Radnóti-Preis für Ágnes Heller und Róbert Alföldi

Die Philosophin Ágnes Heller und der ehemalige Direktor des Budapester Nationaltheaters, Róbert Alföldi, sind zwei der diesjährigen Preisträger des Miklós-Radnóti-Preises. Der Preis wird seit dem Jahr 2000 vom „Bund der ungarischen Widerstandskämpfer und Antifaschisten“ (MEÁSZ) verliehen.

Der Laudator Tibor Vámos sagte, Hellers Lebensweg sei „vom Streben nach dem Schönen und Guten“ bestimmt gewesen. Heller betonte, die „Bösen“ seien diejenigen, die „andere ausgrenzen“.

http://tablet.hvg.hu/kultura/20140304_Heller_Agnes_es_Alfoldi_Robert_is_Radnoti

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Demonstration vor dem „Neuen Theater“: Vorsitzender der ungarischen Antifaschisten verletzt

Vilmos Hanti, der Vorsitzende des „Bundes der ungarischen Widerstandskämpfer und Antifaschisten“ (MEASZ), wurde gestern Abend im Anschluss an eine  Demonstration linker Gruppen vor dem Budapester „Neuen Theater“, verletzt. Die Demonstranten versammelten sich vor dem Theater, um gegen Rechtsextremismus, Rassismus und die Aufführung des Stückes „Der sechste Sarg“ von István Csurka zu demonstrieren (die Entscheidung, das Stück nicht aufzuführen, war bereits am Dienstag gefallen). Das Stück wird von Kritikern wegen seines Inhaltes als antisemitisch bezeichnet.

Während der Demonstration entwickelten sich Sprechchöre zwischen einer kleinen Gruppe rechtsgerichteter Jugendlicher („Das neue Theater gehört den Ungarn“, „Wir sind hier zu Hause“) und den deutlich zahlreicher erschienenen Teilnehmern der Demo („Nazis nach Hause“). Die Polizei trennte beide Gruppen voneinander.

Im Anschluss an die Veranstaltung wurde der Vorsitzende der MEASZ nach seiner Darstellung von einer Gruppe von 15-20 rechtsradikalen Jugendlichen umringt, einer der Angreifer schlug ihm mit der Faust in das Gesicht.  Die Polizei ermittelt.

http://hvg.hu/itthon/20120829_antifasiszta_tuntetes