Ungarn schlägt die Türkei 3:1 – Orbán und Bajnai in der selben Loge

Ist es ein Zeichen? Eine göttliche Eingebung, zu was Ungarn in der Lage wäre, wenn alle an einem Strang zögen oder jedenfalls kultiviert miteinander umgehen würden?

Wer weiß. Jedenfalls konnte Ungarn gestern die Türkei in der WM-Qualifikationsrunde mit 3:1 schlagen. Und die Chancen der Türkei auf eine WM-Teilnahme damit beenden.

Bemerkenswertes Detail: Ministerpräsident Viktor Orbán, Parlamentspräsident László Kövér, Justizminister Tibor Navracsics und der ehemalge Staatspräsident Pál Schmitt verfolgten das Spiel aus der selben Loge wie der aktuell als Orbáns Gegenkandidat für 2014 gehandelte, ehemalige Ministerpräsident Gordon Bajnai.

 

 

 

 

 

 

 

 

Ist es Zufall, dass Ungarn ein so gutes Ergebnis gerade dann einfährt, wenn sich kleine Zeichen von „Normalität“, wenn auch nur auf der Fantribüne eines Fußballstadions, ergeben? Hoffen wir, dass die Akteure die Zeichen erkennen – wie es Orbán jüngst bei der Einweihung einer Statue formulierte.

Zugegeben, für Jubelschreie ist es zu früh. Denn ziemlich verkrampft sehen Bajnai und Orbán schon aus. Bajnai ließ übrigens verlautbaren, er habe nicht bemerkt, dass Orbán hinter ihm stehe. Klar. Willkommen in Ungarn. 🙂

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6 Kommentare zu “Ungarn schlägt die Türkei 3:1 – Orbán und Bajnai in der selben Loge

  1. Sehr geehrter HV!
    Gibt es eigentlich noch andere Bilder , auf denen Bajnai zusammen mit Orbán beim Fußballspiel Ungarn gegen die Türkei zu sehen ist?
    Ihr Bild scheint mir eine ziemlich unprofessionelle Fotomontage zu sein. Bei der Skalierung der Rastergrafik lassen sich noch die Pixelränder der montierten Bilder erkennen. Mit Photoshop ließen sich weit bessere Fälschungen herstellen. Um z.B. einen sanften Übergang der Kanten zu erreichen, gibt es die Funktion Kantenglättung, mit der sich der Alias-Effekt verringern ließe. Die hat der Fälscher aber nicht konsequent genutzt.
    Das Bild ist wirklich der Hammer!

      • @HV
        Bei dem Bilder #6 wird als Quelle >© MTI / Beliczay László < angegeben.

        Die staatliche ungarische Presseagentur würde doch sicher nicht versuchen ein Bild zu fälschen 🙂

      • Auf dem Bild der Népszabadság (3. Link) sieht es tatsächlich so aus, als würde VO versuchen Bajnai die Hand zu reichen.

        Aber wie HV bereits vermerkte, hat Bajnai die hinter ihm stehenden Ehrengäste nicht bemerkt! Oder täuscht die Perspektive?

        Vielleicht kann uns ja der Photoshop-Experte P.H. aufklären?

      • @ HV

        O.k. Ich will mit meiner Rechthaberei hier nicht auch noch Karl Pfeifer aus Wien übertrumpfen.

        Aber aber wenn man zwischen nicht notwendig, nicht unmöglich und dem Zufälligen, das eingetreten sein kann, aber nicht eingetreten sein muss, unterscheidet, dann ist es auffällig, dass sich Bajnai nur wenige Tage vor seiner Auferstehung mit Orbán im Fußballstadion ablichten ließ.

        Ich meine, es sind für Gläubige ja nur noch Wochen bis zum Sturz des antidemokratischen, rechtskonservativen, rassistischen und antisemitischen Regimes Orbán.

        Aber schauen Sie sich doch nur die Bilder etwas näher an.

        Das Bild der ungarischen Nachrichtenagentur (MTI / Beliczay László) ist mit dem Bild, das Borsonline vereöffentlicht hat, nahezu identisch. Die Unterschiede zum Bild der Népszabadság sind aber gravierend.

        Wohin sind grünen Klappstühle mit ihren braunen Armlehnen und den roten Stuhlkissen verschwunden?

        Wo ist der ältere Herr mit dem beigefarbenen Mantel geblieben, der auf dem Foto der Népszabadság in Orbáns Stuhlreihe gleich hinter der jungen Dame sitzt. Ratzbatz ist er auf den beiden anderen Fotos iweg. Kontingenz in continentia? Oder hat ihn das Monster Orbán gefressen?

        Ich habe nie Latein gelernt, aber Spes gilt, das weiß ich, als Personifikation der Hoffnung. Sie wurde in der Antike als ein schlankes, leicht hinschwebendes Mädchen dargestellt. In der Rechten hielt sie eine Blume. Die fehlt auf dem Bild. Die Spes auf dem Bild schmückt nur ein leuchtendroten Schal. Anstelle der Krähe, die gewöhnlich an Spes Seite zu sehen ist und die gemeinhin als Symbol der langen Dauer gilt, sehe ich

        Bajnai.

        Hoffnung und lange Dauer, Spes und Bajnai! Welche Symbolik!

        Hat Hoffnung nicht mit einem Wechselspiel von Vertrauen in die Zukunft und dem Risiko möglichen Scheiterns zu tun?

        Auf dem Bild der Népszabadság ist der sehnsüchtige Blick der jungen Frau an Bajnais Seite gen Orbán gerichtet ist. Auf den Photoshop-Bildern ruht er auf dem Messias der Lügner und Betrüger, die Farben Piros-Fehér-Zöld wurden wegradiert.

        Und was ist in der Reihe über Orbán passiert. Haben die mit Photoshop Bäumchen-wechsel-dich gespielt?

        Auferstehung? Nein, Photoshop!

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