Nézöpont: Fidesz bei 26%

Die Dezember-Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Nézöpont hat den Rückgang der Unterstützung für die ungarische Regierung bestätigt. In der Gesamtbevölkerung käme Fidesz demnach auf 26%, Jobbik auf 17%, MSZP auf 7%, LMP und DK auf jeweils 5% und Együtt auf 2% der Stimmen.

Insgesamt 38% der Befragten gehört dem Lager der Nichtwähler an, machte keine Angaben oder ist unentschlossen.

2015/01/img_0742.png

Bei den Parteiwählern führt Fidesz die Liste mit 40% an, Jobbik folgt mit 24%, MSZP käme auf 12%. DK, LMP und Együtt folgen mit 9, 8 und 4%.

Vergleich der Wahlumfragen

Die nachfolgend abgebildete Zusammenstellung der Wahlumfragen unterschiedlicher Institute aus dem Zeitraum Januar bzw. Januar/Februar zeigt den – wenn auch jeweils unterschiedlich hohen – Vorsprung der Regierungspartei.

20140303-201723.jpg

In den ersten beiden Zeilen wird die Zahl der vom jeweiligen Institut Befragten und der Umfragezeitraum dargestellt.

Sodann werden die Umfragewerte der einzelnen Parteien in der wahlberechtigten Bevölkerung dargestellt („választókorú népesség“). Fidesz führt hier mit Werten zwischen 30% (Ipsos) und 39% (Médian). Das Oppositionsbündnis „Zusammenhalt“ (Összefogás) folgt mit Werten zwischen 20-23%, Jobbik erreicht 9 bis 15% und die LMP 2-5%. 22-36% der Befragten waren unentschlossen oder antworteten nicht.

Bei den Wählern mit fester Parteipräferenz, die ihre Stimme sicher abgeben wollen („biztos szavazó pártválasztók“), liegt Fidesz bei 51-52%, Összefogás bei 26-33%, Jobbik käme auf 13-18% (letzterer Wert ist der bislang höchste gemessene) und LMP auf 2-6%.

Nach diesen Werten wäre eine erneute 2/3-Mehrheit für Fidesz/KDNP möglich, vorausgesetzt, die Stärke der Regierungsparteien wirkt sich in Form zahlreicher gewonnener Direktwahlkreise (Erststimme) aus.

Die bislang große Unbekannte ist die Wahlbeteiligung. Hier ging die Opposition bislang davon aus, dass sie durch eine hohe Mobilisierungsquote gewisse Reserven heben könnte; allerdings scheint – jedenfalls nach aktuellsten Zahlen – die Gruppe der Nichtwähler rückläufig, bei gleichzeitig relativen Zuwächsen der Regierungsseite.

Wahlumfrage: 32% Regierung, 21 % Gemeinsam 2014, 11% Jobbik

Der neuesten Wahlumfrage des Meinungsforschungsinstituts Nézöpont zufolge könnte die Regierungsparteien derzeit mit einer Zustimmung von 32% der Wahlberechtigten rechnen. Fidesz-KDNP liegt damit 11 Prozentpunkte vor der Oppositionsvereinigung Gemeinsam 2014 um Ex-Ministerpräsident Gordon Bajnai, die mit 21% der Stimmen rechnen könnte. Jobbik käme auf 11%.

Die Wahlbeteiligung läge voraussichtlich bei 62%.

Abgeschlagen und ohne Chance auf den Einzug in das Parlament steht die Partei Demokratische Koalition um den ehemaligen Ministerpräsidenten Ferenc Gyurcsány: Sie käme auf gerade einmal 0,4% der Stimmen.

http://index.hu/belfold/2013/07/11/gyurcsanyek_0_4_szazalekon_allnak/

Zur Zusammenfassung: http://nezopontintezet.hu/aktualis/gyurcsany-partja-04-szazalekon/

Zur vollständigen Umfrage: http://nezopontintezet.hu/files/2013/07/Nezopont_Intezet_kozvelemeny_kutatas.pdf

Nézöpont-Umfrage: Fidesz führt, MSZP und Jobbik auf Platz

Die neueste Meinungsumfrage des Nézöpont-Instituts zeigt abermals eine große Unterstützung des Regierungslagers.

Die Ergebnisse der Befragung aller Wahlberechtigten (Parteiwähler):
Fidesz 32% (40%)
MSZP 14% (15%)
Jobbik 13% (14%)
Együtt 2014 7% (9%)
LMP 5% (5%)
DK 1% (1%)
Sichere Nichtwähler: 8%
Unentschlossen, aber für Regierungswechsel: 9%
Unentschlossen: 9%

http://nezopontintezet.hu/aktualis/kihivo-kerestetik/

Nach wie vor scheint die Regierungspartei über ein höheres Potenzial zu Mobilisierung ihrer Wähler zu verfügen.

Nézöpont: Untersuchung zur Ungarn-Berichterstattung der internationalen Presse

Die Ungarn-Berichterstattung der ausländischen Presse war bereits in zahllosen Fällen Thema dieses Blogs. Nun hat sich das Meinungsforschungsinstitut Nézöpont die Arbeit gemacht, eine Analyse zu erstellen und zu veröffentlichen.

http://nezopontintezet.hu/files/2013/02/Nezopont_Mediamuhely_Elemzes.pdf

Interessante Ergebnisse:

– die Negativberichte über Ungarn in deutschen und österreichischen Publikationen sind deutlich stärker vertreten als z.B. in Großbritannien und den USA.
– zu den „neutraleren“ Nachrichtenquellen zählen die Agenturen Reuters und Bloomberg, die FAZ und auch das Wall Street Journal.
– beim Standard und der Süddeutschen Zeitung überwiegen die Negativberichte deutlich

Nézöpont-Institut: Hälfte der Parteiwähler im Regierungslager

Nach der neuesten Umfrage des Nézöpont-Instituts führt das Regierungslager nach wie vor haushoch gegenüber den einzelnen Oppositionsparteien.

Der Studie zufolge sind 57% der ungarischen Wähler als „Parteiwähler“ zu bezeichnen, sind also klare Sympathisanten einer bestimmten Partei. Die zu diesem Lager gehörenden aktiven Wähler würden zu 48% das Regierungslager (Fidesz-KDNP) wählen, während 24% für die MSZP, 17% der Jobbik und 7% für LMP stimmen.

http://index.hu/belfold/2012/06/15/nezopont_az_aktiv_szavazok_fele_a_fidesze/

Die Umfrage zeigt indes auch, dass das Regierungslager und das gesamte Oppositionslager mit jeweils 48% Zustimmung rechnen könnten, ein Regierungswechsel somit für den Fall eines oppositionellen „Olivenbaums“ nicht ausgeschlossen ist. Dass sich die drei Oppositionsparteien zu einem solchen Bündnis zusammenfinden, erscheint jedoch ausgeschlossen.

Nézöpont-Umfrage: Orbán „bester Ministerpräsident seit 1990“, Fidesz-Zustimmung rückläufig

Nézöpont-Umfrage: Orbán nach Ansicht der Wähler „bester Ministerpräsident seit 1990“

In einer telefonischen Umfrage zwischen dem 16.5. und 20.5.2011 stimmten laut Nézöpont 36 Prozent der Befragten für Orbán, der zweite Platz ging an den ersten frei gewählten Ministerpräsidenten József Antall (MDF, 1990-1993, 13%), Drittplatzierte wurden Gyula Horn (MSZP, 1994-1998) und Gordon Bajnai (2009-2010) mit jeweils 10%. Die beiden Sozialisten Péter Medgyessy (2002-2004) und Ferenc Gyurcsány (2004-2009) erhielten laut Umfrage 4 bzw. 3 Prozent. Weniger Stimmen entfielen nur auf Péter Boross (2%), der nach dem Tod von József Antall während dessen Amtszeit für etwa ein halbes Jahr Ministerpräsident war (1993-1994).

Regierungsarbeit: Gemischtes positives Bild; relative Mehrheit gegen Flat-Tax

Im Rahmen der Umfrage waren die Befragten aufgerufen, einzelne Regierungsmaßnahmen zu bewerten. Hierbei ergab sich folgenes Bild:
– „Abrechnung“ (gemeint ist die Verfolgung von mutmaßlichen Straftaten, Korruption und Fällen von Vetternwirtschaft während der vergangenen acht Jahre: 58% Zustimmung
– Trianon-Gedenkgesetz: 57% Zustimmung
– Einführung der Bankensteuer: 54% Zustimmung
– Krisensteuern für Energieversorger, Handel und Telekom-Unternehmen: 52% Zustimmung
– Umgang mit der Rotschlamm-Katastrophe: 48% Zustimmung (negative Einschätzung bei 28% der Befragten)
– Schaffung einer zentralen Anlaufstelle für Verwaltungsangelegenheiten („Regierungsfenster“): 42% Zustimmung (negativ: 12%)
– Einführung der Flat Tax: 31% Zustimmung (Ablehnung durch 36%)

Allerdings gab eine relative Mehrheit der Befragten an, die Entwicklung in den Bereichen „Schaffung von Arbeitsplätzen“ habe sich im vergangenen Jahr verschlechtert (4%). In den Bereichen Erneuerung des Gesundheitssystems und Bildung sieht die relative Mehrheit keine Veränderung, die Zahl derer, die eher eine Verschlechterung sehen, liegt aber über den positiv gestimmten. Hier wurde der Regierung Orbán somit ein schlechtes Jahreszeugnis ausgestellt.

Zustimmung für Fidesz/KDNP bei 42%

Laut Nézöpont gaben 42% der Befragten Fidsz/KDNP als Parteipräferenz an, MSZP kam auf 15%, Jobbik auf 12% und LMP auf 8%. 23% der Befragten konnten/wollten keine Antwort auf die Frage geben. Regierungsparteien befinden sich somit zwar seit Oktober 2010 (damals hätten 52% für Fidesz/KDNP gestimmt) im Abwind, können ihr Niveau jedoch deutlich über der Zustimmungsraten der anderen Parteien halten. Noch deutlicher wird dies bei der Frage, welcher Partei man voraussichtlich seine Stimme geben würde: Hier entfielen 56% auf Fidesz, 18% auf die Sozialisten, 14% auf Jobbik und 11% auf die LMP.

http://nezopontintezet.hu/aktualis/merlegen-a-kormany-egy-eve/