Umfrage: Wer ist am ausländerfeindlichsten? Und wem gegenüber?

Heute bin ich auf eine – im Ergebnis furchteinflößende – Umfrage gestoßen. Ein Meinungsforschungsinstitut befasst sich in einer aktuellen Erhebung mit der Frage, unter welchen Parteianhängern die Ausländerfeindlichkeit bzw. der Rassismus am größten ist. Doch nicht nur das: Auch die Frage, wem gegenüber Vorbehalte bestehen, wurde gestellt. Das Ergebnis:

Gestellt wurde folgende Frage: „Wen würden Sie als Ihren Nachbarn dulden?“

Die Antworten fallen höchst unterschiedlich, aber im Grundsatz gleichermaßen bedrückend aus. Im Einzelnen:

1. Fidesz 

Die Anhänger der Regierungspartei würden am ehesten eine Familie mit vier Kindern (87% Akzeptanz) oder Einwanderer aus Siebenbürgen (80%) dulden. Einen Rocksänger immerhin zu 59%. Nur knapp mehr als die Hälfte würde sich mit einem jüdischen Nachbarn wohl fühlen (53%) – was nichts anderes bedeutet, als dass knapp die Hälfte der befragten Fidesz-Wähler sich als offen antisemitisch zu erkennen gaben. Noch geringer ist die Akzeptanz gegenüber Amerikanern (43%), Studenten aus Afrika (42%), Chinesen (40%), Homosexuellen (35%), Zigeunern (31%), Syrern mit christlichem Glauben (30%) und Arabern (ganze 10%, was die geringste Akzeptanz unter allen Befragten darstellt).

2. Sozialisten

Bei den Sozialisten ist die Akzeptanz gegenüber Großfamilien und siebenbürgischen Einwanderern geringer als bei Fidesz (70 bzw. 73%), auch die Akzeptanz gegenüber Rockmusikern ist geringer (53), dafür würden Juden (ebenfalls nur 60%), Homosexuelle und afrikanische Studenten eher geduldet; etwa die Hälfte ist auch hier ablehnend. Araber würden von nur 26% der MSZP-Wähler geduldet. 

3. Jobbik

Die Wähler der rechtsradikalen Jobbik mögen Großfamilien (92%), Siebenbürger (81%) und Rockmusiker (70%, wahrscheinlich denkt man an Kárpátia…), Amis gehen gerade noch durch (58), wohingegen Juden mit 51% nur von der Hälfte akzeptiert würden. Zigeuner werden abgelehnt (22%, schlechtester Wert), Homosexuelle stehen besser da als bei Fidesz-Wählern (41), ebenso die – noch immer überwiegend negierten – Araber (18).

4. Demokratische Koalition 

Und die Wähler der „politisch korrekten“ DK? Als Jude hat man auch dort keinen echten Stein im Brett, die Akzeptanz liegt mit 53% nur zwei Punkte über der bei Fidesz. Nur 47% würden afrikanische Studenten dulden – und damit weniger als die Jobbik-Anhänger! Etwas besser stehen Araber und Zigeuner da. Und: Chinesen sollen nach DK-Lesart beliebtere Nachbarn sein als Amerikaner – vielleicht hatte man Trump vor sich.

Prost Mahlzeit…

Nézöpont: Fidesz bei 26%

Die Dezember-Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Nézöpont hat den Rückgang der Unterstützung für die ungarische Regierung bestätigt. In der Gesamtbevölkerung käme Fidesz demnach auf 26%, Jobbik auf 17%, MSZP auf 7%, LMP und DK auf jeweils 5% und Együtt auf 2% der Stimmen.

Insgesamt 38% der Befragten gehört dem Lager der Nichtwähler an, machte keine Angaben oder ist unentschlossen.

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Bei den Parteiwählern führt Fidesz die Liste mit 40% an, Jobbik folgt mit 24%, MSZP käme auf 12%. DK, LMP und Együtt folgen mit 9, 8 und 4%.

Wahlumfrage zur ungarischen Parlamentswahl 2014

Am 6. April wählt Ungarn ein neues Parlament. Wen wählen Sie / wen würden Sie wählen? Verraten Sie es uns und stimmen sie ab!

 

Nézöpont-Umfrage: Fidesz führt, MSZP und Jobbik auf Platz

Die neueste Meinungsumfrage des Nézöpont-Instituts zeigt abermals eine große Unterstützung des Regierungslagers.

Die Ergebnisse der Befragung aller Wahlberechtigten (Parteiwähler):
Fidesz 32% (40%)
MSZP 14% (15%)
Jobbik 13% (14%)
Együtt 2014 7% (9%)
LMP 5% (5%)
DK 1% (1%)
Sichere Nichtwähler: 8%
Unentschlossen, aber für Regierungswechsel: 9%
Unentschlossen: 9%

http://nezopontintezet.hu/aktualis/kihivo-kerestetik/

Nach wie vor scheint die Regierungspartei über ein höheres Potenzial zu Mobilisierung ihrer Wähler zu verfügen.

Medián: Regierungswechsel ja, Aber bitte nicht mit dieser Opposition!

Die Wochenzeitung HVG veröffentlichte die Umfrageergebnisse des Meinungsforschungsinstituts Medián.

http://tablet.hvg.hu/hvgfriss/2013.14/201314_stabil_kormanyero_gyenge_ellenzek

Die per Link erreichbare Grafik zeigt die Zustimmung der einzelnen Parteien bei allen Befragten (orange), bei den zur Stimmabgabe Entschlossenen (grün) und den zur Stimmabgabe entschlossenen Wählern mit bestimmten Parteipräferenzen (blau).

Das Regierungslager hat nach wie vor einen deutlichen Vorsprung vor den linksoppositionellen Kräften (MSZP, LMP und Együtt 2014).

Die Zustimmung zur Wählerinitiative „Gemeinsam 2014“ sank dabei um fast 50%.

Positiv: Der Anteil derer, die „sicher“ zur Wahl gehen möchten, steigt und liegt laut Medián bei 47%.

55% der o.g. blauen Gruppe wünschen sich einen Regierungswechsel, allerdings ist für 37% keine der oppositionellen Parteien attraktiv.

Tárki: Fidesz/KDNP stabil, MSZP auf 10-Jahrestief

Die neueste Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Tárki zeichnet kein gutes Bild vom Zustand der Opposition.

Während sich die Regierungsparteien unter allen Befragten recht stabil halten konnten und – trotz Kritik an der Verfassungsreform und dem Krisenmanagement während des Schneechaos von vergangener Woche – auf 24% kamen (Vormonat: 26%), fielen die Sozialisten auf 9% (-3). Die MSZP erreichte damit ein 10-Jahrestief.

DK und LMP scheiterten an der 5%-Hürde, lediglich die Vereinigung „Gemeinsam 2014“ kam auf 5%. Jobbik steht bei 8% (-1).

Das größte Lager, bestehend aus Unentschlossenen und Nichtwählern, wuchs erneut und repräsentiert nun 51% der Wahlberechtigten.

Bei den Wählern mit fester Parteipräferenz erreichte Fidesz/KDNP unverändert 48%, MSZP 18%, Jobbik 16%, Együtt 2014 11%, LMP und DK scheiterten an der 5%-Hürde.

http://www.tarki.hu/hu/news/2013/kitekint/20130327_valasztas.html

Die Zahlen belegen, dass die internationale Kritik, insbesondere an der Verfassungsreform und am Krisenmanagement während des Wintereinbruchs von letzter Woche, zu keiner Schwächung der Regierungsparteien geführt hat. Und noch wichtiger: Die Opposition kann nicht profitieren.

Umfrage: Popularität von Jobbik und „Gemeinsam 2014“ rückläufig, Fidesz und MSZP legen zu

Aktuelle Ergebnisse einer Tárki-Umfrage zufolge muss die im Parlament vertretene rechtsradikale Partei Jobbik mit rückläufigen Wählerzahlen rechnen (Rückgang von 9 auf 8%). Ebenfalls rückläufig sind die Umfrageergebnisse der Gruppierung „Gemeinsam 2014“ um den ehemaligen Ministerpräsidenten Gordon Bajnai (5 auf 3%)i.

Hingegen legten Fidesz (19% aus 20%) und MSZP (12 auf 14%) zu, LMP (3%) und die Demokratische Koalition (1%) blieben auf niedrigem Niveau stabil. Das Lager der Nichtwähler und Unentschlossenen, welches immer noch zahlenmäßig führt, nahm leicht ab (50 auf 49%).

Die o.g. Zahlen betreffen die Monate Dezember 2012 und Januar 2013 und bilden das Ergebnis unter allen Befragten ab.

Bei den Wählern mit fester Parteipräferenz legten Fidesz (auf 40%), MSZP (auf 28%) und LMP (6%) zu, Jobbik verlor (19 auf 16%), DK stagnierte bei 2% und „Gemeinsam 2014“ verlor von 10 auf 6%, womit die als zunächst von ausländischen Pressebeobachtern gefeierte Gruppierung um Bajnai seit November 2012 mehr als die Hälfte der entschlossenen Wähler einbüßte (13-10-6%).

http://www.tarki.hu/hu/news/2013/kitekint/20130130.html