Deutschlandradio Wissen attestiert Hungarian Voice „aktuelle und nüchterne“ Berichterstattung

DRadio Wissen befasste sich heute aus Anlass der Verfassungsänderung mit Ungarn. Im Rahmen der Webschau von Andreas Noll werden mehrere Blogs genannt, unter anderem der „linke Pusztaranger„, die Online-Zeitung Pester Lloyd und

das wohl mit Abstand am intensivsten und immer aktuell gepflegte Angebot Hungarian Voice, wo sich auch wirkliche Ungarnkenner zu Wort melden in den Kommentaren. Und Hungarian Voice ist mittlerweile bekannt dafür, sehr viel grau zu sehen, also wenig schwarz und weiß. Und dann findet man dort auch sehr gute Zusammenfassungen. So ist der Autor jetzt jede einzelne Verfassungsänderung vom Montag durchgegangen und hat sie entsprechend kommentiert. Auch er spricht von einem respektlosen Umgang mit dem Verfassungsgericht, findet aber auch die Alarmstimmung in der ausländischen Berichterstattung übertrieben oder sachlich falsch.“

http://wissen.dradio.de/audioarchiv.55.de.html?drau:station_id=1&drau:searchterm=orb%C3%A1n&drau:from=&drau:to=&drau:page=1&drau:audio_id=179157&drau:play=1

Das Lob gilt ausdrücklich auch denen, die ihres landesspezifisches Wissen als Verfasser von Kommentaren teilen und damit zum Erfolg des Blogs begetragen haben.

Ergänzend: Webschau vom 13.3.2013, 13:02 Uhr

2012 in review

Mit einer von WordPress gefertigten Jahres-Blogstatistik für Hungarian Voice beende ich die Artikelflut für 2012, gönne den Leserinnen und Lesern 24 Stunden Ruhe von der ungarischen Politik und wünsche einen guten Start in ein erfolgreiches neues Jahr 2013!

Hier ist ein Auszug:

Etwa 55.000 Touristen besuchen Liechtenstein jedes Jahr. Dieser Blog wurde 2012 230.000 Mal besucht. Wäre es Liechtenstein, würde es 4 Jahre dauern, bis so viele Menschen es gesehen haben. Dein Blog hatte mehr Besucher als ein kleines Land in Europa!

Klicke hier um den vollständigen Bericht zu sehen.

Aussagekräftiger als der scherzhaft gemeinte Vergleich mit Liechtenstein (durch WordPress… 🙂 ) ist dieser: Das ebenfalls sehr erfolgreich verlaufene Jahr 2011 brachte noch ca. 122.000 Seitenaufrufe. Das entspricht einer Steigerung um fast 90%! 374 Artikel, d.h. mehr als einer pro Tag, kamen neu hinzu. Auch die Zahl der Kommentare stieg signifikant und betrug 6.708.

Mein eigener Jahresrückblick 2011 ist hier abrufbar.

900 Beiträge in 860 Tagen

Hurra, runde Zahlen müssen gefeiert werden. 🙂

Dieser Beitrag ist der 900. seit dem 25. Februar 2010. Somit erschien seit Februar 2010 durchschnittlich mehr als ein Beitrag pro Tag auf dem mittlerweile größten deutschsprachigen Ungarnblog.

Seit Beginn wurden die Seiten von Hungarian Voice mehr als 266.000 Mal aufgerufen. Den Lesern und denen, die sich aktiv an der Diskussion beteiligen (8.150 Kommentare sprechen eine deutliche Sprache), sei an dieser Stelle herzlich gedankt.

Nur beiläufig sei erwähnt, dass dieser Blog nach wie vor eine reine Freizeitbeschäftigung ist und sich weder über Zuwendungen Dritter noch über „Spenden“ finanziert. So soll und wird es auch bleiben. Besonders gefreut habe ich mich über die Erwähnung auf DRadio Wissen: Der Blog wurde hier als Quelle „zurückhaltender und dosierter“ Kritik bezeichnet.

Der (nach einer Begrüßung) erste inhaltliche Beitrag sei den Lesern nochmals zur Lektüre empfohlen:

https://hungarianvoice.wordpress.com/2010/02/25/der-standard-rechte-wollten-nicht-fur-holocaust-gesetz-stimmen/

Dradio Wissen: Andreas Noll beobachtet die Blogs zu Ungarn – Hungarian Voice als Forum „zurückhaltender und dosierter Kritik“

Andreas Noll hat eine interessante Webschau zum Thema Ungarn verfasst:

http://wissen.dradio.de/ungarn-blogger-streiten-ueber-die-regierung-orban.33.de.html?dram:article_id=14339

„Das neue Jahr hat für Ungarn turbulent begonnen: Die neue Verfassung ist in Kraft und mehr als zehntausend Menschen protestierten dagegen in Budapest. Die Demonstranten forderten den Rücktritt Orbáns und warfen ihm vor, mit Hilfe der neuen Verfassung die Gewaltenteilung zu untergraben und die Macht der Regierung zu zementieren.“

Die ausführlichen Audio-Beiträge:

Webschau 04.01.2012, 9:02 Uhr

Webschau 04.01.2012, 13:02 Uhr

Breiten Raum gewährt Noll den Blogs, die er als Quelle „differenzierte Betrachtung“ sieht. Als Beipiele werden drei deutschsprachigen Ungarn-Blogs: Die ausgesprochen regierungskritischen Foren Stargarten und Pusztaranger einerseits sowie Hungarian Voice andererseits.

Noll über Hungarian Voice:

Auch dieser anonyme Blogger kritisiert Orbán – aber viel zurückhaltender und dosierter. Hungarian Voice ist der Meinung, dass die Berichterstattung in Deutschland und Österreich einseitig ist: „Die meisten deutschsprachigen Leser bekommen über Ungarn jedoch nur das zu lesen, was bestimmte, konkret: linksliberale oder linke Medienorgane als `berichtenswert´ erachten. Vor allem Beiträge im Standard und in der Süddeutschen Zeitung sind die Prototypen dieser – nach meiner Ansicht kritikwürdigen – Berichterstattung.“

Aus der Sicht von Hungarian Voice ist zum Beispiel die Auswahl der ungarischen Intellektuellen, die in den deutschen Medien regelmäßig zu Wort kommen, einseitig. Oder der Blogger berichtigt vermeintliche oder tatsächliche Fehler in den deutschen Medien, so wurde nicht ganz sauber über das Mediengesetz berichtet.

Ein weiteres Beispiel für eine differenzierte Sicht auf die Vorgänge in Ungarn ist der Umgang mit dem Klubradio, dem einzigen oppositionellen Radiosender Ungarns. Der Sender wird spätestens im März sein Programm einstellen. Die neu geschaffene und höchst umstrittene Medienaufsichtsbehörde hat die Frequenz einem anderen, bislang völlig unbekannten, Sender zugesprochen.

Für viele Medien in Deutschland ist das ein Skandal. Hungarian Voice verweist in diesem Zusammenhang auf marktwirtschaftliche Argumente. Klubradio habe schließlich das niedrigste Lizenzentgelt von allen fünf  Bewerbern geboten.“

Was die Demonstrationen zu Jahresbeginn und deren Behandlung durch das staatliche Fernsehen anbetrifft, sieht Noll Kritik auf beiden Seiten der politischen Palette:

Einig sind sich beide Lager in der Kritik über die Berichterstattung im Staatsfernsehen. Die Demonstration zehntausender Ungarn gegen die Orbán-Regierung zum Jahresbeginn erwähnte man dort nur kurz in den Hauptnachrichten – auf Bilder von der Demonstration verzichtete die Hauptnachrichtensendung völlig. „Das Staatsfernsehen lässt 100.000 Leute einfach verschwinden„, heißt es bei Pusztaranger. Hungarian Voice kritisiert, dass diese „Berichterstattung die staatlichen Medien zur Farce“ mache.“

BUÉK – und ein kleiner statistischer Jahresrückblick

Das Jahr 2011 geht zu Ende, es war sowohl für Ungarn, als auch für Hungarian Voice ein sehr bewegtes. Ungarn stand im Rampenlicht, Mediengesetz, Verfassung und EU-Ratspräsidentschaft sind nur einige Stichworte, die erwähnt werden müssen. Auch das Jahr 2012 dürfte im Hinblick auf die anstehenden Verhandlungen Ungarns mit EU und IWF nicht minder bewegt ausfallen.

Das Portal wird von einer wachsenden Zahl von Menschen wahrgenommen und als Informationsquelle genutzt – neulich griff sogar die TAZ auf Informationen eines hier erschienenen Beitrags zurück. Es scheint ein wenig wie bei der Sendung „Tutti Frutti“ mit Hugo Egon Balder zuzugehen: Die Einschaltquote war gut, jedoch wollen nur wenige die Sendung jemals gesehen haben 🙂

Besonders gefreut hat mich die Tatsache, dass der Blog über ideologische Grenzen hinweg Menschen zum Zwecke der Diskussion zusammenführen kann. So kamen der Journalist und Autor Boris Kálnoky und der bekannte ungarische Schriftsteller György Dalos über Hungarian Voice miteinander ins Gespräch, Ergebnis war ein interessantes Interview, das die WELT leider  nur in erheblich gekürzter Fassung abgedruckt hat, das Originalinterview ist hier abrufbar.

Der stärkste Monat war Januar 2011 mit mehr als 15.000 Seitenzugriffen. Grund war die internationale Diskussion um das ungarische Mediengesetz. Hier gelang es Hungarian Voice, zur Richtigstellung jedenfalls einer grundlegenden Fehlinformation („Gebot ausgewogener Berichterstattung und diesbezügliche Geldstrafen“) beizutragen – ein Irrtum, der – so ein SZ-Journalist in einem langen, freundschaftlichen  Telefonat – auf einer falschen Agenturmeldung und der Tatsache beruhte, dass man sich hierauf verlassen hatte (ebenso äußerte sich der NDR). Leider wurde die Falschinformation durch diejenigen, die sie verbreitet hatten, bis zum Herbst 2011 nicht ausdrücklich korrigiert und konnte sich daher bis Herbst 2011 weiter verbreiten. Auch die fehlerhafte Behauptung, die ungarische Medienbehörde wende das Gesetz rückwirkend auf Fälle an, die sich vor dem 1.1.2011 ereignet hatten (hier war der Fall eines Songs von Ice-T thematisiert worden) , konnte richtig gestellt werden.

Das Frühjahr war von den Vorgängen in der Ortschaft Gyöngyöspata bestimmt. Auch hier war es das Ziel von Hungarian Voice, solche Informationen ergänzend zum Diskurs beizutragen, die hierzulande völlig ignoriert wurden. Gemeinsam mit dem als kritischen Kommentator im Blog geschätzten Macher der Wein-Seite borwerk.de, Peter Klingler, wies Hungarian Voice auf die Situation der Mehrheitsbevölkerung in Gyöngyöspata hin, der ortsansässige Winzer Bálint Losonci sprach stellvertretend für viele Menschen, die von keinem einzigen deutschsprachigen Presseorgan um ihre Meinung gefragt wurden.

Die Artikel mit dem größten Feedback (inkl. Zahl der Kommentare):

Gewaltausbruch in Gyöngyöspata 97
Budapester Zeitung veröffentlicht „offenen Brief“ von István Lovas an die ausländischen Korrespondenten in Ungarn 73
Menschenrechtsverstöße ohne Echo: Slowakei entzieht Angehörigem der ungarischen Minderheit die Staatsangehörigkeit 64
Ákos Kertész: „Die Ungarn sind genetisch zum Untertan geboren“ 63
TAZ-Blog: Ágnes Hellers „Objektivität“ hatte fatale Konsequenzen… 58

Das Gesamtjahr brachte mehr als 122.000 Seitenzugriffe (Februar bis Dezember 2010: 11.277), am 24.01.2011 bescherten die Besucher dem Blog 999 Seitenzugriffe…einer mehr hätte es sein dürfen 🙂 .

Seit Beginn des Blogs wurden 692 Beiträge veröffentlicht und 4.065 Kommentare verfasst.

Ich danke noch einmal ausdrücklich für das Interesse. Für das Jahr 2012 wünsche ich mir weiterhin lebhafte, aber stets höfliche Diskussionen.

Ein frohes, gesundes und erfolgreiches neues Jahr! BUÉK!

Neue Kategorie „Leserzuschriften“

Hungarian Voice hat sich entschieden, eine neue Kategorie „Leserzuschriften“ einzurichten. Hierdurch soll den Lesern die Möglichkeit gegeben werden, ihre Anmerkungen – auch „off topic“ – kudzutun und sich an der Diskussion über Ungarn zu beteiligen. Alle Leser werden herzlich dazu aufgefordert, teilzunehmen. Die Zuschriften können über die Kommentarfunktion eingestellt (bitte mit „OT“ kennzeichnen, ich werde den Beitrag dann in die neue Kategorie verschieben) oder per E-Mail an die in „About“ genannte Adresse gesendet werden. Ich bitte bei E-Mail-Zuschriften um Miteilung, ob anonym oder mit Namen veröffentlich werden soll.

Die neue Kategorie dient nicht nur dazu, die Leser zum Mitmachen zu bewegen, sondern soll auch die Zahl der „off topic“ Zuschriften in den Kommentaren zu einzelnen Beiträgen reduzieren helfen.

Die Grundsätze des Blogs (siehe About) gelten weiter. Beiträge, die den Regeln nicht gerecht werden, werden nicht veröffentlicht.

Hungarian Voice mit neuem Besucherrekord im Dezember 2010

Es gilt, noch einmal vor dem Jahresausklang herzlich DANKE zu sagen!

Das Jahr 2010 endet für den jungen Ungarn-Blog Hungarian Voice mit einer neuen Rekord-Besucherzahl: Mehr als 3.000 Besucher informierten sich im aktuellen Monat Dezember an dieser Stelle über Ungarn. Die Freude darüber ist groß, auch wenn die Seite natürlich weiterhin zu den „Zwergen“ zählt. Die Blog-Statistik zeigt jedoch, dass vor allem reger Gebrauch von den Links zu anderen (v.a. Zeitungs-) Beiträgen gemacht wird. Das Ziel des Blogs, aus Sicht des Verfassers interessante Beiträge zu bündeln und der Leserschaft verfügbar zu machen, ist somit bislang aufgegangen.

Die Besucherzahlen sind in den letzten Monaten kontinuierlich gestiegen. Die hoffentlich weiter wachsende Leserschaft wird ein Ansporn für das Jahr 2011 sein, naturgemäß soll das Thema Ratspräsidentschaft aufgrund seiner Aktualität im ersten Halbjahr einen besonderen Stellenwert erhalten. Kritisch beobachtet wird zudem das Thema „neue ungarische Verfassung„, die Entwicklung im Bereich „Mediengesetz“ und „Kompetenzen des Verfassungsgerichtes“ und – wie bisher – der Umgang der ausländischen Presse mit den Geschehnissen in Ungarn.

Den Lesern und aktiv Mitdiskutierenden danke ich für das große Interesse und wünsche einen gesunden Start in ein hoffentlich erfolgreiches Jahr 2011!