, wenn er sich als Angriffsfläche für eine ungeliebte Regierung einsetzen lässt?

Die alte Fassung klang noch völlig anders:

„Der Westen macht sich große Sorgen wegen des wachsenden Rechtsextremismus in Ungarn. Wie antisemitisch ist die Regierung Orbán?
Es gehört zur langjährigen Tradition Ungarns, mit dem Feuer zu spielen. Bis heute spricht man zum Beispiel nicht über die Kollaborationen mit den Deutschen während der NS-Zeit, und die Politiker fachen den vorhandenen Antisemitismus im Land nur allzu gern an. Andererseits setzt sich die Regierung Orbán stark für die jüdischen Gemeinden im Land ein. Und trotz der weitverbreiteten antisemitischen Stimmung haben wir neben der großzügigen Unterstützung durch die Claims Conference auch staatliche Gelder aus Ungarn bekommen. Sie müssen wissen: Ungarn ist kein normales Land – und seine Politiker und Bürger erst recht nicht.“

Und nun die korrigierte Fassung:

„Der Westen macht sich große Sorgen wegen des wachsenden Rechtsextremismus in Ungarn. Wie antisemitisch ist die Regierung Orbán?
Es gibt eine lange Tradition des ungehemmten und offenen Antisemitismus in der ungarischen Politik – wie auch in anderen Ländern, besonders in Mittel- und Osteuropa. Es gibt einfach keinen breiten, einstimmigen Konsens darüber, dass Antisemitismus jeglichen nationalen Zusammenhalt zerstört. Manchmal wird er sogar gerade deswegen genährt, um einen breiten Konsens zu erschaffen. Andererseits, und das ist paradox, war nur Ungarn bereit, diesen Film zu finanzieren, durch den Ungarischen Filmfonds. Weder in Deutschland noch in Österreich, Frankreich und Israel ist es uns gelungen, Fördermittel zu beschaffen oder auch nur Koproduzenten zu finden.“

Abermals fördert die „Übersetzungsabstimmung“ einen völlig neuen Inhalt zutage. Weg die dümmliche Aussage, Ungarn sei „kein normales Land“. Stattdessen erfährt der Leser, dass es Ungarn – nicht etwa der sich in rührender Weise um den Antisemitismus (in Ungarn!) sorgende „Westen“, nicht einmal der Staat Israel war, der den zuerst in Cannes und nun auch mit dem Golden Globe ausgezeichneten Film förderte.

Der ungarische Nachrichtensender HírTV brachte diese Woche eine Diskussionsrunde zu den Vorgängen, angebliche habe die Jüdische Allgemeine auf Anfragen aus Ungarn zum Sachverhalt – unter anderem von András Stumpf von mandinder.hu – nicht reagiert. Bedauerlich, denn es bedürfte dringend der Klarstellung, ob die Aussagen Nemes´ bewusst verfälscht wurden und was er dahinter stehende Grund gewesen sein könnte. Andernfalls könnte der Eindruck entstehen, das Interview sollte bei seinen Lesern bewusst Angst schüren und Vorurteile gegenüber Ungarn bestärken. Die Frage ist also: Transportieren Interviews Dichtung oder Wahrheit?

Bedenkt man, dass der Vorgang beängstigend an ein im Jahr 2011 veröffentlichtes Tagesspiegel-Interview mit dem ungarischen Filmemacher Béla Tarr (Das Turiner Pferd) erinnert, so gilt es dringend zu klären, ob sich deutsche Pressevertreter bei ihrer Berichterstattung über Ungarn mitunter nicht durch Faktenvermittlung, sondern eher dadurch hervortun wollen, dass sie krampfhaft nach Aussagen suchen, die ihre eigenen Vorurteile bestärken. Und dann, wenn diese Aussagen nicht fallen, sie schlichtweg selbst hinzufügen? Dass es diesen Typ Journalist gibt, zeigte ein weiterer, nicht allzu weit zurückliegender Vorgang aus dem Jahr 2013: Als eine in der Nähe von Györ (Westungarn) aufgestellte Statue des Dichters Miklós Radnóti zerstört wurde, berichteten deutsche bzw. deutschsprachige Medien umgehend von dem Vorgang und rückten ihn in die Nähe eines antisemitischen Anschlags. Hungarian Voice berichtete (lesenswert sind auch die Kommentare):

https://hungarianvoice.wordpress.com/2013/11/19/gyor-wie-ein-verkehrsunfall-zu-einem-antisemitischen-straftat-wurde/

Tatsächlich handelte es sich damals um eine Trunkenheitsfahrt, die sich im selben Nebel ereignete, in dem Teilen der deutschen Presse ihre Ungarn-Berichterstattung zu verfassen scheinen. Der Täter wurde – so viel zur allseitigen Beruhigung – zeitnah gefasst und verurteilt, die Statue alsbald wiedererrichtet.

Die Abneigung gegen Ungarn (kein normales Land?) scheint bisweilen so groß zu sein, dass man Augen oder Ohren verschließt. Das Bedauerliche hieran sind weniger die dämlichen Zeitungsberichte, sondern die Wellen, die diese bis in die internationale Politik schlagen. Die Frage, ob die Akteure wirklich glauben, die Welt auf diese Art und Weise besser machen zu können, bleibt bis auf weiteres natürlich ebenso unbeantwortet wie jene, warum der Vorgang zwar in Ungarn, aber in der deutschsprachigen Presse praktisch kein Echo findet.

Der Grat zwischen Dichtung und Wahrheit scheint schmal zu sein.

Advertisements

11 Kommentare zu “László Nemes, die Jüdische Allgemeine und der schmale Grat zwischen Dichtung und Wahrheit

  1. Was lesen wir heute in der Magyar Nemzet?

    Der Prozess von Holocaust-Überlebenden gegen die Ungarische Bahn (MÁV) geht weiter*.

    Eine allgemeine Feststellung von mir:

    Filme wie „Sauls Sohn“ von Herrn Nemes haben den Sinn, Schuldgefühle aufrechtzuerhalten.

    Schuldgefühle werden dann in bare Münze konvertiert (sie machen auch den ungarischen Staat erpressbar).

    Der wahrscheinlich absichtlich inszenierte Medienrummel um diesen Film hat der ganzen davon lebenden Holocaust-Industrie nur gut getan.

    Klingt hart aber so seh ich’s.

    *Der ganze Artikel:
    http://mno.hu/tarsadalom/ot-eve-huzodo-holokausztper-1327006

    • Also keine Filme über den Holocaust mehr, damit Sie keine Schuldgefühle haben müssen und Ungarn obendrein Geld spart?

      Ist hoffentlich nicht Ihr Ernst, diese Kausalkette.

      Ich bin sicher, auch wenn es Son of Saul nicht gäbe, würde die „Holocaut-Industrie“ in den Köpfen vieler als Hirngespinst weiterleben. Machen wir uns mal nichts vor: Es gibt noch genug zu lernen über diesen Teil der Geschichte. Dass sich manche Leute dadurch in ihrem Seelenfrieden gestört fühlen, kann man ignorieren.

      Ebenso wie man jene ignorieren sollte, die meinen, die Verbrechen des Kommunismus bagatellisieren zu müssen. Ich fühle mich von jeder Form von „Schwamm drüber“-Mentalität gestört.

    • Der Kommentar, manchmal fließt es eben aus dem Mund oder der schreibenden Hand heraus, illustriert erschreckend, nur widerlich, dass die „braune Nazi-Soße“ nach 71 Jahren weiter noch in so manchen deutsch-ungarisch-österreichischen Hirnen schwappt.

      Persönliche Schuldgefühle heute altersbedingt wohl zumeist: „Nein“.
      Aber die Erinnerung an und die Aufarbeitung des, darunter fällt auch die von „braunen Kreisen“ oft probagierte, vermeintliche „Holocaust-Industrie“, ungeheuren Holocaust-Verbrechens sind offensichtlich weiterhin geboten.

      Der Schoß ist fruchtbar (immer) noch, aus dem das kroch.“ (Bertolt Brecht)

      • 3 Zitate zum Thema:

        1) Imre Kertész:
        „ZEIT: In den letzten beiden Jahrzehnten waren Sie ein Held der deutschen Erinnerungskultur, ein gefragter Festtagsredner, ein gefeierter Auschwitz-Überlebender. Jetzt erfährt die Welt aus Ihrem Tagebuch: Sie haben sich die ganze Zeit über wie ein „Holocaust-Clown“ gefühlt.
        Kertész: Es geht in diese Richtung.
        ZEIT: Ist das Gedenken in Deutschland ein wenig zu einer Holocaust-Industrie geworden?
        Kertész: Nicht ein wenig, ganz.“
        http://www.zeit.de/2013/38/imre-kertesz-bilanz

        2) Géza Röhrig (Hauptdarsteller des Filmes Sauls Sohn):
        „Minden sejtemben borzongok a magyarok és zsidók szembeállításától, bármikor szívemet-lelkemet beleadnám egy másik magyar történelmi tárgyú filmbe”
        http://valasz.hu/itthon/koszonom-a-saul-fia-foszereplojenek-117119

        3) András Stumpf, Journalist:
        „Felesleges, hogy elkészült a Saul fia? Nem. Minden történet fontos, amely igaz, s minél közelebb van hozzánk, annál fontosabb. (Nekünk.) Csak épp nem valami múltfeldolgozós, múltlezárós elvárás, kényszer miatt fontosak ezek, hanem a jelen és a jövő miatt. Jó filmet készíteni, elismerést szerezni vele bel- és külföldön: ez teljesítmény, amely azt mutatja, hogy ebben az országban van tehetség és jövő.
        Tudom, tényleg eretnek gondolat, de megkockáztatom: nem igaz, hogy össznépileg betegek vagyunk, hogy nem dolgoztuk fel az akármit, hogy a múlt traumái kísértenek. Nem igaz, hogy pszichiáterre van szükségünk. Baráti beszélgetésekre, azokra van.“
        http://mandiner.hu/cikk/20160205_stumpf_andras_a_vegtelen_antiszemita_van_e_meg_ertelme_az_emlekezesnek

    • HV, die obige Analyse gefällt, Dank dafür!

      @Liliom:

      Bisweilen werden sogar Kunstwerke politisch vereinnahmt. Dies – und nichts anderes – ist mein Kritikpunkt (als Kunstwerk mag der Film durchaus gelungen sein).

      Genauer: da der Holocaust schon seit Jahrzehnten als instrumentalisierter Kampfbegriff und Druckmittel verwendet wird (z. B. um 70 Jahre nach Kriegsende noch immer Gelder aus Deutschland herauszupressen*), halte ich den Holocaust als Filmthema generell für verfehlt und schädlich.

      *http://www.spiegel.de/politik/ausland/deutschland-zahlt-772-millionen-euro-fuer-pflege-von-holocaust-opfern-a-902481.html

      • Nun, bedenkt man, dass die Nachkriegsgesellschaft bis in die 70er Jahre brauchte, um sich mit dem Holocaust überhaupt vertieft zu befassen, ist die Erwähnung von 70 Jahren jedenfalls verkürzend. Die Deutschen praktizierten den Schlussstrich bereits in der Stunde Null. Interviews von damals sind vielsagende Belege hierfür.

        Nemes hat mit dem, was sich die Jüdische Allgemeine hier erlaubt hat, nichts zu tun. Sehen wir ihn also auch nicht als einen an, der verdreht.

  2. Allgemeine Narrenfreiheit für die „Jüdische Allgemeine“ – so scheint es mir.
    Der Fall wird in der Allgemeinhiet versinken. Ein excellentes Beispiel dieser Fall für Fälschung und Verdrehung in den Medien – eigentlich. Schwamm drüber !! Is egal.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s