12. Zinssenkung in Folge: Leitzins der MNB bei 4,00 %

Der Geldpolitische Rat der Ungarischen Nationalbank (MNB) hat auf seiner heutigen Sitzung den Leitzins erneut um 25 Basispunkte auf 4,00 % gesenkt. Damit erreichte der Refinanzierungszins ein neues Rekordtief.

Das Gremium begründete ihre Zinsentscheidung mit dem Ziel einer Ankurbelung der Wirtschaft: Nach dem schwachen Vorjahr könne die Wirtschaft dieses Jahr wieder an Fahrt aufnehmen. Inflationsgefahren sieht die MNB in Anbetracht der geringen Inlandsnachfrage und der Senkung der Mietnebenkosten durch die Regierung nicht.

http://www.mnb.hu/Monetaris_politika/donteshozatal/mnbhu_monet_kozlem/mtkozl_20130723_kozlemeny

Die Senkung entsprach den Erwartungen der Marktteilnehmer.

Ausführlicher bei Bloomberg: http://www.bloomberg.com/news/2013-07-22/hungary-seen-lowering-main-rate-as-focus-shifts-to-ending-cycle.html

Ergebnisse der Sondersitzung des geldpolitischen Rates der Nationalbank

Der neue ungarische Notenbankpräsident György Matolcsy hat nach der heutigen Sondersitzung des geldpolitischen Rates (Monetärrates) die geplanten Eckpunkte der künftigen Notenbankpolitik vorgestellt.

Matolcsy zufolge sei das „Ziel der Preisstabilität erreicht“, weshalb die Notenbank ihren Fokus auf die finanzielle Stabilität und die Unterstützung der Wirtschaftspolitik der Regierung richten möchte.

Die Notenbank plant unterschiedliche Maßnahmen:

1. Die MNB plant, den Geschäftsbanken ein Refinanzierungsrahmen von zusätzlichen 250 Mrd. HUF zum einem Zinssatz von 0% zur Verfügung zu stellen. Die Banken können die Refinanzierungsmittel mit einem Zinsaufschlag von 2% zweckgebunden ausreichen, um ihren Kunden die Finanzierung des Umlaufvermögens bzw. Investitionen zu ermöglichen oder Eigenmittel für EU-geförderte Projekte aufzubringen. Auch eine Umschuldung laufender Finanzierungen soll zulässig sein.

2. Ein weiterer Rahmen soll, ebenfalls über die Geschäftsbanken, zur Umschuldung von Devisenkrediten kleinerer und mittelständischer Unternehmen dienen. Die MNB reicht hier ebenfalls zinsfrei aus, die Banken dürfen 2% Aufschlag vornehmen.

3. Ferner möchte die MNB den Umfang der im Umlauf befindlichen kurzfristigen Schuldverschreibungen von 4.500 Mrd. HUF auf 3.100 Mrd. HUF senken. Hierfür soll ein Teil der Devisenreserven verwendet werden.

Bei Turbulenzen auf dem Anleihemarkt soll die Notenbank ferner auf dem Sekundärmarkt intervenieren dürfen.

http://index.hu/gazdasag/2013/04/04/matolcsy/

http://www.portfolio.hu/gazdasag/rendkivuli_ules_utan_szolal_meg_matolcsy.182150.html

Eilmeldung – Orbán: György Matolcsy wird Notenbankpräsident

Wie der ungarische Ministerpräsident Viktor Orbán soeben in der Radiosendung „180 Minuten“ auf MR 1 – Kossuth Rádió – mitteilte, soll György Matolcsy das Amt des Notenbankpräsidenten von András Simor übernehmen.

Orbán sagte, es brauche eine Person mit Regierungserfahrung und verglich die aktuelle Situation mit seiner ersten Regierungszeit, als der damalige Finanzminister Zsigmond Járai das Amt des MNB-Vorsitzenden übernahm. Auch er habe die Bank hervorragend geführt.

MNB senkt Leitzins

Die Ungarische Nationalbank (MNB) hat erneut den Leitzins um 25 Basispunkte auf 5,25% gesenkt. Die Landeswährung Forint gab im Tagesverlauf leicht nach, pendelte sich jedoch gegen Handelsschluss auf Vortagesniveau ein (294,60 HUF/€).

Marktteilnehmer rechnen mit weiteren Zinssenkungen. Am 1. März dürfte zudem der Name des neuen Notenbankpräsidenten öffentlich bekanntgegeben werden. Als Favorit für die Nachfolge des scheidenden Vorsitzenden András Simor gilt der wegen seiner „unorthodoxen Wirtschaftspolitik“ umstrittene Wirtschaftsminister György Matolcsy. Nachfolger Matolcsy dürfte Mihály Varga werden. Der ehemalige Finanzminister während der ersten Orbán-Regierung ist aktuell Staatssekretär.

Matolcsy wird Notenbankpräsident

Wie die Tageszeitung Világgazdaság (Weltwirtschaft) soeben berichtete, soll Wirtschaftsminister György Matolcsy im März 2013 den Posten des scheidenden Notenbankpräsidenten András Simor übernehmen.

http://www.vg.hu/gazdasag/gazdasagi-hirek/megtudtuk-matolcsy-gyorgy-lesz-az-uj-jegybankelnok-397204

Über die Nachfolge Simors, dessen Verhältnis zur amtierenden Regierung insbesondere wegen grundlegender Meinungsverschiedenheiten in der Geldpolitik seit je her angespannt ist, wird seit Monaten spekuliert. Die Nominierung Matolcsys war in Fachkreisen ebenso erwartet worden wie der ebenfalls als wahrscheinlich geltende Wechsel von Mihály Varga auf den Posten des Wirtschaftsministers.

Erneut überraschende Zinssenkung durch Notenbank

Der Monetärrat der Ungarischen Notenbank hat in seiner Sitzung vom 25.09.2012  zum zweiten Mal in Folge den Leitzins um 25 Basispunkte gesenkt. Dieser liegt fortan bei 6,50 Prozent.

Der Zinsschritt war – wie schon die Senkung vor zwei Wochen – von der Mehrheit der Analysten nicht erwartet worden. Die Entscheidung wurde abermals mit knapper Mehrheit getroffen, ein Zeichen dafür, dass Notenbankpräsident András Simor und seine beiden Stellvertreter erneut von den „externen Ratsmitgliedern“ überstimmt worden sind. Das Nachrichtenportal Index.hu spricht von einem „Kampf in der Nationalbank“. Die Fachabteilungen der Bank hatten sich aufgrund der Inflationsgefahr gegen einen Zinsschritt ausgesprochen.

 

Ungarische Nationalbank senkt Leitzins um 0,25 Prozentpunkte

Die Ungarische Nationalbank (MNB) hat den Leitzins in der gestrigen Sitzung des Monetärrates um 0,25 Prozentpunkte auf 6,75% gesenkt.

Die ungarische Landeswährung Forint reagierte auf den überraschenden Zinsschritt mit etwas schwächeren Kursen: Seit Bekanntwerden der Entscheidung stieg der EUR/HUF-Wechselkurs von 278,50 HUF pro EUR auf (heute) 283,00 HUF pro EUR. Die Landeswährung hatte sich im vergangenen Halbjahr von ihren Tiefständen im Januar 2012 (1 EUR = 320 HUF) wieder erholt.

 

Nationalbankstreit reloaded?

Die Europäische Zentralbank hat die Erhebung der Finanztransaktionssteuer von der Ungarischen Nationalbank (MNB) kritisiert und als unvereinbar mit dem Grundsatz der Unabhängigkeit der Notenbank bezeichnet.

Kurz nach der Modifikation des Notenbankgesetzes durch das Parlament, das zur Einstellung eines von der EU-Kommission initiierten Vertragsverletzungsverfahrens gegen Ungarn geführt hatte, droht dem Land nun neues Ungemach.

Von der Abgabe wäre auch die Tätigkeit der Notenbank betroffen. Die EZB kritisiert in einer am heutigen Dienstag herausgegebenen rechtlichen Stellungnahme zum einen, dass Ungarn seiner Pflicht zu Konsultationen nicht nachgekommen sei. Zum anderen werden inhaltliche Bedenken wegen der potenziellen Auswirkungen der Abgabe auf die MNB un ihre Geldpolitik geäußert.

Die Stellungnahme im Volltext:

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