Staatssekretär dementiert Gerüchte zum „West Balkan“ Unglück

Zoltán Balog, der für gesellschaftlichen Aufstieg zuständige Staatssekretär, hat in einem Gespräch mit dem Roma Pressezentrum zu den von einigen (rechtsextremen) Internetportalen verbreiteten Gerücht Stellung bezogen, Mitglieder der Minderheit hätten am vergangenen Samstag in der Budapester Diskothek „West Balkan“ mehrere Todesfälle verursacht.

In der beliebten Diskothek war es am Samstag Abend zu einer Massenpanik gekommen. Nach bisherigen Meldungen war die Diskothek deutlich überfüllt. Drei junge Frauen starben, Todesursache war nach bisherigen Ermittlungen Erstickung. Hingegen hatten rechtsradikale Internetportale das Gerücht verbreitet, eine Messerstecherei, begangen durch Roma, habe die Panik ausgelöst. Auch von Stichwunden war berichtet worden.

Balog teilte mit, es gebe keinerlei Hinweise dafür, dass Roma mit dem Unglücksfall etwas zu tun hätten. „Man müsse wütend auf diejenigen sein, die es gewagt haben, in eine Diskothek, die 300 Menschen fasst, 3.000 Menschen einzulassen, und auf diejenigen, die mit erfundenen Begründungen und Tatumständen versuchen, wieder einmal von Zigeunerkriminalität zu sprechen.“

Der Standard berichtete, das der rechtsextremen Jobbik-Partei nahestehende Portal barikad.hu habe kurz nach dem Unglück behauptet, die Regierung habe sich in ein Netz von Lügen verstrickt.

http://derstandard.at/1293370889050/Budapest-Fuenf-Festnahmen-nach-Massenpanik

http://www.nepszava.hu/articles/article.php?id=385233