Martin Schulz entschuldigt sich nicht, sondern fordert Zeitung zur Richtigstellung auf

Der Präsident des EU-Parlaments, Martin Schulz, hat über seinen Sprecher Forderungen nach einer Entschuldigung gegenüber Ungarn zurückgewiesen. Schulz hatte ausweislich der belgischen Metro-Zeitung behauptet, Ungarn wolle „die Juden erfassen“. Ungarische Politiker der Regierungsparteien, u.a. Außenminister János Martonyi, bezeichneten die Aussage Schulz‘ als empörend und haltlos. Auch der LMP-Vorsitzende reagierte und bezeichnete den Vorwurf des Antisemitismus gegenüber Viktor Orbán als „Lüge“.

Schulz ließ ausrichten, das Blatt habe ihn falsch zitiert. Er habe nicht von Ungarn gesprochen, sondern lediglich auf die Aussage eines Jobbik-Politikers Bezug genommen.

Die ungarischen Sozialisten fanden in den von der Metro-Zeitung abgedruckten Worten Schulz‘ nichts anstößiges: Schulz habe sich lediglich unpräzise ausgedrückt. Forderungen nach der Erfassung der Juden habe es gegeben, Fidesz sei „aber derzeit“ nicht bereit, sie zu erfüllen.

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