Brechen die Sozialisten auseinander?

Ex-Ministerpräsident Ferenc Gyurcsány (MSZP) hat seiner Partei laut Presseberichten eine Erneuerung nahegelegt. Die Sozialisten seien bereits einmal aus einer anderen Partei hervorgegangen (aus der Ungarischen Sozialistischen Arbeiterpartei MSZMP, der Einheitspartei Ungarns vor 1989).

Parallel dazu wird über eine Partei-Neugründung durch Gyurcsány und ihm nahestehende Persönlichkeiten aus den Reihen der Sozialisten spekuliert (ggf. „Demokrata Párt“). Gyurcsány hat eine solche Neugründung nicht ausgeschlossen, jedoch seinen Willen betont, an der Reform innerhalb der MSZP mitzuwirken.

Die Aufforderung zur Reform scheint zugleich eine Bekräftigung von Gyurcsánys Führungsanspruch gegenüber dem derzeitigen Partei- und Fraktionsvorsitzenden Attila Mesterházy zu sein.

4 Kommentare zu “Brechen die Sozialisten auseinander?

  1. Welche „Sozialisten“? Eine parteilich-organisierte, abgehoben-elitäre, machtkorrumpierende, so genannte, politische „ORGANISATION“? Herausgewachsen aus einer „EINHEITSPARTEI“??

    Na ja!
    Möge das Schicksal alle „EINHEITSPARTEIEN“ zeitig erreichen! Sie auseinanderbrechen lassen!
    Gar „Viktorianische Zeitalter“ haben ihre Grenzen.

    Weniger „sensationsgeil“ – von Medien wenig beachtet – kommt jedoch die Zukunft stets „von UNTEN“… von den MENSCHEN… Gar von solchen, die keinen „Computer“ zum Bloggen im separaten, steuerabzugsfähigen „Büro“ zuhause haben…

    Vielleicht aus IGRICI??
    (liegt nahe der modernen M3-Autobahn…)

    http://www.szabadfold.hu/cikk?19906

    Ohne Lateinkenntnis in Sachen „SOCIUS“ entstand da etwas „Sozialist“-isches:

    Soweit ich dies, mit geschwächtem, westeuropäischem Gehirn verstand: >> Aus Eigeninitiative hat die ROMA-Minderheit (CKÖK) – einfach so… von „unten“… Zukunftsträchtiges geschaffen…

    „Ungarn verstehen“… Wie die Budapester Zeitung dies im „Header“ erwähnt… geht – leider – nur mit „ungarisch hören und verstehen können“…

    Das ist eben das Problem des Westens, des „ABENDLANDES“… und ihrer MEDIEN… Sie bekommen „wohlgefärbte Übersetzungen von LINKS und RECHTS“!

    Tessék… Bittär scheen…

    Bittär scheen… Lernen Sie ungarisch…!
    Sprachkenntnisse eröffnen NEUE WELTEN…
    (Ohne Übersetzungsfehler der „Medien“…!!)

    Meiner bescheidenen, „altersgegeben abschiedsträchtigen Ansicht nach“ benötigt EUROPA (vielleicht gar die so genannt „GLOBALISIERTE WELT“) neue ANKER:

    „SOCIUS“…. (gemäss Diktion der „alten Lateiner“!):
    SPALTUNG hin, SPALTUNG her…

    Wünschenswert wäre eine ehrliche Form von „Sozialismus“.

    Rücksichtnahme, Respekt und Bewunderung des „Andersartig-SEINS“… Lebensfreude angesichts der bunten VIELFALT… Statt „Parteilichkeiten“…

    REFORM mit „Gyurcsány“?
    REFORM mit „MESTER-HÁZi“?

    Wen kümmert’s?
    Die Zukunft kommt stets „von UNTEN“…
    Sobald „der AFFE“ als „soziales Wesen“ die Weltbühne betritt…

    In diesem Geiste
    Mit „sozialen“ Grüssen an die HV-BlogGemeinde

    Jean Louis

  2. Es wäre Ungarn zu wünschen, eine echte sozialdemokratische Partei zu entwickeln, die von den Altkadern unabhängig moderne sozialdemokratische Prinzipien glaubhaft vertreten kann (was immer das auch heute noch sein mag). Gyurcsány scheint hierfür definitiv der Falsche, so diskreditiert er im Bewusstsein einer großen Mehrheit der Bevölkerung ist. Die unbedeutende „Szociáldemokrata Párt“ ist, nach dem, was man bei Wikipedia lesen kann, derzeit auch kein geeigneter Kandidat dafür. Ich vermute, selbst Anhänger von FIDESZ wünschen sich eine gehaltvollere Opposition. Habe neulich einen sehr interessanten Vortrag von Janos Kis gehört, in dem er sehr plausibel dargelegt hat, dass die derzeitige verfahrene politische Lage viel damit zu tun hat, dass weder die Linke noch die Rechte sich modernisiert haben, sondern alle weiterhin an ihren idealisierten „goldenen Zeiten“ hängen.

    • *Es wäre Ungarn zu wünschen, eine echte sozialdemokratische Partei zu entwickeln, die von den Altkadern unabhängig moderne sozialdemokratische Prinzipien glaubhaft vertreten…*

      @Herr Boulanger,
      selten mit Ihnen so einer Meinung gewesen , wie bei diesem Beitrag.Allerdings werden bis dahin (wenn überhaupt) noch einige Generationen nötig sein.
      Ich habe hier täglich vor Augen, wie ein neuer Bürgermeister (parteilos)
      sich gegen die Altgedienten durchsetzen muss bzw. dagegen kämpfen muss deren Hinterlassenschaften zu beseitigen.
      Ist zwar nur ein kleines Beispiel aus der Provinz, aber
      „sok kicsi sokra megy“
      @all
      Allerdings stimmt mich bedenklich, wenn ich einige Beiträge hier und anderswo im Internet so lese (auch aus früheren Jahren ), wieviel Hass sich breit macht.
      Ich befürchte eher:Hass erzeugt Gegenhass und man erzeugt gerade das Gegenteil davon, was man vermeint erreichen zu wollen.

      • @ kullancs: Ich befürchte, solche Beispiele gibt es in größerer Zahl. Und leider nicht nur auf Seiten der MSZP. Ich betrachte Esztergom als erschreckendes Beispiel für Fidesz-Filz. Die Parteien brauchen einfach den Mut, sich von zweifelhaften Personen in den eigenen Reihen zu trennen. Paul Lendvai sagte einmal, dass die Trennungslinie in der ungarischen Politik nicht zwischen „Anständigen und Unanständigen“ verläuft, vielmehr scheint man vieles zu akzeptieren, solange es ein „Parteifreund“ tut. Auch Zsolt Bayer ist ein gutes Beispiel für diesen fehlenden Handlungswillen.

        Was Gyurcsány angeht, stimme ich Christian Boulanger zu. Der Mann ist völlig diskreditiert, er scheint das nur selbst nicht begriffen zu haben.

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