Péter Esterházy ist tot

Der ungarische Schriftsteller Péter Esterházy ist im Alter von 66 Jahren gestorben. Esterházy litt an Bauchspeicheldrüsenkrebs. 

Der für seine Ironie und das gekonnte Spiel mit der Sprache bekannte Autor war u.a. 2004 mit dem Friedenspreis des deutschen Buchhandels ausgezeichnet worden. 

Zwei Nachrufe:

http://www.sueddeutsche.de/kultur/schriftsteller-peter-esterhazy-ist-tot-1.3079734

http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/buecher/zum-tod-von-peter-esterhazy-14341162.html

2/3 der Ungarn würde auch heute für den EU-Beitritt stimmen

Nach einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Publicus befürwortet eine große Mehrheit der ungarischen Wahlbürger die EU-Mitgliedschaft Ungarns. 2/3 der Befragten gaben an, sie würden auch heute im Falle einer Volksabstimmung für den Beitritt stimmen.

56% der Befragten zufolge sei die Mitgliedschaft Ungarns als eher vorteilhaft“ zu bewerten, nur 8% sahen „überhaupt keine Vorteile“. Die Wähler der Sozialisten (74%), die jüngeren Wahlbürger und Personen mit Hochschulabschluss (74 bzw. 75%) sind die größten Befürworter der EU.

Die Umfrage kommt zu einem Zeitpunkt, in dem der hochrangige Fidesz-Politiker János Lázár in einem Interview offen ausgesprochen hatte, bei einer Volksabstimmung in Ungarn entweder für den Austritt zu stimmen oder dem Plebiszit fern zu bleiben. Allerdings wird es eine solche Abstimmung in Ungarn nach dem Willen der Regierungsmehrheit nicht geben: Die ungarische Politik spielt zwar ganz bewusst mit EU-kritischen Tönen, um die Akzeptanz der eigenen Politik zu stärken, einen Austritt hat Fidesz jedoch zu keiner Zeit ernsthaft in Betracht gezogen.

Der EU-Austritt Großbritanniens könnte sich auch für die dort arbeitenden Ungarn zum Problem werden. Sollte das Königreich, den kernigen Wahlparolen von UKIP und Teilen der Konservativen folgend, das Bleiberecht von EU-Bürgern tatsächlich in Frage stellen, wären neben den Polen auch die Ungarn stark betroffen. Ungarn hatte daher im vergangenen Jahr oft betont, die Arbeitnehmerfreizügigkeit seiner Bürger – insbesondere mit Bezug auf England – sei nicht verhandelbar. Der Brexit hat dieses Selbstverständnis zerstört, alles, was nun kommt, ist Verhandlungssache.

http://mno.hu/belfold/ketharmad-ujra-belepne-az-eu-ba-1351136