Budapest Pride verläuft friedlich

Das heute veranstaltete Budapest Pride Festival verlief friedlich. Die Organisatoren der Demonstration von Schwulen, Lesben, Bi- und Transsexuellen sowie sonstigen „queeren“ Menschen sprechen von mindestens 80.000 Teilnehmern (Index.hu schätzt die Zahl auf ca. 10.000).

Ein großes Polizeiaufgebot schützte die Veranstaltung vor rechtsradikalen Gegendemonstranten, die an mehreren Stellen versuchten, den Marsch zu stören. Zu Zusammenstößen kam es nach bisherigen Pressemeldungen nicht.

Das Internetportal Index.hu spricht von der friedlichsten Budapest Pride seit vielen Jahren.

Zum ersten Mal nahmen auch Unternehmen – z.B. Google – an der Veranstaltung teil, um ihre Solidarität zu bekunden und gegen Diskriminierung wegen sexueller Orientierung Flagge zu zeigen. Auch mehrere diplomatische Vertretungen unterstützten das Festival.

http://index.hu/belfold/2013/07/06/ez_a_melegfelvonulas_mas_volt_mint_a_tobbi/

Budapest: Budapest Pride verläuft problemlos

Die Schwulen- und Lesbenveranstaltung „Budapest Pride“ verlief am Samstag (07.07.2012) friedlich. Laut Twitter-Berichten der Teilnehmer hatten die Rechtsradikalen, die Störungen der Veranstaltung angekündigt hatten, „keine Chance“.

http://www.thinkoutsideyourbox.net/?p=26170

Die Polizei schützte die Veranstaltung mit mehreren tausend Beamten.

http://index.hu/belfold/2012/07/07/rengeteg_rendor_minden_eddiginel_tobb_felvonulo/

Fotostrecke via Index.hu:

http://galeria.index.hu/belfold/2012/07/07/budapest_pride_melegfelvonulas_2012/

 

 

Budapest Pride endet ohne größere Zwischenfälle

Die jährlich stattfindende Veranstaltung Budapest Pride verlief am gestrigen Samstag ohne größere Zwischenfälle. An der Demonstration Schwuler, Lesben, Bi- und Transsexueller nahmen nach Presseberichten etwa 1.500 Personen teil. Der Veranstaltungszug bewegte sich, begleitet von drei Veranstaltungsfahrzeugen, friedlich vom Heldenplatz zum Parlament.

Mehrere hundert rechtsradikale Gegendemonstranten versuchten die Veranstaltung am Oktogon (Kreuzung zwischen Teréz körút und Andrássy út) zu stören, wurden jedoch durch Polizeikräfte und Absperrgitter erfolgreich von den Teilnehmern der Budapest Pride getrennt. Allerdings musste die Schwule- und Lesbenparade wegen der angekündigten Störungen eine kleinere Routenänderung (Andrássy út – Csengery utca – Aradi utca – Jókai utca – Andrássy út) in Kauf nehmen (vgl. hier), um das Oktogon zu umgehen. Im übrigen konnte die Veranstaltung auf der angemeldeten Route abgehalten werden.

Nach einem Bericht des Portals Queer.de sollen an der Parade auch Mitglieder der Antifa Berlin teilgenommen und die Gegendemonstranten provoziert haben.

Nachdem einige Teilnehmer der Gegendemonstration versuchten, die Absperrungen zu durchbrechen, wurde durch die Polizei Pfefferspray eingesetzt. Die Parade wurde hierdurch nicht beeinträchtigt. Nach einem Bericht des Nachrichtenportals Index.hu wurden vier Personen festgenommen.

Entgegen ungarischer Presseberichte meldet der österreichische Standard – unter Berufung auf die Österreichische Hochschülerschaft (ÖH) – keine friedlich verlaufende Demonstration, sondern über einen Angriff von rechtsradikalen Personen auf österreichische Teilnehmer der Budapest Pride gegen Ende der Veranstaltung. Die Aktivisten aus Österreich seien von „15 Neonazis“ physisch attackiert und mit einem „bestialisch stinkenden Spray“ besprüht worden. Bei Eintreffen der Polizei hätten die Rechtsradikalen behauptet, der Angriff sei von den Teilnehmern der Parade ausgegangen. Die Polizei habe 50 Personen zwei Stunden lang festgehalten. Zwei der Österreicher seien zunächst in polizeilichem Gewahrsam verblieben. 

Die Budapest Pride findet seit 1997 jährlich in der ungarischen Metropole statt. An der Veranstaltung nehmen regelmäßig viele Teilnehmer aus dem Ausland, unter anderem Deutschland und Österreich, statt.

Links:

http://index.hu/belfold/2011/06/18/a_felvonulokat_eltereltek_a_tuntetoket_korulzartak/

http://galeria.index.hu/belfold/2011/06/18/meleg_meltosag_menete_budapest_pride_2011/ (Bildergalerie)

http://hvg.hu/itthon/20110618_melegfelvonulas_budapest

http://www.queer.de/detail.php?article_id=14462

Update:

Figyelö Online berichtet über den von ÖH berichteten Vorfall:

Budapester Schwulen- und Lesbenaufmarsch führt in Wien zu einem Skandal

Nach Angaben der Österreichischen Hochschülerschaft seien zwei ihrer von der Budapester Polizei bei der Parade festgenommen worden, obwohl sie von „Neonazis“ angegriffen worden seien.  Der Pressesprecher der Budapester Polizei bestätigte, dass man tatsächlich zwei Ausländer in Gewahrsam genommen habe, es seien aber alle Festgenommenen wieder auf freien Fuß gesetzt worden.“

Zum vollständigen Artikel:

http://www.fn.hu/kulfold/20110619/becsben_lett_botrany_pesti/

Weiterer Link:

http://index.hu/belfold/2011/06/19/osztrak_melegeket_tartoztattak_le_magyar_neonacik_vadjai_alapjan/

Hauptstadtgericht genehmigt Budapest Pride auf ursprünglicher Route

Das Budapester Hauptstadtgericht hat mit Entscheidung vom 18.02.2011 die Budapest Pride, einen seit 1995 stattfindenden Umzug von Schwulen und Lesben, auf der ursprünglichen Route genehmigt.

In den vergangenen Wochen gab es um die endgültige Route der Veranstaltung einige Unklarheiten. Unter anderem erschienen Meldungen, die Veranstaltung sei von der Polizei wegen zu befürchtender Verkehrsstörungen nicht zugelassen worden. Tatsächlich wurde die Veranstaltung bereits im Jahr 2010 genehemigt, und zwar auf der Route Heldenplatz – Andrássy út – Oktogon – Oper – Bajcsy-Zsilinszky-út – Parlament. Im Februar 2011 untersagte die Polizei sodann den Umzug auf dieser Route und verfügte, die Veranstaltung müsse – wegen zu befürchtender Verkehrsstörungen – auf die Route vom Heldenplatz – Andrássy út – Oktogon – Bajcsy-Zsilinszky – Deák-Platz – Erzsébet Platz (Nähe Deák-Platz) verlegt werden.

Das zuständige Gericht hat nunmehr die letztgenannte Verfügung der Polizei aufgehoben und die ursprüngliche Route genehmigt. Der Umzug auf den Kossuth-Platz neben dem Parlament dient laut Veranstalter dazu, für die Rechte der Schwulen und Lesben sowie gegen Mediengesetz und die neue Verfassung zu protestieren.

In den vergangenen Jahren – insbesondere in den Jahren 2007-2009 – war es im Rahmen der Parade zum Teil zu Gegendemonstrationen rechter und rechtsradikaler Gruppen gekommen. Erst im vergangenen Jahr konnte die Polizei die Störungen im Vergleich zu den Vorjahren verringern, sodass der Umzug weitestgehend friedlich verlaufen konnte.