2/3 der Ungarn würde auch heute für den EU-Beitritt stimmen

Nach einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Publicus befürwortet eine große Mehrheit der ungarischen Wahlbürger die EU-Mitgliedschaft Ungarns. 2/3 der Befragten gaben an, sie würden auch heute im Falle einer Volksabstimmung für den Beitritt stimmen.

56% der Befragten zufolge sei die Mitgliedschaft Ungarns als eher vorteilhaft“ zu bewerten, nur 8% sahen „überhaupt keine Vorteile“. Die Wähler der Sozialisten (74%), die jüngeren Wahlbürger und Personen mit Hochschulabschluss (74 bzw. 75%) sind die größten Befürworter der EU.

Die Umfrage kommt zu einem Zeitpunkt, in dem der hochrangige Fidesz-Politiker János Lázár in einem Interview offen ausgesprochen hatte, bei einer Volksabstimmung in Ungarn entweder für den Austritt zu stimmen oder dem Plebiszit fern zu bleiben. Allerdings wird es eine solche Abstimmung in Ungarn nach dem Willen der Regierungsmehrheit nicht geben: Die ungarische Politik spielt zwar ganz bewusst mit EU-kritischen Tönen, um die Akzeptanz der eigenen Politik zu stärken, einen Austritt hat Fidesz jedoch zu keiner Zeit ernsthaft in Betracht gezogen.

Der EU-Austritt Großbritanniens könnte sich auch für die dort arbeitenden Ungarn zum Problem werden. Sollte das Königreich, den kernigen Wahlparolen von UKIP und Teilen der Konservativen folgend, das Bleiberecht von EU-Bürgern tatsächlich in Frage stellen, wären neben den Polen auch die Ungarn stark betroffen. Ungarn hatte daher im vergangenen Jahr oft betont, die Arbeitnehmerfreizügigkeit seiner Bürger – insbesondere mit Bezug auf England – sei nicht verhandelbar. Der Brexit hat dieses Selbstverständnis zerstört, alles, was nun kommt, ist Verhandlungssache.

http://mno.hu/belfold/ketharmad-ujra-belepne-az-eu-ba-1351136

 

 

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5 Kommentare zu “2/3 der Ungarn würde auch heute für den EU-Beitritt stimmen

  1. Ein Problem könnte es dann noch geben, wenn die Sozialleistungen für EU Bürger oder sogar „nur“ (bei den Patrioten, den englischen) Osteuropäer gekürzt werden würden, in England. Wie fühlt man sich, als Patriot unter Patrioten.

    • …als Nationalist unter Nationalisten
      Patriot = glühender Verehrer des Vaterlandes
      Nationalist = stellt das Vaterland über die Belange anderer.
      Ungefähr so haben wir das mal gelernt

      • „Himmel und Hölle
        Dieses Spiel ist wahrscheinlich von römischen Soldaten zu uns nach Europa gebracht worden. Es gibt unzählige verschiedene Namen dafür: in Spanien zum Beispiel heißt es Rayuela, in Süddeutschland Schnecken- oder Paradieshupfen; in anderen Gegenden auch Hinkelstein, Reise zum Mond, Hicken, Huppen, Hinkefuß oder Hüppekasten.“ königlich, patriotisch, national, dort wo der Himmel zur Hölle wird.

        Hölle durch Hölle, wenn Sie etwas Gutes für Ihr Land wollten, egal welches, würden Sie das „Schlechte“ hervor heben oder das „Gute“ und wäre das Schlechte die Bevölkerung in Bildung und Verdienst unten zu halten und das Gute die starke Hand der Führung.

        Wir haben hier auch Monarchisten, die sich patriotisch fühlen und nationalistisch äußern, um ihren König zu bekommen. Damit die als Adelsgeschlecht wieder zu Rang und Namen kommen, nur ein nicht ausgesprochener Traum. Weil die mit ihrem Hirn, auch nicht weiter kommen, wie das Volk. Sie wissen doch König durch Gottes Gnaden. Die Wissenschaftler, die die Wahrheit suchen finden Sie hier …

        … und was Sie hier auch nicht finden sind Menschen, die was Gutes für ihr Land wollen, die sparen sich das, aus genanntem Grund.

  2. Ich höre Radio. Im Tagesgespräch auf Bayern 2 ging es um ein anderes Thema, aber in einer Nebensatz wurde erwähnt, dass Ungarn seine Verpflichtungen gegenüber der EU nicht erfüllt. Es scheint eine Selbstverständlichkeit in der deutschen Öffentlichkeit zu sein, so etwas hört man in den letzten Monaten nicht selten. Mir ist nicht bewusst, welche Verpflichtungen Ungarn gegenüber der EU nicht erfüllt. Vielleicht kann mir jemand helfen und Beispiele für die Nichterfüllung der Pflichten nennen?

    • halász:
      Die Pflicht, ein treuer Jasager gegenüber den Interessen der Deutschen Nation zu sein. So wie damals. Und wenn die Ungarn schon die Drecksarbeit für den reichen Westen machen dürfen, dann doch bitte unterwürfig und demütig in der Rolle des Sklaven, der der deutschen Wirtschaft mit seinen Hungerlöhnen (Audi, Bosch …) unter die Arme greift.

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