Portfolio.hu: Neuverschuldung im dritten Quartal verschwunden?

Das Internet-Nachrichtenportal Portfolio.hu berichtet über die auf den niedrigsten Stand seit 2000 gesunkene Neuverschuldungsquote des zentralen Haushaltes. Im 3. Quartal 2012 betrug dieses lediglich 0,2% des Bruttoinlandsproduktes. Die ersten drei Quartele brachten eine Neuverschuldung von 1,8%.

Portfolio.hu führt die Zahlen auf eine verbesserte Einnahmensituation und gesunkene Staatsausgaben zurück.

http://www.portfolio.hu/en/economy/hungary_general_government_deficit_disappears_in_q3_2012.25363.html

IWF bezeichnet Matolcsy-Paket als in Teilen „nicht nachhaltig“

Wie das Wall Street Journal berichtet, hat der Internationale Währungsfonds (IWF) in einer Mitteilung das Maßnahmenpaket der ungarischen Regierung als teilweise „nicht nachhaltig“ und „nicht wachstumsförderd“ bezeichnet:

Several of the economic measures that Hungary has announced in recent weeks aren’t of a sustainable nature and won’t help growth, the International Monetary Fund said in an emailed statement to the Wall Street Journal on Monday.“

As we stated before, we believe that the focus of fiscal adjustment should be on achieving a more balanced consolidation, shifting away from ad-hoc measures,“ said the IMF’s resident representative to Hungary, Iryna Ivaschenko.

Nach Amgabe des WSJ glaubt eine Mehrheit von Analysten nicht mehr daran, dass es zu einer Einigung zwischen IWF und Ungarn über eine Kreditlinie kommen wird. Hingegen hatte Ministerpräsident Viktor Orbán bei Vorstellung des Sparpakets betont, nun seien die meisten Hindernisse aus dem Weg geräumt.

http://online.wsj.com/article/BT-CO-20121119-708998.html

Matolcsy-Paket: Neue Sparmaßnahmen – böser Bube EU?

Wie das Internetportal Index.hu berichtet, hat sich Ungarn zu weiteren Sparmaßnahmen und Belastungen der Steuerzahler entschieden. Wirtschaftsminister György Matolcsy teilte mit, die Regierung gehe – anders als die EU – davon aus, dass auch mit den bisherigen Maßnahmen das Defizitziel erreicht werden könne. In Anbetracht der Zweifel aus Brüssel habe man sich jedoch zu weitergehenden Maßnahmen entschlossen.

http://index.hu/gazdasag/magyar/2012/10/17/367_milliardos_csomag/#

Nach den jetzt beschlossenen Maßnahmen wird u.a. die Bankensteuer im Jahr 2013 nicht (wie ursprünglich geplant) auf die Hälfte reduziert, die Finanztransaktionssteuer steigt von einem Tausendstel auf zwei Tausendstel der Bemessungsgrundlage, ferner wird eine öffentliche Abgabe für unterirdische Leitungen (Strom, Wasser, Abwasser) eingeführt.