Willkommen! Isten hozott!

Liebe Leserinnen und Leser!

HUNGARIAN VOICE geht an den Start! Dieses Blog möchte allen, die sich für die ungarische Politik und Gesellschaft interessieren, ein Informations- und Diskussionsforum bieten. Aber ist das alles? NOCH ein Blog zu Ungarn? Wofür das Ganze?

Ich habe ungarische Wurzeln, lebe jedoch in Deutschland. Ich weiß, dass für die meisten meiner Mitbürger Informationen über Ungarn nicht zum „Tagesgeschäft“ gehören. Sie bilden sich ihre Meinung meist nur über die (seltenen) Berichte in den Printmedien. Bei der Lektüre dieser Presseorgane von Hamburg bis Wien erscheint mir die Darstellung Ungarns seit geraumer Zeit als bedauernswert einseitig.

Es gibt derzeit tatsächlich beunruhigende politische Tendenzen in der Republik Ungarn: Eine rechtsradikale Partei macht sich auf den Weg ins Parlament. Dieses Problem soll hier weder verharmlost noch schöngeredet werden.

Ungarn nur als rechtsradikalen Gewaltherd darzustellen, wird jedoch den Tatsachen nicht gerecht. Die meisten deutschsprachigen Leser bekommen über Ungarn nur das zu lesen, was bestimmte, konkret: linksliberale oder linke Medienorgane als „berichtenswert“ erachten. Die Artikel in der deutschsprachigen Presse erscheinen mir – ich spreche und lese ungarisch – oft als 1:1 Übersetzungen einer ganz bestimmten Richtung in der ungarischen Medienlandschaft. Probleme, die in deren Weltbild keine besondere Rolle spielen, werden unterschlagen und bleiben auch hierzulande meist unbekannt. Insbesondere die Ursachen für das Erstarken der Rechtsradikalen werden gerne verschwiegen. Zudem wird in deutschen und österreichischen Presseorganen gerne der Versuch unternommen, die konservative demokratische Partei Fidesz mit den Rechtsradikalen in einen Topf zu werfen.

Ich bin der Meinung, dass einseitige Berichterstattung die Objektivität nicht gerade fördert. Aus diesem Grund möchte HUNGARIAN VOICE

– deutschsprachige Presseartikel kritisch hinterfragen und im Rahmen einer „Presseschau“ kommentieren,
– Berichte über Geschehnisse in Ungarn einstellen, auch solche, die auf dem Weg nach Deutschland oder Österreich „verloren gehen“ und
– den aktuellen Wahlkampf 2010 kommentieren und begleiten.

Eine Bitte: Dies ist kein politisches Hetzforum für Rechte oder Linke! Beleidigende Kommentare werden von mir sofort entfernt. Diese Plattform bemüht sich um Objektivität, will den Zeitungen von Hamburg über München bis Wien eine andere Sichtweise und Fakten gegenüberstellen. Alle Gleichgesinnten, die sich angesprochen fühlen, sind zur Teilnahme herzlich eingeladen.

Ungarn wählt am 11. April 2010 ein neues Parlament. Dieses Ereignis soll und wird in den nächsten Wochen das Hauptthema sein. Ich werde mich um eine ausgewogene Berichterstattung bemühen, gerade dort, wo ich meine, dass die „etablierten“ Presseorgane sie vermissen lassen…

Ich freue mich auf interessante Diskussionen!

Viele Grüße

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Ein Kommentar zu “Willkommen! Isten hozott!

  1. Wie wärs mit einer Einschätzung von damals bis jetzt?
    Ich finde es stellt sich seitdem alles noch extremer dar.
    Man traut sich nur dann noch Berichte über Ungarn zu lesen, wenn man gerade ein Kreislauftief hat.

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