Amerikanische Népszava: „Orbán kauft die amerikanische Presse“

Aus der amerikanischen Népszava sprudelt – nicht zum ersten Mal – Hasspropaganda gegen die Regierung Orbán. Eine Mischung aus Verfolgungswahn und Bösartigkeit. Lesen Sie selbst:

Washington – Die Regierung Orbán gründet mit 15 Mio. US-Dollar (3,3 Mrd. Forint) die „Friends of Hungary“ Stiftung, deren Aufgabe es sein wird, ein Netz von Pro-Orbán Lobbyisten in Amerika aufzubauen, diejenigen Politiker, Analysten, politische Forschungsinstitute und Journalisten zu bezahlen, die wiederum die Kritiker der diktatorischen Regierung Orbán zum Schweigen bringen, Partei für den faschistischen Staat ergreifen und Sprachrohre der Orbánisten-Propaganda sein sollen. Obwohl das Geld noch nicht eingetroffen ist, hat Kumin (Anmerkung; Ferenc Kumin) bereits eine Lügenflut in der Washington Times in Gang gebracht.“

(„Washington – Az Orbán-kormány 15 millió dollárral (3,3 milliárd forint) hozza létre a Friends of Hungary alapítványt, amelynek feladata az lesz, hogy kialakítsa az Orbán-rendszer amerikai lobbistáinak hálózatát, lefizesse azokat a politikusokat, elemzőket, politikai intézeteket és újságírókat, akik a diktatórikus Orbán-rendszer bírálóit elhallgattatják, kiállnak a fasiszta állam hazugságai mellett, és szócsövei lesznek az orbánista propagandának. Még a pénz meg sem érkezett, Kumin már megjelentetett egy hazugságözönt a Washington Times-ban.„)

Die Stichworte sind gefallen: Diktatorisch, faschistisch. Der Betroffene, Ferenc Kumin, stellvertretender Staatssekretär für internationale Pressearbeit, kommentiert zutreffend, offenbar sei einem Schreiberling der Népszava mal wieder die Medizin ausgegangen.  Wer ungarisch liest, nehme sich die Zeit. Es lohnt sich, der Blick in die Psyche manch eines Anhängers der MSZP ist vielsagend. Nicht einmal vor einem Vergleich Kumins mit Reichspropagandaminister Joseph Goebbels schreckt die Népszava zurück.

Anlass des Ärgers: Ein (Zitat) „dummer Reporter der Washington Times“ hat es gewagt, an einem Presselunch teilzunehmen und sich „die Lügen Kumins zu eigen zu machen„. Ja, die Presse, die man sonst umwirbt und für Anti-Orbán-Feldzüge einnimmt, wird schnell zum Feind und wird beschimpft, wenn sie es wagt, mit „den Anderen“ zu sprechen. Da behauptet die Népszava sogar, dem „dummen Reporter“ sei nicht aufgefallen, dass Kumin stellvertretender Staatssekretär für internationale Pressearbeit sei. Liest man den Artikel, verwundert das. Der Autor Morrison schreibt nämlich:

The task to tell Hungary’s story has fallen to a 37-year-old economist and political scientist named Ferenc Kumin with the impressive title of deputy state secretary for international communications.

http://nepszava.com/2012/12/magyarorszag/orban-megvasarolja-az-amerikai-sajtot.html

Was genau die Népszava eigentlich will (außer beleidigen und verleumden), erschließt sich selbst nach mehrmaligem Lesen nicht. Nur eine Behauptung ist klar: Orbán versuche, die Presse zu kaufen. Warum? Weil Kumin das macht, was die Opposition seit 20 Jahren tut: Presseleute einladen und ihre Version der Geschehnisse erzählen. Audiatur et altera pars scheint für manch einen unerträglich zu sein.