FAZ über „Ungarns kalten Krieg“

Reinhard Veser schreibt in der FAZ Online vom 23.02.2011 über den „kalten Bürgerkrieg Ungarns“.

Weitreichend thematisiert wird der – so Veser trefflich – „Lieblingsfeind“ linker und liberaler ungarischer Intellektueller, den Publizisten Zsolt Bayer.

http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/proteste-gegen-orban-ungarns-kalter-buergerkrieg-11660127.html

 

Budapester Zeitung: Jan Mainka kommentiert die Berichterstattung über den „Pro-Regierungs-Friedensmarsch“

Der Herausgeber der Budapester Zeitung, Jan Mainka, kommentiert in seinem Blatt die Berichterstattung der ausländischen Medien über den „Friedensmarsch“ vom 21. Januar 2012, der – so Mainka – größten Demonstration seit der Wende.

http://www.budapester.hu/index.php?option=com_content&task=view&id=12937&Itemid=27

Mainka konstatiert ein Ungleichgewicht zwischen der Darstellung der Demo von Regierungskritikern Anfang Januar 2012 und den jetzt erschienenen Berichten:

Während westliche Politiker im Schulterschluss mit ihren Journalisten nicht müde werden, die ungarische Regierung zu at­tackie­ren, weil es hier angeblich keine Pressefreiheit und keine ausgewogene Berichterstattung mehr gäbe, lieferten sie jetzt selbst ein Para­de­beispiel, wie man es in Sachen Be­richt­­erstattung besser nicht machen sollte. Während sie auf der einen Seite vor knapp drei Wochen eine Kundgebung der Opposition vor der Budapester Oper derart hymnisch feierten und hochjubelten, dass man als unbedarfter Rezipient solcher Meldungen schon quasi die Totenglöckchen der Orbán-Regie­rung hatte läuten hören, hatte die aktuelle Demonstration das Nach­se­hen. Für diese hatten die wackeren Vertreter der von ihnen selbst so gepriesenen westlichen Meinungs­frei­heit nur Ignoranz und höchstens ein paar übelwollende, diffamierende Bemerkungen übrig – was man dieser Tage in Sachen Orbán-Un­garn in deutschsprachigen Medien eben so bekommt.“

Was den Versuch, die Zahl der Teilnehmer auf „einige Zehntausend“ zu schätzen, angeht, empfehle ich den Lesern die Zeitraffer-Aufnahme von Youtube:

Budapest: Großdemonstation zur Unterstützung der Regierung

Am Samstag, den 21.01.2012, fand in der ungarischen Hauptstadt Budapest eine Sympathiedemonstration für die ungarische Regierung statt. Schätzungen zufolge lag die Zahl der Teilnehmer des zwischen Heldenplatz und Parlament abgehaltenen „Friedensmarsches“ (békemenet) bei mindestens 100.000 Teilnehmern. Das Innenministerium sprach gar von 400.000 Teilnehmern.

An der Demonstration beteiligten sich auch Vertreter der Roma-Selbstverwaltungen und die fidesznahe Romaorganisation Lungo Drom.

Index.hu berichtete (inkl. Fotoschau):

http://index.hu/belfold/2012/01/21/kormanyert_is_tuntetnek_meg_ellene_is/

Presseschau:

http://www.wienerzeitung.at/nachrichten/politik/europa/429893_Ungarns-Freund-Feind-Schema.html

http://diepresse.com/home/politik/aussenpolitik/725889/AntiEUDemos-in-Budapest_Werden-keine-Kolonie-sein

http://derstandard.at/1326503417077/Massendemo-Wir-lieben-Viktor-Orban

http://derstandard.at/1326503388322/Budapest-Zehntausende-bei-Sympathie-Kundgebung-fuer-Orban

http://taz.de/Proteste-in-Ungarn/!86141/