S&P stuft Ungarn auf Rating BB herab

Die amerikanische Rating-Agentur Standard & Poor’s hat Ungarn von der Tufe BB+ auf BB herabgestuft. Das Land sinkt somit um eine weitere Bonitätsstufe im so genannten Ramschbereich. Die Aussichten bezeichnet S&P als stabil, was weitere Herabstufungen vorerst nicht erwarten lässt.
Die Herabstufung wurde mit der „unberechenbaren Wirtschaftspoltik“ der ungarischen Regierung begründet. Diese könne sich mittelfristig negativ auf das Wachstum auswirken.

http://biz.thestar.com.my/news/story.asp?file=/2012/11/24/business/20121124111329&sec=business

Fitch: Ungarn Ramschniveau

Als letze der drei großen Rating-Agenturen hat nun auch Fitch Ungarn auf Ramschniveau herabgestuft.

http://www.tagesschau.de/wirtschaft/ungarn300.html

Fitch begründet seine Entscheidung mit der „Finanzkrise“, „schlechte Wachstumsaussichten“ und die „unorthodoxe Politik“ der Regierung.

 

Standard & Poor´s: Ungarn auf Ramschniveau (BB+)

Nach der Agentur Moody´s hat auch die US-amerikanische Ratingagentur Standard & Poor´s das EU-Mitgliedsland Ungarn auf Ramschniveau herabgestuft. Das Rating des Landes verschlechterte sich von BBB auf die Note BB+ (mit negativem Ausblick).

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,805269,00.html

Die Ratingagentur ging bei ihrer Begründung zum einen auf den Abbruch der Gespräche zwischen Ungarn einerseits und IWF/EU anderseits ein. Zum anderen wies sie auf ihre Besorgnis im Hinblick auf die Unabhängigkeit der ungarischen Notenbank hin. Auch die politischen Entwicklungen wurden als negativer Faktor betont:

The downgrade reflects our opinion that the predictability and credibility of Hungary’s policy framework continues to weaken. We believe this weakening is due, in part, to official actions that, in our opinion, raise questions about the independence of oversight institutions and complicate the operating environment for investors. In our view, this is likely to have a negative impact on investment and fiscal planning, which we believe will continue to weigh on Hungary’s medium-term growth prospects. Moreover, in our opinion, the downside risks to Hungary’s creditworthiness have also increased as the global and domestic economic environments have weakened.“

Die Meldung ist hier einsehbar.

Charles Gati über „Hungary´s Backward Slide“

Der US-amerikanische Politologe Charles Gati kommentiert die aktuelle ungarische Politik in der New York Times:

http://www.nytimes.com/2011/12/13/opinion/hungarys-backward-slide.html?_r=4&scp=1&sq=Charles+Gati&st=nyt

Zuletzt hatte sich Gati in der österreichischen Presse zu Wort gemeldet:

http://diepresse.com/home/politik/aussenpolitik/702125/Gati_Ungarn-ist-eine-gelenkte-Demokratie?_vl_backlink=/home/politik/aussenpolitik/index.do

Gedanken zum Presse-Interview aus diesem Blog:

https://hungarianvoice.wordpress.com/2011/10/18/polemische-gedanken-zum-gati-interview-in-der-presse-wann-ist-man-antiwestlich

 

Wiener Zeitung: Ungarn versucht Annäherung an IWF und EU

Die Wiener Zeitung berichtet:

Nach der Herabstufung auf Ramschstatus bemüht sich Ungarns Regierung händeringend um eine Annhäherung an internationale Geldgeber. Mit einer politischen Kehrtwende soll die angeschlagene Wirtschaft stabilisiert werden. Dazu soll das schwierige Verhältnis zur Europäischen Union, dem Internationalen Währungsfonds (IWF) und den nationalen Banken verbessert werden.“

http://www.wienerzeitung.at/nachrichten/politik/europa/414315_Ungarns-Regierung-ringt-um-Gunst-der-Geldgeber.html