Wahlumfrage: 32% Regierung, 21 % Gemeinsam 2014, 11% Jobbik

Der neuesten Wahlumfrage des Meinungsforschungsinstituts Nézöpont zufolge könnte die Regierungsparteien derzeit mit einer Zustimmung von 32% der Wahlberechtigten rechnen. Fidesz-KDNP liegt damit 11 Prozentpunkte vor der Oppositionsvereinigung Gemeinsam 2014 um Ex-Ministerpräsident Gordon Bajnai, die mit 21% der Stimmen rechnen könnte. Jobbik käme auf 11%.

Die Wahlbeteiligung läge voraussichtlich bei 62%.

Abgeschlagen und ohne Chance auf den Einzug in das Parlament steht die Partei Demokratische Koalition um den ehemaligen Ministerpräsidenten Ferenc Gyurcsány: Sie käme auf gerade einmal 0,4% der Stimmen.

http://index.hu/belfold/2013/07/11/gyurcsanyek_0_4_szazalekon_allnak/

Zur Zusammenfassung: http://nezopontintezet.hu/aktualis/gyurcsany-partja-04-szazalekon/

Zur vollständigen Umfrage: http://nezopontintezet.hu/files/2013/07/Nezopont_Intezet_kozvelemeny_kutatas.pdf

HVG zur Stimmungslage in der ungarischen Politik

Nach einem Bericht der ungarischen Wochenzeitung HVG wird die ungarische Politik durch Unsicherheit und Pessimismus bestimmt. Der Bericht verdeutlicht, dass es der Reierung nicht gelungen ist, die hohen Erwartungen an ihre Arbeit zu erfüllen. Das Lager derer, die mit der Regierungsarbeit zufrieden sind, sinkt stetig weiter (zuletzt bei 30%). Gleichwohl verzeichnet nicht die Opposition, sondern alein das Lager der Nichtwähler deutliche Zuwächse.

http://hvg.hu/hvgfriss/2011.47/201147_iranytalan_reakciok

Einige aussagekräftige Grafiken (Quelle: Médian, via HVG.hu)

Veränderung der Parteipräferenzen

Wie bewerten Sie die Ergebnisse der Regierungsarbeit?

In welche Richtung laufen die Dinge Ihrer Auffassung nach?

Die erste Grafik zeigt die Veränderung der Parteipräferenzen. Die zweite dokumentiert die Antwot auf die Frage „Wie beurteilen Sie die Arbeit der Regierung?“, die dritte Grafik zeigt das Ergebnis der Antworten auf die Frage, in welche Richtung die Dinge laufenbeinahe 80% der Befragten bewertet den Ausblick als schlecht, beinahe doppelt so viele wie noch im Juni 2010.

Szonda Ipsos: Fidesz mit klarem Vorsprung, Lager der Nichtwähler wächst

Politics.hu fasst die neueste politische Meinungsumfrage von Szonda Ipsos zusammen:

http://www.politics.hu/20110909/szonda-ipsos-poll-shows-fidesz-maintains-strong-lead/

Die Umfrage ergab eine Zustimmung für Fidesz von 24% gegenüber 13% für die Sozialisten. Bei den Wählern mit klarer Präferenz liegt Fidesz dagegen doppelt so hoch wie die Sozialisten. Zugleich stellt das Institut fest, dass Fidesz gegenüber dem Vormonat nicht weiter verloren habe. Die Sozialisten hätten keine weiteren Zuwächse erzielt.

Besonders stark fällt der Vorsprung von Fidesz bei jungen Wählern aus: Hier ist Fidesz viermal so stark wie die Sozialisten.

Jobbik steht derzeit bei 7% (alle Wähler), LMP bei 3%.

Die Hälfte aller befragten Wähler fühlten sich keiner Partei zugehörig.

 

Médian-Institut: Schlechte Stimmung, Fidesz rückläufig, aber auf hohem Niveau

Das Meinungsforschungsinstitut Médian veröffentlichte ebenfalls eine Umfrage zur Stimmung der Wähler. Auch hier zeigt sich eine rückläufige Tendenz für das Regierungslager, Fidesz/KDNP bleiben jedoch auf hohem Niveau.

Wie groß ist das Wählerpotenzial?

Der Blick auf die Gesamtbevölkerung zeigt eine Zustimmung für Fidesz von 34%, MSZP kommt auf 13%, Jobbik af 10% und LMP auf 5%. Von denjenigen, die an der Wahl teilnehmen würden, würden 54% für Fidesz, 20% für MSZP, 15% für Jobbik und 8% für die LMP stimmen.

Im Lager derjenigen, die bereits „sicher“ wissen, für wen sie stimmen, fällt das Bild noch positiver für Fidesz aus: Hier käme das Regierungslager auf 5%, MSZP auf 22%, Jobbik auf 17% und LMP auf 5%.In diesem Personenkreis zeigt Fidesz seit Mitte des Jahres 2010 eie rückläufige Tendenz, die Spitze lag bei 72%. Zuletzt fiel Fidesz leicht zurück, die Oppositionsparteien können leichte Zuwächse verzeichnen.

Stimmung in der Bevölkerung schlecht

Die Umfrage ergab zudem ein Bild von ausgesprochen schlechter Wählerstimmung. Nur 26% der Befragten gaben an, die Dinge in Ungarn würden sich in die richtige Richtung bewegen. Im Oktober 2010 lag die Zahl der positiv Gestimmten noch bei 47%. 62% gaben an, die Entwicklung sei schlecht. In den ersten vier Monaten des Jahres 2010 (Wahltermin war Mai) hatten über 80% der Befragten eine negative Stimmung, die Positiv-Antworten lagen bei 15% oder darunter. Insoweit steht die Regierung besser als ihre Vorgängerin, die schlechte Stimmung ist jedoch als Alarmsignal zu werten. Seit der Kommunalwahl 2010 im Oktober verschlechtert sich die Stimmung laufend.

http://www.median.hu/object.09fd2df2-501f-4fd0-be6d-bd0b0bd7b8a6.ivy

Nézöpont-Umfrage: Orbán „bester Ministerpräsident seit 1990“, Fidesz-Zustimmung rückläufig

Nézöpont-Umfrage: Orbán nach Ansicht der Wähler „bester Ministerpräsident seit 1990“

In einer telefonischen Umfrage zwischen dem 16.5. und 20.5.2011 stimmten laut Nézöpont 36 Prozent der Befragten für Orbán, der zweite Platz ging an den ersten frei gewählten Ministerpräsidenten József Antall (MDF, 1990-1993, 13%), Drittplatzierte wurden Gyula Horn (MSZP, 1994-1998) und Gordon Bajnai (2009-2010) mit jeweils 10%. Die beiden Sozialisten Péter Medgyessy (2002-2004) und Ferenc Gyurcsány (2004-2009) erhielten laut Umfrage 4 bzw. 3 Prozent. Weniger Stimmen entfielen nur auf Péter Boross (2%), der nach dem Tod von József Antall während dessen Amtszeit für etwa ein halbes Jahr Ministerpräsident war (1993-1994).

Regierungsarbeit: Gemischtes positives Bild; relative Mehrheit gegen Flat-Tax

Im Rahmen der Umfrage waren die Befragten aufgerufen, einzelne Regierungsmaßnahmen zu bewerten. Hierbei ergab sich folgenes Bild:
– „Abrechnung“ (gemeint ist die Verfolgung von mutmaßlichen Straftaten, Korruption und Fällen von Vetternwirtschaft während der vergangenen acht Jahre: 58% Zustimmung
– Trianon-Gedenkgesetz: 57% Zustimmung
– Einführung der Bankensteuer: 54% Zustimmung
– Krisensteuern für Energieversorger, Handel und Telekom-Unternehmen: 52% Zustimmung
– Umgang mit der Rotschlamm-Katastrophe: 48% Zustimmung (negative Einschätzung bei 28% der Befragten)
– Schaffung einer zentralen Anlaufstelle für Verwaltungsangelegenheiten („Regierungsfenster“): 42% Zustimmung (negativ: 12%)
– Einführung der Flat Tax: 31% Zustimmung (Ablehnung durch 36%)

Allerdings gab eine relative Mehrheit der Befragten an, die Entwicklung in den Bereichen „Schaffung von Arbeitsplätzen“ habe sich im vergangenen Jahr verschlechtert (4%). In den Bereichen Erneuerung des Gesundheitssystems und Bildung sieht die relative Mehrheit keine Veränderung, die Zahl derer, die eher eine Verschlechterung sehen, liegt aber über den positiv gestimmten. Hier wurde der Regierung Orbán somit ein schlechtes Jahreszeugnis ausgestellt.

Zustimmung für Fidesz/KDNP bei 42%

Laut Nézöpont gaben 42% der Befragten Fidsz/KDNP als Parteipräferenz an, MSZP kam auf 15%, Jobbik auf 12% und LMP auf 8%. 23% der Befragten konnten/wollten keine Antwort auf die Frage geben. Regierungsparteien befinden sich somit zwar seit Oktober 2010 (damals hätten 52% für Fidesz/KDNP gestimmt) im Abwind, können ihr Niveau jedoch deutlich über der Zustimmungsraten der anderen Parteien halten. Noch deutlicher wird dies bei der Frage, welcher Partei man voraussichtlich seine Stimme geben würde: Hier entfielen 56% auf Fidesz, 18% auf die Sozialisten, 14% auf Jobbik und 11% auf die LMP.

http://nezopontintezet.hu/aktualis/merlegen-a-kormany-egy-eve/

Tárki-Institut: Unterstützung für Fidesz-KDNP sinkt

Nach der aktuellen Untersuchung des Meinungsforschungsinstitutes Tárki sank die Wählerunterstützung für das Regierungslager (Fidesz-KDNP) im März 2011 deutlich von 37% auf 30%. Der Abstand zu den Oppositionsparteien MSZP (unverändert 11%), Jobbik (plus 1 auf 8%) und LMP (unverändert 5%) bleibt jedoch nach wie vor groß. Größte Gruppe bildet mittlerweile das Lager der Unentschlossenen mit 46%.

http://www.hirado.hu/Hirek/2011/03/23/17/Tarki_jelentosen_csokkent_de_meg_mindig_a_Fidesz_KDNP.aspx

Nach der Tarki-Untersuchung hat Fidesz-KDNP gegenüber Dezember 2010 etwa 1/3 seiner Wählerschaft eingebüßt. Die Opposition kann hiervon allerdings nicht im gleichen Maß profitieren.

Médian: Umfrage zum Mediengesetz

Eine aktuelle Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Médian befasste sich ebenfalls mit dem Mediengesetz. Die wesentlichen Ergebnisse:

1. Zustimmung zum Mediengesetz, u.a. nach Parteipräferenz (0 = völlige Ablehnung, 100=volle Zustimmung)
– Alle Befragten: 45
– Fidesz: 60
– MSZP: 21
– Jobbik: 39
– LMP: 20
– Sonstige Parteien: 35
– Parteilose: 37

2. Meinungen zu den Auswirkungen der internationalen Kritik auf die Beurteilung Ungarns:
– Fidesz-Sympathisanten: 31% betrachten die Kritik als sehr schädlich, 42% für unschädlich, 16% erwarten eine positivere Beurteilung Ungarns, 11% antworteten mit „ich weiß nicht“
– MSZP: 77% „sehr schädlich“, 14% „unschädlich“, 3% „positive Wirkung“, 6% „weiß nicht“
– Jobbik: 64% „sehr schädlich“, 15% „unschädlich“, 9% „positive Wirkung“, 12% „weiß nicht“
– LMP: 65% „sehr schädlich“, 18% „unschädlich“, 3% „positive Wirkung“, 14% „weiß nicht“
– Alle Befragten: 46% „sehr schädlich“, 30% „unschädlich“, 10% „positiv“, 14% „weiß nicht“

3. Auffassungen zur Medienbehörde:
Fidesz-Sympathisanten: 54% sind der Ansicht, dass die Regulierung der Medien die Schaffung einer solchen Behörde notwendig machte; 33% halten es für bedenklich, dass eine einzelne Behörde derart großen Einfluss auf alle heimischen Medien ausüben kann; 13% antworteten mit „ich weiß nicht“.
MSZP-Lager: 9%, 86%, 5%
Jobbik: 34%, 58%, 8%
LMP: 6%, 82%, 12%
Alle: 35%, 51%, 14%

Die Umfrage wurde zwischen 14.1. und 18.1.2011 durchgeführt.

Quelle: http://hvg.hu/hvgfriss/2011.04/201104_kritikai_erzek