Volksabstimmung: Das amtliche Endergebnis

Die Wahlbeteiligung beim Referendum zur Flüchtlingsquote lag, dem amtlichen Endergebnis zufolge, bei 40,41% und damit deutlich unterhalb des Mindesterfordernisses von 50%.  Innerhalb dieses somit  „ungültigen“ (eredménytelen) Urnengangs lag die Quote der „Nein“-Stimmen, d.h. der Regierungslinie, bei 98,33%. Die Befürworter einer EU-weiten Verteilung von Flüchtlingen erschienen somit praktisch gar nicht zur Abstimmung.

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Wahlbeteiligung bis 17:30 Uhr: 56,77%

Die Beteiligung an der ungarischen Parlamentswahl lag bei der letzten Zwischenerhebung um 17:30 Uhr bei 56,77%.

Im selben Zeitraum hatten beim ersten Wahlgang im Jahr 2010 59,28 der Wahlberechtigten ihre Stimme abgegeben. Es deutet sich somit eine Wahlbeteiligung knapp unterhalb des 2010-Ergebnisses an.

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Die weitaus höchste Beteiligung wies die Hauptstadt auf. Hier war nur der VIII. Stadtbezirk Ausreißer nach unten (49,93%). Die Jobbik-Hochburgen Nógrád, Heves, Borsod-Abaúj-Zemplén und Szabolcs-Szatmár-Bereg wiesen eine leicht unterdurchschnittliche Wahlbeteiligung auf. In diesen Komitaten konnte die rechtsextreme Oppositionspartei bereits 2010 20-27% der Listenstimmen erringen; seinerzeit war die Beteiligung hier ebenfalls leicht unterdurchschnittlich.

Wahllokale weiter geöffnet

Nach Presseberichten befinden sich noch immer bis zu 1000 Abstimmungswilligen vor einzelnen Wahllokalen. Allein in Budapest sind derzeit noch 17 Wahllokale geöffnet.

Zwischenzeitlich haben einige Radio- und Fernsehsender ihre Wahlberichterstattungen vorläufig unterbrochen, um die „Kampagnenruhe“ – die erst bei Schließung der Wahllokale endet – nicht zu verletzen.Vor Bekanntgabe der Entscheidung, die Stimmabgabefrist zu verlängern, wurden bereits einzelne Exit-Poll-Umfragen veröffentlicht: Demnach liegt Fidesz bei 54-59%, die Sozialisten (MSZP) bei ca. 20%, Jobbik bei 15-17% und LMP bei 5-6%.