FTC verurteilt Csatáry-Transparent vom vergangenen Samstag als „Akt der politischen Provokation gegenüber MTK“

Das Präsidium des ungarischen Fußball-Erstligisten Ferencváros (FTC) hat nach einer gestern abgehaltenen außerordentlichen Präsidiumssitzung das Verhalten derjenigen Fans im Block von FTC, die am vergangenen Samstag ein Transparent mit der Aufschrift „In memoriam Csatáry László“ zeigten und damit den jüngst verstorbenen mutmaßlichen Nazi-Kriegsverbrecher László Csatáry huldigten, scharf verurteilt.

Nach der Sitzung gab das FTC-Präsidium eine Mitteilung heraus, in der der Vorgang als „Akt der politischen Provokation“ gegenüber dem Matchgegner MTK bezeichnet wurde. In der Mitteilung, die unter dem Titel „Fradi bittet wegen der Geschehnisse beim Spiel gegen MTK um Entschuldigung“ herausgegeben wurde, heißt es weiter, dass eine „kleine Gruppe von Zuschauern den 114-jährigen Geist und jeden anständigen Anhänger des Clubs“ verletzt habe. Der Club werde alles tun, um die Ungarische Fußball-Liga (MLSZ) bei der Identifikation der Täter zu unterstützen. Eine Untersuchung sei bereits angeordnet worden.

http://www.ftc.hu/index.php?action=fansnews&nid=30359&sact=news

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Ungarn schlägt die Türkei 3:1 – Orbán und Bajnai in der selben Loge

Ist es ein Zeichen? Eine göttliche Eingebung, zu was Ungarn in der Lage wäre, wenn alle an einem Strang zögen oder jedenfalls kultiviert miteinander umgehen würden?

Wer weiß. Jedenfalls konnte Ungarn gestern die Türkei in der WM-Qualifikationsrunde mit 3:1 schlagen. Und die Chancen der Türkei auf eine WM-Teilnahme damit beenden.

Bemerkenswertes Detail: Ministerpräsident Viktor Orbán, Parlamentspräsident László Kövér, Justizminister Tibor Navracsics und der ehemalge Staatspräsident Pál Schmitt verfolgten das Spiel aus der selben Loge wie der aktuell als Orbáns Gegenkandidat für 2014 gehandelte, ehemalige Ministerpräsident Gordon Bajnai.

 

 

 

 

 

 

 

 

Ist es Zufall, dass Ungarn ein so gutes Ergebnis gerade dann einfährt, wenn sich kleine Zeichen von „Normalität“, wenn auch nur auf der Fantribüne eines Fußballstadions, ergeben? Hoffen wir, dass die Akteure die Zeichen erkennen – wie es Orbán jüngst bei der Einweihung einer Statue formulierte.

Zugegeben, für Jubelschreie ist es zu früh. Denn ziemlich verkrampft sehen Bajnai und Orbán schon aus. Bajnai ließ übrigens verlautbaren, er habe nicht bemerkt, dass Orbán hinter ihm stehe. Klar. Willkommen in Ungarn. 🙂