Vertreibung der deutschen Minderheit: Ungarn führt Gedenktag ein

Das ungarische Parlament hat am gestrigen Dienstag einen Gedenktag eingeführt, an dem der Vertreibung der deutschen Minderheit aus Ungarn nach dem 2. Weltkrieg gedacht werden soll. Der Beschluss wurde ohne Gegenstimme gefasst.

Zum Tag des Gedenkens wurde der 19. Januar bestimmt. An diesem Tag im Jahr 1946 verließen die ersten Züge mit den Vertriebenen das Land. Bis 1948 wurde 185.000 Ungarndeutschen die Staatsbürgerschaft entzogen, sie wurden enteignet und ausgewiesen.